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"Lumberjacks"-Nachwuchs holt mit Süd-Auswahl die Wintertrophy
Floorballer des TSV Rohrdorf-Thansau überzeugen in Leipzig - Hochspannung bis zur letzten Sekunde
zum BerichtAdventslesung für einen guten Zweck
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Ehrung für einen Weltmeister und ein versöhnlicher Jahresabschluss
Bebauungsplan "Mangfallstraße" im Gemeinderat - Anwohner: "Für uns gibt es nicht nur den Weg der Klage" Rohrdorf (pil) – Trotz des Satzungsbeschlusses ist der Bebauungsplan TH 23 „Mangfallstraße“, der die Grundlage für eine Erweiterung der alteingesessenen Firma Planatol schaffen soll, möglicherweise noch nicht in trockenen Tüchern. Vielmehr rechnet man seitens der Gemeinde fest damit, dass die Nachbarn, die den Schutzanspruch eines reinen Wohngebiets fordern, gerichtliche Schritte unternehmen werden; im vorliegenden Plan sind die drei Doppelhäuser als allgemeines Wohngebiet festgesetzt. Ungeachtet des Ausgangs dieses Verfahrens, so der Tenor im Gemeinderat, habe man dann zumindest Rechtssicherheit. „Für uns gibt es nicht nur den Weg der Klage.“, stellte dagegen eine Anwohnerin auf Nachfrage klar. Zunächst wolle man das Gespräch mit den zuständigen Stellen suchen. Einen Redebeitrag ihres Mannes in der Sitzung hatte das Gremium mehrheitlich abgelehnt. Dabei kann ein Teil der Gemeinderäte die Besorgnis der Anlieger in punkto Immissionen durchaus nachvollziehen; wie etwa Karl Blum vom Bürgerblock, welcher der Satzung letztlich als einziger die Zustimmung verweigerte. Doch wer ein Haus direkt neben einer Fabrik kaufe, „kann kein reines Wohngebiet erwarten“, brachte Rosi Reck (CSU) die Meinung der überwiegenden Mehrheit auf den Punkt. Marianne Keuschnig (Freie Wählergemeinschaft) bezeichnete es sogar als einen ihrer größten Fehler im Verlauf ihrer knapp zehnjährigen Gemeinderatszugehörigkeit, der Wohnbebauung an der Mangfallstraße zugestimmt zu haben. Schon einmal waren dort Anwohner gegen eine Bebauungsplanänderung (TH 13 „Fabrikstraße“) vor Gericht gezogen, die dann 2009 im Normenkontrollverfahren gekippt wurde. Eine besondere Note erhielt die Sitzung mit der Ehrung von Richard Martin Schauer, dem Weltmeister in der Sparte Möbelschreiner. Der Rohrdorfer hatte bei den World Skills, den internationalen Berufsweltmeisterschaften, in London zwei Goldmedaillen geholt. Nun nahm der 22jährige eine Glückwunsch-Urkunde aus der Hand von Bürgermeister Christian Praxl entgegen und erntete langanhaltenden Applaus von sämtlichen Anwesenden im Sitzungssaal. Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Beschaffung von Atemschutzausrüstungen für die Ortsfeuerwehren. Insgesamt 25.000 Euro will die Gemeinde hier investieren. Ganz anders als im Jahr zuvor klang schließlich das Gemeinderatsjahr aus. Bürgermeister Praxl (CSU) streifte in seinem Rückblick auf 2011 und der Vorschau auf 2012 nicht nur Geschehenes (Neuaufstellung des Flächennutzungsplans; Neubau des Hauses für Kinder in Thansau) und Geplantes (Erweiterung des Kindergartens in Achenmühle; Umgestaltung des dortigen Dorfplatzes; Bebauungsplan Ortsmitte Rohrdorf; Ausbau der Hubertusstraße; Verbesserung des Programms „Bauland für Einheimische“). Zugleich nutzte er in seiner Ansprache die Gelegenheit, sich ausdrücklich bei seinen beiden Stellvertretern Joachim Wiesböck (CSU) und Martin Fischbacher (Bürgerblock) zu bedanken; sie hatten den Gemeindechef während seiner krankheitsbedingten mehrwöchigen Abwesenheit vertreten. Zur Erinnerung: In der Dezember-Sitzung des vergangenen Jahres war Christian Praxl hart mit dem Bürgerblock und hier insbesondere mit Martin Fischbacher ins Gericht gegangen. Zufrieden registrierte der Bürgermeister das größtenteils geschlossene Auftreten des Gemeinderats. Politisches Taktieren sei in diesem Gremium unangebracht, gab er zu bedenken; schließlich gehe es ums Wohl der Gemeinde. Auch Vize Joachim Wiesböck sprach seinen Dank aus für die sachlichen Diskussionen und die gute Arbeit des Gemeinderats, wobei er vor allem Praxls großes Engagement hervorhob und auch seinerseits Fischbacher für dessen unkomplizierte Unterstützung dankte. Dezember 2011 Millioneninvestition für die Klebstoffproduktion
Planatol mit neustrukturierter Unternehmensgruppe wieder auf Wachstumskurs
zum Bericht...Mehr Platz für die "Zwergerlmühle"
Gemeinderat nimmt Erweiterung des Integrativen Hauses für Kinder in Angriff Rohrdorf (pil) – Mit insgesamt 89 Kindern platzt die „Zwergerlmühle“ bald aus allen Nähten. Deshalb nimmt der Gemeinderat nach der Fertigstellung der neuen Tagesstätte in Thansau nun die Erweiterung des Integrativen Hauses für Kinder in Achenmühle in Angriff. Weiteres Thema auf der Tagesordnung war der Ausbau der Breitbandversorgung.
Die Planung des Anbaus soll der Architekt übernehmen, der bereits mit der Umgestaltung des Dorfplatzes betraut ist. Ganz oben auf der Wunschliste von Gertraud Kaiser, der Leiterin der Einrichtung, stehen jedenfalls ein Gruppenraum samt Nebenräumen, eigene Räume für den Hort sowie Ausweichräume für Projektarbeiten oder für Therapiestunden für die behinderten oder von Behinderung bedrohten Kinder. Demnächst kehren außerdem die nach Höhenmoos ausgelagerten Zwergerl zurück, in deren Gruppenraum nach dem Wasserschaden im Keller Schimmelpilzbefall festgestellt wurde. Sie werden für voraussichtlich eineinhalb Jahre in einem der Container unterkommen, die bereits die Thansauer während der Bauphase als Übergangsquartier genutzt haben. Die Containermiete für diesen Zeitraum beläuft sich auf rund 25.000 Euro. Recht erfreulich fiel der Jahresabschluss der „Zwergerlmühle“ fürs Jahr 2010 aus: Unterm Strich blieb ein Minus von lediglich 720 Euro; dieser Betrag wird mit dem Vorschuss aus dem positiven Abschluss des Vorjahres verrechnet. Im Gemeindehaushalt war ein Defizitausgleich für 2010 von 25.600 Euro eingeplant. Unterdessen wurde der Antrag auf Defizitausgleich 2010/2011 für das Haus für Kinder „Heilige Familie“ in Thansau zurückgestellt; zunächst solle abgeklärt werden, welchen Betrag das Erzbischöfliche Ordinariat in Aussicht stelle, wie der Sitzungsleiter, der Zweite Bürgermeister Joachim Wiesböck, erklärte. Angesichts stetig sinkender Fahrgastzahlen will der RVO den Busfahrplan der Linie 9494 weiter ausdünnen. Demnach werde am Samstag Nachmittag der letzte Bus Richtung Rohrdorf künftig um 13.15 Uhr am Bahnhof in Rosenheim starten; die letzte Möglichkeit, ab Bahnhof Rohrdorf nach Rosenheim zu fahren, biete sich dann um 13.45 Uhr. Grünes Licht gab's außerdem für den Vorentwurf zur Änderung des Bebauungsplans TH 1 „Neubeuerer Straße“; dort soll neues Baurecht geschaffen werden für ein Einfamilien- und ein Doppelhaus sowie für einen Dreispänner. November 2011 Wechselspiel der Künste
"Die mit den Wölfen heult" im Lauterbacher Dorfhaus
mehr...Maskeraden, Missverständnisse und LSD
"Harlekin"-Komödie: Gelungene Premiere mit "Künstlerpech"
Klar, wenn ein Rathausmitarbeiter auf der Bühne gekonnt den seriösen Umweltminister im dunklen Dreiteiler gibt und als solcher später - sehr zur Freude seiner Gattin Margarete (Irmy Mayr) - sogar sein kleines Geheimnis hemmungslos auslebt, bleibt im Publikum kaum ein Auge trocken. Doch allein schon die Mimik von Martin Grick in seiner Rolle als Gregor Bohm reicht aus, um die Lachmuskeln der Zuschauer zu reizen; zumal der sich in seiner Not wahlweise als TV-Komiker, Ober-Hausmeister, Mitglied des Mariannen-Ordens und Mutter des schwulen Meistermalers Pastellini ausgibt. Und den Politiker will ihm ohnehin niemand abnehmen. Drehscheibe des ganzen Theaters um die beflissene „Reporterin“ Christine (Sylvia Keuschnig) und ihr LSD, um die Lila Madonna und einen gar sonderlichen Kriminalkommissar (Klaus Biehl) ist das Atelier des gefeierten Umberto Pastellini, alias Thomas (Marcus Bauer), seines Zeichens Portraitmaler und recht erfolglos. Schon bald geben sich hier Presse und Polizei die Klinke in die Hand und sorgen für reichlich Wirbel. Valerie Palme (Regina Hellthaler), die wahrlich leidenschaftliche Verehrerin Pastellinis, schreckt nicht einmal vor einer Kletterpartie in den sechsten Stock zurück, um den (vermeintlichen) Wunschvater ihres ungezeugten Kindes mit kirschrotem Kussmund, verführerischem Timbre und laszivem Hüftschwung zu umgarnen. Allein, Thomas' quirlige Frau Jennifer (Nicole Liegl-Meier), die nolens volens vorübergehend in Pastellinis Rolle schlüpft, hat ihre liebe Not, nach diversen „Leichenfunden“ ihre Gäste zum Essen „hier zu behalten“.- Dabei soll es doch Fleisch geben, mit Soße; und die Messer sind bereits gewetzt. Vom Farbfleck auf dem Morgenmantel bis hin zu schmutzigen Schuhen - Martha, auf köstliche Weise von Marianne Keuschnig verkörpert, hat derweil über alle möglichen Verfehlungen ihrer Mieter und deren Besucher ein wachsames Auge, wenn sie, mit allen Wesenszügen einer „wahren“ Hausmeisterin ausgestattet, immer wieder bei Pastellini hereinschneit. Dabei steht sie dem ganzen Trubel um Kunstraub, Presserummel und persönliche Neigungen letztlich recht gelassen gegenüber – zumindest „solange das Geld pünktlich kommt“. Abgesehen von ein paar Längen zu Beginn bescherten die Darsteller unter der Regie von Günter Schwarz den rund 130 Premierenbesuchern jedenfalls einen ebenso schwungvollen wie amüsanten Abend im Turner Hölzl. Für einen gelungenen Auftakt hatte zuvor die Kindertheatergruppe „Harlekids“ mit dem Sketch „Life is Life“ aus der Feder von Claudia Weiß-Lorenz gesorgt. Die nächsten Auftritte mit „Künstlerpech“ von Jürgen Baumgarten stehen für Freitag, beziehungsweise Samstag, 18., 19., 25. und 26. November, jeweils ab 20 Uhr auf dem Programm. Bereits ab 19.30 Uhr stehen die „Harlekids“ auf der Turner Hölzl-Bühne. Karten gibt’s bei der Reiseagentur „travel and more“; Reservierungen sind auch im Internet unter www.harlekin-online.de möglich. November 2011
Anwohner fühlen sich überrollt
Gegen Ausbaupläne für Samerberg-Süd regt sich Widerstand Rohrdorf (pil) – Mit dem Ausbau verschiedener Raststätten will die Autobahndirektion Südbayern dem Mangel an Lkw-Stellplätzen an der A8 entgegensteuern. So läuft für die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Samerberg-Süd auf Rohrdorfer Gemeindeflur bereits das Planfeststellungsverfahren; Samerberg-Nord soll in absehbarer Zeit folgen. Bei den Anwohnern regt sich jedoch Widerstand gegen das Vorhaben. Sie befürchten vor allem mehr Lärm, mehr Dreck – und einen Anstieg der Kriminalität. Von derzeit zwölf auf 60 will der Bund die vorhandenen Lkw-Stellplätze an der Raststätte in Fahrtrichtung Salzburg aufstocken; und anstatt bisher 24 könnten dort künftig 99 Pkw parken. Darüber hinaus sieht das 4,3-Millionen-Euro-Projekt Abstellmöglichkeiten für acht Busse sowie einen Bereich für Großraumtransporter vor. Unterdessen fühlen sich die Anlieger, deren Häuser zum Teil kaum mehr als 200 Meter von Autobahn und Rastanlage entfernt liegen, von dem Verfahren buchstäblich überrollt. „Der Großteil der Bürger hatte keine Ahnung, dass bereits konkrete Planungen vorliegen.“, brachten Veronika Lumpe und Josef Höpfl den Informationsstand vor wenigen Tagen auf den Punkt. Um die Frist für die Anhörung zu wahren, haben Anwohner nun mit Hochdruck ihre Einwände gegen das Projekt formuliert, denen sich bei einer Unterschriftensammlung insgesamt 100 Betroffene angeschlossen haben. Einer der Hauptkritikpunkte ist dabei der Lärmschutz. „Für uns ist nicht ersichtlich, warum diese Parkraumvergrößerung so nahe an ein bereits belastetes Wohngebiet herangeführt wird.“, beziehen die Verfasser des dreiseitigen Schreibens an die Regierung von Oberbayern Stellung gegen die vorliegende Planung; sie sehen „weitere unzumutbare Belastungen unserer Lebensräume“ auf sich zukommen. Die Vergrößerung des Parkplatzes bis zur Bahnhofstraße und bis zur jetzigen Betriebszufahrtstraße löse zwar keinen Anspruch auf Lärmschutz aus, wie Nadine Lewandowski, die Sprecherin der Autobahn-Direktion, erklärt. Jedoch werde im Süden der erweiterten Anlage ein drei Meter hoher Gestaltungswall aufgeschüttet. Dieser erscheint den Anliegern allerdings weder für einen ausreichenden Sicht- noch als Lärmschutz hoch genug. Als weitere „Schwachstelle“ erachten die Anwohner die neue, weiter westlich gelegene Betriebszufahrt mit Rolltor. Diese ließe sich ebenso gut auf Höhe des Bauhofs direkt von der Bahnhofstraße aus verwirklichen. Zudem werde die für die Anwohner so wichtige Lärmschutzwand an der Einfahrt zur Rastanlage erst später, im Zuge des sechsstreifigen Autobahnausbaus, errichtet. Ein Einwand, den auch Rohrdorfs Bürgermeister Christian Praxl durchaus nachvollziehen kann. Insgesamt stimme die Planung für den Raststättenausbau, die ordnungsgemäß an den Ortstafeln publik gemacht worden sei, mit der Darstellung im neuen Flächennutzungsplan überein; der Gemeinderat hat im laufenden Planfeststellungsverfahren als Träger öffentlicher Belange mit Ausnahme der Vertreter des Bürgerblocks keine Bedenken gegen die Vergrößerung der Anlage vorgebracht. Für verlässliche Aussagen über die tatsächlich vorhandenen, bislang rein rechnerisch ermittelten Lärmimmissionen im Siedlungsgebiet fordern die besorgten Bürger nun außerdem Lärmmessungen an repräsentativen Stellen. Auch sei nicht auszuschließen, dass die Lärmprognose fürs Jahr 2025 auf mittlerweile veralteten Daten beruhe. Um gemeinsam mit den Anliegern möglichst viele offene Punkte, beispielsweise die zusätzliche Belastung durch Abgase und Feinstaub sowie der befürchtete Anstieg der Kriminalität, zu klären, will Bürgermeister Praxl nun Vertreter der Autobahndirektion für eine Informationsveranstaltung in Rohrdorf gewinnen. November 2011 Rechenschaftsbericht und einige Wortmeldungen
Bürgerversammlungen verlaufen in ruhigen Bahnen Rohrdorf (pil) – Wie in den vergangenen Jahren verliefen auch diesmal die beiden Bürgerversammlung für den Gemeindebereich Rohrdorf in ruhigen Bahnen. Nach dem Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters meldeten sich bei den Veranstaltungen in Thansau und Achenmühle nur wenige Zuhörer zu Wort. Gemeindechef Christian Praxl wertete dies als Zeichen der Zufriedenheit mit der Arbeit im Rathaus. Viel Zeit haben Verwaltung und Gemeinderäte in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans investiert, der derzeit beim Landratsamt zur Genehmigung liegt. Doch auch das Thema Trinkwasser hat das Rathaus in diesem Jahr mehrfach beschäftigt. So wurde nicht nur die Sanierung des Quellsammelschachts in Holling abgeschlossen, wo mit jährlich 100.000 Kubikmeter knapp ein Drittel des Rohrdorfer Wasserbedarfs gefördert wird. Im Sommer hatte dann eine Abkochempfehlung des Gesundheitsamts für Irritationen gesorgt. Es bestand die Befürchtung, verkeimtes Wasser aus Rosenheim wäre über den Notverbund ins Rohrdorfer Leitungsnetz gelangt. „Das bebaute Gebiet von Thansau war von diesen Keimen nicht betroffen.“, betonte der Bürgermeister nochmals; der Notverbund sei umgehend gesperrt und die Leitungen von der Staustufe bis zum Oberflurhydranten bei der Firma Schattdecor vorsorglich gechlort und gespült worden. Unabhängig davon wurden kurze Zeit später coliforme Keime im Rohrdorfer Wasser festgestellt, was eine Chlorung über mehrere Wochen hinweg erforderlich gemacht hatte. Eine akute Gesundheitsgefährdung habe angesichts der geringen Keimkonzentration zu keinem Zeitpunkt bestanden, entgegnete Praxl der kritischen Anmerkung eines Bürgers über den Informationsfluss seitens der Gemeinde; die Verwaltung hatte jeweils mit Rundschreiben auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht. Anderweitige Maßnahmen wie etwa Lautsprecherdurchsagen seien daher nicht erforderlich gewesen. Nicht ohne Folgen blieb ein Wasserschaden im Keller der „Zwergerlmühle“ in Achenmühle; eine Kindergartengruppe ist derzeit provisorisch in Höhenmoos untergebracht. Die Raumluftmessungen ergaben in der Zwischenzeit Hinweise auf eine leichte Schimmelpilzquelle, sodass auf Wunsch der Schützen nun auch in deren Räumen Messungen vorgenommen werden. Derweil steht in Thansau für Kinder und Erzieherinnen der Einzug ins neue Haus für Kinder an der Wacholderstraße an. Als, wenn auch kleinen, Erfolg wertet der Bürgermeister den Planungsdialog, in den die Bürgerinitiative „A 8 Rohrdorf - Achenmühle“ stark eingebunden war. Weitere Themen im Bericht waren die Sanierung der Tartanbahn im Turner Hölzl, die Inbetriebnahme der Fußgängerampel beim Seniorenheim, die Geschwindigkeitsmessungen durch den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit mit einer Beanstandungsquote von 6,43 Prozent und der Abschluss des DSL-Ausbaus in Thansau sowie – zu Praxls Bedauern – der Wechsel der älteren Petö-Kinder an die Hauptschule Bad Feilnbach und das kostenbedingte Aus für den Kirchturm in Thansau. Einen Überblick über die finanzielle Lage der Gemeinde gab Kämmerer Peter Wagner. Nach zwei mageren Jahren konnten heuer bislang 7,4 Millionen Euro Gewerbesteuer vereinnahmt werden. Wenngleich Rohrdorf damit drei Jahre nach der Finanzkrise wieder ein „normales Niveau“ erreicht habe, mahnte Wagner, die anstehenden Aufgaben weiterhin ohne Neuverschuldung zu erledigen. Selbst das für den Kindergartenneubau vorgesehene Darlehen musste die Kommune nicht in Anspruch nehmen. Kontinuierlich wird zudem der Schuldenberg abgetragen; von umgerechnet 9,6 Millionen Euro im Jahr 1991 war dieser zum Jahreswechsel auf knapp 760.000 Euro geschrumpft. Oktober 2011
Ortsmitte Rohrdorf: Vorentwurf gebilligt
Breite Themenpalette im Rohrdorfer Gemeinderat Rohrdorf (pil) – Mit der Billigung des Vorentwurfs hat der Rohrdorfer Gemeinderat nun einen weiteren Schritt im Bebauungsplanverfahren RO 19 „Dorfplatz“ gemacht. Während allerdings das Gremium denKonzeptvorschlag als Diskussionsgrundlage für eine mögliche Ortsentwicklung zwischen Maibaum und Kirche im Mai noch geschlossen befürwortet hatte, gab's für den Vorentwurf diesmal Gegenstimmen vom Bürgerblock. Nach Vorstellung des Ortsplaners könnte unter anderem ein zentrales, mehrgeschossiges Gebäude mit Gewerbe- und Wohnflächen auf dem Opperer-Anwesen ein neues Ortszentrum markieren; der Eigentümer lehnt dies bislang jedoch vehement ab. Der Entwurf wird nun im Rahmen der frühzeitigen Bürgeranhörung ausgelegt. Außerdem will Bürgermeister Christian Praxl alle betroffenen Grundstückseigentümer zu einem Gespräch an einen Tisch holen. Um eine Auseinandersetzung wie im Fall Mangfallstraße von vorne herein auszuschließen, verweigerte der Gemeinderat geschlossen das Einvernehmen für ein Bauvorhaben auf dem Gelände einer der baufälligen Villen an der Fabrikstraße in Thansau. Die Grundstückseigentümer hatten eine Voranfrage für zwei miteinander verbundene Gebäude mit insgesamt 20 Wohnungen eingereicht. Jedoch erschien dem Gremium zum einen der knapp 13 Meter hohe Baukörper mit Pultdach zu mächtig. Als besonders problematisch erachteten die Räte aber die beabsichtigte reine Wohnnutzung in der von Gewerbeansiedlungen geprägten Umgebung. Vor dem Hintergrund der Initiative der Europäischen Kommission gegen die Einheimischen-Modelle kommen in Rohrdorf die Vergaberichtlinien auf den Prüfstand. Ein Arbeitskreis soll sich mit dem Kriterienkatalog befassen, der neben Einkommens- und Vermögensverhältnissen und Familienstand vor allem die langjährige Gemeindezugehörigkeit bei der Vergabe von günstigem Bauland berücksichtigt. Wie für St. Peter und Paul in Höhenmoos wurde zudem ein Zuschuss in Höhe von 5000 Euro für die Innenrenovierung der Kirche in Lauterbach gewährt. Unangenehme Folgen hat der Wasserschaden vom Sommer für den Kindergarten „Zwergerlmühle“ in Achenmühle: Die Gruppe, die im Keller untergebracht war, musste ins Vereinshaus nach Höhenmoos ausgelagert werden. Messungen der Raumluft haben inzwischen Hinweise auf „eine schwache Schimmelpilzquelle“ ergeben, wie der geschäftsleitende Beamte im Rathaus, Christian Schönleber, mitteilte. Gemeinsam mit den zuständigen Stellen im Landratsamt werde nun nach einer tragfähigen Übergangslösung für die Unterbringung der Kinder gesucht. Gute Nachrichten gab's dagegen aus Thansau: Nach den Herbstferien, und damit zwei Monate später als ursprünglich vorgesehen, können die Kindergarten- und Krippenzwergerl endlich in ihr neues Domizil an der Wacholderstraße einziehen. Oktober 2011
Der weltbeste Möbelschreiner kommt aus Rohrdorf
Richard M. Schauer holt Doppel-Gold bei den Worldskills in London London/ Rohrdorf (pil) – In den Nächten zwischen den vier Wettkampftagen hat er vor Aufregung kaum ein Auge zugetan, und Freizeit ist während der „heißen“ Trainingsphase in den vergangenen acht Monaten mehr oder minder ein Fremdwort für Richard Martin Schauer gewesen. Doch Kampfgeist und Ausdauer wie auch das handwerkliche Können des Rohrdorfers wurden zum Schluss mit Doppel-Gold redlich belohnt: Bei den 41. World Skills, den internationalen Berufsweltmeisterschaften, räumte der junge Mann in London nicht nur den Sieg in der Sparte Möbelschreiner vor der Schweiz und Korea ab. Als einziger Goldmedaillenträger unter den 26 deutschen Teilnehmern hatte er auch in der „Best of Nation“-Wertung die Nase vorn. „Unter die ersten Zehn zu kommen.“, das war sein Traum gewesen vor der Abreise; am Ende hatte er sich dann gegen 23 hochkarätige Konkurrenten aus der ganzen Welt behauptet. Grund zum Anstoßen gab es im Hause Schauer, einem alteingesessenen Rohrdorfer Schreinerbetrieb, also genügend.
Bereits seine Lehre in der Möbelwerkstätte Christian Deml in Aschau hatte Schauer im Sommer 2009 als Innungsbester abgeschlossen. Es folgte der Kammersieg, und auch aus dem Landesentscheid ging er als Erster hervor. Mit dem Vizemeistertitel auf Bundesebene hatte sich der Rohrdorfer schließlich das Ticket für London gesichert, da der damalige Bundessieger aus Altersgründen bei den Weltmeisterschaften nicht antreten durfte. Den letzten Schliff für das Großereignis mit rund 950 Teilnehmern aus 51 Ländern in 46 Disziplinen bekam der Nachwuchs-Schreiner von seinem Trainer Walter Langenmair verpasst. Sämtliche Kosten für mehrere einwöchige Trainingseinheiten in dessen Werkstatt in Dinkelscherben (Landkreis Augsburg) trug dabei der Bundesinnungsverband „Tischler Schreiner Deutschland“. Eine Vielzahl von Sponsoren stellte die rund 800 Kilogramm schwere Ausrüstung zur Verfügung. Zum Eingewöhnen hatte der Möbelschreiner zudem beim Schauarbeiten auf der Ligna, der weltweit führenden Messe in Sachen Holzverarbeitung und -bearbeitung in Hannover, seinen ersten „Auftritt“ vor Publikum. Noch bis zum Frühjahr wird er im elterlichen Betrieb arbeiten, bevor er sich in die Schweiz aufmacht, um dort neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Sein Weltmeistertitel, so hofft Richard M. Schauer, soll den World Skills, zu denen in London über 200.000 Besucher geströmt sind, auch hierzulande zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Denn zur nächsten WM der Handwerks- und Industrieberufe im Jahr 2013 treten Fliesenleger und CNC-Dreher, Landschaftsgärtner und Stuckateure, Schweißer und Köche, Mechatroniker und Schreiner in Leipzig an. Oktober 2011
Gütesiegel für den First Responder
BRK-Bereitschaft Rohrdorf führt Qualitätsmanagement ein Rohrdorf (pil) – Den Beweis, dass Professionalität und Ehrenamt durchaus nicht im Widerspruch zueinander stehen, hat jetzt der First-Responder-Dienst der BRK-Bereitschaft Rohrdorf angetreten: Durch die Einführung des DRK-internen Qualitätsmanagementsystems EQ (Ehrenamt und Qualität) werden hier künftig Arbeitsabläufe und Strukturen für alle Beteiligten transparent gemacht, Fehler analysiert, Verbesserungspotenziale ausgelotet und auf diese Weise eine nachhaltige Qualitätssicherung und -entwicklung angestoßen. Mit der freiwilligen Zertifizierung nach einer sechsmonatigen Planungs- und Umsetzungsphase nehmen die Rohrdorfer zudem eine Vorreiterrolle unter den fünf „Helfer vor Ort“-Standorten des BRK-Kreisverbandes Rosenheim ein. Qualität werde bei den Ehrenamtlichen in der Praxis ohnehin von jeher großgeschrieben, wie Bereitschaftsleiter Christoph Koll erklärt. Allein seit der Inbetriebnahme des neuen First Responder Fahrzeugs vor einem Jahr haben sie knapp 200 Einsätze bewältigt und dabei rund 11.000 Kilometer zurückgelegt. Doch nun seien zudem sämtliche Unterlagen, Formulare und Verfahrensbeschreibungen, die bislang auf verschiedene Aktenordner verteilt waren, giffparat in einem Handbuch zusammengefasst. So enthält der eigens auf die Rohrdorfer Belange zugeschnittene Leitfaden beispielsweise die gültigen Hygiene-Richtlinien, die Checkliste fürs Einsatzfahrzeug sowie sämtliche Ausbildungsnachweise. Auch Fragen wie „Welche Arbeitsabläufe sind nach einer Reanimation zu beachten?“ „Wo und wie ist defektes Material zu entsorgen?“ oder „Was ist nach einem Unfall mit einem Dienstfahrzeug zu tun?“ ließen sich anhand des neuen Nachschlagewerks unkompliziert und ohne großen Zeitaufwand klären. Besonders freut sich Koll, der als hauptamtlicher Rettungsassistent bereits seit längerem mit dem Thema Qualitätsmanagement vertraut ist, über die hohe Akzeptanz, auf die das neue System bei seinen ehrenamtlichen „Kollegen“ stößt. Denn bereits die ersten Erfahrungen hätten gezeigt, dass eine klare, einheitliche Linie die Arbeit spürbar vereinfache, was wiederum der Motivation der Helfer und damit der Qualität der Arbeit zugute komme. Für den Rohrdorfer Bereitschaftsleiter ist das Gütesiegel für den First Responder-Dienst, das alle zwei Jahre erneuert werden muss, aber lediglich ein erster Schritt: „Der Sanitätsdienst soll folgen“, und später auch die Schnelleinsatzgruppe (SEG). Oktober 2011 Spitzentechnologie made in Achenmühle
Abgeordneter Klaus Stöttner besucht Medi-Globe GmbH
mehr...Werbetafel, Kindergarten, Mangfallstraße
Aus dem Gemeinderat Rohrdorf: Noch kein Fertigstellungstermin fürs Haus für Kinder Rohrdorf (pil) – Der Bebauungsplan TH 23 „Mangfallstraße“, der die Grundlage für eine Betriebserweiterung der Firma Planatol schaffen soll, geht in die öffentliche Auslegung. Einstimmig billigte der Rohrdorfer Gemeinderat unter Berücksichtigung der Abwägungsergebnisse bei seiner jüngsten Sitzung den Entwurf; im Zuge der frühzeitigen Bürgerbeteiligung hatten die Anwohner, vertreten durch einen Rechtsanwalt, umfangreiche Einwände erhoben. Den zentralen Streitpunkt bildet die im Planentwurf vorgesehene Festsetzung der drei Doppelhäuser an der Mangfallstraße als allgemeines Wohngebiet. Die Anlieger fordern dagegen eine Festsetzung als reines Wohngebiet, in dem strengere Regelungen für den Immissionsschutz gelten. Zudem bestehen grundsätzlich Bedenken hinsichtlich der zu erwartenden Lärmbelastung; ebenso wird die technische Umsetzbarkeit der geplanten Schallschutzwand zu den Firmenparkplätzen hin in Zweifel gezogen. Die Planungsabsicht, in diesem Bereich ein Mischgebiet zu entwickeln, sei bereits bei der Errichtung der Wohnhäuser bekannt gewesen, hielt Bürgermeister Christian Praxl den Einwänden entgegen. Zumal allein ein Blick auf das historisch gewachsene Gewerbegebiet an der Fabrikstraße verdeutliche, dass es „ein reines Wohngebiet nördlich der Fabrikstraße nicht geben kann“. Eine frühere Planung, bei der die Gewerbefläche bis nahe an die Wohnhäuser gereicht hätte, hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in einem Normenkontrollverfahren gekippt. (mehr zum Thema TH 23)
Die bestehenden Werbeflächen für den Lebensmittelmarkt in Thansau genügen, meint der Rohrdorfer Gemeinderat auch mit Blick auf den Pylon am Kapellenberg. Bereits im April hatte der Bauausschuss das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag der Gesellschaft für Außenwerbung verweigert; das Unternehmen will direkt am Netto-Gebäude (in Richtung Bahnübergang/Geh- und Radweg) eine feste, knapp vier mal drei Meter große Wandtafel für eine sogenannte „Wechselplakatierung“, also für termingebundene wechselnde Anschläge, des Lebensmittelmarktes anbringen. Für diesen seien bereits ausreichend Werbeflächen genehmigt und verwirklicht worden, hieß es zur Begründung. Zudem würde sich eine weitere Werbeanlage in diesem Bereich störend auf das Ortsbild auswirken. Mittlerweile hat das Landratsamt das Einvernehmen ersetzt, wie der Bürgermeister bei der jüngsten Sitzung mitteilte. Gegen diesen Bescheid haben die Rohrdorfer nun Einspruch eingelegt. September 2011
Chlor wohl bis Ende August
Auch im Rohrdorfer Wassernetz Keime - Informationspolitik in Sachen Abkochgebot in der Kritik Rohrdorf (pil) – Unzufriedenheit über die Informationspolitik der zuständigen Stellen in punkto Trinkwasserverunreinigung herrscht in Rohrdorf. Nicht nur Bürgermeister Christian Praxl hätte sich hinsichtlich des mittlerweile aufgehobenen Abkochgebots, das lapidar auch für die Gemeinde Rohrdorf erlassen worden war, konkretere Aussagen über den Status Quo sowie über mögliche Gefährdungen gewünscht, was insbesondere auch für Hotels, Trinkwasser verarbeitende Betriebe oder Zahnarztpraxen von Belang gewesen wäre. Mittlerweile wurden bei den gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen des Trinkwassers auch im Rohrdorfer Versorgungsnetz „coliforme Keime in geringer Anzahl“ festgestellt, wie das Wasserwerk in einer Postwurfsendung sowie auf der Homepage der Gemeinde mitteilt. Aus diesem Grunde werde in Absprache mit dem Staatlichen Gesundheitsamt und dem Landratsamt Rosenheim bis voraussichtlich Ende August das Wasser in den zur Tiefzone gehörigen Bereichen Rohrdorf, Thansau und Lauterbach vorsorglich gechlort. Geschmackliche und geruchsmäßige Veränderungen seien dabei nicht auszuschließen. Nicht betroffen von der Maßnahme sind die Hoch- und Mittelzone mit Achenmühle, Heiglmühle, Wolfspoint, Ranhartstetten, Buch, Taffenreuth, Loch, Entbuch, Osterkam, Hetzenbichl, Thalham, Aichen, Haslach, Guggenbichl, Sonnenleiten, Oberapfelkam, Unterapfelkam, Schaurain, Immelberg, Unterimmelberg, Esbaum, Höhenmoos, Sachsenkam, Geiging, Sinning, Holzen und Thalmann. Das Leitungsnetz der Gemeinde, die eine eigene Wasserversorgung unterhält,ist im Bereich der Tiefzone über einen Notverbund mit Rosenheim verbunden; er wird über die Innstaustufe Thansau geführt und im Gewerbegebiet Griesenholz ins Rohrdorfer Netz eingespeist. Dieser sei jedoch, wie der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung betonte, gleich nach Bekanntwerden der Verunreinigung des Rosenheimer Trinkwassers abgesperrt worden. Selbst während des dreitägigen Zeitraums zwischen dem Unwetter und dem Vorliegen der Testergebnisse aus Rosenheim seien über den Tag verteilt lediglich 50 Kubikmeter eingespeist worden, um zu verhindern, dass das Wasser in den Leitungen absteht. Umgehend gezogene Wasserproben hätten zu diesem Zeitpunkt keine Hinweise auf eine Verunreinigung gegeben. Zudem sei die Leitung von der Staustufe bis zum Oberflurhydranten bei der Firma Schattdecor vorsorglich gechlort und gespült worden. Nicht betroffen gewesen seien die Hoch- und Mittelzone. Gleichwohl habe das Staatliche Gesundheitsamt die Abkochempfehlung für ganz Rohrdorf aufrecht erhalten. In einem Rundschreiben an sämtliche Haushalte hatte die Gemeinde schließlich den Sachverhalt näher erläutert. August 2011
Feuerwerke unerwünscht
Weiterhin keine Ausnahmen vom Abbrennverbot Rohrdorf (pil) – Feuerwerke bei privaten Feierlichkeiten wie etwa Geburtstagen sind in Rohrdorf grundsätzlich nicht erwünscht. Diese Haltung bekräftigte der Gemeinderat jetzt mit Blick auf das große Feuerwerk, das vor kurzem anlässlich einer Hochzeitsfeier gezündet worden war. Entsprechend wird auch der Beschluss aus dem Jahr 2007 aufrecht erhalten, welcher Ausnahmen vom Abbrennverbot für Privatpersonen generell ausschließt. Feuerwerke der Kategorie II dürfen ohne besondere Genehmigung ausschließlich zum Jahreswechsel auch von Privatpersonen abgeschossen werden („Silvesterfeuerwerk“),sofern nicht eine Ortssatzung dies beispielsweise aus Gründen des Brandschutzes einschränkt oder gänzlich unterbindet, erläuterte ein Vertreter der Gemeindeverwaltung den Sachverhalt. Das Abbrennen von Mittel- und Großfeuerwerken (Klassen III und IV) hingegen ist anerkannten Pyrotechnikern mit Befähigungsschein beziehungsweise sprengstoffrechtlicher Erlaubnis vorbehalten. In diesen Fällen ist allerdings nicht die Gemeinde sondern das Gewerbeaufsichtsamt bei der Regierung von Oberbayern zuständig. Dort müsse, wie geschehen, das Vorhaben angemeldet werden. Die Gemeinde werde dann zwar vom geplanten Feuerwerk unterrichtet, könne jedoch nur aus triftigen Gründen beispielsweise des Umwelt- oder des Gesundheitsschutzes (etwa wegen der Nähe zu Krankenhäusern oder Erholungsheimen) ihr Einverständnis verweigern. Ungeachtet dessen stehe aber jedem Bürger frei, im Falle einer Lärmbelästigung Anzeige zu erstatten. August 2011 "Wir kämpfen um den Einzugstermin"
Kindergarten-Neubau Thema im Rohrdorfer Gemeinderat Rohrdorf (pil) – Mit einem umfangreichen Programm hat sich der Rohrdorfer Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung befasst. Unter anderem ging es um den Baufortschritt beim Haus für Kinder in Thansau, um die Ampelanlage beim Seniorenheim sowie um die Entsorgung von Babywindeln und eine Brückensanierung. Fraglich ist, ob das Haus für Kinder in Thansau rechtzeitig zum Start des neuen Kindergartenjahres fertiggestellt werden kann. „Wir kämpfen um den Einzugstermin“, brachte Bürgermeister Christian Praxl die Situation auf der Baustelle an der Wacholderstraße auf den Punkt. Wegen des Holzbauers sei es bereits in der Vergangenheit immer wieder zu Verzögerungen gekommen, weshalb die Gemeinde vor wenigen Wochen schließlich den Auftrag gekündigt habe. Inzwischen habe das Unternehmen Insolvenzantrag gestellt. Die restlichen vorgefertigten Holzelemente, die noch auf dem Firmengelände lagern, sollen nun, wenn möglich, von einem anderen Betrieb eingebaut werden. Die Gemeinde, führte der Rathauschef weiter aus, habe bereits einen Rechtsanwalt zu Rate gezogen. Als eine mögliche Übergangslösung für die Zeit bis zur Fertigstellung der Tagesstätte werde der Turnraum des Horts im Thansauer Schulhaus in Betracht gezogen. Einen Schritt weiter ist man bei der Fußgängerampel im Kreuzungsbereich Rosenheimer/ Fabrikstraße. Im April hatte der Gemeinderat aus Zeitgründen ein Ingenieurbüro mit der Maßnahme von der Planung bis zur Bauüberwachung beauftragt, da die Kapazitäten des zuständigen Staatlichen Bauamts erschöpft waren. Nun wurden sowohl die Straßenbauarbeiten als auch die Lichtsignalanlage für die Überquerung beauftragt. Die Kosten für die barrierefreie und sehbehindertengerecht ausgeführte Anlage an der Staatsstraße in Höhe von rund 55.000 Euro (zuzüglich Ingenieurkosten) muss die Gemeinde als „Verursacher“ tragen. Mit dem Bauantrag der Firma Alkor Folien GmbH auf Erweiterung der Produktionshalle, dem ebenfalls einstimmig stattgegeben wurde, kam erneut die Verkehrssituation in der Fabrikstraße aufs Tapet. Abgestellte Lkw, die erst am Morgen aufs Firmengelände einfahren können, sorgen immer wieder für unübersichtliche Straßenverhältnisse und für Unmut bei den Anliegern. Dem trug der Gemeinderat mit einem zusätzlichen Passus im Beschlusstext Rechnung: Für den Lieferverkehr sind auf dem Grundstück wenigstens fünf Lkw-Stellplätze nachzuweisen, die auch nachts angefahren werden können. Etwaige Lärmbelästigungen durch den Anbau, wo neben einem Lager ein Reinraum-Bereich entstehen soll, sowie andere immissionsschutzrechtliche Belange sind im Genehmigungsverfahren durch das Landratsamt zu prüfen. Ein einmaliger Zuschuss von 13.500 Euro wird dem Sozialwerk Rohrdorf gewährt. Der ambulante Pflegedienst hatte angesichts des Defizits von 27.000 Euro aus dem vergangenen Jahr einen entsprechenden Antrag gestellt. Die andere Hälfte des Fehlbetrages wird durch den Verkauf des VW-Busses an den Sportverein abgefangen; der Transporter wird nach Auskunft von TSV-Vorstand Sepp Pichlmeier zusätzlich zum vorhandenen Kleinbus insbesondere für die zahlreichen Jugendmannschaften aller Sparten genutzt, steht aber auch allgemein für Fahrten zu Sportveranstaltungen und ähnlichen Anlässen zur Verfügung. Weil die bei Familien mit Wickelkindern anfallenden Windelberge in der Regel die Kapazität der Mülltonne sprengen, regte Karl-Heinz Silichner (CSU) an, nach alternativen Lösungen zu suchen. Denkbar wäre beispielsweise ein Windel-Container auf dem Wertstoffhof nach dem Vorbild der Nachbargemeinde Neubeuern. An der Brücke über die Rohrdorfer Achen in Sinning sind umfangreiche Sanierungsarbeiten fällig. Wie sich bei einer Routinekontrolle herausgestellt hat, ist die Tragfähigkeit des Bauwerks nicht mehr gewährleistet. Die erforderlichen Arbeiten werden nun ausgeschrieben. Zurückgestellt wurden die Beschlüsse zur Änderung des Bebauungsplans TH 1. Einem Vorentwurf zufolge ist an der Neubeuerer Straße neues Baurecht für sechs Wohneinheiten (für ein Einfamilien- und ein Doppelhaus sowie einen Dreispänner) vorgesehen. Zunächst soll die Verwaltung jedoch mit dem Grundstückseigentümer den Punkt „Bauland für Einheimische“ klären, der bislang nicht angesprochen worden sei. Ab sofort können außerdem die neuen Bodenrichtwerte für den Gemeindebereich im Rathaus eingesehen werden. Juli 2011 Präsente und ein dickes Dankeschön an Rohrdorf
Petö-Kinder wechseln nach sechs Jahren an die Hauptschule Bad Feilnbach
zum BerichtSchuld war auch der "Florentiner"
Volksmusiker Peter Vordermaier sattelt vom Kunstschmied zum Instrumentenbauer um
Jahrelang hatte Vordermaier schon getüftelt, verschiedene – zum Teil nicht ganz billige - Instrumente nahezu sämtlicher Hersteller geradezu seziert, Fachliteratur gewälzt, Luftströme berechnet und unterschiedliche Materialien getestet. Auf „seinen“ Steirischen will er möglichst viele Töne und Halbtöne unterbringen und hat dazu den kompletten Diskantsatz mit 50 Tasten wie auch den Bassstock dreichörig ausgelegt. Schließlich legt der Gründer der Stoabergmusi, der seit 1989 das Chiemgauer Volkstheater mit seiner Ziach begleitet und auch anderweitig reichlich Erfahrung in Sachen Harmonikaspielen angesammelt hat, allergrößten Wert auf die Klangqualität. „Zugleich muss sie aber handlich sein.“ Mehr als sieben oder acht Kilo sollte die Quetsch'n nicht auf die Waage bringen. Viele Details aus dem Innenleben der Instrumente fallen allerdings unters Betriebsgeheimnis; nur soviel gibt Vordermaier preis: Beim Stimmstock setzt er auf Zedernholz. Zudem erleichtert eine Art Revisionsschacht kleinere Reparaturen. Unzählige Stunden hat wegen der Belegung der Tasten auch seine Frau Traudi, staatlich anerkannte Musiklehrerin für steirische Harmonika und Akkordeon, über den Bauplänen gebrütet; ebenso stand ihm Volksmusik-Fachmann Dieter Schaborak mit vielen Tipps zur Seite. Herausgekommen ist ein „echtes Chiemgauer Produkt“ (Vordermaier), in das vor allem auch zwei versierte Schreiner aus Grassau reichlich Herzblut fließen lassen: Aus der Werkstatt von Karl-Heinz Gasteiger stammen Korpus und hölzernes Innenleben der Instrumente, während Karl Burkhard die Intarsien anfertigt und die Furnierarbeiten erledigt. Schließlich sollen die Steirischen ein Genuss sowohl fürs Ohr als auch fürs Auge sein.
