Sechsstelliger Zuschuss für die Trachtler

Anbau ans Achentaler Heimathaus: Gemeinde Rohrdorf stellt 100.000 Euro bereit

Rohrdorf – Mit einem sechsstelligen Betrag will die Gemeinde Rohrdorf dem Trachtenverein beim Anbau ans Achentaler Heimathaus unter die Arme greifen: Im Haushalt 2017 werden für das ehrgeizige Projekt 100.000 Euro bereitgestellt. Damit befürwortete der Gemeinderat ohne Gegenstimme einen entsprechenden Antrag des „GTEV Achentaler“. Das Geld soll abhängig vom Baufortschritt und gegen entsprechende Kostennachweise ausgezahlt werden.

ein drittel der Bausumme aus Eigenmitteln und eigenleistung

Rund 300.000 Euro wird der Anbau einer Bühne und diverser Nebenräume kosten; etwa ein Drittel wollen die Trachtler aus eigenen Mitteln und in Eigenleistung dazu beitragen. Trotzdem, erklärte Vorsitzender Rupert Wagner in seinem Schreiben an die Gemeinde, das bei der Sitzung verlesen wurde, sei man auf finanzielle Unterstützung angewiesen; zumal man von staatlicher Seite bereits Absagen erhalten habe. Er hob dabei auch die Rolle der Vereins- und Jugendarbeit der Trachtler fürs Gemeindeleben hervor, sowie dessen kulturelle Bedeutung, die mit einer neuen Bühne zusätzlichen Aufwind erhält.

Ein Drittel seitens der Gemeinde beizusteuern, begrüßte nicht nur Anette Wagner vom Bürgerblock. Auch Franz Steiner – der Vertreter des Freien Wählerblock Höhenmoos-Achenmühle hatte viele Jahre den Vorsitz des Trachtenvereins „Edelweiß“ Höhenmoos inne – sprach sich ausdrücklich für die Förderung des Rohrdorfer Trachtenvereins aus. Allerdings stößt ihm nach wie vor das Nein zum geplanten Schützenheim in Achenmühle sauer auf. Dieses Vorhaben, für das zuletzt Kosten in Höhe von rund 1,7 Millionen Euro im Raum standen, hatte der Bürgerblock im vergangenen November mit einem Bürgerentscheid gestoppt.

Im Falle des Nebengebäudes fürs Achentaler Heimathaus gehe es mit 100.000 Euro um einen wesentlich geringeren Betrag; zudem handele es sich bei den Rohrdorfer Trachtlern um einen deutlich größeren Verein als bei der Schützengesellschaft Achenmühle, hielt Martin Fischbacher vom Bürgerblock dem entgegen.

übrprüfung eventueller Blindgänger-verdachtspunkte

Angesichts der bevorstehenden erheblichen Bodenarbeiten investiert die Gemeinde zudem 4600 Euro in die Überprüfung eventueller Blindgänger-Verdachtspunkte, die sich aus der Luftbildauswertung ergeben haben.

pil