Streuobstwiesen – ein Kulturgut

Gemeinde Rohrdorf tritt landkreisübergreifendem Netzwerk bei – Bio-Sammelzertifizierung angestrebt

Rohrdorf – Den Erhalt und die Wertschätzung von Streuobstwiesen und -gärten als wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft in der Region will die Gemeinde Rohrdorf mit dem Beitritt zur „Streuobstinitiative Chiemgau e.V.“ unterstützen. Ziel des 2013 gegründeten landkreisübergreifenden Netzwerks, dem neben Streuobsterzeugern und -verarbeitern auch Imker sowie verschiedene Verbände und Institutionen angehören, ist es, insbesondere Möglichkeiten für eine wirtschaftlich attraktive Verwertung der Früchte zu schaffen.

Seit 1965 seien die Streuobstbestände in Bayern um etwa 70 Prozent geschrumpft, verdeutlicht der Verein in seinem Internetauftritt; damit drohe ein Kulturgut mit wichtigen Funktionen für den Naturhaushalt verloren zu gehen.

Aktuell wird eine Bio-Sammelzertifizierung für Obstwiesen angestrebt. Diese erfüllten zwar oftmals ohnehin bereits die Kriterien des biologischen Landbaus; für zertifiziertes Streuobst würden die Keltereien jedoch deutlich höhere Preise zahlen.

Für einen Zeitraum von fünf Jahren beteiligt sich die Gemeinde Rohrdorf mit insgesamt 2900 Euro an dem Projekt, vorbehaltlich der Förderung des Vorhabens im Rahmen des Leader-Programms der Europäischen Union.

pil

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