Lediglich das Stimmmaterial besorgt sich der Tüftler, der außerdem mit Hingabe an Bulldogs mit Altertumswert herumschraubt, bei einem Fachbetrieb an der italienischen Adriaküste. Dort werden die Stimmplatten ganz nach seinen Angaben gefertigt - a mano, in Handarbeit. „Das ist zwar sehr teuer, aber die Qualität ist's wert.“ Sprachbarrieren bei den Verhandlungen räumt dabei der Schlechinger Pizzabäcker Carmine aus dem Weg. Seinen ersten offiziellen Auftritt hatte der frischgebackene Instrumentenbauer zwar erst vor einigen Wochen, bei der Harmonika-Weltmeisterschaft in Inzell. Dennoch ist das Auftragsbuch für heuer bereits voll. Mehr als ein Jahr müssen die Kunden inzwischen auf eines der handgefertigten Schmuckstücke aus Hetzenbichl warten, die allesamt einen Anspruch erfüllen müssen: „Den Florentiner soll man damit spielen können - mindestens!“ Juli 2011 "Rohrdorf braucht einen Lebensmittelmarkt"
CSU-Ortsverband informiert über Thema Nahversorgung Rohrdorf (pil) – Nahversorgung bleibt eines der zentralen Themen in der Gemeinde Rohrdorf. Zwar decken in den Ortsteilen Achenmühle, Lauterbach und Höhenmoos Kramerläden den Grundbedarf, und in Thansau wurde vor gut einem halben Jahr ein Lebensmittel-Discounter eröffnet; doch seit einigen Wochen liegt die Nahversorgung im Hauptort nahezu brach: Nach der Apotheke hat auch das kleine Lebensmittelgeschäft samt Getränkehandel zugesperrt. Der künftige Bebauungsplan „Dorfplatz Rohrdorf“ soll deshalb die Weichen für neue Einkaufsmöglichkeiten stellen. Auch im Hinblick auf diverse offene Briefe zu diesem Thema erläuterte jetzt der CSU-Ortsverband unter dem Motto „Miteinander reden“ vor rund 100 Interessierten den Stand der bisherigen Verfahrensschritte.
Auch der Gewerbeverband Rohrdorf-Samerberg begrüßt die Pläne, die neues Leben in die Ortsmitte bringen sollen. Vorsitzender Uwe Hammerschmid hält dabei weder den Lebensmittelmarkt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche für überdimensioniert noch bezweifelt er, dass sich für das Gesamtprojekt ein Investor finden ließe. Und Büroflächen seien ohnehin Mangelware in Rohrdorf, Nachfrage aber durchaus vorhanden. Als „irrwitzig und reine Utopie“ bezeichnen derweil die Grundstückseigentümer Josef Opperer und Josef Höß das Konzept, welches der Bürgermeister bereits im Gemeinderat vorgestellt hatte und dort einstimmig befürwortet wurde. Ein zentrales, drei- bis viergeschossiges Gebäude mit Gewerbe- und Wohnflächen auf dem Opperer-Anwesen könnte demnach das neue Ortszentrum markieren. Dabei, führte der Rathauschef weiter aus, sei es „zwar möglich aber nicht zwingend erforderlich“, den Höß'schen Grünstreifen mit einzubeziehen; ebenso werde über die Größe des Projekts, das auch Grundstücke auf der anderen Straßenseite einschließe, noch zu reden sein. „Ich würde den Ast absägen, auf dem ich sitze.“, kommentiert hingegen Opperer den Entwurf, der an der Stelle seines 150 Jahre alten Elternhauses mit Mietwohnungen, Reisebüro und Tierarztpraxis künftig Kurzzeitparkplätze vorsieht. Das neue Geschäftshaus würde im Bereich der bisherigen Nebengebäude entstehen; oberhalb der Hangkante wären außerdem zwei Ein- oder Zweifamilienhäuser denkbar, während der Hangbereich selbst gemäß dem neuen Flächennutzungsplan als Grünfläche erhalten bleibt. Opperer selbst war im vorigen Jahr mit einer Bauvoranfrage für ein Lebensmittelgeschäft mit 500 Quadratmetern Verkaufsfläche und zusätzlich 40 Wohnungen auf seinem 8000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Dorfstraße bis hinunter zum Mühlbach gescheitert. Der Gemeinderat hatte damals stattdessen zur Sicherung des Plangebiets eine Veränderungssperre erlassen. „Damit bin ich auf Jahre blockiert.“, wettert Opperer und meldet massive Bedenken an, was Größe und Finanzierung des präsentierten Projekts anbelangt. Ein Bebauungsplan setze lediglich den planungsrechtlichen Rahmen und eröffne unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten, hält Bürgermeister Praxl dagegen. Was davon letztlich umgesetzt werde, entscheide der Grundstückseigentümer. Also sei auch „niemand gezwungen, sein Elternhaus abzubrechen“. Erstaunt nahmen unterdessen er und CSU-Vorsitzender Silichner die Wortmeldung von Hotelchefin Theresa Albrecht zur Kenntnis, die angesichts mehrerer Einkaufsmärkte in der Umgebung grundsätzlich die Notwendigkeit eines Lebensmittelgeschäfts für Rohrdorf in Frage stellte. Juli 2011 Schnelles Internet für Thansau lässt auf sich warten
Kindergarten, Meisenstraße Nord und Flächennutzungsplan weitere Themen im Gemeinderat Rohrdorf (pil) – Das schnelle Internet für Thansau lässt noch auf sich warten. Wegen Schwierigkeiten bei der Stromführung steht das Breitband-Netz, dessen Fertigstellung ursprünglich für Mitte Mai vorgesehen war, voraussichtlich erst Mitte September zur Verfügung. Probleme bereite die Unterquerung der Gleise an der Ahornstraße. Zwar sind die grauen Verteilerkästen bereits aufgestellt; doch ohne Strom könnten dort keine Installationsarbeiten vorgenommen werden, führte Rohrdorfs Bürgermeister Christian Praxl auf eine Anfrage bei der jüngsten Gemeinderatssitzung aus. In greifbare Nähe rückt das Ende der Containersiedlung neben der Kindergarten-Baustelle. Bereits Anfang Juli wird der erste Teil abgeholt; die Gemeinde spart auf diese Weise rund 5800 Euro an monatlicher Pacht. Die Kinder kommen bis zu den Sommerferien provisorisch in der zweiten Anlage an der Wacholderstraße unter. Für den Kindergartenneubau wurden mittlerweile die Schreinerarbeiten an einen ortsansässigen Betrieb vergeben. Als Fertigstellungstermin ist nach Auskunft aus dem Rathaus nach wie vor der Beginn des neuen Kindergartenjahres geplant. Nachdem im Zuge der öffentlichen Auslegung seitens der Bürger keine weiteren Einwände geltend gemacht worden sind, ist die Änderung des Bebauungsplans TH 12 „Meisenstraße Nord“ nun unter Dach und Fach; die Satzung wurde bei sechs Gegenstimmen verabschiedet. Wie berichtet, stand bei den Anliegern die Verkehrssituation im Bereich der Firma CPS in der Kritik; zwischenzeitlich hat ein Feldversuch gezeigt, dass sich das Zurücksetzen der Lkw auf die Meisenstraße bewerkstelligen ließe. Bedenken seitens der benachbarten Firma Sengewald, die zusätzlichen Stellplätze könnten deren Lieferbetrieb stören, teilte der Gemeinderat nicht. Die Breite der Adlerstraße bleibe von den Änderungen unberührt; die geplanten Stellplätze befänden sich auf dem Grundstück des Antragstellers. Mit dem Feststellungsbeschluss hat der Gemeinderat nun den neuen Flächennutzungsplan in seiner endgültigen Fassung auf den Weg zur Genehmigung gegeben. Zuvor mussten noch einige Einwände bezüglich der erneut ausgelegten Teilbereiche abgewägt werden. Juni 2011 Eine Aufwertung fürs Ortsbild
Gemeinderat peilt Bebauungsplan fürs Gelände rund ums Liegl-Anwesen an Rohrdorf (pil) – Nachdem der Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände des ehemaligen Liegl-Anwesens im März zurückgestellt worden war, lag dem Gemeinderat jetzt ein neues Gesuch der Grundstückseigentümer vor: Anstatt lediglich diesen, der Staatsstraße zugewandten Bereich zu überplanen, soll nun für das gesamte Areal ein Bebauungsplan erarbeitet werden. Zur Staatsstraße sowie zum benachbarten Bauernhof hin soll der Grund als Mischgebiet genutzt werden, der Rest als Wohnbaufläche. Allgemein wurde das Vorhaben begrüßt, bei dem auch Bauland für Einheimische entstehen soll. Eine Bebauung an dieser Stelle, so der Tenor, würde das Dorfbild auf jeden Fall aufwerten. Nun wird ein Ortsplaner einen Vorentwurf für einen Bebauungsplan erarbeiten. Nach dem Tausch mehrerer Flächen steht der Asphaltierung der Wöhrstraße nichts mehr im Weg. Dabei wird die Straße auf eine Breite von 3,50 Meter plus beidseitiger Bankette angelegt und bekommt eine Ausweichstelle. Die Kosten hierfür wurden mit 50.000 Euro veranschlagt. Neben diversen Ersatzbeschaffungen für den gemeindlichen Bauhof sowie der Planung und Ausschreibung für die neue Wasserleitung von Wolfspoint nach Apfelkam stand schließlich noch die Baustelle an der Wacholderstraße auf der Tagesordnung. Beim Haus für Kinder, das in Holzbauweise errichtet wird und künftig insgesamt sechs Krippen- und Kindergartengruppen beherbergt, kommt es laut Bürgermeister Christian Praxl immer wieder zu Verzögerungen, sodass der ursprünglich auf Anfang September angepeilte Einzugstermin wohl etwas nach hinten verschoben werden muss. Mai 2011 Rohrdorf: Den Ortskern neu beleben
Bebauungskonzept im Gemeinderat vorgestellt - Vollsortimenter erwünscht Rohrdorf (pil) – Während Thansau nach langem Vorlauf inzwischen mit einem Lebensmittelmarkt bestückt ist, liegt nun die Nahversorgung im Ortsteil Rohrdorf im Argen: Die Apotheke hat bereits zugesperrt, der kleine Supermarkt abseits der Unteren Dorfstraße folgt Ende des Monats; was bleibt sind Metzger und Bäcker. Ein erster Konzeptvorschlag des Planungsbüros Wüstinger, der fast durch die Bank großen Anklang im Gemeinderat fand, zeigte jetzt mögliche Wege auf, den Bereich zwischen Maibaum und Kirche auf beiden Seiten der Straße langfristig zu beleben und einen neuen Ortskern zu schaffen. Ob dies aber so oder so ähnlich überhaupt umgesetzt werden kann, hängt zunächst in erster Linie von den Grundstückseigentümern ab, mit denen Bürgermeister Christian Praxl (CSU) nun Gespräche aufnehmen will.
Der Hang nach Osten hin wird gemäß des Flächennutzungsplans als Grünzug erhalten; an der Hangkante wären jedoch Einfamilien- beziehungsweise Doppelhäuser denkbar. Auch sprach sich der Gemeinderat in diesem Zusammenhang geschlossen gegen eine Ansiedlung von Geschäften auf der grünen Wiese außerhalb der Ortschaften aus. Mit der Präsentation, die auf Antrag der CSU auf die Tagesordnung gesetzt worden war, reagierte der Bürgermeister nicht zuletzt auf einen offenen Brief. Darin wirft ein Rohrdorfer der Rathausspitze Untätigkeit in Sachen Nahversorgung vor; beispielsweise habe der Bürgermeister keine Gespräche mit den betroffenen Geschäftsleuten geführt. An ihn sei niemand – weder die Mieter noch die Vermieter - herangetreten, stellte dieser klar. Auch habe die Geschäftsaufgabe des Lebensmittelhändlers mit der Raumnot der Montessori-Schule „rein gar nichts zu tun“. Dem Verfasser des Briefes warf Karl-Heinz Silichner (CSU) indes vor, seinerseits im Vorfeld keinen Kontakt mit den Gemeinderäten aufgenommen zu haben. Vor gut einem Jahr hat der Gemeinderat für den betreffenden Bereich eine Veränderungssperre erlassen, um den Bebauungsplan RO 19 „Dorfplatz“ ohne Zeitdruck entwickeln zu können. Auslöser für diesen Schritt war ein Antrag auf Vorbescheid gewesen, der neben Bauten für gewerbliche Nutzung auch 40 neue Wohnungen im Hangbereich vorsah. Vorwürfen, die Gemeinde würde die Sicherstellung der Nahversorgung verhindern, hielt Praxl entgegen: „Wir brauchen ein Konzept, das tragfähig und realisierbar ist.“ Mai 2011
Veränderungen im Vorstand und vier Sterne für die Skiabteilung
Jahreshauptversammlung beim TSV Rohrdorf-Thansau Rohrdorf (pil) – Mit seinen neun Abteilungen zählt der TSV Rohrdorf-Thansau ohne Zweifel zu den Allroundern unter den Sportvereinen. Zahlenmäßig wird das Feld nach wie vor von den Fußballern angeführt; dass sich aber auch die anderen Sparten kräftig ins Zeug legen, zeigten die Berichte bei der Jahreshauptversammlung. Darüber hinaus ist der Verein, der mit veränderter Vorstandschaft ins 90. Jahr seines Bestehens geht, nicht nur beim Gewerbetag und im gemeindlichen Ferienprogramm eine feste Größe, stellte Zweiter Bürgermeister Joachim Wiesböck erfreut fest. Unter dessen Wahlleitung wurde Vorsitzender Sepp Pichlmeier für weitere drei Jahre im Amt bestätigt; als neue Stellvertreter wurden, ebenfalls einstimmig, Martin Stuffer und Erwin Neubauer gewählt; das Amt des Kassier hat nun Thomas Batt inne; Schriftführerin bleibt Anja Aß. Der Skiabteilung verlieh Pichlmeier in seinem Rückblick gar das Prädikat einer „Vier-Sterne-Abteilung“. Zusätzlich zu den traditionellen Skikursen und Ausflügen hatte sie in dieser Saison erstmals eine Nostalgiefahrt in einem historischen Zuggespann nach Kitzbühel auf die Beine gestellt. Mit 179 Teilnehmern, teils im Gwand von anno dazumal, 179 Paar Skiern samt Stöcken und Live-Musik beim Après-Ski „war das nicht nur eine Riesengaudi sondern auch eine logistische Meisterleistung“, kommentierte Abteilungsleiter Schorsch Dick junior die Bilderschau. Doch bei aller Unterhaltung sei auch die Fortbildung für die Skilehrer nicht zu kurz gekommen. Stark im Aufwind befindet sich Unihockey als die jüngste Abteilung im TSV. Neben den Herren spielen hier bereits drei Jugendmannschaften im Ligabetrieb; eine weitere ist geplant. Zudem wollen die Floorball-Spieler mit Aktionen an Schulen die Werbetrommel für ihren Sport rühren. Und für internationales Flair im Turner Hölzl sorgt am ersten Juli-Wochenende wieder der Lumberjacks-Cup. Im Zeichen der Jugendarbeit steht das Jahr auch bei den Tennisspielern, die mit fünf Mannschaften in der Verbandsrunde antreten. In Verbindung mit verschiedenen Turnieren wollen sie das Vereinsleben – die Mitgliederzahl war zuletzt leicht auf 165 gesunken –stärken. Dagegen herrscht bei den Fußballern mit elf Jugendmannschaften augenscheinlich kein Nachwuchsmangel. Allerdings ist die Personaldecke bei den Erwachsenen – sowohl die 1. als auch die 2. Mannschaft sind vergangenes Jahr abgestiegen - nach dem Verlust von 15 bis 20 Spielern in den letzten beiden Jahren vor allem im altersmäßigen Mittelfeld recht dünn. Mit 16 Herren- und Frauen-Privatturnieren, regelmäßigen Trainings-Treffen auf der erneuerten Anlage an der Eschenstraße, Dorf- und Vereinsmeisterschaft war bei den Stockschützen der Terminkalender 2010 gut gefüllt. Und beim Kraftsport lassen trotz der Vorzüge gewerblicher Fitness-Studios nach wie vor 50 Frauen und Männer in der kleinen „Mucki-Bude“ im Turner Hölzl regelmäßig ihre Muskeln spielen.
Insgesamt 23 Wettkämpfe, Triathlons ebenso wie Bergläufe und Mountainbikerennen, bewältigten die 13 TSV-Triathleten im vergangenen Jahr. Als Highlight bei den Erwachsenen galt dabei – trotz Wassertemperaturen um die 15 Grad - der Challenge Walchsee. Kurz und bündig fiel der Bericht der Abteilung Gymnastik aus, die an keinen Wettbewerben teilnimmt. Das Tanzen für Kinder ab zwölf Jahre wurde eingestellt; die Tanzkurse für Erwachsene in Lauterbach laufen derweil weiter wie bisher. Als wichtige Säule des Vereinslebens würdigte Pichlmeier das Engagement der Übungsleiter. Mit 44 Aktiven und elf Zusatzlizenzen konnte er hier ein leichtes Plus verzeichnen, wobei die Gemeinde den Sportverein mit zwei Euro für jede geleistete Übungsleiterstunde finanziell unterstützt. Angesichts seiner außergewöhnlichen Verdienste um den rund 1330 Mitglieder zählenden Verein wurde Mathias Stettner zum Ehrenmitglied ernannt. Für 25jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Claudia Berschinski, Jörg Berschinski, Peter Berschinski, Konrad Breitrainer, Mathias Decker, Rosi Ehegartner, Susanne Hartl, Walter Holderle, Hans Hopfgartner, Horst Leidl, Anita Prentl, Rudolf Schöberl, Mathias Stettner, Monika Stuffer, Paul Unterseher senior, Paul Unterseher junior, Sandra Wierer, Josef Wierer, Günther Wufka und Anni Würtemberger. April 2011 Auch die Reserve ist bereits verplant
Gemeinderat bewilligt sechste Gruppe im Thansauer Haus für Kinder Rohrdorf (pil) – Das neue Haus für Kinder an der Wacholderstraße in Thansau ist noch nicht bezogen, und schon sind auch die ursprünglich als Reserve gedachten Räume im Erdgeschoss verplant: Hier wird zum Herbst eine Kleinkindgruppe eingerichtet. Derzeit sind 104 Mädchen und Buben fürs kommende Kindergartenjahr in der „Heiligen Familie“ angemeldet. In der Vergangenheit seien bereits Kinder aus dem Gemeindegebiet nicht in der Tagesstätte untergekommen, schilderte Geschäftsleiter Christian Schönleber bei der jüngsten Gemeinderatssitzung die Situation. Zudem steige der Bedarf an Betreuungsplätzen für Klein- und Kleinstkinder stetig; und die AWO-Einrichtung „Zwergerlmühle“ in Achenmühle sei voll belegt. Eine sogenannte Kleinkindgruppe ermögliche dabei ein gewisses Maß an Flexibiliät, was die Kinderzahl anbelangt. Somit werden nach derzeitigem Stand in der Einrichtung in Thansau ab Herbst insgesamt 75 Kindergartenkinder (in drei Gruppen), zwei Krippengruppen à neun Kinder sowie, in der neuen Gruppe, elf Kleinkinder betreut; wobei sich diese Zahlen bis September wohl noch erhöhen dürften. Das Defizit aus dem laufenden Betrieb dieser sechsten Gruppe übernimmt die Gemeinde; der Ausbau von Gruppen- und Nebenräumen wird rund 36.000 Euro kosten. Großes Kopfzerbrechen bereitet nach wie vor die Abwicklung des Lieferverkehrs bei der Firma CPS an der Meisenstraße. Bereits im Januar hatte sich der Gemeinderat mit der beantragten Änderung des Bebauungsplans TH 12 „Meisenstraße Nord“ befasst, wobei nicht der geplante Anbau an die Werkshalle an der Einmündung zur Staatsstraße zur Debatte stand, sondern die dortige Verkehrssituation, die auch von mehreren Anliegern schriftlich beanstandet worden ist. Hier hatte der Gemeinderat zuletzt eine Lösung seitens des Unternehmens gefordert. Allerdings kommt eine Vereinbarung mit der benachbarten Firma Sengewald, derzufolge die Lkw ohne rückwärts rangieren zu müssen über deren Grundstück abfahren dürften, allem Anschein nach nicht zustande. Ein Feldversuch mit einem Lkw habe nun gezeigt, dass sich das Zurücksetzen auf die Meisenstraße durchaus bewerkstelligen ließe, erläuterte Zweiter Bürgermeister Joachim Wiesböck als Leiter der Sitzung weiter. Laut Angaben der Firma CPS steuerten durchschnittlich zwei bis drei Lkw täglich zwischen 8 und 16 Uhr den Betrieb an. Die Änderung des Bebauungsplans wurde nun gegen fünf Stimmen gebilligt und geht in die öffentliche Auslegung. Das Be- und Entladen muss demnach künftig ausschließlich auf dem Firmengelände abgewickelt werden. Unklar ist indes nach wie vor, wie die Verkehrslage in diesem Bereich entschärft werden kann. Im Zuge des Aufstellungsverfahrens für den neuen Flächennutzungsplan wurde auf Anraten des Landratsamts für insgesamt sieben Teilbereiche in Apfelkam, Rohrdorf, Lauterbach und Thansau, wo sich nochmals Änderungen ergeben hatten, eine erneute öffentliche Auslegung beschlossen. Der Feststellungsbeschluss für das Gesamtwerk, der bei der Sondersitzung im März gefasst worden war, ist damit vorerst hinfällig. Ohne jegliche Diskussion passierten Haushaltssatzung und -plan sowie die Finanzplanung für die Jahre 2012 bis 2014 das Gremium. April 2011 Ohne wäre Rohrdorf ein Stück ärmer
Jahreshauptversammlung des Sozialwerk Rohrdorf Rohrdorf (pil) – So wie die Schwestern und Pflegerinnen des Sozialwerk Rohrdorf das ganze Jahr über ihre Arbeit verrichten, verlief auch die Jahreshauptversammlung im Gasthof zur Post ohne großes Aufheben. Dass die Gemeinde ohne den 1974 gegründeten Pflegedienst, der bei der MDK-Prüfung im August mit der Gesamtnote 1,3 (der Landesdurchschnitt lag zu diesem Zeitpunkt bei 2,2) abgeschnitten hat, allerdings um ein ganzes Stück ärmer wäre, daran ließ Bürgermeister Christian Praxl ebenso wie der ortsansässige Allgemeinarzt Dr. Wolfgang Biller keinen Zweifel. Insgesamt 84 Patienten aus dem Gemeindegebiet hat das Team um Pflegedienstleiterin Gabriele Prankl im vergangenen Jahr versorgt, dabei 9136 Pflegestunden geleistet und rund 50.000 Kilometer zurückgelegt. Hinzu kamen 62 Beratungsgespräche sowie regelmäßige Fortbildungen. Deutlich mehr Arbeit bescherten die sinkenden Verweildauern im Krankenhaus, hatte Vorsitzende Gudrun Lohmann eingangs erläutert; so suchten die Schwestern ihre Patienten teils bis zu viermal am Tag auf. Außerdem nehme der Anteil der Hochbetagten laufend zu; 2010 machte diese Gruppe (80 Jahre und älter) weit mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen aus. Mit der häuslichen Kranken- und Altenpflege, dem Essen auf Rädern sowie der Vermittlung zu sonstigen ambulanten Diensten sei das Sozialwerk demnach vollkommen ausgelastet. Darüber hinaus sei die angestrebte Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim St. Anna in Thansau bei der Betreuung von Demenzkranken angelaufen. In einem nächsten Schritt wollen die ambulante und die stationäre Pflegeeinrichtung nun bei Mitarbeiterfortbildungen Hand in Hand gehen. Der demographischen Entwicklung und den daraus resultierenden Herausforderungen für die Gemeinden werde auch das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Rosenheim Rechnung tragen, informierte Lohmann zudem über die landkreisweite Befragung von Bürgern, Pflegediensten und Sozialstationen. Sie soll helfen, wichtiges Zahlen- und Datenmaterial zusammenzutragen und mehr über die Situation und die Bedürfnisse der alten Menschen in Erfahrung zu bringen. Ein weniger erfreuliches Bild ergab sich unterdessen bei den Finanzen des 471 Mitglieder zählenden Trägervereins: Während die Erlöse aus den Pflegekassen um 1,5 Prozent gestiegen seien, habe die Lohnsteigerung für die – ohnehin nicht üppig bezahlten – Pflegekräfte 4,5 Prozent betragen, hatte Lohmann eingangs die immense Bedeutung des Spendenaufkommens für die Arbeit des Sozialwerks getreu dem Leitsatz „Daheim in guten Händen“ hervorgehoben. Allerdings musste Kassier Peter Holzner trotz Spenden von rund 30.000 Euro und 11.000 Euro Mitgliedsbeiträgen als wesentliche Säulen der Finanzierung fürs abgelaufene Jahr ein Defizit von 27.000 Euro ausweisen, welches jedoch durch die Rücklagen aufgefangen werden könne. Eine Finanzspritze erhofft sich der Verein, der auch weiterhin als eigenständige Èinrichtung unter dem Dach des Caritasverbandes bestehen will, in Form eines außerordentlichen Zuschusses von der Gemeinde. April 2011
Schandfleck soll verschwinden
Antrag auf Bebauungsplan fürs ehemalige Liegl-Anwesen im Gemeinderat Rohrdorf (pil) – Nach Seniorenheim und Lebensmittelmarkt soll die Ortschaft Thansau an einer weiteren zentralen Stelle ein neues Gesicht bekommen: Schon lange bietet das ehemalige Liegl-Anwesen an der Rosenheimer Straße einen recht trostlosen Anblick; nun haben die Grundstückseigentümer dort den Bau eines bis zu dreieinhalbgeschossigen Gebäudeensembles mit 30 Wohnungen, Einheiten für gewerbliche Nutzung (Pension, Café, Apotheke, Zahnarztpraxis und Büros) sowie einer zentralen Tiefgarage ins Auge gefasst. Das Ansinnen geht jedoch weit über die Möglichkeiten hinaus, die §34 Baugesetzbuch - Bebauung in geschlossener Ortslage - an dieser Stelle böte. Der Antrag auf Aufstellung des erforderlichen Bebauungsplans für diesen vorderen Teil des Gesamtgrundstücks wurde auf Wunsch des Gemeinderats bei der jüngsten Sitzung allerdings zurückgestellt. Denn zunächst soll geklärt werden, ob und wie an dieser Stelle das Programm „Bauland für Einheimische“ umgesetzt werden kann, das bei Schaffung neuen Baurechts greift. Etwa wäre, wie von mehreren Räten gefordert, ein Bebauungsplan für das gesamte Areal denkbar, wodurch zusätzlich mehrere Doppel- und Einfamilienhäuser Platz fänden. Veränderungen sind auch auf dem vormaligen Schruff-Anwesen an der Wöhrstraße geplant. Die Lichtgut-Reith GbR will dort unter anderem eine Tenne abreißen; darüber hinaus wurde die Nutzungsänderung einer Lagerhalle beantragt, so dass dort – in nunmehr geordneten Verhältnissen - insgesamt zwei neue Wohneinheiten entstehen. Bevor der Gemeinderat jedoch grünes Licht für die Anträge gibt, muss die verkehrliche Erschließung des Geländes im Außenbereich rechtlich gesichert werden. Bislang verläuft die Wöhrstraße, teils außerhalb der vorgesehenen Trasse, über diverse Privatgrundstücke; notarielle Regelungen fehlen. Nun soll die Gemeindeverwaltung mit den betreffenden Eigentümern verhandeln, um die erforderlichen Flächen zu tauschen beziehungsweise zu kaufen. Auch stellte Bürgermeister Christian Praxl den staubfreien Ausbau der Straße in Aussicht. Darüber hinaus informierte er über die laufenden Sanierungsarbeiten in der Kläranlage Bockau; unter anderem werden dort die Flachdächer der Betriebsgebäude durch Satteldächer ersetzt. Und auf dem Friedhof in Rohrdorf soll eine rollstuhlgerechte Verbindung zwischen oberem und unterem Bereich die Situation insbesondere für gehbehinderte Besucher verbessern; derzeit sei man auf der Suche nach einer geeigneten Lösung. Dass es für die Gemeinde nach der Finanzkrise wieder bergauf geht, zeigte sich am Haushaltsplan 2011, den der Finanzausschuss zuvor geschlossen befürwortet hatte und über den der Gemeinderat im April zu entscheiden hat. Kämmerer Peter Wagner legte dem Gremium zudem eine ausgeglichene Jahresrechnung für 2010 mit 10,5 Millionen Euro Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungs- und 3,2 Millionen im Vermögenshaushalt vor; mit dieser muss sich nun die örtliche Rechnungsprüfung befassen. März 2011 "Rohrdorf ist gut gerüstet"
Haushaltsplan findet Zustimmung im Hauptausschuss Rohrdorf (pil) – Eine vorausschauende Finanzpolitik und sparsames Wirtschaften haben nach Überzeugung von Kämmerer Peter Wagner entscheidend dazu beigetragen, dass Rohrdorf die Krise überwunden hat. Selbst das für den Kindergartenbau in Thansau vorgesehene Darlehen musste die Kommune nicht in Anspruch nehmen. An den Rücklagen müsse man nun zwar arbeiten, doch sei Rohrdorf auch ohne eine Erhöhung der Steuerhebesätze „gut gerüstet“, fasste Wagner bei der Haushaltsvorberatung im Hauptausschuss die finanzielle Lage der Gemeinde zusammen. Gleichwohl mahnte er, die Ausgaben im Verwaltungshaushalt auch weiterhin fest im Blick zu behalten und gegebenenfalls unliebsame Entscheidungen zu treffen, um die laufenden Kosten möglichst niedrig zu halten. In diesem Sinne würden beispielsweise seit kurzem etwa alle Bestellungen für Schule und Feuerwehren zentral übers Rathaus abgewickelt, ergänzte Bürgermeister Christian Praxl. Der wirtschaftliche Aufwärtstrend schlägt sich im aktuellen Haushalt insbesondere im erwarteten Gewerbesteueraufkommen nieder, das Wagner mit 5,1 Millionen Euro angesetzt hat. Wie schwierig aber gerade die Haupteinnahmequelle für die Gemeindekasse zu kalkulieren sei, verdeutlichte er anhand der Ausschläge in der Vergangenheit: Zwischen satten 13,1 Millionen Euro im Jahr 2006 und mageren 1,5 Millionen im Jahr 2009 hatten hier die Beträge geschwankt. Insgesamt umfasst der Etat, der demnächst zur Abstimmung im Gemeinderat ansteht, 11,9 Millionen Euro im Verwaltungs- und 2,6 Millionen im Vermögenshaushalt; eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen. Neben der Gewerbesteuer rechnet man im Rathaus mit Einnahmen von rund 2,1 Millionen Euro aus dem Einkommensteueranteil sowie aus der Grundsteuer B mit rund 580.000 Euro und einem Umsatzsteueranteil von 490.000 Euro. Auf der Ausgabenseite schlägt die Kreisumlage mit 2,1 Millionen Euro zu Buche; ein weiterer wesentlicher Posten neben der Gewerbesteuerumlage (1,1 Millionen), den Personalkosten (1,5 Millionen) und den Personalkostenzuschüssen für die Kindergärten (770.000) bildet der Wasserleitungsbau mit 560.000 Euro. Zudem steht die Anschaffung einer neuen EDV-Anlage fürs Rathaus an. Um die Bürger nicht über Gebühr zur Kasse zu bitten, bleiben seit nunmehr gut drei Jahrzehnten die ohnehin niedrigen Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer unverändert; ebenso die Gebühren für Wasser und Kanal. Davon, betonte Wagner, profitierten Hausbesitzer ebenso wie Mieter: „Rohrdorf ist kein Kostentreiber.“ April 2011 "400-Meter-Galerie ist für uns nicht genug"
