,Wir wollen keine Standardlösung‘

BI A8 Rohrdorf – Achenmühle pocht unvermindert auf umfassenden Lärmschutz

Rohrdorf/ Achenmühle – Mit  Transparenten an wechselnden Standorten im Gemeindegebiet verleiht die „Bürgerinitiative A8 Rohrdorf–Achenmühle“ ihren Forderungen nach einem umfassenden Lärmschutz und dem Erhalt des Landschaftsbildes weiter Nachdruck. „Wir wollen keine Standardlösungen.“, bekräftigt der Vorstand der Gruppierung, die gut ein Jahr nach ihrer Gründung rund 90 Unterstützer in ihrer Mitgliederkartei verzeichnet.

Mit von Regina Demmel gestalteten Transparenten unterstreicht die Bürgerinitiative ihre Forderung nach Einhausung der A8 nun auch optisch. Foto: Pilger

Mit von Regina Demmel gestalteten Transparenten unterstreicht die Bürgerinitiative ihre Forderung nach Einhausung der A8 nun auch optisch. Foto: Pilger

Gerade der „Rahmen der gesetzlichen Vorgaben“ hinsichtlich Lärm- und Umweltschutz, auf den Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer in einem Schreiben an die Bürgerinitiative verweist, laufe dem Grundgedanken einer ergebnisoffenen Diskussion im Planungsdialog zwischen Bürgervertretungen und planenden Behörden zuwider. Zunächst gelte es, gemeinsam auf die örtlichen Gegebenheiten angepasste Schutzziele zu erarbeiten; deren bauliche Umsetzung „sehen wir als zweiten Schritt“, heißt es dazu in der Stellungnahme der Interessensvereinigung. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen jedenfalls erachten die Autobahnanrainer als „für einen zukunftsorientierten Schutz des Rohrdorfer Gemeindegebietes keinesfalls ausreichend.“ Ein adäquater Schutz der betroffenen Bürger ist nach Auffassung der Bürgerinitiative nur durch eine „bislang nicht praktizierte, innovative bauliche Umsetzung der Schutzzielanforderungen zu erreichen“.

Bürgerinitiative setzt auf Grünbrücken

So setzt die Variante für den geplanten sechsspurigen Ausbau (plus zwei Standstreifen), die die Gruppierung gemeinsam mit der Gemeinde bei der Autobahndirektion Süd eingereicht hat, unter anderem auf Grünbrücken im Bereich des Hochstrasser Sees, auf Höhe des Ortsteils Rohrdorf und im Abschnitt Achenmühle. Damit könnten zudem bestehende Grünflächen dies- und jenseits der Autobahn miteinander verbunden werden. Für einige Passagen entlang der Verkehrsader sieht der Entwurf, den BI-Vorsitzender Josef Schmid bei der Jahreshauptversammlung vorstellte, deutliche Absenkungen der Fahrbahn vor.

Diese Vorschläge um den Autobahnausbau mit Einhausungen, den erforderlichen Lärmschutzwänden und Wällen sollen auch in den neuen Flächennutzungsplan eingearbeitet werden, ergänzte Bürgermeister Christian Praxl bei der Veranstaltung im Dorfhaus in Achenmühle. Ob allerdings alle Anlieger bereit seien, die für einen umfassenden Lärmschutz erforderlichen Flächen bereitzustellen, sei fraglich.

In seinem Rückblick ging Schmid unter anderem auf den Besuch des Verkehrsausschusses im Bundestag unter dem Vorsitz von Dr. Klaus Lippold ein. Bei dem Ortstermin im höher gelegenen Weiler Taffenreuth hatten sich die Politiker im Sommer ein Bild von der besonderen Situation in Achenmühle und vor allem von der permanenten Lärmbelastung gemacht. Das Thema Grünbrücken, so Schmids Hoffnung, könnte dadurch auch auf politischer Ebene neuen Rückenwind bekommen haben.

pil