Ernüchterung über Ergebnisse des Planungsdialogs zum Autobahnausbau Rohrdorf (pil) – Zwar ist der Planungsdialog, in dem Anliegerkommunen, Bürgerinitiativen und Verbände gemeinsam mit den zuständigen Behörden während der vergangenen zwei Jahre Vorschläge für den sechsstreifigen Ausbau der Salzburger Autobahn erarbeitet haben, beendet. Von einem zufriedenstellenden Ergebnis der in Bayern erstmals angewandten Verfahrensweise ist allerdings nicht nur bei der Bürgerinitiative A8 Rohrdorf-Achenmühle keine Rede. Vielmehr sprach Vorsitzender Josef Schmid junior von „Ernüchterung und Enttäuschung“ angesichts der rund 400 Meter langen Galerie, die im Bereich Achenmühle für den Lärmschutz vorgesehen ist. „Das ist für uns noch zu wenig.“, brachte er bei der nur mäßig besuchten Jahreshauptversammlung im Dorfhaus Achenmühle die Stimmung auf den Punkt. „Unsere Erwartungen an den Planungsdialog waren höher.“, schloss sich dem Rohrdorfs Bürgermeister Christian Praxl an. Ähnliche Töne schlug Wolfgang Mentzel, Sprecher der BI A8 Frasdorf, an. Dort sei man mit der Ausbauempfehlung ans Bundesverkehrsministerium, die für Frasdorf eine Kombination aus Galerieabschnitten und Einhausung vorsieht, „ganz und gar nicht zufrieden“. Diese von oben vorgesetzte Lösung „dürfen wir uns nicht bieten lassen“. Unisono kündigten Schmid und Praxl an, mit allem Nachdruck auf eine Überarbeitung der Ausbauempfehlung zu drängen, die in den Planvorentwurf des Planfeststellungsverfahrens einfließend wird. Gemeinsam wollen sie auch in der Detailplanung auf einen „bestmöglichen Lärmschutz“ für die Gemeindebürger anstelle des im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgeschrieben Standards pochen und hierfür bei Bedarf all ihre Kontakte zu den politischen Entscheidungsträgern ausschöpfen. Die für Achenmühle vorgesehene Galerie über der südlichen Fahrbahn etwa müsse doppelt so lang ausfallen wie im Moment zugestanden, um auch in den etwas abseits der Autobahn beziehungsweise erhöht gelegenen Siedlungen wenigstens für eine zufriedenstellende Entlastung zu sorgen; in Spitzenzeiten rollen täglich bis zu 90.000 Fahrzeuge über die Ost-West-Achse aus der Vorkriegszeit. Gemessen an der komplett offenen, sogenannten Bestandsvariante mit meterhohen Wällen und Wänden entlang des landschaftlich sensiblen Eingangs zum Chiemgau, die die Autobahndirektion im September 2008 im Turner Hölzl vorgestellt hatte (die Schätzung für den Abschnitt Rosenheim-Daxa liegt derzeit bei 76 Millionen Euro), koste die 86 Millionen Euro teure Galerie-Lösung rund 13 Prozent mehr. Währenddessen schlüge die auf 430 Meter abgespeckte Grünbrücken-Variante der Bürgerinitiative mit etwa 99 Millionen Euro (plus 30 Prozent) zu Buche, rechnete Schmid vor. Dieses Mehr um rund ein Drittel „ist aber für Achenmühle augenscheinlich nicht drin“. Eine wirklich optimale, weil auch in die Tiefe gehende Wirkung ließe sich seiner Ansicht nach ohnehin nur mit einer Eintunnelung beider Fahrbahnen erzielen; doch diese und ähnliche Varianten waren in dem komplexen, wiederholt modifizierten Bewertungsverfahren mit Dutzenden unterschiedlich gewichteter Kriterien aus Kostengründen ausgeschieden; wie beispielsweise die Grünbrücken-Varianten und eine 1330 Meter lange Einhausung zwischen Achenmühle und Daxa. März 2011
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Breite Themenpalette im Rohrdorfer Gemeinderat Rohrdorf (pil) – Am Thansauer Feuerwehrhaus gehen die Arbeiten auch nach der energetischen Sanierung von Mannschafts- und Aufenthaltsraum weiter. In einem zweiten Bauabschnitt steht nun die Einbindung des Querbaus an die Garage an. Dadurch entstehen zwei zusätzliche Räume. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat das Vorhaben, für das die Gemeinde Finanzmittel von rund 100.000 Euro zur Verfügung stellt. Bereits im vergangenen Jahr haben die Feuerwehrler 16.000 Euro aus der Vereinskasse sowie ein großes Maß an Eigenleistung zur Rundumerneuerung des Gebäudes an der Eschenstraße beigetragen, verdeutlichte der Vorstand SPD-Gemeinderat Franz Praxl bei der Sitzung. Einig sind sich die Räte auch über die Kostenbeteiligung für die Ersatzbrücke, die die Nachbargemeinde Frasdorf in Daxamühle über die Rohrdorfer Achen bauen will. Hier steuert Rohrdorf, ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, ein Drittel der auf 18.500 Euro geschätzten Gesamtkosten bei. Als „Sorgenkind“ erweist sich immer wieder die Ahornstraße. Zunehmend nutzen Lkw-Fahrer - meist Zulieferer für örtliche Betriebe - die Straße zum Wertstoffhof als Rastplatz und Übernachtungsmöglichkeit und hinterlassen dabei jegliche Art von Abfall. Unklarheit herrscht allerdings noch, wie der Missstand abgestellt werden kann. Verschiedene Äußerungen des Bürgerblock (BR) haben den Eigentümer des Lebensmittelmarkt-Areals, Wolfgang Kupferschmied, zu einem an Bürgermeister und Gemeinderäte adressierten Beschwerdebrief veranlasst, welchen Geschäftsleiter Christian Schönleber bei der Sitzung verlas. Darin wirft Kupferschmied dem BR unter anderem vor, er habe mit seinen Aussagen über eine mögliche Standortalternative Verwirrung gestiftet, für zeitliche Verzögerungen gesorgt und damit ihm, Kupferschmied, finanziellen Schaden zugefügt. Der Kontakt des BR zum Netto-Konzern habe, anders als behauptet, nichts mit dem jetzigen Standort zu tun; vielmehr habe sich das vom Bürgerblock favorisierte Areal letztlich als „Lachnummer“ erwiesen. Darüber hinaus forderte Kupferschmied eine Ende des "Bauerntheaters" um die Werbeanlage am Kapellenberg. Schließlich sei ein Pylon im genehmigten Freiflächenplan vorgesehen gewesen; lediglich der Standort habe sich geändert. BR-Gemeinderat Rupert Stocker zeigte sich indes verwundert, dass dieses Thema den Gemeinderat solange beschäftigen könne. Dies hätte sich seiner Ansicht nach durch ein klärendes Gespräch vor dem Aufstellen der Werbetafel vermeiden lassen. Februar 2011 Meisenstraße Nord: Lkw-Verkehr macht Probleme
Gemeinderat: Bebauungsplanänderung nur mit Vereinbarung mit Nachbarn Rohrdorf (pil) – Mit mehreren Bebauungsplanverfahren und dem anvisierten Mittelschulverbund Inntal hatte sich der Rohrdorfer Gemeinderat unter anderem bei seiner jüngsten Sitzung zu befassen. Zudem stand der Bauantrag der Firma Schattdecor bezüglich einer Dacherhöhung auf der Tagesordnung, der wie alle anderen Punkte einstimmig befürwortet wurde. Das weltweit tätige Unternehmen für bedrucktes Dekorpapier will auf eine seiner Hallen neben der Rosenheimer Straße einen Aufbau für ein Hochregallager setzen, um mehr Platz für die Druckzylinder zu schaffen. Die erforderliche Änderung des Bebauungsplans war bereits bei der vorangegangenen Sitzung auf den Weg gebracht worden. Bei der Diskussion um den Bebauungsplan TH 12 „Meisenstraße Nord“ stand nicht die geplante Änderung der Baugrenzen im Mittelpunkt; eine bestehende Werkshalle soll dort erweitert werden. Probleme sahen die Gemeinderäte vielmehr in der aktuellen Verkehrssituation, welche auch hinterliegende Anwohner bereits ins Feld geführt haben. Mit einer Änderung des Bebauungsplans könnte diese sich künftig entspannen: So darf die Anlieferung ausschließlich über den Vorplatz an der Westseite des Gebäudes erfolgen. Entlang der Halle, auf einem 2,5 Meter breiten Streifen parallel zur Meisenstraße, sind Längsparkplätze vorgesehen. Und damit künftig auch die Abfahrt der Lkw möglichst reibungslos und ohne Rangieren - wohl auf dem Weg, den auch die Lieferfahrzeuge für die benachbarte Firma Sengewald nehmen - über die Bühne geht, besteht der Gemeinderat auf einer entsprechenden Vereinbarung der Grundstückseigentümer. Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der Antrag auf Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung der Firma Ribeck, die ihre Produktionsstätte im vorvergangenen Jahr ins Gewerbegebiet am Griesenholz verlegt hat. Der Betrieb ist auf dem Sektor Oberflächenbehandlung tätig und will eine Anlage zum Aufbringen metallischer Schutzschichten auf Metalloberflächen einbauen. Bürgermeister Christian Praxl verwies in diesem Zusammenhang auf ein Gutachten des TÜV Südbayern, wonach das Vorhaben hinsichtlich Lärm, Luftreinhaltung und Abfallstoffen offenbar als unbedenklich gelte. Aussagen zum Thema Abwasser enthalte das Gutachten nicht. In ihrer Stellungnahme stimmt die Gemeinde dem Vorhaben grundsätzlich zu, fordert aber das Landratsamt ausdrücklich auf, die Einhaltung der Immissionsrichtwerte zu überprüfen. Für den Bebauungsplan HÖ 11 „Ranhartstetten“ wurde der Satzungsbeschluss gefasst; er ist allerdings erst mit Abschluss des Flächennutzungsplanverfahrens rechtskräftig. Der Weiler hat künftig den Status Dorfgebiet und kann maßvoll mit Wohnhäusern verdichtet werden; auch kleine Handwerks- oder Gewerbebetriebe sind denkbar. Für den Kindergarten Heilige Familie in Thansau übernimmt die Gemeinde fürs Kindergartenjahr 2009/2010 den Defizitausgleich von insgesamt knapp 25.000 Euro; der Ansatz im Haushaltsplan lag bei 62.250 Euro. Das reine Betriebsdefizit beläuft sich dabei auf rund 12.700 Euro; zusätzlich haben jedoch Posten wie Anschaffungen für die zweite Krippengruppe, der Telefonanschluss im Container sowie Personalkosten für den Essenstransport zum Hort kräftig zu Buche geschlagen. Änderungen im Betrieb an der Hauptschule Neubeuern, zu deren Einzugsgebiet auch die Gemeinde Rohrdorf zählt, bringt die Hauptschulreform mit sich. Angesichts sinkender Schülerzahlen schließen sich die Schulen in Neubeuern, Raubling und Bad Feilnbach zum Mittelschulverbund Inntal zusammen. Die Kinder müssen dann für bestimmte Fächer zwischen den drei Standorten mit dem Schulbus pendeln. Der Rat sprach sich für die Gründung des Verbunds aus; wobei die Fahrtkostenregelung für die Gemeinden nach Auskunft des Bürgermeisters noch offen offen sei. Januar 2011
Beschwerde bei Rechtsaufsicht war "logische Konsequenz"
Bürgerblock nimmt Stellung zu vorweihnachtlicher Bürgermeister-Attacke Rohrdorf (pil) – Mit aller Entschiedenheit, verärgert und zugleich „verwundert“ weist der Bürgerblock Rohrdorf (BR) die Vorwürfe zurück, die Bürgermeister Christian Praxl (CSU) am Ende der Weihnachtssitzung gegen die Gruppierung erhoben hatte. Die BR-Fraktion habe „immer wieder das Gespräch gesucht“, unterstreicht die Vorstandschaft in einer einseitigen, engbedruckten Stellungnahme ihren „guten Willen zum besseren Dialog“. „Auch die Gemeinderatsbeschlüsse werden mindestens zu 98 % einstimmig gefasst.“ Jedoch könne Praxl nicht eine Zusammenarbeit nur nach seinen Bedingungen fordern. Leider werde BR-Vorsitzender und Dritter Bürgermeister Martin Fischbacher „nicht ausreichend in die Gemeindearbeit einbezogen und über wichtige Themen nicht informiert.“ Offensichtlich, so die Vermutung des BR, habe man gehofft, den Bürgerblock mit dem Bürgermeister-Posten „mundtot zu machen und Oppositionsarbeit zu unterbinden“. Doch „diese Rechnung geht nicht auf!“ Wie berichtet, hatte Praxl in seinem Schlusswort die Auffassung von Zusammenarbeit sowie den politischen Stil des Bürgerblock scharf kritisiert und anschließend die Sitzung für beendet erklärt. Unter der Überschrift „Auf ein Wort...“ hatte der Gemeindechef seine Kritik auch im Mitteilungsblatt der CSU zum Jahreswechsel veröffentlicht, ebenso wie seine Aufforderung darüber nachzudenken, ob Fischbachers Amt als Dritter Bürgermeister mit dessen Einstellung gegen die Gemeinde und den Bürgermeister überhaupt vereinbar sei. Hingegen verteidigt der Bürgerblock seine Beschwerde bei der Rechtsaufsicht im Falle des vorzeitigen Brauereiwechsels im Turner Hölzl als „logische Konsequenz“; sie sei „im Zuge der Ermittlungen bedauerlicherweise zufällig mit dem Krankenhausaufenthalt des 1. Bürgermeisters“ zusammengefallen. Weil Rechnungsprüfern des BR Einsicht in die Vertragsunterlagen verweigert worden war, habe man eine Aufsichtsbehörde „zur Klärung der dubiosen Vorgänge“ eingeschaltet. So habe der Brauereiwechsel Schadenersatz von gut 16.400 Euro nach sich gezogen, für die dank der Eingabe bei der Aufsichtsbehörde nicht der Steuerzahler aufkommen müsse. Auch sei das Darlehen an die neue Brauerei für die Umgestaltung der gemeindeeigenen Gaststätte von 107.000 auf rund 60.000 Euro gesenkt worden. Ebenso prangert der Bürgerblock erneut den eigenmächtigen Alleingang des Bürgermeisters in Sachen Reklametafel am Supermarkt an; in einem Flugblatt hatte der Bürgerblock die Bürger dazu aufgerufen, ihren Unmut über die seiner Meinung nach überdimensionierte Anlage gleich unterhalb der Thansauer Kirche direkt bei Rathaus-Chef Praxl kundzutun. Januar 2011 Zwei Neuzugänge im Fuhrpark
BRK Bereitschaft blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück
Darüber hinaus verwies Koll auf 1219 Dienststunden im Sanitätsdienst. Mit den Schnelleinsatzgruppen (SEG) mussten die Mitglieder 13 Mal ausrücken. Und die Helfer vor Ort (First Responder) wurden zu 290 Einsätzen gerufen und legten dabei mehr als 7300 Kilometer unfallfrei zurück. Dass dieses ehrenamtlich Engagement beileibe keine Selbstverständlichkeit sei, unterstrich Bürgermeister Christian Praxl im Namen der Gemeinde bei der Jahresabschlussfeier im Gasthaus zur Post. Das hohe Ansehen, welches die Arbeit der BRK-Bereitschaft bei der Bevölkerung genieße, spiegle sich insbesondere in der starken Beteiligung an der Spendenaktion für den First Responder wider. Breiten Raum nimmt beim Roten Kreuz zudem die Jugendarbeit ein: Ergänzend zur bestehenden Mittwochs-Gruppe für die Acht- bis Zehnjährigen wird ab Donnerstag, 27. Januar, im zweiwöchentlichen Rhythmus (18 bis 19.30 Uhr) ein Treffen für Elf- bis 13jährige angeboten. Ein Personalwechsel hat sich zum Jahresbeginn bei der Bereitschaftsleitung ergeben: Nach elf Jahren übergab Kassier Benedikt Kieler sein Amt an den bisherigen stellvertretenden Bereitschaftsleiter Martin Antretter. Dessen Nachfolger als Vize wurde Korbinian Brandmaier. Im Namen des Kreisverbandes dankte schließlich Kreisbereitschaftsleiterin Ute Weiß den Rohrdorfern für die gute Zusammenarbeit und zeichnete vor den rund 45 Gästen drei Mitglieder aus: Korbinian Brandmaier und Josef Hunger wurden für 15jährigen Dienst geehrt; Steffi Piezinger ist seit fünf Jahren dabei. Januar 2011 Deutliche Worte zum Jahresausklang
Bürgermeister Praxl geht mit Stil des Bürgerblock ins Gericht Rohrdorf (pil) – Mit sehr deutlichen Worten des Gemeindechefs an die Adresse des Bürgerblocks (BR) ging in Rohrdorf die letzte Gemeinderatssitzung des Jahres zu Ende. Unmittelbar im Anschluss an seinen Rückblick aufs abgelaufene und den Ausblick aufs kommende Jahr war Christian Praxl (CSU) mit dem Stil der Gruppierung hart ins Gericht gegangen. Er stellte zudem in Frage, ob das Gebaren Martin Fischbachers überhaupt noch mit dessen Amt als Dritter Bürgermeister vereinbar sei. - Schlussworte zum Jahresausklang, denen Applaus von großen Teilen des Gremiums folgte. Verhärtete Fronten hatten in früheren Wahlperioden die Arbeit im Rohrdorfer Gemeinderat geprägt. Deshalb habe er, wie Praxl betonte, seit seinem Amtsantritt vor gut zwei Jahren versucht, neue Wege im politischen Miteinander zu gehen. Nicht zuletzt sollte der Bürgermeister-Posten für den Bürgerblock „ein Zeichen setzen“. Dennoch wurde „immer wieder versucht, mich persönlich anzugreifen“ und die vom BR geforderte Zusammenarbeit von eben dieser Seite „mit Füßen getreten“. Selbst vor einer Beschwerde bei der Rechtsaufsicht wegen des Brauereiwechsels im Turner Hölzl ohne den Versuch eines klärenden Gesprächs mit ihm sei man nicht zurückgeschreckt; zumal Praxl zu dieser Zeit im Krankenhaus lag: „Das ist eine taktische Glanzleistung, die in menschlicher Qualität seinesgleichen sucht!“ Erst jüngst hatte ein BR-Flugblatt zur Reklametafel beim neuen Supermarkt in Thansau seinen Unmut erregt. Damit scheint das Fass nun übergelaufen. „Auf diese Art der Zusammenarbeit, die offensichtlich nach wie vor von Misstrauen getragen ist, lege ich keinen besonderen Wert.“, machte Praxl unmissverständlich klar. Bereits in einer der vergangenen Sitzungen hatte Franz Steiner vom Freien Wählerblock Höhenmoos-Achenmühle seinem Ärger über ein „Schmierbladdl“ des BR Luft gemacht, in dem unter anderem Praxl scharf angegangen worden war und das den Bürgern noch dazu als Beilage der Gemeindezeitung ins Haus geflattert kam. Indes dankte Zweiter Bürgermeister Joachim Wiesböck (CSU) dem Rathaus-Chef zum Jahresabschluss ausdrücklich für dessen Arbeit und Engagement zugunsten der Gemeinde und wünschte ihm auch fürs kommende Jahr Kraft, Gesundheit und die notwendige Gelassenheit. Der Bürgerblock kündigte an, er werde sich erst nach den Feiertagen zu den Vorwürfen äußern. Dezember 2010 Schattdecor plant Technologiezentrum
Grünes Licht für Änderung des Bebauungsplans Rohrdorf (pil) – Der Flächennutzungsplan, die Änderung des Bebauungsplans TH 10 „Am Oberfeld“, der Bau einer Furt durch die Rohrdorfer Achen sowie eine Reihe von Auftragsvergaben für den Neubau des Kinderhauses in Thansau standen zum Jahresabschluss im Rohrdorfer Gemeinderat an. Mit der Reduzierung möglicher neuer Wohnbauflächen um rund sieben Hektar trägt die Kommune den Einwänden der Höheren Landesplanung zum neuen Flächennutzungsplan Rechnung; wie berichtet, hatte diese den Umfang der geplanten Ausweisung beanstandet. Nun wurde vom Planungsbüro Wüstinger ein Konzept erarbeitet und mit der Genehmigungsbehörde abgestimmt, das hauptsächlich Areale in Thansau südlich der Fabrik- und der Mozartstraße im Bereich der Überschwemmungsflächen aus der Planung nimmt. Der Entwurf, den das Gremium einstimmig befürwortete, wird von Anfang Januar bis Mitte Februar 2011 erneut öffentlich ausgelegt. Ebenso gab's grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplans TH 10 „Am Oberfeld“. Die Firma Schattdecor plant dort den Bau eines Technologiezentrums, wie Bürgermeister Christian Praxl ausführte. Entgegen den ursprünglichen Festsetzungen soll sich der Anbau im ersten Teil nun mit 12,5 Metern (anstatt neun Metern) höhengleich an die bestehende Produktionshalle neben der Rosenheimer Straße anschließen; für den zweiten Abschnitt sind 8,5 Meter (anstatt 4,5 Meter) vorgesehen. Für ein Hochregal zur Lagerung von Druckzylindern soll darüber hinaus ein Teil eines bestehenden Gebäudes auf 21 Meter erhöht werden. Eine Furt bei Heiglmühle ermöglicht den Waldbauern künftig die Zufahrt zu ihren oberhalb der Kreisstraße gelegenen Forsten. Die Brücke, die jahrelang als Verbindungsweg über die Rohrdorfer Ache gedient hatte, war vor Monaten vom Grundstückseigentümer abgerissen worden. Der ursprüngliche Plan der Gemeinde, eine neue Überfahrt zu bauen, wurde aus Kostengründen wieder verworfen. Nun entsteht für rund 28.000 Euro wenige Meter vom früheren Übergang entfernt eine Querung durch die Ache. Gut 17.000 Euro unter der Berechnung bewegen sich derzeit die Kosten für den Kindergarten-Neubau in Thansau. Abgesehen von Inneneinrichtung und Außenanlagen sind nunmehr sämtliche Posten vergeben; zuletzt standen unter anderem die Vergabe der Schlosser-, Trockenbau- und Malerarbeiten sowie für die Kücheneinrichtung, den Sonnenschutz, den Bodenbelag und die Innentüren an. Für eine zeitliche Verzögerung habe zwar das Procedere für die statische Überprüfung der Bauteile gesorgt; dennoch sieht der Bürgermeister den für den 1. September 2011 anvisierten Bezugstermin keineswegs in Gefahr. Als sehr erfreulich wertete der Gemeinderat den Jahresabschluss für 2009 im Achenmühler Kindergarten „Zwergerlmühle“: Der Träger, die Arbeiterwohlfahrt, hat dort einen Überschuss von gut 32.000 Euro erwirtschaftet; ein Defizitausgleich seitens der Gemeinde ist also nicht erforderlich. Der Betrag verbleibt nun als Vorschuss fürs Jahr 2010 bei der AWO. Einstimmig bestätigt wurden zudem die neuen (und alten) Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren Rohrdorf (Josef Piezinger und Vize Martin Hefter junior) und Höhenmoos (Erich Turetschek und Vize Josef Baumgartner) unter der Voraussetzung, dass die teils noch ausstehenden Kurse „Leiter einer Feuerwehr“ beziehungsweise „Gruppenführer“ binnen eines Jahres mit Erfolg absolviert werden. Im traditionellen Jahresrückblick ließ Praxl schließlich die Eckpunkte des vergangenen Jahres Revue passieren und gab zugleich einen kurzen Ausblick auf 2011: Demnach ist der Planungsdialog zum Autobahnausbau so gut wie abgeschlossen. Mit Blick auf die zurückliegenden Jubiläumsfeste hob er einmal mehr die Bedeutung des Vereinslebens – nicht zuletzt für die Jugendarbeit – hervor. Auch im kommenden Jahr werde der Hochwasserschutz weiter vorangetrieben; ebenso werde wohl der geplante Ausbau der Hubertusstraße das Rathaus beschäftigen. Ein weiterer Punkt war die vielfach gewünschte Verbesserung der Breitbandversorgung in den Außenbereichen; zu einem eigens organisierten Informationsabend Anfang Dezember seien allerdings gerade einmal sechs Bürger ins Dorfhaus Achenmühle gekommen. Januar 2011
Turbulenzen in der Gespensterschule
Die "Harlekids" geistern wieder über die Bühne Rohrdorf (pil) – Österreichische Austauschschüler à la Bully Herbigs Kaiserpaar, Lockerungsübungen für das „'eulseminar“ bei Madame Heulsuse, ein Schwebegeist mit Sprachfehler und ein sächselnder Geisterjäger-Assistent, der dem Publikum schier die Lachtränen in die Augen treibt: Das Trübsal hat keine Chance bei den Rohrdorfer „Harlekids“, die in diesem Jahr mit Christina Stengers Gespenster-Märchen „Isidor wird Nachtgespenst“ über die Bühne im Turner Hölzl geistern. In der Schule von Professor Gänsenhaut stehen Isidor, Henrietta und Wunibald kurz vor ihrer wichtigen Prüfung zum Nachtgespenst. Um diese sicher zu bestehen, besorgen sie sich heimlich des Professors großes Buch der Nachtgestalten. Doch die Schummelei bleibt nicht ohne Folgen: Isidor droht schon bald in Nebel aufgelöst zu werden. Nun drängt die Zeit, schließlich dauert eine Geisterstunde nicht ewig. Und schon sind die drei Schwebegeister mitten drin im Abenteuer um eine unheimliche Burg, um einen verschollenen Schatz und um eine böse Geisterjägerin, die zum Schluss selbst in ihrem „G 2000“ hinter Schloss und Riegel landet. Mit viel Humor und Blick fürs Detail haben die Regisseurinnen Claudia Weiß-Lorenz und Xandi Fradl gemeinsam mit einer Reihe anderer dienstbarer (Technik-, Bühnen-, Masken-, Souffleusen und Kostüm-)Geister und vor allem mit einer spritzig witzigen Truppe von Nachwuchsspielern einen unterhaltsamen Theaternachmittag auf die Beine gestellt, bei dem sich auch das Publikum kräftig ins Zeug legen muss. Mit großen Augen erlebten die kleinen Premierenzuschauer mit, wie der quirlige Wunibald von Schreckenschrei, der so seine Schwierigkeiten mit dem „au“ hat, schließlich doch noch mit dem Kopf durch die Wand geht, und wie der erbarmungswürdig stotternde Oskar Schnickenpick am Ende das letzte Wort über seine Chefin, die fiese Frau Doktor Schimmelpilz, hat. Kein Wunder, dass die eigentliche Prüfungsaufgabe bei all dem Tumult auf der Strecke bleibt. Zu guter Letzt gibt’s aber nicht nur drei frischgebackene Nachtgespenster und einen wieder gefundenen Schatz. Auch kann sich der tieftraurige Totengeist Kasimir mit dem eingängigen Titel „Graf von und zu auf und unter Blauenstein“ endlich bei seiner geliebten Agatha zur Ruhe setzen. Noch zweimal, nämlich am Samstag, 11., und Sonntag, 12. Dezember, heißt es „Vorhang auf“ bei den Rohrdorfer „Harlekids“. Die Aufführungen beginnen um 16 Uhr. Dezember 2010 Bald ein 30-Meter-Mast an der Wöhrstraße?
Gemeinderat sagt "Nein" zu weiterer Mobilfunkstation an dieser Stelle - Alternativstandort angeboten Rohrdorf (pil) – Die drei Mobilfunksendeanlagen an der Wöhrstraße in Thansau bekommen möglicherweise bald Zuwachs: Auf einem angrenzenden Grundstück will die E-Plus Mobilfunk einen 30 Meter hohen Stahlgittermast für Funkantennen samt der zugehörigen Versorgungseinheiten aufstellen. Der Gemeinderat erteilte dem Tekturantrag zwar geschlossen eine Absage; allerdings besteht die Gefahr, dass das Landratsamt das Einvernehmen ersetzt. Die geplante Anlage, heißt es im Beschluss, beeinträchtige nicht nur die bestehende Wohnbebauung und störe das Landschaftsbild. Auch wirke sich die Sendestation nachteilig auf im Flächennutzungsplan als Erweiterungsflächen vorgesehene Areale aus. Allerdings, hatte Bürgermeister Christian Praxl mit Verweis auf den Landesentwicklungsplan eingangs erläutert, habe die Kommune gegen Masten bis zu einer Höhe von 30 Metern wenig Handhabe. Um die Antennenanlagen möglichst weit von den Siedlungen abzurücken, hatte die Gemeinde dem Mobilfunkbetreiber alternativ zum Standort an der Wöhrstraße ein rund 150 Meter entfernt gelegenes Grundstück am Achendamm angeboten; dorthin sollten dann auch die bereits bestehenden Anlagen umziehen und auf dem neuen Gittermast installiert werden. Bis zur Sitzung habe sich E-Plus hierzu jedoch nicht geäußert. Desweiteren stand erneut der Flächennutzungsplan auf der Tagesordnung, der jüngst auch Thema einer Besprechung des Bürgermeisters bei der Regierung von Oberbayern gewesen ist. Wie berichtet hatte die Höhere Landesplanung Einwände gegen den Umfang der geplanten Ausweisung von neuen Wohnbauflächen erhoben und wird wohl nicht von ihrer Auffassung abrücken. Deshalb soll das zuständige Planungsbüro nun ein Konzept erarbeiten, wie diese reduziert werden können. Rein rechnerisch seien für den bis zum Jahr 2025 angepeilten Bevölkerungszuwachs auf rund 6000 Einwohner etwa 15 Hektar erforderlich; im Planentwurf sind derzeit 25 Hektar vorgesehen. Um der Gemeinde aber einen gewissen Handlungsspielraum zu erhalten und zugleich die Marschroute für die fernere Zukunft aufzuzeigen, soll ein Puffer, der über das Entwicklungsziel der kommenden 15 Jahre hinausgeht, im Plan verbleiben. Hier wäre die Kennzeichnung mit einem gesonderten Planzeichen denkbar. Das in Lauterbach südlich der Kläranlage angepeilte Gewerbegebiet – dort vermisste die Landesplanung unter anderem die Anbindung an den Ort - wird unterdessen gestrichen. Im Gemeindebereich seien nach Ansicht der Genehmigungsbehörde genügend anderweitige gewerblich nutzbare Flächen – etwa durch Mischgebiete – dargestellt. Der Billigungsbeschluss für den Entwurf wurde auf die Dezember-Sitzung verschoben. Derweil gehen die Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche in Höhenmoos ihrem Ende entgegen. An den Kosten beteiligt sich die Gemeinde mit einem Zuschuss von 5000 Euro. Zudem soll geprüft werden, ob und welchem Rahmen die Ortsvereine die für den Schülertransport geleasten Busse nutzen können. November 2010 Zu mächtig für Thansau?
An der Werbetafel scheiden sich die Geister
zum BerichtAmpel soll Verkehrssituation an Einmündung entschärfen Ein Bericht und wenige Wortmeldungen
Bürgerversammlungen in Rohrdorf und Lauterbach Rohrdorf (pil) – Dass die Rohrdorfer augenscheinlich recht zufrieden mit ihrer Gemeinde sind, lässt zumindest die geringe Anzahl an Wortmeldungen bei den Bürgerversammlungen im Turner Hölzl und im Dorfhaus Lauterbach vermuten. Den Löwenanteil beider Veranstaltungen bestritt deshalb Christian Praxl mit seinem gut einstündigen Rechenschaftsbericht. Neben der Ortsentwicklung und der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans griff der Bürgermeister dabei unter anderem den Dauerbrenner Hochwasserschutz auf: So hätten die Maßnahmen an der Ache spätestens beim Dauerregen an Fronleichnam ihre Feuerprobe bestanden, als die Wassermassen wie gewünscht in den Badesee überliefen und die Feuerwehr Thansau keinen einzigen Hochwasser bedingten Einsatz zu verbuchen hatte. In einem weiteren Schritt soll das Grabensystem im Süden von Thansau ausgebaut werden. Weiterhin langfristig gesichert sei außerdem die Trinkwasserversorgung aus der Tiefbrunnenanlage Schaurain. Veränderte gesetzliche Anforderungen an Wasserschutzgebiete haben dort mit dem Auslaufen der wasserrechtlichen Erlaubnis neue Vereinbarungen mit den betroffenen Landwirten notwendig gemacht. Zudem wurde in der Hollinger Quelle, die mit 100.000 Kubikmetern Wasser rund ein Drittel des Jahresbedarfs liefere, ein neuer Quellsammelschacht eingebaut. Das Kanalnetz selbst ist angesichts der Anschlussquote von nahezu 98 Prozent derzeit zwar kaum ein Thema; jedoch stehen in der Kläranlage Bockau fürs kommende Jahr umfangreiche Arbeiten an: Die Dächer der Betriebsgebäude müssen saniert werden und erhalten in diesem Zuge ein Satteldach. In Sachen Autobahnausbau verwies Praxl auf den laufenden Planungsdialog; sieben Sitzungen hat die Landkreis-Arbeitsgruppe bislang absolviert; wobei Gemeinde und die Bürgerinitiative Rohrdorf-Achenmühle mit vereinten Kräften auf eine Variante mit beidseitigem Lärmschutz und einer Einhausung im Bereich Achenmühle pochen. Bewährt habe sich die kommunale Verkehrsüberwachung, die seit Jahresbeginn 20 Stunden pro Monat an verschiedenen Messstellen den fließenden Verkehr unter die Lupe nimmt. Bei den Radarkontrollen, betonte Praxl, gehe es jedoch nicht darum, die Gemeindekasse mit Bußgeldern aufzubessern, sondern vielmehr um den erzieherischen Effekt. Weitere Themen im Bericht waren der Kindergarten-Neubau (im Zeitplan), der Rückgang der Schülerzahlen (nurmehr zwei erste Klassen), der Jugendtreff im alten Rohrdorfer Schulhaus (mit U16-Party), die bevorstehende Eröffnung des Lebensmittelmarktes in Thansau (Mitte November), der Ausbau der DSL-Versorgung für Thansau (abgeschlossen bis Mai 2011), der Straßenbau (nach der Markusstraße könnte die Hubertusstraße die nächste Baustelle werden) sowie der große Erfolg des ersten Rohrdorfer Bauernmarktes (trotz Regens). Ebenso rührte der Bürgermeister die Werbetrommel für eine Mitarbeit bei den "Qualipaten" des Vereins "Pro Arbeit" sowie beim Ferienprogramm; im Sommer hatten insgesamt 232 Mädchen und Buben an 55 Aktionen teilgenommen. Stellvertretend für den Kämmerer gab Praxl zudem einen kurzen Überblick über Haushalt und Finanzlage der Gemeinde: Bei den Ausgaben des 14,4-Millionen-Etats fällt neben der Kreisumlage (vier Millionen Euro) und Personalkosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro vor allem der Neubau des Kindergartens in Thansau (2,4 Millionen) ins Gewicht; der hierfür eingeplante Kredit sei bislang jedoch nicht erforderlich gewesen. Auf der Einnahmenseite ist – nach dem drastischen Einbruch in 2009 – in diesem Jahr die Gewerbesteuer mit 4,2 Millionen Euro angesetzt; einen relativ konstanten Posten bildet der Einkommensteueranteil (2,2 Millionen). Mit einer Pro-Kopf-Steuerkraft von knapp 1420 Euro liege Rohrdorf nach wie vor deutlich über dem landkreisweiten Mittel (869). Und auch die Liquidität der Gemeinde sei zu jeder Zeit gegeben gewesen. Die anschließende Aussprache beschränkte sich auf einige wenige Wortmeldungen, wobei in einem Beitrag eine Begegnungsstätte für den Ortsteil Thansau angemahnt wurde. November 2010
Handlungsspielraum erhalten
Sondersitzungen zum neuen Flächennutzungsplan Rohrdorf (pil) – Wenngleich die in den Entwurf zum neuen Flächennutzungsplan aufgenommenen Wohnbauflächen nach Ansicht der Regierung von Oberbayern weit über den voraussichtlichen Bedarf hinaus gehen, hält der Rohrdorfer Gemeinderat an seiner Marschroute fest. Damit will sich die Kommune für die kommenden zehn bis 15 Jahre einen gewisses Maß an Handlungsspielraum erhalten; sie soll derzeitigen Prognosen zufolge bis zum Jahr 2025 von derzeit 5600 auf dann 6000 Einwohner anwachsen. Im Verlauf von rund sechs Stunden handelte das Gremium die Ergebnisse aus der Bürger- und Behördenbeteiligung ab, bevor der Entwurf bei drei Gegenstimmen gebilligt wurde. Nun wird das Planwerk erneut öffentlich ausgelegt. Wie ein roter Faden zog sich bei den zwei Sondersitzungen die Vorgabe des Flächensparziel durch die Abwägung der knapp 70 Bürgereinwendungen und -anregungen, die zum größten Teil auf eine zusätzliche Aufnahme einzelner Wohnbauflächen in den Vorentwurf abzielten. Entsprechend dem Ziel, die Hauptorte nach innen zu verdichten, erteilten die Gemeinderäte nach einer Grundsatzdebatte der Zersiedelung der Ortsränder eine klare Absage. Neubauflächen sollen zum Schutz der freien Landschaft an bestehende Siedlungen angebunden werden; wobei Weiler wie Schaurain und Ranhartstetten angesichts ihres baulichen Gewichts künftig als Dorfgebiet mit weiteren Bebauungsmöglichkeiten behandelt würden. Detaillierte Regelungen zu Umfang und Verlauf beispielsweise von Eingrünungen oder von Lärmschutzmaßnahmen entlang der Autobahn werden indes erst in etwaigen Bebauungsplanverfahren festgeschrieben; im Flächennutzungsplan, erläuterte Bürgermeister Christian Praxl wiederholt, seien die Entwicklungsziele nicht parzellenscharf dargestellt. Dabei stieß die Aufnahme potenzieller Wohnbauflächen in Thansau westlich der Staatsstraße bei einigen Räten auf Ablehnung. Um Bereiche der zergliederten Ortschaft langfristig zusammen wachsen zu lassen, sind dort in großem Umfang Wiesenflächen als mögliche Baugebiete vorgesehen. Ob und wie beispielsweise die Erschließung später umgesetzt werden könne, spiele in diesem Stadium noch keine Rolle, nahm der Bürgermeister dazu Stellung. Auch wurde von seiten des Bürgerblock kritisiert, dass dort einige recht umfangreiche Flächen nur weniger Eigentümer berücksichtigt worden seien, während andernorts kleinere Antragsteller nicht zum Zuge kämen. Das im Rahmen der Bürgeranhörung angeregte Areal südlich des Seniorenheims kommt hingegen aus verschiedenen Gründen - Lage im Überschwemmungsgebiet, Bestandteil des überörtlichen Grünzugs sowie unmittelbare Nähe zur Staatsstraße – nicht in Betracht. In Höhenmoos bleibt nach einer Unterschriftenaktion mit 150 Unterzeichnern der Sportplatz im Dorf; trotzdem bleibt das vormals dafür vorgesehene Areal nun doch als Option im Flächennutzungsplan. Zugleich sieht das neue ortsplanerische Rahmenwerk Erweiterungsmöglichkeiten für das ansässige Kleingewerbe vor. Weil die Höhere Landesplanung auch für Gewerbegebiete eine Ortsanbindung fordert, verzichtet die Gemeinde nun auf den zunächst angepeilten Standort im Außenbereich nördlich der Autobahnraststätte. Angesichts der Einwände aus der Bevölkerung war bereits zuvor der Vorschlag für ein Gewerbegebiet im Süden des Ortsteils Rohrdorf wieder fallen gelassen worden. Im FNP, der im letzten Schritt von der Regierung von Oberbayern genehmigt werden muss, verbleibt dagegen der Standort südlich des Bauhofs; ebenso wird das Areal bei der Kläranlage Lauterbach weiterverfolgt. In der Planung, mit der sich eine aus allen Gemeinderatsfraktionen beschickte Arbeitsgruppe gut ein Jahr befasst hat, wurden darüber hinaus die Nordumgehung für Rohrdorf sowie Landschaftsbrücken beziehungsweise Einhausungen für die Autobahn berücksichtigt. Eine Bebauung zwischen den Ortsteilen Thansau und Rohrdorf, also auch des alten Sportplatzes, ist nicht vorgesehen. November 2010
Straßenbau und Hochwasserschutz
Gemeinderat: "Routine"-Entscheidungen ohne Diskussion Rohrdorf (pil) – Ohne Diskussionen arbeitete der Rohrdorfer Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung die Tagesordnung ab. Neben dem Umbau des Gehwegs am neuen Lebensmittelmarkt in Thansau, der Vergabe von Arbeiten beim Kindergarten-Bau und zwei privaten Bauanträgen wurde unter anderem der Vorentwurf für den Bebauungsplan „HÖ 11“ Ranhartstetten behandelt. Dessen Billigung entspricht der Absicht, einige Weiler im Außenbereich im neuen Flächennutzungsplan als Misch- oder Dorfgebiet auszuweisen. Damit will man insbesondere für die junge Generation die Möglichkeit schaffen, am Heimatort zu bauen; beispielsweise lägen für den Bereich Ranhartstetten bereits zwei Bauanträge im Rathaus vor, führte Bürgermeister Christian Praxl bei der Sitzung aus. Im Zuge des Supermarkt-Baus in Thansau wird dort der Gehweg entlang der Rosenheimer Straße verlegt. Der Fußweg, der in diesem Bereich ohnehin zahlreiche Stolperschwellen aufweist, wird nun etwas vom Areal des Lebensmittelmarktes abgerückt. Ergänzend zu den geplanten Hochwasserschutz-Maßnahmen für den südlichen Ortsteil von Thansau wünscht die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt einen landschaftspflegerischen Begleitplan, in dem sowohl der Status Quo als auch mögliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dargestellt werden. Die Verwaltung soll nun entsprechende Angebote einholen. Ebenso stimmte der Gemeinderat dem neuen Konzessionsvertrag mit der Inngas GmbH für die Bereitstellung des Netzes und die Nutzung öffentlicher Verkehrswege zum Zweck der Gasversorgung zu. Dieser tritt, im Anschluss an die bestehende Übergangsvereinbarung, im August kommenden Jahres mit einer Laufzeit von 20 Jahren in Kraft. September 2010
GTEV "Achentaler": Dreschen mit Volldampf
Historisches Fest zum 75jährigen Bestehen lockt scharenweise Besucher an Rohrdorf (pil) – Ein dreiviertel Jahrhundert hat er bereits auf dem Buckel. Dass der Verein aber bis heute beileibe nicht in die Jahre gekommen ist, bewiesen die Trachtler vom „GTEV Achentaler“ am Wochenende mit einem ebenso lebendigen wie buntgemischten Jubiläumsprogramm. Im Mittelpunkt stand das historische Drescherfest, bei dem das „Geburtstagskind“ die Getreideernte von anno dazumal wieder aufleben ließ. Erfreulicherweise zeigte sich auch Petrus gnädig und schickte statt des angekündigten Dauerregens zeitweise sogar Sonnenschein. Ein Pfeifen und Zischen tönte über Festplatz, als die Dampf-Dreschmaschine – eine Leihgabe aus Umratshausen – angeworfen wurde. Im Nu war der Apparat, Baujahr 1908, umringt von zahlreichen Schaulustigen. Der Troad fürs Dreschen war einige Wochen zuvor stilecht mit einem Bindemäher geschnitten und gleich anschließend zu Garben gebunden worden. Für eine gute Portion Nostalgie rund ums Heimathaus und auf dem Areal der Montessorischule sorgten zudem rund 40 Aussteller beim Handwerker- und Brauchtumsmarkt. So konnten die Besucher unter anderem Hornschnitzer, Besenbinder, Seiler und Hufschmid über die Schulter schauen. Und selbstredend kam auch das Kulinarische nicht zu kurz. Jakob Opperer und seine Buam beispielsweise machten den Gästen die Herstellung von Sauerkraut nach Großmutter Art schmackhaft, während Maria Haimmerer Zelten ins Rohr schob. Auf einer Strohhüpfburg konnten sich zudem die ganz und die weniger Kleinen austoben.
Ihr nunmehr 75jähriges Vereinsleben haben die Trachtler in einer bebilderten Chronik festgehalten: Demnach wurden die „Achentaler“ an einem eiskalten Sonntag im Januar anno 1935 von 27 Männern unter der Leitung von Bäckermeister Franz Xaver Sanftl – er wurde später einstimmig zum Ersten Vorstand gewählt – aus der Taufe gehoben; benannt nach der Rohrdorfer Achen, die damals wie heute durchs Dorf floss. Bereits im November fand der erste Vereinsball statt. Und im selben Jahr hatte auch die neue Theatergruppe mit dem Stück „Die Leonhardifahrt“ Premiere. Die erste Fahne – sie wurde 1937 zum Preis von 440 Reichsmark angeschafft – konnte wegen der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten allerdings nur heimlich kirchlich geweiht werden. Nach dem Krieg kam das Vereinsleben nur langsam wieder in Gang. Doch 1955 richtete der Verein schließlich sein erstes Gaufest aus, an dem sich elf Musikkapellen und 45 Vereine beteiligten. Erheblich mehr, nämlich 4452 Trachtler und 544 Musikanten, waren es beim Festzug im Juli 1977, als die „Achentaler“ zum bislang größten Inngautrachtenfest mit Wertungsplatteln luden. Allein 201 Teilnehmer und 26 Mann Musik, einen Festwagen und zwei Kutschen stellte damals der Gastgeber. Seit 1983 residiert der Trachtenverein nun - nach Zwischenstationen im Gasthof Wörndl und in der ehemaligen Gemeindekanzlei über der damaligen Turnhalle - in ihrem „Achentaler Heimathaus“, einem 300 Jahre alten denkmalgeschützten Bauernhaus, das von Grasweg nach Rohrdorf versetzt worden war. Fünf Jahre später wurde hier – verbunden mit einem Drescherfest, das bäuerliche Museum eröffnet, das unter anderem eine 39bändige, von Ehrenvorstand Peter Reisner gefertigte Holzbibliothek beherbergt. Das Venezianer Sägegatter von der Hohe Asten und der ebenfalls denkmalgeschützte Dick-Stadl, den die Trachtler 2004/2005 samt Troadkasten von Sachsenkam auf das Gelände hinterm Rohrdorfer Rathaus versetzt haben, runden das Museums-Ensemble ab. Der Bauerngarten, der pünktlich zum 75jährigen Vereinsbestehen angelegt worden ist, setzt den vorläufigen Schlusspunkt der Errungenschaften. Doch tragen die „Achentaler“ mit ihren 500 Mitgliedern nicht nur mit Festen, Preisplatteln und dem Tragen von Kassettlgwand, Priener Hut und Lodenjoppe mit den sogenannten „Jaga-Tratza“ zum kulturellen Leben im Dorf bei. Auch die traditionellen Theateraufführungen sowie der Josefi- und der Kathreinshoagast und das Kirtahutschn am Stadl zählen längst zu den festen Größen im gemeindlichen Terminkalender. September 2010 Vom Fluss in die Steckdose
Tag der offenen Tür zum 50. der Inn-Staustufe Rosenheim
zum BerichtAuch künftig mit dem Bus zur Radlprüfung
Kein Übungsplatz am Turner Hölzl - Kontroverse Diskussion um Tauchclub-Vereinsheim Rohrdorf (pil) – Mit einer breiten Themenpalette befasste sich der Rohrdorfer Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung. Auf der Tagesordnung standen neben der Einrichtung eines Übungsplatzes für die Jugendverkehrsschule unter anderem die Kostenbeteiligung an der fürs kommende Jahr vorgesehenen Sanierung des Mitterwegs in Riedering sowie die Gestaltung der Urnenwand am Thansauer Friedhof. Zahlreiche Zuhörer verfolgten außerdem den Vortrag von Josef Schmid, der als Vorstand der Bürgerinitiative A8 Rohrdorf-Achenmühle über den aktuellen Stand des Planungsdialogs informierte. Für die Vorbereitung auf die Radlprüfung werden die Rohrdorfer Viertklässler weiterhin nach Raubling fahren; die jährlichen Buskosten hierfür belaufen sich auf rund 800 Euro. Aus organisatorischen Gründen hatte die Rohrdorfer Schulleiterin angeregt, auf dem oberen Parkplatz im Turner Hölzl entsprechende Markierungen anzubringen, um die Verkehrserziehung künftig dort durchzuführen. Dies lehnte der Gemeinderat angesichts von rund 5000 Euro Kosten für Markierungen und Verkehrsschilder plus Unterhalt und Anschaffung einer Lagermöglichkeit jedoch geschlossen ab. Ebenso einstimmig fiel der Beschluss für eine finanzielle Beteiligung am geplanten Ausbau des Mitterwegs, von dem auch fünf Anwesen auf Rohrdorfer Gemeindeflur betroffen sind. Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht sprachen sich die Räte dafür aus, ein Drittel der geschätzten Kosten von rund 230.000 Euro, maximal aber 70.000 Euro, zu übernehmen. Bereits bei der Sanierung des Einmündungsbereichs in die Kreisstraße im Jahr 2005 hatte Rohrdorf ein Drittel der Kosten getragen. Geteilter Meinung war das Gremium im Hinblick auf die Pläne des Tauchclubs Octopus Rosenheim. Dieser will an der Ahornstraße, auf dem Grundstück der Verbund-Innwerke zwischen dem künftigen Bootshaus des Rudersport-Club Rosenheim und dem Umspannwerk, ein Vereinsheim mit Schulungsräumen und Materiallager bauen. In der kontrovers geführten Diskussion wurde unter anderem die „Salamitaktik“ kritisiert, mit der Zug um Zug immer neue Ansiedlungen in diesem Bereich des Landschaftsschutzgebiets Inntal betrieben würden. Bei mehreren Gegenstimmen gab's schließlich seitens des Gemeinderats grünes Licht für den Antrag auf Vorbescheid; das Vorhaben wird bei der laufenden Neuaufstellung des Flächennutzungsplans berücksichtigt.
Nicht in Frage kommt derzeit die Verpachtung gemeindlicher Grundstücke für mit Rapsöl betriebene Blockheizkraftwerke. Im Rathaus, führte Bürgermeister Christian Praxl dazu aus, seien entsprechende Anfragen eingegangen: Über einen Zeitraum von 20 Jahren sollten unweit von Einspeisepunkten Container (benötigte Stellplatzfläche 60 Quadratmeter) mit einer Einspeiseleistung von 150 kW gegen eine Monatsmiete von 1000 Euro brutto aufgestellt werden. Jedoch stießen sowohl die lange Vertragslaufzeit als auch der angegebene Wirkungsgrad auf Skepsis. Auch dürften derartige Anlagen wohl nur in Gewerbegebieten betrieben werden. Keine Veränderungen sind an der Urnenwand in Thansau vorgesehen. Zwar wünschen sich dort manche Hinterbliebene eine Abstellmöglichkeit für Kerzen oder Blumenschmuck. Fotos mit Anschauungsbeispielen aus anderen Gemeinden überzeugten den Gemeinderat jedoch nicht. Lediglich im Winkel der Wandfelder sei ein Bord für eine Totenleuchte denkbar. Für die individuelle Gestaltung stünden jedoch Urnengrabfelder zur Verfügung. Eine Reihe von Bekanntgaben bildete den Abschluss der öffentlichen Sitzung: So soll der Ausbau der DSL-Breitbandversorgung für den Ortsteil Thansau noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die Prüfung der Grabsteine auf den Friedhöfen im Gemeindegebiet durch einen Sachverständigen ist mittlerweile beendet; sämtliche Mängel – die Beanstandungsquote lag bei rund vier Prozent – seien bereits behoben. Zudem wurde am Bauhof der Salzsilo, der sich etwas geneigt hatte, wieder ins Lot gebracht. August 2010 Viele Temposünden in Lauterbach
Praxl: Hohes Verkehrsaufkommen spricht für Nordumfahrung Rohrdorf (pil)– Seit Jahresbeginn nimmt der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland an bislang zwölf übers Rohrdorfer Gemeindegebiet verteilten Stationen regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen vor. Nach einwöchigen Testphasen an drei weiteren Standorten soll sich nun die Liste der Messpunkte verlängern. Binnen sieben Tagen passierten beispielsweise 16.000 Fahrzeuge den Sensor an der Simsseestraße in Lauterbach, die dort einige hundert Meter lang innerorts verläuft; beinahe die Hälfte davon war schneller als erlaubt unterwegs. Reger Verkehr wurde mit 12.800 Kfz auch in der Bahnhofstraße (ortseinwärts) registriert. Die Beanstandungsquote lag hier zwar lediglich bei fünf Prozent. Doch demonstriere das hohe Verkehrsaufkommen auf diesen Strecken nach Ansicht von Bürgermeister Christian Praxl die Notwendigkeit einer Nordumfahrung für Rohrdorf. Ein Plus von einigen Tausend Euro wirft die finanzielle Zwischenbilanz für das erste halbe Jahr Verkehrsüberwachung aus. Die Kosten für die Gemeinde ergeben sich dabei aus einem festen Satz pro Einsatzstunde und einer Fallbearbeitungsgebühr; die Bußgelder selbst fließen ohne Abzug an die Kommune. Doch solle die Verkehrsüberwachung in erster Linie einen erzieherischen Effekt haben und „nicht dazu dienen, die Gemeindekasse zu füllen“.
58 Millionen für den Umweltschutz
Zementwerk Rohrdorf: Stromerzeugung aus Ofenabwärme Rohrdorf (pil)– Aus aktuellem Anlass waren die Rohrdorfer Gemeinderäte für ihre letzte Sitzung vor der Sommerpause ins Zementwerk umgezogen: Heinrich Rodlmayr, Mitglied der Geschäftsleitung und für den Bereich Technik verantwortlich, informierte dort insbesondere über anstehende Investitionen, für die das Unternehmen unterm Strich einen Kostenrahmen von 58 Millionen Euro budgetiert hat. Lag der Schwerpunkt der vergangenen Jahre auf der Verringerung der Staubemissionen, geht es nun vorrangig darum, aus der Ofenabwärme Strom zu erzeugen.
Wurde die Abwärme aus dem Brennprozess bislang nur zu etwa einem Drittel für die Trocknung des Rohmaterials genutzt, soll ab April 2012 auch der Rest der Hitze nicht mehr ungenutzt in der Luft verpuffen, sondern mittels einer Dampfturbine in elektrischen Strom umgewandelt werden. Rund ein Drittel des eigenen Strombedarfs könne das Zementwerk dank dieses in Europa einzigartigen Abhitzekraftwerks decken und seine Energiekosten auf diese Weise gewaltig reduzieren; darüber hinaus würde der jährliche Kohlendioxid-Ausstoß um rund 31.500 Tonnen gemindert. Eine deutliche Verbesserung des Umweltschutzes - auch im Hinblick auf die ab 2011 verbindlichen NEC (National Emission Ceilings)-Höchstwerte für Stickoxide und Ammoniak - verspricht man sich in Rohrdorf zudem von der SCR-Entstickungsanlage in Reingasschaltung, der deutschlandweit ersten Anlage dieser Bauart. Im Zuge der SCR, der Selectiven Catalytischen Reduktion, werden die Stickoxide in den Ofenabgasen durch Zugabe von Ammoniakwasser mithilfe eines Katalysators zu unschädlichem Stickstoff und Wasserdampf umgewandelt. Abfallstoffe entstünden dabei nicht. „Bei erfolgreichem Betrieb – von dem wir ausgehen - wird diese Anlage infolge ihrer ,Leuchtturmfunktion' beispielgebend für viele Zementwerke in Europa sein.“, ist Rodlmayr überzeugt. In diesem Zusammenhang steht auch das dritte Vorhaben, das ebenfalls bereits im kommenden März abgeschlossen sein soll: Die Montage eines Rostkühlers am Drehrohrofen anstelle des jetzigen Satellitenkühlers soll nicht nur für eine bessere Qualität des Klinkers sorgen. Der 1300 Grad heiße Klinker fällt künftig auf eine bewegliche Rostfläche und wird durch das Einblasen kalter Luft auf eine Temperatur von etwa 100 Grad abgekühlt. Die so erhitzte Luft wird zum überwiegenden Teil in den Drehrohrofen geleitet; ein kleinerer Teil gelangt über zwei Wärmetauscher und eine neue Entstaubungsanlage in einen Abluftkamin. Die rückgewonnene thermische Energie wird der Entstickungsanlage beziehungsweise dem Verstromungssystem zugeführt. Ergänzend verwies Rodlmayr in seinem Vortrag auf Investitionen der vergangenen Jahre. So hätten neue Filteranlagen in Zement- und Kohlemühlen sowie beim Drehrohrofen den Staubgehalt der Abluft bei einem Grenzwert von 10 Milligramm pro Normkubikmeter (mg/Nm3) auf weniger als 2 mg/Nm3 gesenkt. Und dank einer Lkw-Reifenwaschanlage im Werk wird auf der Zufahrtsstraße nunmehr deutlich weniger Staub aufgewirbelt. Juli 2010 Für Haiti bis nach Hamburg gelaufen
Rohrdorfer Schüler legen sich bei Benefiztag mächtig ins Zeug
zum Bericht...Schnappschüsse im Seniorenheim
Haus "St. Anna" lädt zu Fotoausstellung ein
mehr...Volles Programm vor der Sommerpause
Gemeinderat: Kindergarten, Schülerbeförderung, Flächennutzungsplan, Aventura, Zuschussantrag Rohrdorf (pil) – Nach längerer Wartezeit steht der Abriss des Thansauer Kindergartens nun unmittelbar bevor; denn mit der Vergabe der Abbrucharbeiten sowie einer Reihe von Gewerken für den Neubau hat der Gemeinderat endgültig die letzten Tage des 35 Jahre alten Flachdachbaus an der Wacholderstraße eingeläutet. Mehrere Eltern hatten unterdessen den ausbleibenden Informationsfluss von Seiten der Gemeinde bemängelt: Bereits im April waren Krippen- und Kindergartenzwergerl in die Container umgezogen. Allerdings brachte das Genehmigungsverfahren Verzögerungen mit sich, die den Ablauf zeitlich nach hinten verschoben haben. So konnte die Submission der Angebote erst Ende Juni vorgenommen werden. Den angepeilten Fertigstellungstermin Ende Juli 2011 sieht Rohrdorfs Bürgermeister Christian Praxl aber nicht in Gefahr. Und mit den nunmehr vergebenen Leistungen von insgesamt etwa 1,8 Millionen Euro liege man gut innerhalb der Kostenschätzung des Architekten. Ein weiteres Thema bei der Sitzung, die einer Tradition folgend diesmal wieder im Zementwerk abgehalten wurde, bildete die Beförderung der Schüler aus Weilern, welche der reguläre Schulbus nicht anfahren kann. Jetzt lagen die Ergebnisse der vor einigen Wochen angekündigten Bedarfserhebung auf dem Tisch; demnach muss die Gemeinde ab Herbst für den Transport von 15 Kindern sorgen, die entweder mehr als zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen oder deren Schulweg von der Polizei als gefährlich eingestuft wurde. Zu diesem Zweck werden fürs kommende Schuljahr zwei Kleinbusse (Neunsitzer) geleast; zudem wird ein weiterer Fahrer auf 400 Euro-Basis gesucht. Bislang ist für die Fahrten leihweise der Bus des Sozialwerks auf Achse. Mit der Billigung des Vorentwurfs und dem Startschuss für Behördenbeteiligung und Bürgeranhörung hat der Gemeinderat - nach den ortsteilbezogenen Informationsabenden und einer anschließenden Klausursitzung – den neuen Flächennutzungsplan ins Verfahren geschickt. Bei einer Sondersitzung – voraussichtlich im September - werden dann die Anträge der Bürger im Einzelnen behandelt. Aber auch in dem gegen drei Stimmen verabschiedeten Entwurf hat die frühzeitige Bürgerbeteiligung bereits Niederschlag gefunden: Angesichts einer Unterschriftenaktion mit 150 Unterzeichnern wurde auf die Option verzichtet, den Höhenmooser Sportplatz auszulagern. Dagegen beinhaltet der Plan weiterhin die umstrittene Erweiterung des Dorfes nach Norden hin.
Für Kopfzerbrechen sorgt unterdessen der Abbruch der Brücke über die Rohrdorfer Achen zwischen Achenmühle und Heiglmühle. Jahrelang waren die Waldbauern über Privatgrund zu ihren oberhalb der Kreisstraße gelegenen Forsten gelangt. Vor einiger Zeit jedoch hat der Grundstückseigentümer die Brücke und damit die einzige Zufahrtsmöglichkeit abgerissen. Die Pläne der Gemeinde, stattdessen wenige Meter entfernt auf gemeindlichem Boden eine neue Brücke zu bauen, wurden angesichts von Kosten in Höhe von 77.000 Euro wieder verworfen. Eine Furt jedoch ist an dieser Stelle nicht möglich. Nun soll die Verwaltung nach Alternativen für eine praktikable und kostengünstige Überquerung des Baches suchen. Dagegen bereitet das rote X, das in den kommenden zwei Jahren an der Inntalautobahn entstehen soll, der Mehrheit des Rohrdorfer Gemeinderats offenkundig keine Probleme. Argumente wie „Das ist für Rohrdorf ohne großen Belang.“ und „Wenn nicht in Kiefersfelden, dann wird es eben auf der anderen Seite des Inn, in Tirol, gebaut.“, wurden unter anderem bei der kurzen Diskussion ins Feld geführt. Mit 14:6 fiel das Votum – quer durch die Fraktionen – schließlich recht deutlich zugunsten des geplanten Einkaufs- und Erlebniszentrums „Aventura Kiefersfelden“ aus. Im Kreise der Stadt-Umland-Gemeinden steht Rohrdorf mit seiner Haltung zu dem Millionenprojekt der Kufsteiner Firma Unterberger recht alleine da. Nicht nur Rosenheim und Raubling beurteilen das Vorhaben mehr als kritisch; so haben sich zuletzt unter anderem auch Stephanskirchen und Großkarolinenfeld im Rahmen des Raumordnungsverfahrens einer gemeinsamen, ablehnenden Stellungnahme des Stadt-Umland-Bereichs angeschlossen. Juli 2010 Schülertransport stellt Rohrdorf vor neue Aufgabe
Gemeinderat spricht sich für genaue Bedarfsermittlung aus Rohrdorf (pil) – Die Beförderung der Schulkinder aus den Außenbereichen, in denen für den regulären Schulbus keine Zufahrts- beziehungsweise Wendemöglichkeit besteht, stellt die Gemeinde Rohrdorf vor neue Aufgaben. Derzeit werden die Mädchen und Buben aus Weilern wie Hetzenbichl oder Speckbach morgens im Kleinbus des Sozialwerks ins Turner Hölzl gebracht und mittags (je nach Unterrichtsende zu zwei unterschiedlichen Zeiten) wieder retour. Rund 80 Kilometer legt der Fahrer dabei täglich zurück. Allerdings wird der Achtsitzer im kommenden Schuljahr nicht mehr ausreichen, da ab Herbst wesentlich mehr Kinder aus diesen Ortsteilen in die Schule gehen werden. Zwischen 25.000 und 50.000 Euro pro Jahr rangieren die Angebote verschiedener Unternehmen, die die Verwaltung jetzt eingeholt hat - beispielsweise für zwei Achtsitzer beziehungsweise einen 19-Sitzer (inklusive Fahrer). Zum Vergleich: Für den großen Schulbus zahlt die Gemeinde jährlich rund 70.000 Euro. Vor einer Entscheidung des Gemeinderats, wie der Schülertransport künftig gelöst wird, will man jedoch den genauen Bedarf ermitteln. Gemeinsam mit der Polizei soll geprüft werden, in welchen Fällen ein Anspruch auf Beförderung überhaupt gegeben ist, beziehungsweise wo es zumutbar ist, die Kinder bis zur nächsten Haltestelle gehen zu lassen. Gemäß der „Verordnung über die Schülerbeförderung“ ist die Kommune in der Pflicht, sobald der Schulweg für Grundschüler länger als zwei Kilometer ist. Bei besonders beschwerlichen oder gefährlichen Wegen, heißt es dort weiter, kann eine Notwendigkeit auch bei geringeren Entfernungen anerkannt werden. In einem engagierten Kurzreferat informierte die Behindertenbeauftragte der Gemeinde, Marianne Keuschnig, über Inhalt und Zielsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die im vergangenen Jahr auch in Deutschland in Kraft getreten ist. Erstmals sei damit ein Völkerrechtsdokument verfasst und ratifiziert worden, welches die vollständige Inklusion behinderter Menschen fordert; den Betroffenen über den Begriff der Integration hinausgehend also das Recht zuschreibt, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben. Dies umfasse neben dem Anspruch auf Bildung und Arbeit insbesondere das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, mahnte sie ein Umdenken in der Bevölkerung an. In der Gemeinde Rohrdorf, wo 406 Menschen – rund acht Prozent der Einwohner - einen Behindertenausweis besitzen, sei manchen Aspekten zwar bereits Rechnung getragen, verwies sie auf die Petö-Klassen, den Integrationskindergarten in Achenmühle und den barrierefreien Zugang zum Rathaus. „Aber das reicht noch nicht“. Nach wie vor machten Stufen oder Miniaturschriften auf Hinweisschildern Behinderten das Leben schwer, fehlten geeignete Arbeitsplätze. Als weiterer Beitrag Rohrdorfs zur Inklusion ist für Keuschnig beispielsweise die Einrichtung einer Wohngruppe für Behinderte denkbar. Eine Debatte entspann sich um die Jahresrechnung 2009, die dem Gremium nach der Prüfung im Ausschuss nun zur Feststellung vorlag. Der Bürgerblock kritisierte die Informationspolitik des ersten Bürgermeisters bezüglich einer Vertragsangelegenheit – Christian Praxl ist derzeit erkrankt und wurde von Vize Joachim Wiesböck vertreten – und verweigerte geschlossen die Entlastung. Wiesböck indes betonte, dass der Rechnungsprüfungsausschuss sämtliche gewünschten Unterlagen erhalten habe. Der umstrittene Punkt sei, wenn überhaupt, zudem erst für die kommende Jahresrechnung von Belang. Für Unverständnis bei manchen Eltern sorgt der Stillstand beim Kindergarten. Nun seien die Kinder zwar in die Container gezogen, jedoch lasse der Abriss auf sich warten, hatte ein Thansauer moniert. Die Ausschreibung für die Abbrucharbeiten laufe, hieß es dazu von Verwaltungsseite. „Wir sind nicht in Verzug.“, ergänzte Wiesböck. Bewegung kommt dagegen augenscheinlich in den Ausbau der Breitbandversorgung für Thansau: Die Regierung von Oberbayern hat nun den Förderungsbescheid erlassen, demzufolge die Gemeinde 44.100 Euro Zuschuss erhält. Ein Vertrag mit der Telekom sei bereits abgeschlossen; so könnten die Thansauer, je nach Standort, in absehbarer Zukunft mit einer Versorgungsrate zwischen 6.000 und 16.000 kBit pro Sekunde rechnen. In einem zweiten Anlauf will das Gremium die Sanierung des Thansauer Feuerwehrhauses in Angriff nehmen und brachte erneut die Ausschreibung auf den Weg. Das letztjährige Verfahren war mangels Angeboten aufgehoben worden. Mai 2010 Ortskerne schaffen, Grünzüge vernetzen
Informationsabende zum neuen Flächennutzungsplan der Gemeinde Rohrdorf Rohrdorf (pil) – Nach 32 Jahren und 46 Änderungsverfahren ist es für Rohrdorf an der Zeit, die künftige Entwicklung im Gemeindegebiet mit seinen fünf Hauptorten Rohrdorf, Thansau, Lauterbach, Achenmühle und Höhenmoos sowie den zahlreichen Weilern in ein neues Rahmenwerk zu gießen. Noch vor dem offiziellen Startschuss für die Aufstellung des neuen Flächennutzungsplans (FNP) samt integriertem Landschaftsplan bot sich den Bürgern nun die Gelegenheit, den Konzeptentwurf unter die Lupe zu nehmen, ihre Meinung zu äußern sowie Einwände oder Verbesserungsvorschläge zu Protokoll zu geben. Den Aufstellungsbeschluss hatte der Gemeinderat vor eineinhalb Jahren gefasst. Gemeinsam mit dem Frasdorfer Planungsbüro Wüstinger und dem Landschaftsarchitekten Rupert Schelle (Bad Endorf) wurde dann in einer Reihe von Arbeitskreissitzungen ein Entwurf erarbeitet, der jetzt bei vier, jeweils ortsteilbezogenen Informationsabenden vorgestellt wurde. Bei den Neuerungen, betonte Bürgermeister Christian Praxl wiederholt, handele es sich zunächst um Vorschläge; zudem habe man bislang weder mit Grundstückseigentümern noch mit Behörden Gespräche geführt. Als vorbereitender Bauleitplan stellt der FNP die städtebaulichen Weichen für die kommenden zehn bis 15 Jahre. Die beabsichtigte Bodennutzung (Wohnen, Gewerbe, Verkehr, Landwirtschaft etc.) wird dabei lediglich flächenhaft und nicht parzellenscharf abgebildet; konkretes Baurecht ergibt sich jeweils erst aus dem Bebauungsplan. Neben der Stärkung und der Vernetzung überregionaler, regionaler und örtlicher Grünstrukturen von Filze, Inn- und Achental und Samerberg weisen die Entwürfe mögliche Wege einer geordneten Erweiterung beziehungsweise Verdichtung der Bebauung in den einzelnen Ortsteilen und Weilern auf. Hangbereiche sollen möglichst unbebaut bleiben, begrünte Ortsränder als Übergang zur freien Landschaft gestaltet, die für Rohrdorf charakteristischen Obstanbauflächen nach Möglichkeit erhalten und Ortskerne gestärkt beziehungsweise geschaffen werden. Ebenso wurde in den Planungsvorschlag der Ausbau der Autobahn – im Bereich Achenmühle etwa mit einer begrünten Einhausung – eingearbeitet. Im Zuge des Aufstellungsverfahren waren gemeinsam mit Vertretern der Regierung von Oberbayern außerdem die bislang ausschließlich als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesenen Weiler in Augenschein genommen worden: Schaurain und Immelberg könnten demnach ebenso wie Ranhartstetten zum Dorfgebiet „hinaufgestuft“ werden, da die vorhandene Bebauung mittlerweile einen Innenbereich schaffe. In den anderen Weilern wie zum Beispiel Apfelkam sei dies aber nicht der Fall. Sie behalten den Status Außenbereich, womit die Ausweisung neuer Bauflächen ausscheide. Zum Teil auf Unverständnis stießen einige Punkte im Bereich Höhenmoos: Kritik wurde hier sowohl wegen der angepeilten Ausweitung des Dorfgebiets mit einem Wohngebiet nördlich der Kreisstraße laut, als auch wegen der Option, den Sportplatz auszulagern. Selbst Paul Unterseher senior - er war 1978 als Bürgermeister von Höhenmoos an der Aufstellung des noch gültigen Plans beteiligt gewesen – schaltete sich in die Debatte ein. Jedoch, gab Bürgermeister Praxl zu Bedenken, müsse man auch für die Jüngeren die Möglichkeit schaffen, in Höhenmoos zu bleiben, zu wohnen – und zu bauen. Das größte Entwicklungspotenzial für den Ortsteil Rohrdorf sieht Wüstingers Entwurf im Zentrum; hier könne mit einer entsprechenden Bebauung ein lebendiges Ortsbild geschaffen werden. Kopfzerbrechen bereitet allerdings die Suche nach Gewerbeflächen, beispielsweise für ortsansässige Handwerksbetriebe. So stieß das am südlichen Ortseingang anvisierte Areal bei mehreren Zuhörern auf harsche Kritik. Dagegen sei ein Gewerbegebiet nahe des Bauhofes nur mit einer – ebenso wenig unumstrittenen - Nordumfahrung möglich. Zuhörer brachten in diesem Zusammenhang eine Erweiterung des durch Autobahn, Kreis- und Staatsstraße begrenzten Ortes Richtung Westen – über die Umgehungsstraße – ins Spiel. Thansau hingegen ist mit Gewerbeflächen reichlich ausgestattet. Was der zergliederten Ortschaft allerdings komplett fehlt, ist ein Zentrum. Mit der Bebauung von bislang als Wiese genutzten Arealen könnten nach Vorstellung der Planer die einzelnen Siedlungen langfristig zu einem „kompakten Gebilde“ zusammenwachsen. Die als Wohngebiet vorgeschlagenen Flächen westlich der Staatsstraße stießen angesichts der Erschließung jedoch auf Skepsis bei den Zuhörern; zugleich wurde angeregt, den Bereich zwischen Finkenstraße und Altenheim als Entwicklungsgebiet für eine Ortsmitte in Betracht zu ziehen. Sämtliche Einwände und Anregungen aus der vorgezogenen Bürgerbeteiligung sollen nun bei der Ausarbeitung des Vorentwurfs bedacht werden, erläuterte Praxl das weitere Procedere. Dann haben neben Behörden und Trägern öffentlicher Belange die Bürger erneut das Wort. Nach der Abwägung dieser Einwände und dem Billigungsbeschluss folgt die öffentliche Auslegung. Sind danach keine wesentlichen Änderungen des Planentwurfs samt erneuter Auslegung erforderlich, kann der Feststellungsbeschluss gefasst werden; im letzten Schritt muss der FNP schließlich von der Regierung von Oberbayern genehmigt werden. Juni 2010
Chiemgauer fürs Sozialwerk
Rohrdorfer Pflegedienst erschließt neue Spendenquelle Rohrdorf (pil) – Ohne Spenden, dies zeigte der Kassenbericht von Peter Holzner, könnte das Sozialwerk Rohrdorf auch nach Anhebung der Pflegesätze seinem Leitsatz „Daheim in guten Händen“ bei weitem nicht in der gewohnten Form gerecht werden. Durch den Eintrag in die Liste der Förderprojekte beim „Chiemgauer“ hat sich der ambulante Pflegedienst nun eine weitere Quelle erschlossen. Einzelheiten über die „Parallelwährung zum Euro mit sozialem Aspekt“, über das Procedere beim 1:1-Umtausch und die Zahlungswege präsentierte Matthias Leippe bei der Jahreshauptversammlung im Hotel zur Post.
Für die nahe Zukunft strebt das Sozialwerk eine enge Zusammenarbeit mit dem Seniorenheim „St. Anna“ bei der Betreuung von Demenzkranken an. Ebenso soll die ambulante Versorgung in diesem Bereich ausgeweitet werden. In diesem Zusammenhang werden dringend ehrenamtliche Kräfte gesucht, die nach entsprechender Schulung und gegen eine Aufwandsentschädigung die zeitweise Betreuung dementer Mitbürger übernehmen und so den pflegenden Angehörigen etwas Freiraum verschaffen. Finanziell wird das Sozialwerk – neben den Pflegeeinnahmen, Mitgliedsbeiträgen und einem gemeindlichen Zuschuss – insbesondere durch Spenden von Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen getragen. Als „tollen Start ins neue Jahr“ würdigte Vorsitzende Gudrun Lohmann beispielsweise das traditionelle Benefizkonzert von Mitgliedern der Musikkapelle am Dreikönigstag. Und auch der „Weihnachtsmarkt Achenmühle e.V.“ will mit seiner Spende in Höhe von 3000 Euro ein „Zeichen der Wertschätzung“ setzen, wie Vorsitzende Kathi Schmid betonte: „Das Sozialwerk ist aus dem dörflichen Leben nicht mehr wegzudenken.“ Mit leichter Sorge beobachtet Lohmann allerdings die rückläufige Entwicklung der Mitgliederzahl: Lag diese in der Vergangenheit regelmäßig bei rund 500, ist sie inzwischen auf 475 geschrumpft. Dabei könnten Mitgliedsanträge, warb Lohmann für den nagelneuen Internetauftritt des Pflegedienstes, nun auch ganz problemlos über die Website www.sozialwerk-rohrdorf.de heruntergeladen werden. April 2010
Vorarbeiten für Kirchturm gehen weiter
Pfarrer Doll: Zuschussantrag wird wieder gestellt
mehr...Einstimmig: Haushalt ohne Kirchturm-Zuschuss
Gemeinderat erlässt Veränderungssperre für Rohrdorfer Ortskern Rohrdorf (pil) – Mit einem im Vergleich zum Vorjahr um knapp zweieinhalb Millionen Euro verminderten Haushaltsvolumen wirtschaftet die Gemeinde Rohrdorf im Jahr 2010. Da der einzige Knackpunkt, der sich im Vorfeld abgezeichnet hatte – nämlich der Zuschuss zum Neubau eines Kirchturms in Thansau – nicht in dem 14,4-Millionen-Etat vorgesehen ist, stimmte der Gemeinderat dem Zahlenwerk (rund 11,1 Millionen im Verwaltungs- und 3,3 Millionen im Vermögenshaushalt) ohne Diskussion und geschlossen zu. Die Investitionen werden in erster Linie vom Bau des neuen Kinderhauses in Thansau bestimmt, das wohl zum größten Teil über einen Zwei-Millionen-Euro-Kredit finanziert werden muss. Trotz der gewaltigen Einbrüche bei der Gewerbesteuer im vergangenen Jahr – nur 1,5 Millionen Euro sind letztlich in die Gemeindekasse geflossen, so wenig wie seit 20 Jahren nicht mehr; und die Reserven aus den vergangenen Jahren sind nunmehr aufgebraucht - sieht Kämmerer Peter Wagner die Finanzlage der Gemeinde „im grünen Bereich“. Die Gewerbesteuereinnahmen fürs laufende Jahr hat er mit 4,26 Millionen Euro angesetzt. Als weitere wesentliche Posten listete er Einkommensteueranteil (2,4 Millionen), Grundsteuer B (634.000) und Umsatzsteuerbeteiligung (483.000) auf. Die Hebesätze von Grund- und Gewerbesteuer, mit denen Rohrdorf landkreisweit am unteren Ende rangiert, bleiben indes unverändert; ebenso die moderaten Gebühren für Wasser und Abwasser. Die Ausgabenseite des Etats, von Bürgermeister Christian Praxl als „solides Zahlenwerk“ gelobt, prägen neben dem Kindergartenbau (2,4 Millionen) insbesondere die Kreisumlage (vier Millionen), Personalkosten (1,5 Millionen) sowie die Gewerbesteuerumlage (eine Million). Für den Straßenbau stehen 330.000, für den Wasserleitungsbau knapp 200.000 Euro zur Verfügung. Ungleich weiter gingen die Meinungen hinsichtlich der Veränderungssperre für den Ortskern Rohrdorf auseinander. Vor drei Jahren war die Aufstellung des Bebauungsplans RO 19 „Dorfplatz“ beschlossen worden; erste Planüberlegungen wurden jedoch nach Auskunft der Verwaltung insbesondere wegen ungeklärter Nutzungsfragen bei mehreren Grundstücken noch nicht als Vorentwurf umgesetzt. Nun liegt dem Bürgermeister zufolge ein Antrag auf Vorbescheid für eine „massive Bebauung“ im Ortskern vor. Um die Planungshoheit der Gemeinde zu sichern und den Bebauungsplan ohne zeitlichen Druck erarbeiten zu können, sprach sich die Ratsmehrheit bei fünf Gegenstimmen für den Erlass einer Veränderungssperre für zunächst zwei Jahre aus, die unter besonderen Umständen um maximal zwei weitere Jahre verlängert werden kann. Einige Vertreter des Bürgerblock kritisierten unterdessen den Erlass einer Veränderungssperre als „willkürlich“. Sie plädierten stattdessen für die Möglichkeit, das Gesuch gegebenenfalls auf dem Verwaltungsweg zwölf Monate zurückzustellen. Als eines der zentralen Themen wird den Gemeinderat in den nächsten Monaten zweifellos der neue Flächennutzungsplan beschäftigen. Jetzt liegt ein erster Konzeptentwurf vor, der als Diskussionsgrundlage fürs weitere Vorgehen dienen soll. Mit ortsteilbezogenen Informationsveranstaltungen werden außerdem die Bürger frühzeitig in die Planungen einbezogen. Unverändert bleibt mit dem neuen Rahmenwerk die knapp 30 Jahre alte Regelung zum „Bauland für Einheimische“: Wird etwa durch einen Bebauungsplan neues Baurecht geschaffen, erwirbt die Gemeinde – nach Abzug des Eigenbedarfs des Grundstückseigentümers - die Hälfte der Grundstücke zu einem Vorzugspreis; die andere Hälfte geht in den freien Verkauf. An die 150.000 Kubikmeter Trinkwasser bezieht Rohrdorf jährlich aus den drei Brunnen der Gewinnungsanlage Schaurain. Aufgrund geänderter gesetzlicher Bestimmungen seit der letzten wasserrechtlichen Erlaubnis von vor 20 Jahren müssen nun die Grenzen für das Wasserschutzgebiet Schaurain in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim neu festgelegt werden. Zur Überprüfung beziehungsweise Ermittlung der Grundwasserströme sind dort zwei zusätzliche Messstellen erforderlich; den entsprechenden Auftrag vergab der Gemeinderat an ein Rosenheimer Fachbüro. Einstimmig sprach sich das Gremium auch für eine Verlängerung beziehungsweise für die Neugestaltung eines langfristigen Mietvertrags für die Montessorischule aus, die unter anderem die beiden Schulhäuser in Rohrdorf bezogen hat. März 2010
"Wir haben Raumbedarf für vier Klassen"
Montessorischule will expandieren - Präsentation im Gemeinderat
Neben dem alten Schulhaus wurde unter anderem das einstige Postamt und die vormalige Pizzeria angemietet sowie zwei Container. Der bislang letzte große Meilenstein in der Chronik wurde im Herbst 2006 mit dem Startschuss für eine der ersten Montessori-Fachoberschulen im Freistaat gelegt. Waren es damals sieben Jugendliche, die dort ihr Fachabitur anpeilten, sind es in den beiden Fachrichtungen mittlerweile insgesamt 28. Angesichts dieser Entwicklung wurde der Gemeinde in der Faschingszeitung – in Anlehnung an die Hochschulstadt Rosenheim – sogar der Titel „Montessori-Dorf“ zuerkannt. Und die Einrichtung, in der die Elternarbeit eine tragende Rolle spielt, will weiter expandieren. Zwei weitere Klassen planen die Verantwortlichen für die Hauptschule; auch, um langfristig die FOS aus den eigenen Reihen „speisen“ zu können. Zudem seien die Container lediglich als Übergangslösung gedacht. „Wir haben Raumbedarf für vier Klassen.“, formulierte Jürgen Sauer, Vorstandsmitglied im Trägerverein, das anvisierte Ziel fürs Jahr 2013. Möglichkeiten hierfür berge beispielsweise das Gelände um den Edeka-Markt; denn mitnichten trage sich die Schule mit Umzugsgedanken. „Doch wir wollen niemanden verdrängen.“ 450 Kinder und Jugendliche würden nach der Prognose von Schulleiterin Sabine Huber die Schule im „Endausbau“ besuchen. Die Verkehrssituation beim Kriegerdenkmal allerdings, die so manchem Bürger sauer aufstößt, sorgt bereits jetzt für Kopfzerbrechen. Mit gestaffelten Abfahrtszeiten versuche man, das schultägliche „Schlange Stehen“ der Busse zur Mittagszeit zu entzerren; zudem wurden Fahrbahnmarkierungen angebracht und Lotsen eingesetzt, erläuterte Sauer auf Nachfrage eines Gemeinderats. Parallel dazu liefen Überlegungen für eine langfristige Lösung, etwa eine Verlagerung des Busbetriebs weg vom Ortszentrum. Als die wohl augenfälligsten Unterschiede zur „herkömmlichen“ Schule hob Huber die jahrgangsübergreifenden Klassen sowie die detaillierten Entwicklungsberichte anstelle von Noten-Zeugnissen hervor. Die Unterrichtsziele orientierten sich dabei stark am bayerischen Lehrplan. Das Kernstück des Schulalltags bildet die Freiarbeit, bei der das Kind entscheidet, was und wie es arbeitet. Sie wird ergänzt durch den gebundenen Unterricht und Projektarbeiten. Jedes Kind arbeitet pro Schuljahr mehrere Referate aus, die sogenannten Expertenvorträge. Und bereits ab der 5. Jahrgangsstufe stehen Betriebspraktika auf dem Programm. Den Schwerpunkt in der 9. Klasse bilden die Facharbeiten, die die Jugendlichen zum Abschluss einer Jury vorstellen. März 2010
Kirchturm erneut im Kreuzfeuer der Kritik
Gemeinderat segnet Bauantrag ab - Zweite Krippengruppe ab Herbst Rohrdorf (pil) – Für Zündstoff im Rohrdorfer Gemeinderat hat wieder einmal der Glockenturm gesorgt, den die Katholische Pfarrkirchenstiftung Thansau auf dem Kapellenberg bauen will. Mit dem Bauantrag für den umstrittenen Campanile, der letztlich bei sieben Gegenstimmen aus den Reihen von Bürgerblock und SPD abgesegnet wurde, war eine längere Debatte einhergegangen. Denn nicht nur aus gestalterischen Gründen ist der freistehende, knapp 35 Meter hohe Quader aus Stahlbeton mit einer Grundfläche von 3,8 mal 3,8 Metern und verglaster Glockenstube manchem Kommunalpolitiker ein Dorn im Auge. Insbesondere prangerte Karl Blum vom Bürgerblock erneut die geplante gemeindliche Finanzspritze an: „ein Denkmal auf Kosten der Steuerzahler“. Wie berichtet sind in der Finanzplanung fürs vergangene sowie fürs laufende Jahr Zuschüsse von jeweils 125.000 Euro für den Bau des Glockenturms berücksichtigt. Der Bauantrag allerdings, stellte CSU-Bürgermeister Christian Praxl klar, habe formal nichts mit einer späteren Entscheidung über etwaige Zuschüsse zu tun; aus monetären Gründen jedenfalls dürfe der Gemeinderat nicht einen Bauantrag ablehnen. Ebenso wenig sei aus seiner Sicht eine Vertagung des Punktes angebracht, um bei der Haushaltsklausur zunächst einen Überblick über den finanziellen Spielraum der Gemeinde zu gewinnen. Ein entsprechender Antrag von SPDler Franz Praxl fand lediglich vier Befürworter. Verärgerung beim Bürgerblock (BR) löste auch die ablehnende Haltung der Ratsmehrheit zur Mitgliedschaft der Gemeinde im Songea-Bavaria-Netzwerk um Pfarrer Xaver Komba aus; zumal das Angebot der BR-Fraktion, anstelle der Kommune drei Jahre lang Beitragszahlungen in Höhe von 100 Euro zu übernehmen, knapp keine Mehrheit gefunden hatte. Weiterhin aber werden konkrete Projekte im Süden Tansanias gefördert. So fließen nun für den Aufbau eines Krankentransportwesens 1000 Euro an den Verein unter dem Vorsitz von Altbürgermeister Fritz Tischner. Angesichts der steigenden Nachfrage vergrößert das Haus für Kinder „Heilige Familie Thansau“ sein Betreuungsangebot: Im Herbst wird dort eine zweite Krippengruppe eingerichtet; das Defizit für den laufenden Betrieb sowie die Kosten für die erforderlichen Anschaffungen (2000 Euro) übernimmt die Gemeinde. Bis zur Fertigstellung des neuen Kinderhauses, das im Frühjahr in Angriff genommen werden soll, kommt auch diese Gruppe in der Containeranlage an der Wacholderstraße unter. Diese wird demnächst erweitert; der Auszug von Krippe und Kindergarten aus dem alten Gebäude ist für die Karwoche vorgesehen. Für die „Zwergerlmühle“ in Achenmühle wurde die Übernahme eines etwaigen Defizits bis zur Höhe von 30.000 Euro bewilligt, sofern die Integrationsgruppe sowie die zusätzliche vierte Gruppe fortgeführt werden. Nicht anfreunden konnte sich das Gremium mit der Änderung des Bebauungsplans TH 21, die bei der vorangegangenen Sitzung wegen der fehlenden Nachbarbeteiligung zurückgestellt worden war. Nun lagen die Stellungnahmen von drei Betroffenen vor, die sich unter anderem gegen die anvisierte Erschließung dreier Wohnhäuser über die Weißdornstraße aussprachen. Für einen anderen Teil des Gebiets an der Rosenheimer Straße hatte der Antragsteller die Erschließung über eine Privatstraße vorgesehen. Der Änderungsantrag wurde einstimmig abgelehnt. Zu Beginn der Sitzung hatten Vertreter der Montessori-Schule ausführlich über den pädagogischen Ansatz der Privatschule sowie deren Planungen für die Zukunft informiert. März 2010
Supermarkt, Kinderhaus, Internet
Gemeinderat bringt Ausbau der Breitbandversorgung auf den Weg Rohrdorf (pil) – Supermarkt, Kinderhaus und die Breitbandversorgung für den Ortsteil Thansau waren die zentralen Punkte der jüngsten Gemeinderatssitzung in Rohrdorf. Nach langem Vorlauf lag nun der Bauantrag für einen Lebensmittelmarkt (Netto) auf dem Areal an der Einmündung Fabrik-/Staatsstraße auf dem Tisch. Einstimmig gaben die Räte grünes Licht für die Errichtung des rechteckigen Komplexes mit 770 Quadratmetern Verkaufsfläche, in dem auch ein Bäckereiladen vorgesehen ist. Dem Gebäude, das noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll, wird zudem ein Querbau für eine Bankfiliale angegliedert. Darüber hinaus sind auf dem Gelände der einstigen Lehrervilla, die vor kurzem abgerissen worden ist, 73 Stellplätze geplant. Für eine reibungslose Abwicklung des Lkw-Lieferverkehrs wird der vordere Teil der Mozartstraße auf sechs Meter verbreitert. Einmal mehr stellte Bürgermeister Christian Praxl in diesem Zusammenhang die Umgestaltung der Kreuzung am Kapellenberg in Aussicht; so habe er beim Straßenbauamt erneut eine Fußgängerampel für diesen Bereich angeregt. Der tatsächliche Bedarf werde zu gegebener Zeit wohl durch eine Verkehrszählung ermittelt. Ebenso wurde der Bauantrag für das neue Haus für Kinder an der Wacholderstraße samt Vergabe diverser Ingenieurleistungen auf den Weg gebracht. Der Grundriss des Neubaus (E plus 1) deckt sich dabei nahezu mit dem des 35 Jahre alten, ebenerdigen Flachdachbaus. Künftig wird an dessen Stelle eine Tagesstätte in Holzbauweise mit zwei flach geneigten Pultdächern und farbigen Jalousie-Elementen stehen; sie bietet Platz für insgesamt sechs Krippen- und Kindergartengruppen. Wenngleich insbesondere die Fassade der Nordseite nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß, stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag geschlossen zu.
Auf volle Zustimmung stieß das neue Domizil der derzeit 48 Hortkinder, die vor kurzem in die Grundschule auf dem Kapellenberg umgezogen sind. Ein Rundgang durch die umgestalteten, behaglich eingerichteten ehemaligen Klassenzimmer mit Ruhe- und Aktivbereichen, sowie durch Personalraum und Küche hatte den Auftakt der Sitzung gebildet. Deutliche Verbesserungen zeichnen sich auch in punkto Breitbandversorgung ab. Demnach hat die Telekom den Ausbau breitbandiger Internetzugänge für den Ortsteil Thansau – angefangen beim Gewerbegebiet Griesenholz bis hin zur Loisach- und zur Wacholderstraße - mit einer Übertragungsrate von sechs Megabit /Sekunde angeboten. Dank der Förderung über die Breitband-Initiative Bayern – 70 Prozent der sogenannten „Wirtschaftlichkeitslücke“ des Anbieters in Höhe von 63.000 Euro werden durch staatliche Gelder finanziert - kommt auf die Gemeinde Rohrdorf ein Eigenanteil von 18.900 Euro zu. Um den Bürgern möglichst flächendeckend die Möglichkeiten moderner Kommunikation bieten zu können, soll darüber hinaus ein Konzept für das übrige Gemeindegebiet mit sämtlichen Außenbereichen erarbeitet werden. Für Irritationen hatte unterdessen die beantragte Änderung des Bebauungsplans TH 21 für das Areal am südlichen Ende von Thansau gesorgt. Anstatt der bislang festgeschriebenen öffentlichen Erschließung der Grundstücke von der Rosenheimer Straße aus hat der Antragsteller in den neuen Plänen den Begriff „Privatstraße“ verwendet; es fehlte die Nachbarbeteiligung; zudem wurde die Zufahrt nun über die Weißdornstraße geführt. Die Entscheidung über den Änderungsbeschluss wurde nach kurzer Diskussion einstimmig zurückgestellt. Keinerlei Einwände gab es dagegen hinsichtlich der Lagerhalle, die die Firma Alkor auf ihrem Betriebsgelände an der Fabrikstraße errichten will. Februar 2010 Rohrdorfs First Responder ist in die Jahre gekommen
BRK-Bereitschaft kurbelt Spendenaktion für Neufahrzeug an - Trachtler-Theater als Benefizabend
Nun hat die BRK-Bereitschaft eine Spendenaktion angekurbelt, um auch künftig die Notfallhilfe zu sichern, die in der Regel fünf bis zehn Minuten vor dem Rettungsdienst am Einsatzort eintrifft und mit der medizinischen Versorgung beginnt; ein Pluspunkt, der besonders schwer wiegt, wenn für den Patienten jede Minute zählt – etwa bei einem Herzinfarkt. Neben dem eigenen Gemeindegebiet decken die Rohrdorfer dabei auch die Nachbarorte Neubeuern und Samerberg ab und damit eines der größten Einsatzgebiete im Landkreis. Bei einem Totalausfall des Autos allerdings sieht BRK-Bereitschaftsleiter Christoph Koll den Fortbestand des bisweilen lebensrettenden First Responder-Dienstes in Gefahr. Jeden Werktag von 19 bis 6 Uhr und an Sams-, Sonn- und Feiertagen rund um die Uhr übernimmt einer der zwölf Ehrenamtlichen den Bereitschaftsdienst; jährlich kommen so insgesamt 8500 Stunden zusammen. Die Helfer müssen neben einer 90-stündigen Sanitätsausbildung eine Zusatzqualifikation am AED (Automatisierter Externer Defibrillator) vorweisen. Darüber hinaus stehen regelmäßig Schulungen auf dem Programm. Für ein neues Fahrzeug fehlen, trotz großzügiger Spenden – insbesondere der Firma Schattdecor – noch rund 5000 Euro. Unterstützung für die Aktion hat außerdem der Trachtenverein "D'Achentaler" zugesichert: Die Theaterpremiere von „Der Geisterbräu“ am Samstag, 13. März, ist als Benefizveranstaltung geplant. Ebenso fließt der Erlös aus der Tombola beim Tag der offenen Tür im Therapiezirkel (ebenfalls am 13. März) in den Spendentopf. Weitere Informationen über den „First Responder“ sowie die Nummer des Spendenkontos gibt’s unter www.brk-rohrdorf.de. Februar 2010 + + + Hier geht's zur Fotostrecke vom Krönungsball 2010 + + + Supermarkt, Kinderhaus, Internet
Rohrdorfer Gemeinderat bringt Ausbau der Breitbandversorgung auf den Weg
Vom Chiemsee direkt nach San Gimignano
Neue Kunstausstellung im Haus "St. Anna" lädt zum Verweilen ein
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Gekrönte Häupter nehmen in "Pipe-Town" die Zügel in die Hand
Country-Music, Cowboys und Cancan - Gelungener Faschingsauftakt in Rohrdorf Rohrdorf (pil) - Staubmäntel, Sheriff-Sterne und Stetson-Hüte bestimmten das Bild dieses ebenso schwungvollen wie abwechslungsreichen Abends, an dem aus Rohrdorf „Pipe-Town“ wurde. In waschechter Wildwest-Atmosphäre erlebten rund 450 Ballgäste im Turner Hölzl nicht nur mit, wie das frischgekrönte Prinzenpaar - Eva I., Bezaubernde Lady von den Oberland Mountains, und Florian I., Reisender Revolverheld aus Ranhartstetten City – den Thron bestieg; sie erhielten im Zuge der mitreißenden Mitternachtsshow außerdem hautnah Einblick, was der gemeine Kuhhirte schlechterdings unter seinen Jeans trägt.
Unverkennbar atmete die Mehrzweckhalle beim rundum gelungenen Krönungsball das Flair des Wilden Westen: „Spiel mir das Lied vom Tod“ läutete den stimmungsvollen Prinzenwalzer ein, für den die Lady im dunkelroten Kleid und ihr Held im eleganten Gehrock ebenso viele Begeisterungsrufe und tosenden Applaus ernteten wie für den temporeichen lateinamerikanisch geprägten Show-Tanz. Beim Cancan blitzten zur Freude der Zuschauer Strumpfbänder aus schwarzer Spitze unter den Röcken der Gardemädchen hervor. Diese machten sich später in kesser Barmädchen-Manier im Saloon an ihre ministeriellen Kuhjungen heran; letztere den Daumen (unab-)lässig am Gürtel eingehakt. Whiskyfässer, Kummets, hölzerne Speichenräder und selbst ein Rinderschädel sorgten derweil auf der Bühne für das entsprechende Ambiente. Und was wäre der Wilde Westen ohne ein Poker-Face, das im fetzigen Showblock nicht nur musikalisch zu seinem Recht kam? Ohne Zugabe ließ das begeisterte Publikum jedenfalls weder die Regenten noch die Gardemädchen unter dem Kommando von Gardemajorin Maria Stöhr (immer mit Woody, dem kleinen Spielzeug-Cowboy aus „Toy Story“ als Maskottchen im Schlepptau) abtreten. Mit reichlich „westlicher“ Musik aus dem 20. Jahrhundert sorgte die Band-Neugründung „neBRASSka“ dafür, dass die Tanzfläche auch zwischen Inthronisationszeremoniell, Tanzdarbietungen und traditioneller Ordensverleihung nicht verwaiste. Marshal Steiner indes kam nicht umhin, die Würdenträger in das eher minder komplizierte Regelwerk des Ehrenzeichen-Tragens und die fatalen Folgen jeglicher Missachtung einzuweihen: „Wir sind immer und überall, und zwar zu dritt.“ Einen weiteren Volltreffer landete zum Abschluss des offiziellen Teils die Ministerriege, die Bernadette Schöttke unter ihre Fittiche genommen hatte. Mit reichlich Hüftschwung und rosafarbener Leibwäsche demonstrierten die Jungs dem johlenden Publikum, warum man(n) sich dem Motto „Ich will 'nen Cowboy als Mann“ folgend durchaus für ein Leben im Kreise hartgesottener Kuhhirten erwärmen kann. Für die Faschings-Truppe unter der Präsidentschaft von Bernhard Leidl geht's indes im gestreckten Galopp weiter: Bereits am Samstag, 16. Januar, steigt der Gildeball im Turner Hölzl; am Rußigen Freitag (12. Februar) steht der Powerball auf dem Programm; und am Faschingssonntag (14. Februar) macht sich der Faschingszug auf den Weg durchs Dorf, bevor zwei Tage später der Kehraus dem narrischen Treiben ein Ende setzt. Januar 2010 + + + Hier geht's zur Fotostrecke vom Krönungsball + + + Die Talsohle ist durchschritten
Warum Schattdecor der Krise auch Gutes abgewinnt - Beinahe Rekordproduktion im Oktober
zum BerichtNeue Wege mit neuem Haus für Kinder
Gemeinderat geschlossen für Holzbauweise - Innerörtliche Verkehrsüberwachung ab Januar Rohrdorf (pil) – Mit dem neuen Haus für Kinder an der Wacholderstraße beschreitet Rohrdorf neue Wege: Die Tagesstätte im Ortsteil Thansau wird das erste öffentliche Gebäude in der Gemeinde sein, das in Holzbauweise errichtet wird. Wie Geschäftsleiter Christian Schönleber mitteilte, sprach sich der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung geschlossen für die im Vergleich zu einem Massivbau rund zehn Prozent teurere Variante aus. Architekt Christian Guggenbichler stellte die Entwurfsplanung für das auf jeweils drei Kindergarten- und Krippengruppen plus erforderliche Nebenräume ausgelegte zweigeschossige Gebäude (Erdgeschoß plus erster Stock, ohne Keller) vor, das den 35 Jahre alten ebenerdigen Flachdachbau ablösen wird. Als Bezugstermin ist der Beginn des Kindergartenjahres 2011/2012 vorgesehen. Mit dem konkreten Bauantrag werden sich die Räte voraussichtlich in der nächsten Sitzung am Donnerstag, 28. Januar, befassen. Die Gartenanlage, die vor wenigen Jahren umfassend erneuert worden ist, bleibt weitestgehend erhalten, muss jedoch den Vorgaben für die Nutzung durch Kindergarten- und Krippenkinder angepasst werden. Der Umzug des Horts ins Schulhaus auf dem Kapellenberg ist für Anfang kommenden Jahres geplant, sodass Kindergarten und Krippe während der Bauphase in den Containern unterkommen. Noch eine Neuerung wird das neue Jahr bringen: Ab Januar übernimmt der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland die Überwachung des fließenden Verkehrs. In Abstimmung mit der Polizei wurden hierfür innerorts zwölf Stationen festgelegt, an denen künftig Radarkontrollen vorgenommen werden. Weiteres Thema auf der Tagesordnung war der Defizitausgleich beim Haus für Kinder „Heilige Familie“ in Thansau durch die Gemeinde: Mit dem einstimmig bewilligten Antrag auf Übernahme von 15.450 Euro blieb die Pfarrkirchenstiftung deutlich unter dem Höchstbetrag von 30.000 Euro, den der Gemeinderat fürs Kindergartenjahr 2008/2009 festgesetzt hatte. Ohne Gegenstimme passierten auch die Bauanträge zweier ortsansässiger Unternehmer, Simon Gartner (Bauunternehmen) und Wolfgang Winnefeld (Dachdecker), das Gremium. In beiden Fällen handelt es sich um die Errichtung einer weiteren Lager- beziehungsweise Lager- und Gerätehalle im Außenbereich im Rahmen einer angemessenen Betriebserweiterung. Dezember 2009 Schiffstaufe hat ein Nachspiel
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Rohrdorf: Cowboy-Monarchie mit Eva I. und Florian I.
Faschingsgesellschaft schickt Prinzenpaar samt Hofstaat in den Wilden Westen Rohrdorf (pil) – Die Pferde sind gesattelt, denn es geht westwärts. Und auch die Monarchie im „Rohrdorf im Wilden Westen“ ist gesichert: Dort haben Prinzessin Eva I., Bezaubernde Lady von den Oberland Mountains, und Prinz Florian I., Reisender Revolverheld aus Ranhartstetten City, bis zum Kehraus die Zügel in der Hand. Wenig Gutes hatten zunächst die digitalen Steckbriefe („Wanted – Dead or alive“) des Hofstaates verheißen. Doch entlarvte Hofmarschall Franz Steiner bei der launigen Vorstellung seines „Kaibitreiba“-Teams die „Gesuchten“ als durchaus umgänglichen Haufen; wenngleich mit – aus Sicht des Faschings – bisweilen obskuren Vorlieben, fürs Lesen etwa oder für den Sommer. Ungeachtet dessen laufen die Proben bei den 14 Gardemädchen, angeführt von Gardemajorin Maria Stöhr, bereits auf Hochtouren. Mit von der Parie sind außerdem: Lisa Berger, Daniela Biebl, Elisabeth Fischbacher, Katharina Fortner, Barbara Hausböck, Regina Hellthaler, Alina Holderle, Astrid Huber, Veronika Maier, Maria Pertl, Alexandra Stiller, Katharina Unterseher und Veronika Weierer. Ebenso ist das Cowboy-Kabinett der Rohrdorfer Faschingsgesellschaft (RFG) gestiefelt und gespornt; eine 13köpfige Ministerriege wird sich bis zum Aschermittwoch aller möglichen und unmöglichen Eventualitäten annehmen: Balthasar Ellmaier, Manuel Ellmaier, Wolfgang Gaßbichler, Markus Glombitza, Andreas Hainzlmeir, Markus Hainzlmeir, Martin Hefter, Richard Koll, Sebastian Pertl, Mathias Praxl, Peter Schaal, Martin Steiner und Michael Stöhr. So mancher Höfling hatte bereits vor drei Jahren mit den „Piraten der Karibik“ vorübergehend das Ruder in Rohrdorf übernommen. Unterdessen gelten die beiden Majestäten als echte Greenhorns in Sachen Fasching. Denn die Freizeit der 19jährigen Bürokauffrau Eva Tremmel und des Export-Managers Florian Hassler (27) hat sich bislang fast ausschließlich ums Handballspielen gedreht. Seit einem halben Jahr sieht das allerdings völlig anders aus: „Wir sind nur noch beim Tanzen!“ Und dies wird sich nach dem Auftritt beim Krönungsball im Turner Hölzl (Samstag, 9. Januar) kaum ändern. Schließlich bildet der nur den Auftakt für den Trail durch die Faschingssaison 2010: Bereits eine Woche später, am 16. Januar, folgt der Gildeball, und am Rußigen Freitag (12. Februar) der Powerball, bevor der Kehraus (16. Februar) dem Treiben ein Ende setzt. Zusätzlich zieht sich am Faschingssonntag (14. Februar) ein bunter Narren-Treck durch den Ort (mit anschließendem Faschingstreiben). November 2009 Verkehrssicherheit sorgt für Gesprächsstoff
Rohrdorf: Bürgerversammlung im Doppelpack Rohrdorf (pil) – Eine Bürgerversammlung im Doppelpack stand in diesem Jahr in Rohrdorf auf dem Programm. Dabei war die Verkehrssicherheit ein Thema, das bei beiden Veranstaltungen für Gesprächsstoff sorgte. Rund 140 Zuhörer nutzten in Thansau die Gelegenheit, die neu eröffnete Trattoria Sapori Antichi in Augenschein zu nehmen und zugleich – dicht an dicht sitzend - dem Jahresrückblick von Bürgermeister Christian Praxl zu folgen. Mit 90 Gästen war zwei Tage später auch der Saal im Gasthaus Kreidl in Höhenmoos gut gefüllt. Bei der gesamtgemeindlichen Veranstaltung im vergangenen Jahr hatte die Verwaltung wenig mehr als einhundert Besucher gezählt. Von umfangreichen Erneuerungen im Trinkwasserversorgungsnetz über die Sanierung des Thansauer Friedhofs und der teils recht heftig kritisierten Abholzung am Kapellenberg bis hin zur Neubelebung des Jugendtreffs in Rohrdorf und dem fortwährenden Planungsdialog für den Autobahnausbau spannte sich der Themenbogen im Bürgermeister-Bericht. Weitere Punkte waren der Ausbau der Markusstraße, die „enttäuschend“ geringe Rücklaufquote bei der Bedarfsumfrage zur Internet-Versorgung sowie die Situation in punkto Kinderbetreuung. Mit der Aufnahme in den Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland soll es künftig Temposündern im Gemeindebereich an den Geldbeutel gehen; allerdings, warnte der Bürgermeister, würden die Radarkontrollen auch vor den Tempo-30-Zonen nicht halt machen. Eine Reihe kleinerer Maßnahmen wie die Verlegung des Gehwegs vor dem Blumengeschäft und der Bau des provisorischen Fuß- und Radwegs am Kapellenberg haben die Schulwegsituation in Thansau zwar bereits stellenweise entschärft. Als neuralgischer Punkt gilt jedoch nach wie vor die Hecke am Beginn der Fabrikstraße, welche nicht nur Kindern die Sicht versperrt. Eine Versetzung der Büsche, erläuterte Praxl dazu, lehne der Grundstückseigentümer jedoch bislang ab. Was in Thansau die Staatsstraße ist die Kreisstraße in Achenmühle – beides „Rennstrecken“. Für die RO 5 wurde deshalb im Bereich des Kindergartens „Zwergerlmühle“ ein Umbau nach dem Beispiel Frasdorfs angeregt. Auch wurden Beschwerden laut über den regelmäßigen Missbrauch der dortigen Wertstoffinsel als Müllhalde. Anders als in den anderen Ortsteilen liegt in Thansau die Nahversorgung weitestgehend brach. Ob allerdings auf dem Grundstück der ehemaligen Lehrervilla tatsächlich ein Lebensmittelmarkt gebaut wird, hängt im Moment von der Discounter-Kette Netto ab. Bislang waren alle Bemühungen des Grundstückseigentümers, einen Laden-Betreiber zu finden, gescheitert. Im Falle eines Supermarkts gegenüber des Seniorenheims stellte Praxl zudem die Neugestaltung der Kreuzung am Fuße des Kapellenbergs in Aussicht. Einen Überblick über die gemeindlichen Finanzen gab Kämmerer Peter Wagner. Der Etat für 2009 umfasst ein Gesamtvolumen von 16,8 Millionen Euro, nämlich 13,8 im Verwaltungs- und knapp drei Millionen Euro im Vermögenshaushalt. Mit einem derzeitigen Fehlbetrag von 2,4 Millionen Euro ist es allerdings nicht gerade rosig bestellt um die Gewerbesteuer, wenngleich die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde mit sieben Millionen Euro ohnehin vorsichtig angesetzt worden sei. Diese Finanzierungslücke als Folge der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Absenkung der Gewerbesteuermesszahl, ist Wagner überzeugt, lasse sich jedoch durch eisernes Sparen und mit den Reserven aus den vergangenen Jahren schließen. Nichtsdestotrotz könne die Gemeinde zum Jahresende auf den niedrigsten Schuldenstand seit 30 Jahren blicken. Oktober 2009
Und nächtlich streiten die Nachbarn...
Rohrdorfer "Harlekins" servieren spritzige Boulevard-Komödie von Marisa Pilger Rohrdorf – Vom Kirchturm her schlägt's vier. Und schon geht es wieder los, das Gezeter in der Nachbarwohnung, das dem gutmütigen Thomas (Marcus Bauer) regelmäßig den Schlaf raubt. Es kommt, wie es kommen muss: Nur wenig später steht Frank (Hugo Huber) vor der Tür und bittet den eingefleischten Junggesellen in glücklicher Wochenendbeziehung („Ich wohne hier alleine – oder so.“) um Asyl – und nicht nur er.... Denn nach seinem aufdringlichen Freund trudelt auch noch dessen Frau Susanne (Heike Seidl) ein sowie Thomas' Freundin Tanja (Nicole Liegl-Meier) und schließlich seine Mutter mit ihrem „Meister Proper“. So herrscht schon bald ein reges Versteckspiel in Bett, Bad, Küche und Kleiderschrank. Mit „Immer wieder nachts um vier“ serviert die Rohrdorfer Harlekin-Komödie unter der Regie von Kurt Weiß eine spritzige Verwechslungskomödie, die von vermeintlich eindeutigen Zweideutigkeiten nur so strotzt. Situationskomik und Missverständnisse, pikant gewürzt mit Wortwitz und vielsagendem Mienenspiel, tragen ein übriges bei zu einem vergnüglichen Theaterabend rund um eine bewegte Nacht und den Morgen danach, um Fehler beim Abzählen, zu wenige Verstecke, zu viele Schlüssel und die Folgen. Einen Wermutstropfen bildeten bei der Premiere allerdings die vielen leeren Plätze im Turner Hölzl.
Überhaupt, der Egon Frantischek Posbischil: Dass er im Handumdrehen die Lacher auf seiner Seite hat, liegt nicht nur am böhmischen Dialekt, der unweigerlich an den Soldaten Schwejk erinnert. Mit Hingabe vereint Günter Schwarz in seiner Rolle feine Ironie und Schelmenhaftes mit dem Klischee vom Wohnblock-Hausmeister, in dessen Grundausstattung neben Arbeitskittel, Feinripp-Unterhemd, Schiebermütze, Generalschlüssel und Meterstab der Flachmann keinesfalls fehlen darf. So überzeugend ist sein Habitus, dass die Zuschauer allein schon bei seinem Erscheinen vor Vergnügen zu glucksen beginnen. Ganz zu schweigen vom geschichtlichen Exkurs über die Schminkgewohnheiten der Kaisers-Gattin Agrippina. Die Bilanz des turbulenten Sieben-Personen-Stücks aus der Feder von Rolf Sperling und Stefan Bermüller ist schnell gezogen: Drei glückliche Paare; lediglich der zickige Teenager Tina (glaubwürdig verkörpert von Ramona Wiesböck bei ihrem ersten Auftritt beim Erwachsenentheater) geht leer aus. Denn die erhoffte Psychotherapie muss sich das verhinderte Scheidungs-Kind angesichts der Versöhnung ihrer Eltern ebenso abschminken wie doppeltes und dreifaches Taschengeld. Doch dass das ganze Theater damit nicht vorbei ist, zeigt spätestens die Schlussszene: Vom Kirchturm her schlägt's vier. Und schon geht es wieder los, das Gezeter in der Nachbarwohnung... Oktober 2009 Hochwasserschutz für Thansau noch nicht vom Tisch
Rohrdorfer Gemeinderat stimmt weiterem Maßnahmenpaket zu Rohrdorf (pil) – Das Thema Hochwasserschutz für die Ortschaft Thansau ist auch nach dem umfassenden Ausbau der Rohrdorfer Ache nicht vom Tisch. Denn den Berechnungen der RMD Consult zufolge stünden bei einem hundertjährlichen Hochwasser (HQ100) die Siedlungen Kammeranger/Lexenfeld sowie der Bereich um den Kindergarten unter Wasser. Zwei ineinander greifende Maßnahmenbündel sollen die dort drohende Hochwassergefahr weiter eindämmen. Zum einen wird der Abfluss aus dem Bahngraben in die Ache beschleunigt; zum anderen soll der Zufluss aus den Oberläufen der Entwässerungsgräben in die kritischen Gebiete verringert werden. Einer entsprechenden Entwurfsplanung stimmte der Gemeinderat jetzt geschlossen zu und lieferte der Verwaltung damit zugleich die Grundlage für Verhandlungen mit den betreffenden Grundstückseigentümern. Demnach behindern nicht nur zwei Stege den Abfluss im Bahngraben; auch müssen die Rohrdurchlässe unter der Rosenheimer Straße im Bereich des Bahnübergangs sowie unter der Finkenstraße vergrößert werden. Darüber hinaus sollen die Verrohrungen in Wiesen und Feldern geöffnet werden, so dass ab der Eulenstraße ein offener Graben Richtung Norden verläuft, den die Landwirte dann an einer Furt mit ihren Fahrzeugen durchqueren können. Die Planung, die Bürgermeister Christian Praxl bei der jüngsten Sitzung vorstellte, sieht außerdem eine neue Rinne parallel zur Biedererstraße (Betonstraße) vor. Von dort aus soll das Wasser künftig gleichmäßig auf drei Abschnitte verteilt Richtung Thansau-Süd strömen, um den Bereich um den Kindergarten zu entlasten. Ein neues Rückhaltebecken in der Nähe des alten Sportplatzes könnte zusätzlichen Raum für 5000 Kubikmeter Wasser schaffen und damit auch die Situation an der landwirtschaftlichen Fläche südlich der Eulenstraße entschärfen, die bei langanhaltendem starkem Regen regelmäßig vollläuft. Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war der bevorstehende Umbau in der Thansauer Schule. Knapp 180.000 Euro kostet nach derzeitigen Schätzungen die Umgestaltung und Ausstattung der beiden freigewordenen Klassenzimmer für die Belange eines Horts mit bis zu 50 Kindern. Den Planungen wie auch der Vergabe der Arbeiten verweigerte einzig Rupert Stocker vom Bürgerblock seine Zustimmung; er hatte bereits den Beschluss zur Verlagerung der dritten und vierten Jahrgangsstufe nach Rohrdorf nicht mitgetragen. Erste Ergebnisse bezüglich der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans hatte die zuständige Arbeitsgruppe vorgelegt. Zunächst, erläuterte Praxl dazu, habe man die Biotopflächen erfasst sowie in den Hauptorten Thansau, Rohrdorf, Achenmühle, Lauterbach und Höhenmoos eine Bestandsaufnahme hinsichtlich der Wohn-, Misch- und Gewerbegebiete gemacht. So verfüge beispielsweise Thansau-Süd innerorts über reichlich Potenzial für eine Verdichtung; in Rohrdorf hingegen böte sich angesichts der Lage zwischen Autobahn, Staats- und Kreisstraße nur eine Entwicklung nach Osten an. Auch sei dort ein dem Zementwerk vorgelagertes kleinteiliges Gewerbegebiet denkbar. Oktober 2009
Kommt er oder kommt er nicht?
Lebensmittelmarkt für Thansau erneut Thema im Gemeinderat Rohrdorf/ Thansau – Nach dem mehrmonatigen Stillstand auf dem Gelände der ehemaligen Lehrervilla war die Nahversorgung für Thansau einmal mehr Thema im Rohrdorfer Gemeinderat. Ebenso stand unter anderem die teilweise Rückerstattung der Mehrwertsteuer für Wasserherstellungsbeiträge auf der Tagesordnung. Bereits Anfang des Jahres waren die Bäume rund um das Gebäude - darunter einige große Kastanien und Fichten - gefällt worden, was viele Thansauer auf einen raschen Baubeginn für einen Lebensmittelmarkt hoffen ließ. Ein entsprechender Bebauungsplan liegt seit Ende April auf dem Tisch. Ob sich aber gegenüber des Seniorenheims „St. Anna“ tatsächlich ein Einkaufsmarkt ansiedeln wird, ist ungewiss. In kurzen Zügen berichtete der Grundstückseigentümer Wolfgang Kupferschmied von den Bemühungen und Rückschlägen bei der Suche nach einem Betreiber beziehungsweise Pächter für einen Lebensmittelmarkt. Nun, nach neuerlicher Umplanung, habe der Marken-Discount Netto Interesse an dem Vorhaben signalisiert. Zunächst müsse sich sein Haus jedoch eingehend mit den Plänen befassen, bei denen es „noch vieles zu klären und zu ändern“ gebe, dämpfte der zuständige Expansionsleiter vorschnelle Hoffnungen. Ausschlaggebend für einen Einstieg der Discounter-Kette am Standort zwischen Bahngleis und Staatsstraße sei – abgesehen vom Preis - letztlich, ob sich dort das standardisierte Netto-Konzept umsetzen lasse, machte der Konzern-Vertreter unmissverständlich klar; zumal der dreieckige Grundstücks-Zuschnitt nicht eben optimal für das Projekt sei. In jedem Fall aber sicherte er eine rasche Bearbeitung zu. Hingegen habe ein Areal am südlichen Ortsende von Thansau, welches das Unternehmen schon vor einiger Zeit als möglichen Standort ins Auge gefasst hat, die hausinterne Prüfung bereits durchlaufen; Netto halte eine Filiale an dieser Stelle durchaus für denkbar. Für den Bürgerblock wäre dieser Standort eine gangbare Alternative, sollte sich im Ortszentrum kein Betreiber finden lassen. Ungleich weniger jedoch aus Sicht des Bürgermeisters: Neben der Lage im Außenbereich und zudem im Landschaftsschutzgebiet Inntal-Süd verwies Christian Praxl auf fehlende Erschließungsvoraussetzungen für Wasser und Kanal; auch gebe es weder eine Zufahrt auf die Staatsstraße noch eine fußläufige Verbindung zum Ort. Themawechsel: Durch eine Änderung in der Rechtssprechung des Bundesfinanzhofes (BFH) werden die Kosten für Wasserhausanschlüsse sowie die Wasserherstellungsbeiträge seit dem 1. Juli nicht mehr mit dem regulären Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent belegt, sondern wieder mit dem ermäßigten Satz (sieben Prozent). Im Zeitraum vom 12. August 2000 bis 30. Juni 2009 mussten die Gemeinden dagegen den vollen Mehrwertsteuersatz (zunächst 16 Prozent; seit 1. Januar 2007 drei Prozentpunkte mehr) erheben. Zwar besteht keine Rechtspflicht, diese Bescheide und Rechnungen rückwirkend zu ändern. Trotzdem befürwortete der Gemeinderat einstimmig, den betroffenen Hauseigentümern auf Antrag den Differenzbetrag zwischen dem bezahlten vollen und dem ermäßigten Steuersatz zu erstatten. Antragsformulare sollen den kommenden Ausgaben der Gemeindezeitung beigelegt werden. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2010. Als Bagatellgrenze setzte das Gremium einen Betrag von zehn Euro fest. Die zurückgezahlten Beträge wiederum erstattet das Finanzamt an die Gemeinde. Aus Gründen der Gleichbehandlung aller Musikschulen und -schüler lehnte das Gremium geschlossen einen Antrag der Musikschule Rosenheim ab. Die Einrichtung hatte um die Übernahme des Defizitbetrages für Schüler aus dem Gemeindebereich Rohrdorf in Höhe von 4600 Euro ersucht und wollte im Gegenzug auf den Aufschlag für Auswärtige verzichten. Breiten Raum wurde bei der Sitzung darüber hinaus dem Verein „FortSchritt Rosenheim e.V.“ gewährt, der das deutschlandweit einzigartige Petö-Schulprojekt vorstellte . September 2009
Strom aus Abwärme - "Projekt mit Vorbildcharakter"
Staatssekretärin Melanie Huml zu Besuch im Zementwerk Rohrdorf (pil) – Mit dem Vorhaben, aus der Abgaswärme der Drehrohrofenanlage elektrischen Strom zu erzeugen, „setzt das Rohrdorfer Zementwerk ein Zeichen“. So formulierte es jedenfalls Melanie Huml, Staatssekretärin im Bayerischen Umwelt- und Gesundheitsministerium, als sie sich an Ort und Stelle über die europaweit einzigartige Anlage informierte, die 2011 in Betrieb gehen soll. Die Visite stellte gleich in doppelter Hinsicht eine Premiere für die 34jährige CSU-Politikerin und approbierte Ärztin dar: Nicht nur war die Fränkin das erste Mal in Rohrdorf zu Gast; auch hatte sie in ihrer knapp einjährigen Amtszeit bis dato nicht hinter die Kulissen eines Zementwerks geblickt.
Rund ein Viertel des eigenen Strombedarfs könne das Zementwerk durch die Eigennutzung der Abwärme decken und auf diese Weise seinen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß jährlich um mehr als 16.000 Tonnen reduzieren. Mit der rund 18,3 Millionen Euro teuren Anlage zeige die Zementindustrie einmal mehr ihre Risiko- und Innovationsfreudigkeit. Diese sowie den „Vorbildcharakter des Projekts“ würdigte Huml bei ihrem Rundgang durchs Werksgelände. Schließlich komme die Steigerung der Energieeffizienz nicht nur Umwelt und Klima zugute, sondern helfe zugleich, Geld zu sparen; eine oftmals „verkannte Ressource“, die das Zementwerk zu nutzen wisse. Um diese fortan flächendeckend gezielt ausschöpfen zu können, werde derzeit der „Energie-Atlas Bayern“ erarbeitet, eine Gesamtschau über die „natürlichen“ erneuerbaren Energien (Sonne, Wind) sowie über andere vorhandene Potenziale, etwa in Form von Abwärme aus industriellen Prozessen. Zudem habe der Freistaat seit 1990 erneuerbare Energien und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz mit mehr als 500 Millionen Euro gefördert: Mit einem spezifischen CO2-Ausstoß von 6,7 Tonnen pro Kopf und Jahr liege Bayern weit unter dem Bundesdurchschnitt (9,8 Tonnen). Und diesen, so Huml weiter, wolle man bis zum Jahr 2020 auf „deutlich unter sechs Tonnen“ senken, die Energieproduktivität dagegen um 30 Prozent steigern. Der Klimaschutz, ist sie überzeugt, eröffne bayerischen Unternehmen auf dem Sektor der Energie- und Umwelttechnologien neue Märkte und Zukunftsperspektiven. September 2009 Es bleibt dabei: 3. und 4. Klasse ziehen um
Abschließendes Gespräch mit Bürgermeister und Elternvertreter - Kritik an Informationspolitik
zum Bericht
Zufahrtsstraße im Kreuzfeuer der Kritik
"Erbstück" im Griesenholz bereitet Rohrdorfer Gemeinderat wenig Freude Rohrdorf (pil) – Mit einem „Erbstück“ aus der vergangenen Wahlperiode musste sich der Rohrdorfer Gemeinderat befassen, nämlich mit der Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans TH06 im Gewerbegebiet „Am Griesenholz“ und, damit verbunden, mit der 44. Änderung des Flächennutzungsplanes. Im Kreuzfeuer der Kritik stand dabei die Zufahrt zu dem Gelände, das die Firma Kathrein oberhalb des Werks IV für eine Betriebserweiterung erworben hat. Die verkehrliche Erschließung des Areals, derzeit noch eine Wiese, soll in der Verlängerung der Sebastian-Tiefenthaler-Straße mehr oder weniger durch die grüne Natur gelegt werden. Im Rahmen der Anhörung sind hierzu umfangreiche Einwände nicht nur aus naturschützerischer Sicht erhoben worden; von der „Vernichtung eines Kleinods“ war etwa im Ratsgremium die Rede. Anlieger befürchten für die Zukunft zudem einen regen Verkehr über die Sebastian-Tiefenthaler-Straße, die derzeit als Sackgasse endet und dann durch ein Waldstück fortgeführt werden soll. Bislang verläuft dort lediglich ein gemeindlicher Feldweg.
Weniger Kopfzerbrechen bereitete der Antrag auf Vorbescheid der Firma Alkor. Sie will auf ihrem Betriebsgelände an der Fabrikstraße, im Anschluss an die bestehende Siloreihe, zwei 21 Meter hohe Granulatbehälter aufstellen. Unter der Maßgabe, dass die Befüllung zu „normalen Betriebszeiten“ erfolge, gab der Gemeinderat grünes Licht für das Vorhaben. Nach dem Kammeranger und dem Bereich Fabrik-/ Erlenstraße bekommt der Ortsteil Thansau eine weitere Tempo 30-Zone. Diese umfasst neben der Neubeurer Straße bis zum Ortsende die Wohngebiete im Brand sowie die Bereiche um die Sanddorn-, die Wacholder- und die Weißdornstraße. Auf die mit der Ausweisung einhergehende neue Vorfahrtsregelung „Rechts vor Links“ wird eine gesonderte Beschilderung ein halbes Jahr lang aufmerksam machen. In wie weit in der Zukunft dort auch bauliche Veränderungen vorgenommen werden, um den Charakter einer 30er-Zone optisch zu unterstreichen, ist noch offen. Juli 2009 Hoffen auf die dritte Klasse
Thansauer Eltern-Interessengemeinschaft lud zum Runden Tisch
zum BerichtViel Arbeit und erste Erfolge
"Bürgerinitiative A8 Rohrdorf - Achenmühle" zieht Zwischenbilanz Rohrdorf (pil) – Bewegte Monate liegen hinter der „Bürgerinitiative A8 Rohrdorf - Achenmühle - für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde“. Anhand von 16 Stationen skizzierte Vorstandssprecher Josef Schmid in seiner Zwischenbilanz die Anfänge und Aktivitäten der Gruppierung nach, die ein halbes Jahr nach ihrer Gründung bereits einen greifbaren Erfolg zu verbuchen hat: Der Bereich Achenmühle mit seiner Kessellage und der unmittelbar bis an die Autobahn heranreichenden Wohnbebauung, mit den schlechten Untergrundverhältnissen hinsichtlich der erforderlichen Böschungsarbeiten und der landschaftlich äußerst sensiblen Lage am Eingang zum Chiemgau wurde an oberer Stelle als Problemschwerpunkt anerkannt. Den geforderten Grünbrücken räumt er, unter anderem mit Verweis auf den „Berlinflug“, den Besuch mit Vertretern der Rohrdorfer und der Frasdorfer Initiative sowie den beiden Bürgermeistern im Bundesverkehrsministerium, durchaus reelle Chancen ein, sofern alle „an einem Strang ziehen“. Denn diese Entscheidung müsse auf der politischen Ebene fallen. Immerhin, fügte Schmid an, stelle die A8 eine im Bundesfernstraßennetz landschaftlich einmalige Ost-West-Verbindung parallel zu den Alpen dar. Für die Rohrdorfer Gruppierung geht indes die eigentliche Arbeit jetzt erst los: Sie stellt zwei Mitglieder in der Landkreis-Arbeitsgruppe, die vor kurzem ihr erstes Treffen absolviert hat, und will auf diesem Wege ihre Argumente und Forderungen in die Ausbauplanung für die Salzburger Autobahn einbringen. Das Planfeststellungsverfahren, so Schmid weiter, ruhe derzeit und werde erst fortgesetzt, wenn die Ergebnisse aller drei Arbeitsgruppen (Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land) vorlägen. Der Abschluss des Planungsdialogs werde für Ende 2010 erwartet. In seinem Rückblick ließ Schmid die Vorstellung bei der Autobahndirektion Südbayern Anfang Dezember ebenso Revue passieren wie die gut besuchte Informationsveranstaltung im Januar. In der Folgezeit standen darüber hinaus diverse Treffen mit Kommunal- und Bundespolitikern auf dem Programm, ebenso die Ausbaukonferenz in Traunstein. Zudem hatten auf Enteignungs- und Entschädigungsrecht spezialisierte Juristen bei zwei Anliegerversammlung die Materie für die betroffenen Grundstückseigentümer griffig aufbereitet. Die nächsten Termine stehen bereits an für die Bürgerinitiative, die den geplanten sechsspurigen Ausbau mitträgt und für die zugleich neben dem nachhaltigen und zukunftsorientierten Immmissionsschutz die größtmögliche Schonung des Landschaftsbildes oberste Priorität hat: Für Donnerstag, 6. August, plant Karin Roth, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, einen Besuch in der Region. Tags darauf hat der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages sein Kommen angekündigt. Für beide Ortstermine appelliert Schmid an die Bürger, rege Präsenz zu zeigen. Juli 2009 Vereinsförderung auf dem Prüfstand
Finanzausschuss will Ausgaben um ein Fünftel reduzieren Rohrdorf (pil) - Die finanzielle Unterstützung von Vereinen und anderen Organisationen stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Rohrdorfer Finanzausschusses. Dieser will künftig vornehmlich konkrete Vorhaben ganz gezielt bezuschussen und von der Förderung laufender Aktivitäten Abstand nehmen. Zwei eng bedruckte DIN-A4-Blätter umfasst die Aufstellung der mehr als hundert Einrichtungen, die in den Genuss gemeindlicher Geldmittel in Form von Spenden, Zuschüssen oder Mitgliedsbeiträgen kommen. Die Palette der Institutionen reicht dabei von den örtlichen Sportvereinen und dem Wiesn-Express über das Rosenheimer Anti-Drogen-Modell und den Verein Pro Arbeit bis hin zum Bund Naturschutz, zum Landesverein für Heimatpflege und zur Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Alles in allem hat die Gemeinde im vergangenen Jahr rund 51.000 Euro an Einrichtungen im Gemeindegebiet verteilt; gut 16.000 Euro sind darüber hinaus an außerörtliche beziehungsweise überregional tätige Organisationen geflossen. Nun will sich der Ausschuss ans „Ausmisten“ machen, mit dem Ziel, die Ausgaben um ein Fünftel herunterzufahren. Den sozialen Bereich werde man bei dem Streichkonzert aber in jedem Fall mit viel Fingerspitzengefühl behandeln. Vor diesem Hintergrund lehnte der Ausschuss auch das allgemein gehaltene Zuschuss-Ersuchen des Fischereivereins Rohrdorf für seine Jugendarbeit ab. Grünes Licht gab's hingegen für den Antrag der Katholischen Dorf- und Betriebshilfe, die im vergangenen Jahr insgesamt 280 Stunden im Gemeindegebiet im Einsatz gewesen ist. Die Einrichtung unter der Trägerschaft des Bayerischen Bauernverbandes und des Caritasverbands Bayern steht Familien auf dem Lande in sozialen und betrieblichen Notlagen – etwa bei Krankheit – zur Seite. Ein neues Zahlungsmodell greift fortan bei den Sportvereinen. Einstimmig votierte der Ausschuss für einen pauschalen Zuschuss, dessen Höhe sich zunächst aus dem Durchschnitt der Zahlungen der vergangenen drei Jahre ergibt. Bereits seit 2006 wird die staatliche Sportförderung in Form der sogenannten Vereinspauschale ausbezahlt. Grundlage hierfür ist die Summe der Mitgliedereinheiten, die sich – mit unterschiedlicher Gewichtung - aus der Zahl der gültigen eingesetzten Übungsleiterlizenzen und der Vereinsmitglieder in den verschiedenen Altersklassen ergibt. Die Höhe des gemeindlichen Zuschusses hingegen hatte sich weiterhin nach der Summe der geleisteten Übungsleiterstunden (à zwei Euro) gerichtet und lag beim TSV Rohrdorf-Thansau, dem mit Abstand größten Sportverein in der Gemeinde, für 2006 bei knapp 5800 Euro. Eine Entscheidung über die Förderung von privatem Musikunterricht im Hinblick auf die Gastbeiträge an Musikschulen wurde zurückgestellt; das Thema, kündigte Bürgermeister Christian Praxl an, soll Ende des Monats bei der nächsten SUR-Sitzung (Stadt-Umlandbereich Rosenheim) auf den Tisch kommen. Juli 2009 Widerstand gegen Schüler-Umzug
Thansauer Eltern stoßen Unterschriftenaktion an - Treffen am Runden Tisch
zum Bericht
35 Jahre alt, marode und viel zu klein
Gemeinderat gibt grünes Licht für neues Kinderhaus in Thansau Rohrdorf (pil) – Mit der Vergabe der Planungsarbeiten für ein sechsgruppiges Kinderhaus sind die Tage des 35 Jahre alten Flachdachbaus an der Wacholderstraße gezählt. Ersten Schätzungen zufolge wird der Neubau in Thansau etwa 2,6 Millionen Euro kosten. Darüber hinaus beschloss der Gemeinderat mit einer Gegenstimme die bereits in der vergangenen Sitzung angekündigte Verlegung der dritten und vierten Klasse vom Kapellenberg ins Turner Hölzl ab dem kommenden Schuljahr. Bei einer Ortsbesichtigung hatten sich die Gemeinderäte ein Bild gemacht vom Zustand des nicht unterkellerten, für vier Gruppen ausgelegten Kindergartens „Heilige Familie“, der seinerzeit in Systembauweise errichtet worden war. Nach Ansicht von Architekt Christian Guggenbichler wäre nun zumindest eine äußerst aufwändige Generalsanierung fällig; in jüngster Vergangenheit mussten bereits diverse Reparaturen und Umbauten vorgenommen werden. Darüber hinaus platzt die Kita, die neben Kindergarten (drei Gruppen) auch Krippe (eine Gruppe) und Hort (derzeit 42 Kinder) beherbergt, aus allen Nähten. Als Notbehelf wurden Container aufgestellt, für die die Gemeinde nach Angaben von Bürgermeister Christian Praxl monatlich knapp 6000 Euro Miete berappen muss. Und angesichts der Anmeldungen fürs neue Kindergartenjahr sei beileibe keine Entspannung der Raumsituation in Sicht, ergänzte Leiterin Birgit Kreipl. Großen Wert legt das Gremium daher auf eine zügige Planung und einen Baubeginn bis April des kommenden Jahres. Die Außenanlagen sollen dabei möglichst erhalten bleiben; die Fertigstellung ist für 2011 angepeilt. Eine gegenläufige Entwicklung zeichnet sich unterdessen für die Schule ab: Drei der bislang insgesamt zwölf Klassen werden in der Gemeinde bis 2013 vermutlich wegfallen. Während der Hort, weiterhin unter der Trägerschaft der katholischen Kirche, in die freiwerdenden Räume der dritten und vierten Klasse umzieht, werden die Krippen- und Kindergartenzwergerl für die Zeit der Bauphase in den Containern betreut. Mit einer Verlagerung lediglich der vierten Klasse konnte sich die Ratsmehrheit ebenso wenig anfreunden wie mit der Einrichtung eines Horts in Rohrdorf. Auf jeden Fall aber will man zumindest für die ersten zwei Jahrgangsstufen die Dorfschule am Kapellenberg erhalten. Bereits jetzt führen die größeren Grundschüler zu Fachstunden wie Sport oder Handarbeiten ins Turner Hölzl und verbrächten dabei meist die Pausen im Schulbus, hielt Rektorin Beate Irle den Bedenken und Einwänden gegen den Umzug von Elternseite entgegen. Auch stünden in Rohrdorf mit dem Musiksaal und dem Handarbeitsraum vollwertige Klassenzimmer zur Verfügung. Weiter vorangetrieben wird der Hochwasserschutz für Thansau-Süd. So soll die Ingenieurgesellschaft RMD Consult die Planung für die Verbesserung des Abflusses im Gebiet Kammeranger/Lexenfeld sowie für zusätzliche Rückhaltebecken im Oberlauf der Entwässerungsgräben in Angriff nehmen. Die finanzielle Situation der Gemeinde beleuchtete unterdessen Kämmerer Peter Wagner. Wenngleich die weltweite Wirtschaftskrise auch vor Rohrdorf nicht halt macht, besteht nach dessen Ansicht derzeit „kein Grund zur Sorge“. Sollte die Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen im weiteren Jahresverlauf gemäß den Erfahrungen ausfallen, könne die Gemeinde den Haushalt zum Jahresende „ohne Kreditaufnahme schultern“, verdeutlichte Wagner nach der Sitzung. Einen Nachtragshaushalt hält er, ebenso wie eine Haushaltswirtschaftliche Sperre, im Moment für nicht erforderlich. In jedem Fall aber müsse man „mit dem Geld haushalten“. Sechs Jahre nach dem Startschuss wird die Postfiliale in der Bäckerei Gredler in Rohrdorf zu einem Verkaufspunkt herabgestuft; ab Mitte Oktober können Kunden dort nurmehr Briefmarken kaufen aber beispielsweise keine Pakete mehr abgeben. Post-Pressesprecher Klaus-Dieter Nawrath begründete diesen Schritt mit der geringen Nachfrage nach postalischen Dienstleistungen. Im Rahmen des Mobilen Postservice könnten die Kunden Briefe und Packerl aber künftig dem Zusteller mitgeben. Zudem stehe weiterhin das volle Angebot der Filiale im Ortsteil Thansau zur Verfügung. Zu weiteren Feldgeschworenen, gewissermaßen den „Hütern“ der Grenzen und Abmarkungen im Gemeindegebiet, wurden Stefan Glombitza und Hans Reck gewählt. Die ehrenamtlichen Feldgeschworenen wirken unter anderem bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen durch die Vermessungsämter mit und werden auf Lebenszeit gewählt und vereidigt. Juli 2009 Stühlerücken am Kapellenberg und kommunale Verkehrsüberwachung
Aus der Sitzung des Gemeinderats - Drastischer Rückgang der Schülerzahlen erwartet Rohrdorf (pil) – Der für die kommenden Jahre erwartete drastische Rückgang der Schülerzahlen wird möglicherweise bereits im Herbst für Stühlerücken am Kapellenberg sorgen und könnte zugleich den erforderlichen Neubau des Kindergartens an der Wacholderstraße organisatorisch erleichtern. Weiteres Thema bei der jüngsten Sitzung des Rohrdorfer Gemeinderats war die innerörtliche Verkehrsüberwachung: Bei sechs Gegenstimmen sprach sich das Gremium dafür aus, einen Aufnahmeantrag beim Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland zu stellen. Bis zum Schuljahr 2013/2014 werden den Ausführungen von Bürgermeister Christian Praxl zufolge insgesamt drei der bislang fünf Klassen wegfallen. Bereits nach den Sommerferien sollen nun die dritte und vierte Klasse nach Rohrdorf umziehen; zumal der Verbleib der Petö-Kinder im Turner Hölzl – der Modellversuch endet im Juli - noch ungeklärt sei. Die „Neuen“, erläuterte Rektorin Beate Irle, könnten mit wenig Aufwand im Handarbeitsraum und im Musiksaal untergebracht werden. In Thansau lernten ab Herbst demnach nurmehr die Erst- und Zweitklassler, während der Hort die dann leer stehenden Klassenzimmer nutzen könnte. Hintergrund der Überlegungen ist der dringend erforderliche Neubau des Kindergartens „Heilige Familie“, der zudem die Funktionen von Hort und Krippe erfüllt. Der gut 30 Jahre alte Pavillon aus Fertigteilen ist an allen Ecken und Enden baufällig und platzt zudem aus allen Nähten; mehrere Gruppen sind wegen Platzmangels in Containern untergebracht. Zeitgleich mit der Verlagerung der Schulkinder sollen die Planungen für ein zweigeschossiges Gebäude an der Wacholderstraße anlaufen, das bis 2011/2012 fertiggestellt sein könnte. Während der Bauphase würden die Zwergerl in Containern betreut. Im Vorfeld will man zudem abklären, ob seitens der Unternehmen im Ort Interesse an der Angliederung eines Betriebskindergartens bestehe. „Abzocke“ oder sinnvolle erzieherische Maßnahme? Über die Notwendigkeit des Beitritts zum Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland, der derzeit insgesamt 57 Städte und Gemeinden zwischen Ammersee und Chiemsee betreut, herrschte im Gremium geteilte Meinung; in der Bevölkerung wird bereits seit Jahren immer wieder der Ruf nach mehr Radarkontrollen laut. Über die Einrichtung – eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bad Tölz - will die Gemeinde den fließenden Verkehr verstärkt ins Visier nehmen und Temposünder zur Kasse bitten. Eine Präsentation lieferte den Räten vorab Informationen über die Rahmenbedingungen einer Mitgliedschaft. So berechnen sich die Kosten für die Gemeinde aus einem festen Satz pro Einsatzstunde und einer Fallbearbeitungsgebühr; die Bußgelder selbst fließen ohne Abzug an die Kommune. Sämtliche Messstellen für die Radarkontrollen werden in Zusammenarbeit mit der Polizei festgelegt; Überwachungsumfang und - zeiten gibt die Gemeinde vor. Über den Aufnahmeantrag Rohrdorfs hat nun die Verbandsversammlung zu befinden. Für Unmut sorgte ein Antrag des Fischereivereins auf Kostenübernahme für die Überdachung der Garage am Thansauer Badesee über zunächst 4200 Euro. Eine zusätzliche Kostenaufstellung sei entgegen der Ankündigung des Vereins bis zur Sitzung nicht bei der Gemeindeverwaltung eingegangen. Mit der Bewilligung eines einmaligen Zuschusses von 4000 Euro – auszuzahlen nach Fertigstellung der bereits vor längerem vereinbarten Arbeiten - zog der Gemeinderat einen Schlussstrich unter die Angelegenheit. Neben der Ausschreibung für den Stromlieferungsvertrag für den Zeitraum 2010 bis 2013 und der Vergabe von Teerarbeiten im Rahmen der Straßensanierung stand in Rohrdorf erneut der Autobahnausbau auf der Tagesordnung. Knapp aber umfassend informierte Praxl das Gremium über die Ergebnisse der Ausbaukonferenz in Traunstein, an der neben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann Bürgermeister und Abgeordnete aus der Region sowie Vertreter von Behörden, Verbänden und Bürgerinitiativen teilgenommen hatten. Über landkreisbezogene Arbeitsgruppen für Rosenheim, Traunstein und das Berchtesgadener Land werden nun auch die Anrainergemeinden in die Planung einbezogen. Die Teams sollen sich eingehend mit den jeweiligen Problembereichen entlang der Strecke Rosenheim-Piding befassen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln; das Planfeststellungsverfahren wird für die Ergebnisse offen gehalten. In jedem Fall will Praxl die „Bürgerinitiative A8 Rohrdorf-Achenmühle“ mit ins Boot holen, die einen nachhaltigen Lärmschutz sowie den weitestgehenden Erhalt des Landschaftsbildes am Eingang zur Tourismusregion Chiemgau in Form von Grün- beziehungsweise Landschaftsbrücken anstrebt. Allerdings seien Einhausungen nicht die von den Planungsbehörden bevorzugte Alternative. Trotzdem ist Josef Schmid, Vorsitzender der Bürgerinitiative, durchaus zufrieden mit den Ergebnissen der Konferenz: Mit Sitz und Stimme in der Arbeitsgruppe kann die Bürgerinitiative die weitere Planung mitgestalten; zudem, erklärte er am Rande der Gemeinderatssitzung, wurde Achenmühle mit seiner engen Tallage und der Wohnbebauung bis dicht an die Autobahn als Problempunkt erkannt und öffentlich dargestellt. „Auf dieser Basis beginnt nun die eigentliche Arbeit“. Juni 2009
Dornenreiches Hobby trägt prächtige Blüten
Rohrdorfer hegt und pflegt mehr als 1500 Kakteen von Marisa Pilger Rohrdorf – Es ist ein stachliges, oder – spitzfindig und botanisch richtig ausgedrückt - ein dornenreiches Hobby, das Hubert Gann seit nunmehr 40 Jahren pflegt. Im Grunde genommen hatte der Rohrdorfer „schon immer Spaß“ an Kakteen. Doch dann lernte er durch einen Bekannten deren unvergleichbare Artenvielfalt in Mexiko schätzen und lieben. „Und das hat mich nicht mehr so recht losgelassen.“, erinnert sich der 78jährige an die Anfänge seiner Sammelleidenschaft. Im Wohnzimmer haben Ariocarpus und Co allerdings längst keinen Platz mehr: Schließlich ist Ganns Kollektion im Laufe der Jahrzehnte auf 1500 bis 2000 Exemplare angewachsen. Auch der Anbau im ersten Obergeschoss, ausgestattet mit Ventilator und thermostatgesteuerter Heizung, reichte bald nicht mehr aus, und selbst das Glashaus im Garten musste erweitert werden, um den aberhunderten von Kakteen und Sukkulenten ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Die Palette an Arten und Gattungen ist groß, die Gann dort beherbergt: Vom Regenbogenkaktus bis zur Affenschaukel, von der Warzenkaktee Mammillaria bis zum gerippten Stenocactus – die Vielfalt auf den fahrbaren Tischen und Regalen eröffnet sich dem Laien erst bei genauerem Hinschauen. Exemplare der meskalinhaltigen Lophophoren-Art Peyotl, des „Rauschgiftkaktus“, fehlen ebenso wenig wie die Espostoa, jene Säulengewächse, aus deren watteartiger Behaarung die Peruaner einst Bettunterlagen fertigten. Ganns erklärte Favoriten aber sind der Thelocactus mit seiner bunten Bedornung und die ursprünglich im Hochland Mexikos beheimateten Astrophyten. Diese kommen beinahe einem Barometer gleich. Denn stehen alle zur gleichen Zeit in voller Blüte, „wird das Wetter schlecht“.
Täglich inspiziert der Rohrdorfer seine umfangreiche Sammlung, topft um, pfropft, sät aus oder bestäubt seine Pflanzen mit dem Pinsel. Und gegossen wird „nur mit Regenwasser“. Auf diese Weise hat sich Gann zumindest einen kleinen Querschnitt der Kakteen-Vielfalt Süd- und Mittelamerikas herangezogen; die Ausfuhr dieser Pflanzen ist gemäß des Washingtoner Artenschutzabkommens von 1984 streng verboten. Weitere Möglichkeiten, neue Mitglieder aus der Familie der Cactaceae zu erstehen, Pflegetips einzuholen und Erfahrungen auszutauschen bieten zudem die Kakteenfreunde Rosenheim. Jeden Monat treffen sich die „Kakteerianer“ im Happinger Hof; Gann fungierte acht Jahre lang als Kassier der Ortsgruppe, die 1967 gegründet wurde und rund 60 Mitglieder zählt. Darüber hinaus stehen Vortragsabende und Ausflüge auf dem Programm, sowie alle zwei Jahre das traditionelle Grenzlandtreffen. Hand in Hand mit seinem Faible für die Kakteenzucht geht bei Gann die Begeisterung für Mexiko. Das Land in Mittelamerika gilt gewissermaßen als das Mekka der Kakteenliebhaber. Und dort hat der Rohrdorfer schon mehr als einmal das Angenehme mit dem Angenehmen verbunden, nämlich Urlaub und Hobby. Für ein wahrhaftig stachliges Teilgebiet der Botanik ist unterdessen seine Frau Barbara zuständig: Sie hegt und pflegt in ihrem Garten mit Hingabe mehr als 300 Rosenstöcke. Juni 2009 Das große Rennen rund um einen kleinen Kunststoffball
Unihockey gewinnt beim TSV Rohrdorf-Thansau zunehmend an Boden von Marisa Pilger
Dass Unihockey nichts mit Universität zu tun hat, muss Abteilungsleiter Toni Maier immer wieder erklären; wenngleich es FH-Studenten waren, die in Rosenheim um die Jahrtausendwende zunächst eine Freizeitgruppe auf die Beine gestellt haben. Finnische Gastschüler hatten die international als „Floorball“ und im Mutterland Schweden als „Innebandy“ bezeichnete Sportart aus ihrer Heimat an den Inn gebracht. Als dann der Anteil an Nicht-Studenten überwog, schloss sich die Truppe im Sommer 2005 dem Sportbund Rosenheim als eigenständige Abteilung an.
Eng beschränkte Hallenzeiten bewogen die „Lumberjacks“ 2006 zum Umzug nach Rohrdorf. Zugleich nahm die Mannschaft im Winter 2006/07 erstmals an der Regionalliga Süd, der dritthöchsten Spielklasse, teil und rangierte zum Saisonende auf Platz drei hinter dem UC Heidelberg und den Bosch Anchors Stuttgart; ein Jahr später wurden die Rohrdorfer Vizemeister. Deutschlandweit, schätzt Maier, bewegt sich die Zahl der lizenzierten Spieler bei etwa 6000; unter den rund neun Millionen Bewohnern Schwedens dagegen sind es an die 130.000. Parallel zum „Lumberjacks Cup“ – dort treten nunmehr zwölf Mannschaften aus sechs Nationen gegeneinander an – hat sich auch die Vereinssparte rasant entwickelt. Im Herren-Team wuchs der Spielerstamm von zwölf auf 20 an; seit rund zwei Jahren gibt es zudem wöchentliche Trainingsstunden für die mittlerweile rund 15 Damen, die „Lumberchicks“. Den größten Zulauf aber verzeichnet Maier im Kinder- und Jugendbereich mit inzwischen mehr als 40 begeisterten Anhängern in zwei Altersklassen: Nach dem Schnuppertraining im Rahmen des Ferienprogramms „sind wir förmlich überrannt worden“. Für den Sportverein sind die „Neuzugänge“ in jedem Fall eine Bereicherung. „Die Sportart kann von Mädchen und Jungen gespielt werden und stellt nicht zuletzt wegen der Verwandtschaft zum Eishockey und Inlinehockey eine interessante Alternative im Angebot des TSV dar.“, erklärt Vorstand Sepp Pichlmeier. Zumal die Rohrdorfer Halle, die zwar in den Wintermonaten nahezu ausgebucht ist, nun auch von April bis Oktober besser genutzt werde. Nahezu einstimmig sei die Aufnahme der neuen Abteilung beim TSV Rohrdorf-Thansau beschlossen worden. „Und die Entwicklung seitdem zeigt, dass dies richtig war.“ Den Übungsbetrieb im Turner Hölzl meistern die „Lumberjacks“ derzeit mit zehn Trainern und einem durchgängigen Trainingskonzept; wobei die Herrenmannschaft noch Spieler ab 15 Jahre sucht. Im Kleinfeldbereich wird für die kommende Saison darüber hinaus ein regulärer Spielbetrieb in den Klassen U11 und U15 auf Bayern-Ebene angepeilt. Weitere Informationen rund ums Unihockey in Rohrdorf gibt's im Internet unter www.lumberjacks-rohrdorf.de beziehungsweise bei Toni Maier (08031/2479350). 23. Mai 2009
Neuer Tourismusverband und schneller Internetzugang
Gemeinderat beschließt Beitritt - Umfrage soll Bedarf an Breitbandverbindungen klären Rohrdorf (pil) – Nach dem Austritt aus dem Tourismusverband München-Oberbayern schließt sich die Gemeinde Rohrdorf dem landkreisweiten „Chiemsee Alpenland Tourismus“ an. Darüber hinaus kündigte Bürgermeister Christian Praxl bei der jüngsten Gemeinderatssitzung eine Bedarfserhebung in Sachen Breitband-Versorgung an. Mit der neuen Institution, die als „e.V. & Co.KG“ firmieren wird, sollen mit Beginn des kommenden Jahres sämtliche touristischen Kräfte im Landkreis unter einem Dach gebündelt werden, erläuterte Praxl das Konzept. Die 46 Landkreisgemeinden sollen sich daran im Rahmen des Vereins mit insgesamt 475.000 Euro beteiligen, der Landkreis mit 625.000 Euro und die Stadt Rosenheim mit 110.000 Euro; ein Pool aus Partnern aus der Wirtschaft steuere weitere 290.000 Euro bei, wodurch dem „Chiemsee Alpenland Tourismus“ unterm Strich ein Budget von 1,5 Millionen Euro für die Vermarktung der Region als Urlaubsgebiet zur Verfügung stünde. Mit der Mitgliedschaft wird jährlich ein Beitrag von 5500 Euro für die Gemeinde fällig, die nicht als Fremdenverkehrsort gilt; als Berechnungsgrundlage dienen dabei die Übernachtungszahlen. Zum Vergleich: Die Tourismushochburg Prien zahlt 67.000 Euro. Ein Aufsichtsrat sichere das Mitspracherecht der Kommunen. Sowohl der Chiemsee- als auch der Wendelsteinverband würden in der neuen Organisation aufgehen, deren Nutzen für Rohrdorf einige Räte in Zweifel zogen. So wurde unter anderem ein weiterer, kostenintensiver Verwaltungsapparat befürchtet sowie die Beitragshöhe moniert. An den oberbayerischen Verband hatte die Gemeinde im vorvergangenen Jahr 1200 Euro gezahlt. Mit drei Gegenstimmen schloss sich das Gremium dem Beschlussvorschlag der Verwaltung an, der neuen Organisation solidarisch zunächst für zwei Jahre beizutreten. Nicht nur in Bereichen des Ortsteils Thansau liegt die Versorgung mit breitbandigen Internetzugängen nach wie vor im Argen. Mittels einer Umfrage soll nun der tatsächliche Bedarf von Privatpersonen wie Unternehmen im gesamten Gemeindegebiet ermittelt werden, um weitere Schritte in Angriff nehmen zu können. Auch in Sachen Jugendtreff tut sich etwas: Derzeit sei man auf der Suche nach einer Betreuungsperson für die Einrichtung im Keller des alten Schulhauses; eine Kooperation mit der Nachbargemeinde Neubeuern sei dabei durchaus denkbar. Unter Dach und Fach ist nun der Bebauungsplan „TH 05 Kapellenberg“ in Thansau, wo ein Lebensmittelmarkt entstehen soll. Geschlossen stimmte der Gemeinderat nach Abschluss der öffentlichen Auslegung der Satzung zu. Ebenso einstimmig wurde die 43. Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich an der Meisenstraße bejaht und, in Verbindung damit, die Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „TH 16 Am Oberfeld-Ost“. Mit der Vergabe der Bauarbeiten (Straße, Wasser, Kanal) ist nun auch der Weg frei für den Ausbau der Markusstraße in Rohrdorf, der im Abschnitt Bahnhof-/ Ludwigstraße starten soll. An der Beschilderung des SUR-Radweges im Zuge der Landesgartenschau 2010 in Rosenheim wird sich Rohrdorf mit einer Hinweistafel in der Ortsmitte beteiligen. Nicht zuletzt angesichts der Kosten von 3200 Euro pro Stück beschränkte sich das Gremium auf eine Tafel mit Informationen rund um die Gemeinde. Mai 2009 Mehr Sicherheit auf Thansaus Schulwegen
Arbeitskreis benennt kritische Punkte - Verkehrsgutachten gefordert
zum Bericht"Rausgeschmissenes Steuergeld"
Thansauer initiiert Unterschriftenaktion gegen Kirchturm-Zuschuss
zum Bericht
Weder Nachtexpress noch Klimaschutz-Werkstatt
Gemeinderat lehnt in beiden Fällen finanzielle Beteiligung ab Rohrdorf (pil) – Der Nachtexpress für Rohrdorf wird nicht wieder aufleben. Einstimmig lehnte der Gemeinderat jetzt eine finanzielle Beteiligung an der Buslinie ab. Bereits vor Jahren hatte die Gemeinde eine nächtliche Busverbindung aus Rosenheim mitfinanziert, die 2003 schließlich wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde. Das Gremium bezweifelte, dass sich für einen neuerlichen „Nachtexpress-Chiemgau“ genügend Fahrgäste erwärmen, um die Linie wirtschaftlich betreiben zu können; zumal eine Fahrt von Rosenheim nach Rohrdorf aufgrund der Streckenführung dann bis zu 40 Minuten dauere. Ebenso wenig wird sich die Kommune als Gesellschafter an der vom Landkreis initiierten Klimaschutz-Werkstatt als zentrale Energieberatungsstelle für die Bürger aus Stadt und Landkreis beteiligen. „Eigentlich unnötig“, war die einhellige Meinung der Räte zu dem Vorhaben, eine weitere Organisation mit einem eigenem Verwaltungsapparat zu schaffen. Besser sei es, vorhandene Ressourcen (zum Beispiel Energieversorger, private und kommunale Berater) zu bündeln und gebietsweise gemeinsame Veranstaltungen rund ums Thema Umweltschutz und Energiesparen anzubieten. Über einen Zuschuss von maximal 17.000 Euro können sich unterdessen die Thansauer Vereine freuen. Die Finanzspritze wird gewährt für den Bau eines Vereinsstadels nahe des Feuerwehrhauses. Mit einer Reihe von Bauarbeiten, die vergeben wurden, werden in verschiedenen Ortsteilen außerdem Trinkwasserleitungen erneuert beziehungsweise verlängert. Für Diskussion im Rahmen des seit zwei Jahren andauernden Bebauungsplanverfahrens „RO 17 Markusstraße“ hatte die Situierung eines zusätzlichen Gebäudes gesorgt. Entgegen des Beschlussvorschlags der Verwaltung sprach sich das Gremium mehrheitlich für die von den Grundstückseigentümern gewünschte Verschiebung des geplanten Hauses nach Südwesten in Richtung Hangkante aus. Die Satzung wurde schließlich mit 17:4 Stimmen verabschiedet. In einem weiteren Schritt genehmigten die Räte die Ausführungsplanung für den Ausbau der Markusstraße, welche auch einen Umbau der Einmündung zur Bahnhofstraße vorsieht. Darüber hinaus werden in dem Straßenzug sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert und ein Regenwasserkanal verlegt. Ein Gehweg für die Markusstraße sei, wie Bürgermeister Christian Praxl explizit anmerkte, auf ausdrücklichen Wunsch der Anlieger nicht vorgesehen. Ein eigener Tagesordnungspunkt war dem sechsstreifigen Ausbau der A 8 gewidmet. Die Planfeststellungsunterlagen der Autobahndirektion mit meterhohen Lärmschutzwällen und -wänden sollen nach derzeitigem Stand der Dinge Mitte des Jahres vorliegen; dann sei auch die Gemeinde mit einer offiziellen Stellungnahme gefordert. Inzwischen aber, riet Praxl, sollten die Bürger das Thema am Kochen halten und ihre Forderungen nach Einhausungen und Landschaftsbrücken mit Argumenten wie dem Erhalt des Landschaftsbildes und dessen Bedeutung für den Wirtschaftsfaktor Tourismus sowie der Feinstaubbelastung untermauern; hier engagiert sich auch die „Bürgerinitiative A8 Rohrdorf – Achenmühle“. Denn die Entscheidung über das künftige „Gesicht“ der Salzburger Autobahn zwischen Rosenheim und Bad Reichenhall müsse letztlich auf politischer Ebene fallen. März 2009 Solarstrom zapfen an der Tankstelle
Landkreisweit erste Zapfsäule am Wertstoffhof in Thansau eröffnet
zum BerichtTrotz Gewerbesteuer-Ausfalls ausgeglichener Haushalt für 2008
Gemeinderat verabschiedet aktuellen Etat einstimmig - Zusammenarbeit mit Bürgerinitiative angekündigt Rohrdorf (pil) - Trotz der um drei Millionen Euro spärlicher als erwartet geflossenen Gewerbesteuer konnte Rohrdorfs Kämmerer Peter Wagner dem Gemeinderat in der Jahresrechnung einen ausgeglichenen Haushalt 2008 vorlegen. Die Mindereinnahmen wurden durch Rücklagen aufgefangen; sie beliefen sich zum Ende des vergangenen Jahres auf 650.000 Euro. Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sei die vorsichtige Planung im aktuellen Etat mit einem Gesamtvolumen von nunmehr 16,8 Millionen Euro, 13,9 Millionen im Verwaltungs- und 2,9 Millionen Euro im Vermögenshaushalt, also durchaus berechtigt. Der Gemeinderat befürwortete den Haushaltsplan, in dem nun auch der Zuschuss von 125.000 Euro für den Kirchturmbau in Thansau berücksichtigt ist (der gleiche Betrag ist ebenso fürs kommende Jahr vorgesehen), letztlich geschlossen; dieser Punkt hatte im Finanzausschuss eine rege Diskussion angestoßen. Eine Kreditaufnahme sei fürs laufende Jahr nicht vorgesehen, erläuterte Wagner weitere Eckpunkte aus dem Zahlenwerk; die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer rangierten im landkreisweiten Vergleich nach wie vor ganz unten, und die Gebühren für Wasser und Kanal seien ebenfalls seit langem konstant. Zudem sei die Gemeinde mit einem Schuldenstand von weniger als 800.000 Euro ins neue Jahr gestartet. Vergeben wurden bei der Sitzung auch die landschaftsplanerischen Leistungen, die eine wesentliche Rolle bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes spielen werden. Einstimmig beauftragte der Gemeinderat den Landschaftsarchitekten Rupert Schelle aus Bad Endorf mit den Arbeiten; er hat bereits diverse Grünordnungskonzepte im Gemeindebereich erarbeitet. Bei sieben Gegenstimmen gab der Gemeinderat grünes Licht für die endgültige Fassung der 45. Änderung des Flächennutzungsplanes und, damit verbunden, für die Satzung des Bebauungsplanes „TH 14 Ahornstraße“. Die Firma Hamberger will auf dem Areal unweit des Wertstoffhofes ihre Produktionsanlagen erweitern. Keine Beeinträchtigung der Belange Rohrdorfs gehen nach Auffassung des Gremiums von dem geplanten, kleinteilig gegliederten Gewerbegebiet im Frasdorfer Ortsteil Unteracherting aus. Lediglich eine etwaige Trinkwasserversorgung in dem an Achenmühle angrenzenden Areal durch die Gemeinde Rohrdorf wurde mit einem entsprechenden Passus in der Stellungnahme ausdrücklich ausgeschlossen. Keinerlei Nutzen sehen die Räte in der weiteren Mitgliedschaft im Tourismusverband München-Oberbayern. 1200 Euro Mitgliedsbeitrag hatte die Kommune im Jahr 2007 gezahlt. Allerdings, gab Bürgermeister Christian Praxl zu Bedenken, seien die rund 57.300 Übernachtungen zum allergrößten Teil durch den direkten Kontakt der Gäste mit dem einzigen großen Hotel am Ort beziehungsweise den anderen Übernachtungsbetrieben abgewickelt worden. Einem Zusammenschluss möglichst aller Kommunen in der Region unter einem großen werbewirksamen Dach stehe die Gemeinde Rohrdorf, die vor einigen Jahren auch aus dem Kur-und Tourismusverband Wendelstein ausgetreten ist, unterdessen durchaus aufgeschlossen gegenüber. Ein einmaliger Jahreszuschuss von 600 Euro wurde für die verlängerte Mittagsbetreuung am Sonderpädagogischen Förderzentrum Brannenburg gewährt, das derzeit rund zwei Dutzend Kinder aus dem Gemeindebereich besuchen. Aufgrund der großen Nachfrage soll dort eine zweite Gruppe mit Zusatzangeboten wie Sozialtrainings, Sport und Musik eingerichtet werden. Einstimmig nahm der Gemeinderat auch den Haushaltsplan der „Zwergerlmühle“, des Integrativen Hauses für Kinder in Achenmühle, an, der einen Defizitausgleich seitens der Gemeinde in Höhe von 20.000 Euro vorsieht. Unterstützung in Form entsprechender Gemeinderatsbeschlüsse sicherte Praxl abschließend der „Bürgerinitiative A8 Rohrdorf – Achenmühle, für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde e.V.“ zu, die sich nachdrücklich für einen umfassenden Lärmschutz im Zuge des geplanten Autobahnausbaus, etwa in Form von Landschaftsbrücken, stark macht. Parallel zu den Bemühungen der verschiedenen Bürger-Bündnisse entlang der Salzburger Autobahn wenden sich die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden im Schulterschluss an die politischen Entscheidungsträger. Februar 2009 A8: Ein Plädoyer für den Erhalt des Landschaftsbildes
200 Interessierte beim Infoabend der Bürgerinitiative in Achenmühle Rohrdorf (pil) – Dass der geplante Ausbau der A 8 auch die Rohrdorfer nicht unberührt lässt, zeigte sich bei einer Informationsveranstaltung, zu der die noch junge „Bürgerinitiative A8 Rohrdorf – Achenmühle, für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde e.V.“ eingeladen hatte. Rund 200 Besucher konnte Vorstand Josef Schmid trotz widriger Wetterverhältnisse im Dorfhaus Achenmühle begrüßen, darunter die Bürgermeister Christian Praxl (Rohrdorf) und Georg Huber (Samerberg), zahlreiche Gemeinderäte, stellvertretenden Landrat Paul Unterseher aus Höhenmoos und den tourismuspolitischen Sprecher der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Stöttner (CSU), sowie Vertreter der Initiativen aus Frasdorf und Bernau und des Logistik Kompetenz Zentrums Prien.
„Sicher nicht ohne Grund“, ergänzte der Mediziner Dr. Alexander Kahle aus Höhenmoos als Gastreferent, würden zum kommenden Jahr die Feinstaub-Grenzwerte deutlich nach unten geschraubt: Demnach sind ab 2010 pro Kalenderjahr nurmehr sieben anstatt wie bisher 35 Überschreitungen des Grenzwertes von 50 Mikrogramm/m3 erlaubt; der zulässige Jahresmittelwert wird von derzeit 40 auf 20 Mikrogramm gesenkt. Diese und andere Schadstoffe wie etwa Stickstoffdioxide, so Schmid weiter, könnten nur mit Einhausungen kontrolliert abgeleitet und gefiltert werden. Unter den von der Autobahndirektion Südbayern vorgesehen drastischen Eingriffen ins Landschaftsbild hätten zudem nicht nur Flora und Fauna zu leiden. Ebenso sieht das Bündnis „die Grundlage für den Fremdenverkehr als zusätzliches wirtschaftliches Standbein“ in Gefahr. Schließlich bringe der anvisierte Ausbau eine Verbreiterung der Verkehrsachse um 19 auf dann 36 Meter (inklusive Lärmschutzmaßnahmen auf 45 bis 50 Meter) mit sich, sowie bis zu zwölf Meter hohe Stützmauern entlang der Nordseite und bis zu 5,50 Meter hohe Mauern und Wälle im Süden. Auch den Flächenverbrauch für den acht Kilometer langen Abschnitt im Gemeindebereich Rohrdorf führten die Referenten ins Feld: Insgesamt 288.000 Quadratmeter Bodenfläche – ungefähr 39 Fußballfelder - und damit mehr als doppelt soviel wie bisher, wären letztlich mit der angepeilte Trasse versiegelt. Dabei stelle die Voralpenlandschaft „die wichtigste Basis für jede Entwicklung und Belebung des Tourismus in unserer Region dar“. Nun, möglichst noch vor Beginn des Genehmigungsverfahrens, will die Bürgerinitiative den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern ankurbeln. Schließlich, zog Schmid nach der Veranstaltung eine erste Bilanz, habe der Informationsabend deutlich gezeigt, dass viele Bürger nicht bereit seien, jede standardmäßig angebotene Lösung klaglos hinzunehmen. 3. Februar 2009 Glaubensfrage Kirchturmzuschuss
Rohrdorfer Finanzausschuss lässt 18-Millionen-Etat einstimmig passieren Rohrdorf (pil) – Um die Finanzlage der Gemeinde Rohrdorf ist es nach wie vor nicht schlecht bestellt. Weil aber die wirtschaftliche Talfahrt auch vor Rohrdorf nicht halt mache, empfahl Kämmerer Peter Wagner dem Finanzausschuss bei der Vorberatung des Haushalts ausdrücklich, „das Geld zusammen zu halten“. Einstimmig sprach sich das Gremium für das Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von rund 18 Millionen Euro aus (davon 14,9 Millionen Euro im Verwaltungs- und 3,1 Millionen im Vermögenshaushalt) aus. Lediglich einige Nachträge, etwa zum Kirchturm-Zuschuss, zur offenen Jugendarbeit und zum Wertstoffhof-Personal, müssen noch bis zur beschließenden Sitzung des Gemeinderats am 12. Februar eingearbeitet werden. Die größten Brocken auf der Ausgabenseite des Etats, den Bürgermeister Christian Praxl als „wohldurchdacht“ lobte, stellen die Kreisumlage (fast 4,8 Millionen), die Gewerbesteuerumlage (1,5 Millionen) und die Personalkosten mit rund einer Million Euro dar. Darüber hinaus sind 1,06 Millionen Euro für den Wasserleitungsbau veranschlagt, sowie jeweils 440.000 Euro für den Ausbau der Markusstraße und für den Kanalbau. Bei den Einnahmen schlägt, neben Einkommensteueranteil (2,5 Millionen), Grundsteuer auf nicht-landwirtschaftliches Grundvermögen (540.000) und Umsatzsteuerbeteiligung (500.000 Euro), im Wesentlichen die Gewerbesteuer zu Buche. Diese wurde für 2009 vorsichtig mit sieben Millionen Euro angesetzt. Zum Vergleich: In den vergangenen fünf Jahren belief sich das Aufkommen hier auf durchschnittlich 8,5 Millionen Euro. Bei unveränderten Hebesätzen für Grund- und Gewerbesteuer liegt die Steuerkraft pro Einwohner bei nunmehr 1804 Euro (2563 im Vorjahr); damit belege Rohrdorf den dritten Platz unter den Landkreisgemeinden. Der Schuldenstand der Kommune sinkt zum Jahresende auf knapp 800.000 Euro. Beinahe zur Glaubensfrage war unterdessen die Debatte über den Zuschuss für den geplanten Kirchturm in Thansau geraten. Nur mit einer Finanzspritze von jeweils 125.000 Euro im laufenden sowie im kommenden Jahr sei der Turm für die katholische Kirchengemeinde finanzierbar, informierte der Bürgermeister die Räte über das Anliegen von Pfarrer Gottfried Doll. Trotz der hohen Summe plädierte die Mehrheit (Rederecht bei der Ausschusssitzung hatten alle Gemeinderäte) letztlich dafür, die Mittel bereitzustellen. Diese Investition, wurde argumentiert, könne sich die Kommune leisten, ohne dafür in anderer Hinsicht Verzicht üben zu müssen; zumal ein Kirchturm auch von hoher symbolischer Bedeutung für eine Gemeinde sei. Einzig Karl Blum (Bürgerblock) sprach sich vehement gegen diese Art der Verwendung von gemeindlichen Geldern aus und verwies auf weitaus wichtigere Aufgaben. Mit dem entsprechenden Beschluss des Gemeinderats, erklärte der Pfarrer nach der Ausschuss-Sitzung zuversichtlich, könnte der Bau des Glockenturms wohl noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Wie berichtet soll auf dem Thansauer Kapellenberg ein Campanile aus Glas, Stahl und Beton errichtet werden, dessen Kosten inklusive Geläut Doll mit rund 550.000 Euro bezifferte. Ungefähr 140.000 Euro habe die Kirchengemeinde dafür bereits gesammelt, weitere 50.000 Euro das Ordinariat bislang beigesteuert. Dem Brandschutz und der Jugendförderung kommt die Spende der Firma Hamberger zugute, welche das Unternehmen auch in diesem Jahr der Gemeinde Rohrdorf zukommen ließ. Der Finanzausschuss befürwortete einstimmig eine Aufteilung des Betrages in Höhe von 1000 Euro zu gleichen Teilen. Januar 2009
Landschaftsbrücken für die Autobahn
Bürgerinitiative fordert schonenden Ausbau der A8 Rohrdorf (pil) – Auf einen möglichst nachhaltigen und zukunftsorientierten Immissionsschutz sowie den weitgehenden Erhalt des Landschaftsbildes zielt die „Bürgerinitiative A8 Rohrdorf – Achenmühle, für eine lebenswerte Zukunft in unserer Heimatgemeinde“ ab, die sich angesichts des geplanten Ausbaus der Salzburger Autobahn formiert hat. „Jede Bürgerin und jeder Bürger unserer Heimatgemeinde hat Anspruch auf eine Umwelt, die ein höchstmögliches Maß an Gesundheit und Wohlbefinden ermöglicht.“, betonen die Vorstände Josef Schmid, Sebastian Diechler und Hans-Peter Steindlmüller. Als Alternative zum offenen Ausbau fordert das Bündnis deshalb an den dicht besiedelten wie an den landschaftlich empfindlichen Abschnitten Grün- bzw. Landschaftsbrücken. Die Notwendigkeit des Autobahnausbaus auf sechs Fahrstreifen wird dabei in keiner Weise in Frage gestellt. Doch sollten in jedem Fall die Belastungen für die Anwohner durch Lärm und Feinstaub auf ein Minimum reduziert werden, Flora und Fauna möglichst erhalten bleiben. Gerade durch die enge Tallage und den unregelmäßigen Höhenverlauf der Strecke dränge sich zwischen Apfelkam und Daxa eine landschaftsschonende Tunnel-Lösung geradezu auf; zumal die neue Trasse in diesem Bereich, dem Tor zur Tourismusregion Chiemgau, ohnehin deutlich tiefer verlaufen soll. Mit Landschaftsbrücken würden sich dort mächtige, meterhohe Stützmauern und Schallschutzwände erübrigen. Bei ihrer Suche nach vergleichbaren Bauwerken sind die Vertreter der erst vor kurzem gegründeten Initiative unter anderem in Deutschland, vor allem aber in Slowenien, Kroatien und Österreich fündig geworden. Für die Ortsteile Rohrdorf und Thansau will sich das Bündnis darüber hinaus für einen über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehenden Lärmschutz auf Kosten des Bundes einsetzen. Zu einem ersten Informationsabend lädt die Bürgerinitiative am Mittwoch, 28. Januar, um 19.30 Uhr ins Dorfhaus Achenmühle ein. Weitere Auskünfte erteilt Vorstand Josef Schmid, Telefon 08032/91176. 30. Dezember 2008
Lebensmittelmarkt statt Lehrervilla
Thansau: Auch Tagescafé und Praxisräume geplant Rohrdorf/Thansau (pil) – Ins Thema Nahversorgung für die Ortschaft Thansau kommt wieder Bewegung: Ein Investor hat das Grundstück der alten Lehrervilla gekauft und will dort einen Lebensmittelmarkt mit Tagescafé, Büro- und Arztpaxisräumen und 74 Parkplätzen errichten. Verhandlungen mit möglichen Betreibern des geplanten Supermarkts gegenüber des Seniorenheims „St. Anna“ seien bereits im Gang, ließ Bürgermeister Christian Praxl bei der jüngsten Sitzung wissen. Die für das Vorhaben erforderliche Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans TH 05 „Am Kapellenberg“ brachte der Rohrdorfer Gemeinderat jetzt einstimmig auf den Weg. Bereits vor Jahren hat das letzte Lebensmittelgeschäft in Thansau dicht gemacht. Für einigen Wirbel in Sachen Einkaufen hatten dann Mitte 2004 die Planungen für einen Supermarkt auf dem Gelände des alten Sportplatzes gesorgt sowie ein Bürgerbegehren, das diesen Standort ablehnte und stattdessen ein Lebensmittelgeschäft im Ortskern von Thansau forderte. Erstere wurden schließlich vom damaligen Gemeinderat gestoppt, wodurch auch ein etwaiger Bürgerentscheid gegenstandslos wurde. Ortswechsel: Die nicht genehmigten Bauten im südlichen Bereich des Betriebsgrundstücks an der Angermühlstraße können möglicherweise zum Teil noch einige Jahre bestehen bleiben. Bei fünf Gegenstimmen aus den Reihen des Bürgerblocks und der SPD befürwortete das Gremium einen entsprechenden Antrag des Grundstückseigentümers; doch letztlich hat über einen neuerlichen Duldungsbescheid das Landratsamt zu befinden. Ein Veto, so die mehrheitliche Auffassung, gefährde die Existenz der dort angesiedelten Betriebe, insbesondere einer Zimmerei. Und auch von einer Wohnbebauung – auf dem Areal besteht ein Baurecht für mehrere Wohneinheiten - blieben die unmittelbaren Nachbarn nicht unberührt. Etwas sauer aufgestoßen war einigen Räten der Antrag auf Verlängerung der Frist kurz vor deren Ablauf am 31. Dezember. Bereits 2001 war der städtebauliche Vertrag abgeschlossen worden, der auch den Abriss der Schwarzbauten bis zum Jahresende 2008 festschrieb. Diese, stellte der Bürgermeister ausdrücklich klar, habe jedoch der jetzige Eigentümer nicht zu verantworten sondern lediglich von seinem Vorgänger übernommen. Zwischenzeitliche Auswüchse in Form von Containern und anderen Lagereinrichtungen habe jener gemäß der vertraglichen Auflagen beseitigt, und das Gelände sei nunmehr in einem ordentlichen Zustand. Eine Verschlechterung des Status Quo, so die vorherrschende Meinung, gehe mit einer Fristverlängerung, zumal gekoppelt an die derzeit ansässigen Unternehmen, nicht einher. Die ersten Bauten sollen demnach im März fallen, der letzte Teil des Komplexes spätestens 2014. Ohne Gegenstimmen passierte die zweite Änderung der Ortsabrundungssatzung für Lauterbach das Gremium. Anwohner hatten im Rahmen der Bürgeranhörung Bedenken gegen einen geplanten, dem Wohngebiet vorgelagerten Pferdestall an der Simsseestraße geäußert. Neben der Geruchsbelästigung befürchten sie vor allem die Ausweitung zu einem gewerblichen Reiterhof. Dem Einwand der Nachbarn trägt nun eine Beschränkung des Pferdestalls auf eine Fläche von 75 Quadratmetern sowie auf eine Nutzung ausschließlich zu Freizeitzwecken Rechnung. Ebenfalls einstimmig wurde mit dem Aufstellungsbeschluss und der Vergabe der Planungsarbeiten das Verfahren für einen neuen Flächennutzungsplan für den gesamten Gemeindebereich eingeläutet. Die nach derzeitiger Schätzung rund 100.000 Euro teure Neufassung wird das aktuelle, nunmehr 30 Jahre alte und 46mal geänderte Rahmenwerk ablösen und soll dann für die folgenden 15 Jahre die Weichen für die städtebauliche Entwicklung der Kommune stellen. Nach der vorgezogenen Bürgerbeteiligung und der Anhörung der Träger öffentlicher Belange billigten die Räte auch den Bebauungsplan RO 17 für die Markusstraße, der nun öffentlich ausgelegt wird. Von einem Gutachten über die zu erwartende Zunahme der „Verkehrsströme“, wie es von Seiten der Bahn gewünscht wurde, sieht der Gemeinderat allerdings ab; schließlich umfasse der Bebauungsplan im wesentlichen bestehende Bebauung und weise nur einzelne Baulücken auf. Die 1000-Euro-Spende für soziale Zwecke der Firma Schattdecor an die Gemeinde kommt in diesem Jahr zu gleichen Teilen dem Sozialwerk und dem Behandlungszentrum Aschau zugute; letzterem sind die Konduktiven Förderklassen (Petö) an der Rohrdorfer Schule als Außenklassen angegliedert. 24. Dezember 2008
Im Sitzungssaal hatten die Kids das Sagen
Großer Andrang bei Rohrdorfs erster Jugendversammlung Rohrdorf (pil) – Wo sonst der Rohrdorfer Gemeinderat tagt, hatten diesmal die Jugendlichen die Oberhand. Denn um deren Ideen und Anliegen ging es bei der ersten Jugendversammlung. Mit knapp 50 Mädchen und Burschen war der Andrang im Sitzungssaal so groß, dass zunächst noch weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten. „Nur wer mitredet, kann auch mitbestimmen“; unter diesem Motto wollten sich die neuen Jugendbeauftragten Astrid Zeitler und Renate Pilger gemeinsam mit den Jugendreferenten im Gemeinderat, Anette Wagner und Markus Unterseher, sowie Bürgermeister Christian Praxl und Stellvertreter Martin Fischbacher ein Bild machen von den Wünschen der 13- bis 20jährigen. Ziel ist es, sowohl die Jugendarbeit der Vereine weiter zu unterstützen als auch offene, vereins- und ortsteilunabhängige Einrichtungen zu schaffen. Hierfür ist jedoch nicht nur die Meinung der Jugendlichen gefragt, sondern auch deren Engagement gefordert. Mit einem Fußballkäfig, einer Klettermöglichkeit und Banden für den Hartplatz in Achenmühle ging der Trend bei der „Stoffsammlung“ deutlich in Richtung Sport. Doch auch eine Eisdiele als Treffpunkt, eine Nachtbus-Verbindung und einen Probenraum für Bands notierte Carina Hernaiz vom Kreisjugendamt, die die Veranstaltung moderierte, auf dem „Wunschzettel“. Auf ihr Anraten hin konzentrierte sich angesichts der Jahreszeit die Diskussion dann auf den Jugendraum im Untergeschoss der Montessori-Schule. Der Treff, von dessen Existenz offenkundig nur wenige gewusst hatten, ist den Schilderungen zufolge außerdem stark renovierungsbedürftig. Allerdings, machte Hernaiz den Jugendlichen klar, sei es mit einem frischem Anstrich und neuen Möbeln allein nicht getan. Gemeinsam mit den Gemeindevertretern müssten auch organisatorische Fragen wie Öffnungszeiten und Zuständigkeiten geklärt werden. Bevor in einer nächsten Versammlungs-Runde weitere Schritte besprochen werden, steht nun zunächst ein Ortstermin im alten Schulhaus an. Eine ähnlich rasch umzusetzende Lösung wie in Rohrdorf steht für Thansau, das als einziger Ortsteil keine entsprechende Einrichtung zu bieten hat, derzeit zwar nicht in Aussicht. Jedoch will Bürgermeister Praxl mit dem Pfarrer abklären, ob das dortige Pfarrheim für einen Jugendtreff genutzt werden könne. 27. November 2008 Wieder Kulturveranstaltungen im Steinbruch
Oper, Musical und Theaterstück, aber klare Absage an "Pyro-Spektakel" Rohrdorf (pil)– Auch im kommenden Jahr wird der Rohrdorfer Steinbruch wohl Schauplatz kultureller Open-Air-Veranstaltungen. Einstimmig beauftragte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Verwaltung, der M8 Management GmbH die entsprechenden Genehmigungsbescheide zu erteilen; vorausgesetzt, sämtliche Sicherheitsauflagen sind erfüllt und die erforderlichen Parkflächen schriftlich nachgewiesen. Geplant sind mit der Oper Nabucco (17. Juli), einem Konzert von Hansi Hinterseer (18.) sowie dem Kindermusical „Bibi Blocksberg“ und einer Theateraufführung des Brandner Kaspar (beide am 19.) ein ganzes Veranstaltungswochenende. Gleich eingangs hatte Bürgermeister Christian Praxl (CSU) klargestellt: „So etwas wie das Pyro-Spektakel kommt nicht mehr in Frage“. Den Eigentümern der als Parkplatz in Frage kommenden Grundstücke rund ums Zementwerk wurde geraten, die Mietverträge gegen Vorkasse abzuschließen. Karl-Heinz Silichner (CSU) regte darüber hinaus ein Karten-Vorkaufsrecht für Rohrdorfer Bürger an. Ebenfalls einstimmig passierte der Antrag des Evangelischen Bildungswerks Rosenheim das Gremium; wie in den Vorjahren erhält die Einrichtung eine Zuwendung in Höhe von 102 Euro (vormals 200 Mark) für die Erwachsenenbildung. In diesem Zusammenhang kündigte der Rathauschef ein neues Konzept für die Verteilung von Zuschüssen an; zunächst soll eine Zusammenstellung Aufschluss geben über die Summe der binnen eines Jahres geleisteten Finanzspritzen an die diversen Organisationen. Noch keinen konkreten Betrag konnte der Gemeinderat hingegen Pfarrer Xaver Komba für seine Projekte in Songea (Tansania), die Sanierung der dortigen Krankenstation sowie die Verbesserung der Wasserversorgung, bewilligen. Zwar gab das Gremium prinzipiell grünes Licht für eine finanzielle Unterstützung; über die Höhe wollen die Räte jedoch erst entscheiden, wenn ihnen die Kosten für die Vorhaben bekannt sind. Zurückhaltung herrschte in Sachen Landesgartenschau 2010. Grundsätzlich wurde eine Beteiligung Rohrdorfs im Rahmen der Gemeinden des Stadt- und Umlandbereichs Rosenheim (SUR) befürwortet. Bezweifelt wurde allerdings, dass sich Besucherströme der LGA auch in die Region ergießen werden. Die endgültige Entscheidung für ein Projekt, etwa die dauerhafte Beschilderung des SUR-Radwegs, will der Gemeinderat dann auf Grundlage einer genauen Kostendarstellung treffen. Den Auftakt der Sitzung hatte eine Lehrstunde in Sachen Baugenehmigungsverfahren gemacht. Ein Vertreter des Landratsamtes beleuchtete sowohl die Rolle der Gemeinde als auch die des Landratsamtes im baurechtlichen Verfahren. Insbesondere verwies er auf den Anspruch des Bauwerbers auf Baugenehmigung, soweit das Vorhaben alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften wie die Festsetzungen des Bebauungsplans oder der Ortsgestaltungssatzung einhalte. Neben dem Procedere bei genehmigungspflichtigen Anlagen erläuterte der Referent unter anderem die Grundzüge des verfahrensfreien Bauvorhabens, etwa einer kleinen Garage oder einer Terrassenüberdachung. Darüber hinaus warnte er vor dem großzügigen Umgang mit dem in der Bayerischen Bauordnung vorgesehenen Freistellungsverfahren. Denn sollten sich hier im Nachhinein auch nur geringfügige Abweichungen zu den Festsetzungen des Bebauungsplans herausstellen, habe man es schlicht mit einem Schwarzbau zu tun. November 2008
Neuer Titel für die "Zwergerlmühle"
Erstes "Integratives Haus für Kinder" der AWO in Achenmühle
mehr...Eine "Begegnungsstätte für die Gemeinde"
Seniorenheim "St. Anna" in Thansau feierlich eingeweiht
zum Bericht
Die Enge hat ein Ende
"Eichenlaub"-Schützen jetzt mit neuem Vereinsheim
zum Bericht
Spaziergang durch die Kirchengeschichte Bayerns
Benefiz-Veranstaltung im Rohrdorfer Pfarrheim Rohrdorf (pil) – Einen Streifzug durch die Kirchengeschichte in Bayern bot Franz Warter im Rahmen eines Vortragsabends im Pfarrsaal. Vor rund 40 Zuhörern zeigte der Rohrdorfer in seinem einstündigen Vortrag die entscheidenden Epochen - insbesondere im Bezug zur bayerischen Staatsgeschichte – auf und beleuchtete deren Prägung durch die fest verwurzelte Volksfrömmigkeit. Der Referent, der sich als Laie seit 30 Jahren mit Theologie und Kirchengeschichte befasst, spannte den Bogen von den Anfängen des Christentums über die Karolingerzeit, den Investiturstreit und die Reformation bis hin zur Säkularisation. Dabei stellte Warter unter anderem das Wirken verschiedener Frauen wie etwa der Herzogstochter Theodelinde oder der Mathilde von Tuszien heraus. Auch wurden die Leistungen der zahlreichen Orden als Bewahrer des Glaubens angesprochen sowie die zum Teil gewaltigen Sakralbauten als Zeugnis einer bewegten kunstgeschichtlichen Entwicklung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Geschehen im 19. Jahrhundert mit Bismarck und Ludwig II. Ebenso erinnerte der Redner an die zahlreichen Märtyrer während der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten und ging schließlich auf die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) für die Umsetzung des katholischen Glaubens ein. Den Spendenerlös des Abends hat Warter ans Liebeswerk St. Ottilien (Missionsbenediktiner) weitergeleitet. 14. Oktober 2008
Der Lärmschutz hat oberste Priorität
Rohrdorf: Außerordentliche Bürgerversammlung zum Ausbau der A8 Rohrdorf (pil) – Der Ausbau der Salzburger Autobahn, der in Rohrdorf bereits seit vielen Jahren für Diskussionsstoff sorgt, hat auf dem Papier nun deutlich Gestalt angenommen. Gut 200 Zuhörer aus Rohrdorf und den Nachbargemeinden informierten sich jetzt bei einer außerordentlichen Bürgerversammlung im Turner Hölzl quasi aus erster Hand über den Stand der Dinge. Größtenteils von sachlicher Atmosphäre geprägt war dabei auch die Diskussion im Anschluss an den Fachvortrag. Noch in diesem Jahr, erläuterte Dr. Wolfgang Wüst, Leiter der Abteilung Planung und Bau bei der Autobahndirektion Südbayern, soll das Planfestellungsverfahren für die 8,3 Kilometer lange Teilstrecke zwischen Rosenheim (östlich der Innbrücke) und Achenmühle eingeleitet werden. Frühestens 2010 könnte dann in diesem Bereich – einem Stück des 17 Kilometer langen Abschnitts zwischen Rosenheim und Bernauer Berg, der im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf eingestuft ist - der erste Spatenstich gesetzt werden. Keinerlei Zweifel ließ Wüst von Beginn der Veranstaltung an, dass für die Autobahndirektion Südbayern - die Behörde betreut rund 1200 Kilometer Autobahn – als Baulastträger lediglich ein umfassender, sechsstreifiger Ausbau plus Standstreifen in Frage kommt; die Autobahntrasse wird dann von derzeit 17 auf 36 Meter verbreitert. Denn weder die bloße Sanierung der maroden Vorkriegsautobahn noch die Variante mit zwei per Verkehrsleitsystem zuschaltbaren Standspuren brächten die gewünschten Ergebnisse in Sachen Verkehrssicherheit und Lärmschutz. Der Verkehr soll während der gesamten Bauzeit auf jeweils zwei Spuren pro Fahrtrichtung weiterfließen. „Die A8 geht in die Knie.“, verwies Wüst in seinem etwa einstündigen Vortrag nicht nur auf die schadhafte Bausubstanz der mehr als 70 Jahre alten Verkehrsader. Mit ihrem schmalen Straßenquerschnitt, fehlenden Standstreifen und zu kurzen Auffahrten sei sie den heutigen Verkehrsbelastungen längst nicht mehr gewachsen; die Zahl der Staus und Unfälle spräche für sich. Immerhin ratterten an Wochenenden oder zur Urlaubszeit täglich bis zu 90.000 Fahrzeuge über den Asphalt. Auch hat Wüst größte Bedenken, ob die Brücken weitere zehn Jahre Wind, Wetter und Verkehr standhalten könnten. Zudem entsprächen Schutzeinrichtungen (Leitplanken) und Trassierung (beispielsweise sehr kleine Kurvenradien) nicht mehr den Richtlinien. Dabei ist nicht allein die Erhöhung der Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit der Autobahn erklärtes Ziel des Bauherrn. Vor allem müsse auch der Lärmschutz erheblich verbessert werden; Regenwasserbehandlungsanlagen und landschaftspflegerische Maßnahmen sollen zudem den Belangen des Umweltschutzes Rechnung tragen. Auf beinahe dem gesamten Abschnitt zwischen Rosenheim und Achenmühle ist lärmmindernder Flüsterasphalt vorgesehen, führte Wüst weiter aus. Bis zu 6,50 Meter hohe Wälle, bis zu acht Meter hohe Lärmschutzwände sowie Wall-/Wand-Kombinationen sollen die Anlieger zusätzlich vor dem Verkehrslärm schützen; wobei die Fahrbahn im Bereich Achenmühle um bis zu drei Meter gegenüber dem jetzigen Niveau abgesenkt wird. Diese „aktiven“ Lärmschutzmaßnahmen seien laut Bundesimmissionsschutzverordnung lediglich beim Vollausbau möglich; nicht beim Anbau von Standstreifen. Allein eine halbe Million Kubikmeter Erdmassen werden auf dem gut acht Kilometer langen Teilstück zu bewegen sein, wobei die schlechte Beschaffenheit des Untergrunds umfangreiche Bodenverbesserungen erforderlich macht. Einhausungen der Trasse seien in der Planung unterdessen schon allein aus Kostengründen nicht vorgesehen. Ebenso wenig Hoffnung machte er den Anliegern für ein mögliches Tempolimit; dies würde in der Regel nur aus Gründen der Verkehrssicherheit verhängt. Rund 54,7 Millionen Euro Baukosten sind nach derzeitigem Stand für den Abschnitt Rosenheim-Achenmühle veranschlagt, weitere 2,3 Millionen Euro für den erforderlichen Grunderwerb. Zwölf Brückenbauwerke müssen dort im Zuge des Mammut-Projekts erneuert werden – unter anderem die gefahrenträchtige Unterführung zwischen den Ortsteilen Rohrdorf und Thansau. Sie würde zwar auch in der günstigeren Standstreifen-Variante ausgebaut. Einen direkten Kostenvergleich zum vierstreifigen Querschnitt konnte Wüst unterdessen nicht liefern: „Den haben wir nicht ausgerechnet.“ Die Ersparnis liege aber Erfahrungswerten zufolge lediglich bei zehn bis 20 Prozent. Demnächst will die Autobahndirektion ihre Pläne bei der Genehmigungsbehörde, der Regierung von Oberbayern, einreichen. Einwendungen können die Betroffenen dann bei der öffentlichen Auslegung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens einreichen. Unbestritten stelle der Umbau einen enormen Eingriff ins Landschaftsbild dar, reagierte auch Bürgermeister Christian Praxl auf Kritik aus dem Publikum; unter anderem wurde die „Verschandelung der Landschaft“ angeprangert. Praxl: „Den kann man nicht schönreden.“ Aber, hielt er dagegen, „die Autobahn muss den vorhandenen Verkehr bewältigen“. Für Rohrdorf habe nunmehr der Lärmschutz oberste Priorität. 22. September 2008 Streifzug durchs Ferienprogramm
Vernissage im Dorfhaus gibt Einblick in "Produktpalette"
mehr...Großer Andrang beim Baustellentag
Mehr als 150 Interessierte nahmen "St. Anna" in Augenschein
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Auf Balljagd bei den "Lumberjacks"
Rohrdorfer Ferienprogramm wartet wieder mit breitgefächertem Angebot auf Rohrdorf (pil) - Unihockey, eine Mischung aus Eis- und Hallenhockey, ist in Rohrdorf längst keine unbekannte Größe mehr. Im Rahmen des Ferienprogramms nutzten nun zahlreiche potentielle Nachwuchsspieler die Gelegenheit, bei den „Lumberjacks“ Einblick in diesen schweißtreibenden Mannschaftssport zu nehmen (Foto), der vor allem in der Schweiz, in Tschechien und Skandinavien weit verbreitet ist. Neben Sportkleidung benötigen die Spieler lediglich einen Kunststoffstock und eine gute Portion Ausdauer, um dem Ball hinterher zu jagen. Insgesamt hielt das Rohrdorfer Ferienprogramm in diesem Jahr 56 Aktionen bereit. So konnten die Mädchen und Buben nicht nur mit der Frauengemeinschaft Thansau den Kochlöffel schwingen, beim Jugendrotkreuz Verbände anlegen, sich auf den frisch renovierten Bahnen am Thansauer Festplatz im Stockschießen üben oder mit Jägern die Tier- und Pflanzenwelt erkunden. Auf großes Interesse bei den rund 250 Teilnehmern stießen auch die diversen Mal- und Bastelangebote, der Ausflug in den Chiemgauer Hochseilgarten, das Schnupperfischen am Hochstraßer See sowie der Besuch bei der Malteser Rettungshundestaffel, fasste Ferienprogramm-Organisatorin Petra Motzke von der Gemeindeverwaltung zufrieden zusammen; doch erst das Engagement der zahlreichen Privatpersonen und Vereine sowie die Spendenbereitschaft ortsansässiger Unternehmen hätten diese breitgefächerte Angebots-Palette möglich gemacht. Allerdings, ergänzt sie, lasse die Abmeldemoral bei Krankheit oder Verhinderung eines angemeldeten Kindes „sehr zu wünschen übrig“; die zum Teil heiß begehrten Plätze könnten dann jedoch nicht anderweitig vergeben werden. Übrigens: Die Kunstwerke, die die Kinder bei den einzelnen Aktionen getöpfert, gebastelt und gemalt haben, sind am letzten Ferienwochenende im Dorfhaus in Lauterbach zu bewundern. Bürgermeister Christian Praxl wird die Ausstellung am Samstag, 13. September, um 18 Uhr eröffnen. 29. August 2008 "Thansauer können jetzt ruhiger schlafen"
Eon steckt zwei Millionen Euro in Umbau der Rohrdorfer Ache
zum BerichtDie ersten Senioren kommen im Herbst
Arbeiten beim Altenheim "St. Anna" in vollem Gang
zum Bericht
Rohrdorfer Obstverwertung steht in vollem Saft
Festabend zum 50jährigen Bestehen - "Ein Stück Landkreisgeschichte geschrieben" Rohrdorf (pil) – Wenngleich die Langform von ORO nicht jedem geläufig sei; als Marke habe sich die Abkürzung für die „Obstverwertung Rohrdorf/Oberbayern“ jedenfalls längst einen Namen gemacht. Den Stellenwert des Saftproduzenten, der jetzt im Kreise von rund 270 geladenen Gästen – darunter eine Reihe Gründungsmitglieder - sein 50jähriges Bestehen feierte, hob indes nicht nur Konrad Irtel, der frischgebackene Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern und Vorstandssprecher der VR-Bank Rosenheim-Chiemsee, in seinem Grußwort hervor. Hier sei „ein Stück Landkreisgeschichte“ geschrieben worden, zollte auch der stellvertretende Landrat Paul Unterseher junior der „hochmodernen Kelterei mit überregionalem Ruf“ Anerkennung. Ganz bewusst hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Wiesböck als Moderator des Festabends davon abgesehen, einzelne Personen in den Vordergrund zu stellen. Stellvertretend für die Männer der ersten Stunde begrüßte er den vormaligen Geschäftsführer Konrad Paul sowie den früheren Kellermeister Jakob Wagner; beide hatten mehr als vier Jahrzehnte die Entwicklung des Genossenschaftsbetriebs entscheidend mitgeprägt. Welch reiche Ernte das Unternehmen einmal einfahren würde, war bei seiner Gründung allerdings nicht abzusehen. Denn so manchem schien nach dem harten Winter 1955/56 und dem schweren Hagelunwetter von 1956 – 75.000 Bäume mussten damals gerodet werden – die Zeit für die Gründung einer Selbstvermarktungsorganisation noch nicht reif, wie Altbürgermeister Fritz Tischner erinnerte. In einer mit zahlreichen Wortspielen rund um den „Malus domestica“, den Kulturapfel aus der Familie der Rosengewächse, gespickten Festrede nahm er seine Zuhörer mit auf einen unterhaltsamen Streifzug durch fünf Jahrzehnte Obstverwertung am Rohrdorfer Bahnhof; Abstecher in den Garten Eden, nach Troja zum Urteil des Paris und zum Schweizer Wilhelm Tell inklusive. Allen Unkenrufen zum Trotz hoben 42 Obstbauern im Juli 1958 mit viel Mut und Zuversicht die „Obstabsatz- und -verwertungsgenossenschaft Landkreis Rosenheim“ aus der Taufe, die erst 1972 einen weniger sperrigen Namen erhalten sollte; insgesamt 48.000 Mark wurde seinerzeit als Startkapital gezeichnet. Als „Büro“-Mobilar dienten während der Anfangszeit alte Holzkisten, der Durchsatz der ersten Presse lag bei 20 Zentnern pro Stunde, und die Flaschen wurden mithilfe eines Schlauchs befüllt. Spätestens mit den 70er Jahren aber setzte ein richtig gehender Wachstumsschub ein, der Maschinenpark wurde sukzessive modernisiert und erweitert, die Lagerkapazität weiter vergrößert. Die 90er schließlich bescherten der Oro einen „Quantensprung“ bei den Umsatzzahlen. Und heute, schloss Tischner, zähle der „ansehnliche“ mittelständische Ausbildungsbetrieb mit 15 Beschäftigten, einer 25-teiligen Produktpalette und rund zwei Millionen Euro Jahresumsatz dank der neuen Dekanter-Presse zu den Vorreitern in Sachen Saftproduktion. Mit der Verwertung von heimischem Mostobst trage das Unternehmen aber nicht nur dem Grundbedürfnis der Menschen nach gesunden Lebensmitteln Rechnung und fördere die Heimatverbundenheit. Die Oro leiste darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Landespflege, hatte zuvor auch Verbandsdirektor Martin Gruber vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege dem „Geburtstagskind“ bescheinigt, das seit mehr als 20 Jahren den Vorsitz im dortigen Arbeitskreis Keltereibetriebe innehat. Im Interesse der nachfolgenden Generationen mahnte Gruber zugleich, den Obstanbau, der zu Notzeiten überlebenswichtig war, künftig zwar mit Gelassenheit, keinesfalls jedoch nachlässig zu betreiben. Eine Rückschau auf die 50jährige Unternehmensgeschichte bot zudem eine Fotoausstellung, die bei den Betrachtern so manche Erinnerung wachrief. 28. Juli 2008 Neue Wege in Sachen Marketing
FH-Absolvententag erstmals zu Gast bei Schattdecor
zum Bericht"Sonderstellung in der Saftindustrie" durch Dekanterpresse
Obstverwertung Rohrdorf blickt auf erfolgreiches Jahr zurück - Umfangreiche Investitionen Rohrdorf (pil) – Die zunehmende Konkurrenz durch Discounter-Ware lässt auch die Oro nicht unberührt. Doch trotz eines leichten Umsatzrückgangs und der hohen Energiepreise blickte Joachim Wiesböck, der Vorstandsvorsitzende der Obstverwertung Rohrdorf, bei der Generalversammlung auf ein erfolgreiches, von umfangreichen Investitionen geprägtes Geschäftsjahr zurück. Die Bilanzsumme der Genossenschaft fiel mit knapp über drei Millionen Euro so hoch wie nie zuvor in ihrer 50jährigen Geschichte aus. Allein mit 400.000 Euro schlug der Anbau an die bestehende Lagerhalle zu Buche; weitere 250.000 Euro flossen in die Anschaffung neuer Maschinen, insbesondere der Dekanter-Presse. Unter Luftabschluss wird dort nun naturtrüber Apfelsaft mit einem hohen Fruchtfleischanteil gewonnen. Dieses innovative Verfahren verschaffe der Oro „eine Sonderstellung in der Saftindustrie“, wie Aufsichtsratsvorsitzender und Versammlungsleiter Helmut Wiesböck ergänzte. Besorgnis erregend sei der 50-prozentige Umsatzrückgang der Saftproduzenten auf dem Sektor der Mehrweggebinde seit dem Jahr 2002. Diesem Trend zumindest regional entgegen zu wirken, sei der Oro jedoch – dank ihrer Mitarbeiter und der Qualität der Rohware - „gut gelungen“, ist der Vorstandschef überzeugt. Mit 50.000 Zentnern haben die heimischen Obstbauern im vergangenen Jahr so viele Äpfel wie seit 2000 nicht mehr angeliefert: „Das hat uns sehr gut getan.“, betonte er. Und auch für diese Saison rechnet Wiesböck mit einer überdurchschnittlichen Ernte, für die wieder Baumrüttler und Auflesemaschine über den Maschinenring Rosenheim angefordert werden können. Zudem habe die Lohnkelterei als weiteres Standbein des Regionalvermarkters im vergangenen Jahr nach längerer Zeit erstmals wieder zugelegt. Höhere Abnahmepreise fürs Mostobst allerdings, die Fachberater Josef Stein vom Landratsamt angesprochen hatte, bekämen letztlich die Verbraucher zu spüren. Preislich könnten die mehrfach DLG-prämierten Säfte aus Rohrdorf zwar nicht mit den Billigprodukten mithalten; doch sei es ohnehin das erklärte Ziel der Oro, unter dem Motto „Aus der Region - für die Region“ besten Service gepaart mit hoher Qualität „zu einem vernünftigen Preis“ anzubieten. Die Kaufentscheidung aber müsse letztlich der Kunde fällen. Ein Forschungsprojekt mit der Fachhochschule Weihenstephan, das vor kurzem auf den Weg gebracht wurde, ziele zusätzlich auf die Sicherung des hohen Qualitätsniveaus der Produktpalette ab. Im Rahmen dieser Kooperation sollen neue Apfelsorten mit definierten Kriterien wie Ausbeute, Geschmack, Pressbarkeit und Farbe erschlossen werden. Die Bedeutung der heimischen Firmen für die Stärkung des lokalen Wirtschaftsraumes unterstrich der stellvertretende Landrat Paul Unterseher junior aus Höhenmoos in seinem Grußwort; nicht umsonst rangiere die Arbeitslosenquote im Landkreis bei lediglich 2,9 Prozent. Vor diesem Hintergrund wünschte der Kreispolitiker der Rohrdorfer Kelterei, die am Samstag mit einem Festakt ihr 50jähriges Bestehen begeht, auch für die Zukunft „genügend Obst zum Saften“. Zuvor hatte Revisorin Katrin Schulz vom Genossenschaftsverband Bayern dem Betrieb eine „gute Finanz- und Vermögenslage“ bescheinigt. Diese spiegelt sich auch in der einstimmig von den Genossenschaftsmitgliedern bewilligten Höhe der Dividende wider, die mit 8,5 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau liegt. Keine Veränderung brachte die turnusgemäße Neuwahl zum Aufsichtsrat mit sich: Einstimmig bestätigte die Versammlung im Hotel zur Post Helmut Wiesböck im Amt. 15. Juli 2008
Goldenes Priesterjubiläum in Rohrdorf
Festgottesdienst zu Ehren von Pfarrer Wolfgang Aumer Rohrdorf (pil) – Eigentlich wollte er nach der Mittleren Reife vom Gymnasium abgehen und Chemielaborant werden, um seiner Mutter nicht länger auf der Tasche zu liegen. Aber auf Anraten seiner Lehrer machte Wolfgang Aumer doch noch sein Abitur. Die Entscheidung, Priester zu werden, habe ihn dann „wie ein Blitz“ getroffen, blickte der Geistliche Rat in seiner Predigt zurück; und so konnten die Rohrdorfer jetzt mit einem festlichen Gottesdienst unter strahlend blauem Himmel das Goldene Priesterjubiläum ihres ehemaligen Pfarrers und Dekans feiern. Fahnenabordnungen der Ortsvereine säumten aus diesem Anlass den Pausenhof im Turner Hölzl, für die musikalische Umrahmung sorgten die drei Kirchenchöre, der Liederkranz und Bläser der Musikkapelle Rohrdorf unter der Leitung von Christina Stocker. Die Dankesworte des Seelsorgers quittierten die zahlreichen Gäste aus dem kirchlichen Bereich, der politischen Gemeinde und den Vereinen beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen in der Mehrzweckhalle mit lang anhaltendem Applaus. Nach der Priesterweihe am 29. Juni 1958 in Freising verschlug es den Kaplan Aumer zunächst nach Unterstein, München und Landshut. Es folgten Posten als Bundeswehrseelsorger (1966 bis '69) in Traunstein, Brannenburg und Neubiberg. Bis 1979 war Aumer als Geistlicher Leiter der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und als Betriebsseelsorger im Erzbistum München-Freising tätig, bevor er in Rohrdorf schließlich mehr als 20 Jahre (bis 2001) als „richtiger Pfarrer“ wirken konnte, wie Claudia Opperer vom Pfarrgemeinderat in ihrer Zusammenfassung des Festtages anmerkte; die Ernennungsurkunde hatte seinerzeit Kardinal Joseph Ratzinger, der jetzige Papst Benedikt XVI., unterzeichnet. Hier baute Aumer unter anderem den Pfarrverband Rohrdorf-Thansau-Lauterbach auf, gründete die Jakobusgemeinschaft und eine Kolpingfamilie und stärkte die Jugend- und die Laienmitarbeit in der Kirche. Von 1992 bis 2000 stand der Seelsorger darüber hinaus dem Dekanat Inntal vor. Seinen Ruhestand verbringt der Geistliche, der sich mit Rohrdorf nach wie vor eng verbunden fühlt, in Schönau am Königssee und hilft, soweit dies seine Gesundheit zulässt, in Pfarreien im Berchtesgadener Land aus. Und noch heute, so Opperer weiter, liege dem Jubilar daran, bei allem Ernst, die Kirche mit Fröhlichkeit zu „unterwandern“. Der langen Reihe von Gratulanten - angeführt von Pfarrer Gottfried Doll - gehörte auch Sr. Dr. Irmingard Thalmeier an. Statt Geschenke hatte Aumer um Spenden für deren Arbeit zugunsten Aidskranker in Südafrika gebeten. Von der „weltlichen“ Seite erinnerte Bürgermeister Christian Praxl an den frischen Wind, den Aumer in die Gemeinde gebracht habe: Ein Pfarrer, der bei den Menschen war und bei Bedarf buchstäblich auf die Pauke haute. 2. Juli 2008 Malen, riechen, schmecken im Dreivierteltakt
Integratives "Actionpainting" an der Rohrdorfer Schule
zum Bericht
"Du bleibst da und wirst Bürgermeister"
30 Jahre lang hatte Fitz Tischner in Rohrdorf das Heft in der Hand Rohrdorf (pil) – Eigentlich wollte er nur sechs Jahre im Rohrdorfer Rathaus bleiben, als Geschäftsleitender Beamter quasi „an vorderster Front“ kommunalpolitische Erfahrungen sammeln und dann den Sprung ins Wirtschaftsministerium wagen. Doch schon bald befand sein Mentor, das damalige Gemeindeoberhaupt Benno Hollinger: „Du bleibst da und wirst Bürgermeister.“ Und Fritz Tischner blieb. Sechs mal sechs Jahre sind es also letztlich geworden, wenn der Dienstälteste unter den Rathaus-Chefs im Landkreis mit Ablauf des 30. April in den Ruhestand geht und nach drei Dekaden den Bürgermeistersessel räumt. Jetzt eine kurze Bilanz zu ziehen, sei gar nicht so einfach, meint der 65jährige, der zweite Gemeinde-Chef überhaupt in der Nachkriegsgeschichte Rohrdorfs. Doch eines weiß er: „Es waren schöne und, wie ich glaube, erfolgreiche Jahre.“ Die Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner hat er dabei immer als Bestandteil des demokratischen Spiels verstanden; die persönlichen Anfeindungen – bisweilen bis ins Privatleben – allerdings „hätte es nicht gebraucht“. Unumwunden räumt Tischner aber ein: „Ich bin sicher auch kein einfacher Mensch.“
Getreu dem Motto „Der beste Arbeitsplatz ist der, den man mit dem Radl erreichen kann.“ hat Tischner deshalb schon bald konsequent den Weg geebnet für weitreichende wenngleich nicht immer unumstrittene Gewerbeansiedlungen; die Unternehmenslandschaft wurde bis dato vom Zementwerk dominiert. Rund 2800 zum Teil hochqualifizierte Arbeitsplätze haben die Unternehmen in der Gemeinde, vom kleinen Handwerksbetrieb bis hin zum Global Player, heute zu bieten – mehr als Arbeitnehmer im Ort wohnen. Für so manchen Firmenchef mag dabei der seit 30 Jahren unveränderte Gewerbesteuer-Hebesatz von 300 Punkten den Ausschlag gegeben haben, sich in Rohrdorf anzusiedeln. 2006 honorierte das Wirtschaftsministerium die Gewerbepolitik der Rosenheimer Stadtrandgemeinde mit dem „Bayerischen Qualitätspreis“. Der stetige Anstieg der Finanzkraft hat freilich auch im Erscheinungsbild der Gemeinde Spuren hinterlassen. Nicht nur die Sport- und Freizeitanlage im Turner Hölzl, die Kindergärten und Schulen, die Vereins- und Feuerwehrhäuser in den einzelnen Ortsteilen sowie der neue Bauhof zeugen von umfangreichen Investitionen. Auch wurde der Bau von Versorgungsleitungen, Straßen und Kanalisation unermüdlich vorangetrieben. „Wenn man alles wegreißen ließe, was in den letzten 30 Jahren gebaut worden ist, bräuchte man dafür wohl ebenso lange.“, schmunzelt der CSU-Mann. Anfang der 90er Jahre hatten sich zwischenzeitlich allerdings 19 Millionen Mark Schulden angehäuft, weshalb ihm Kritiker vorwarfen, die Gemeinde finanziell an die Wand zu fahren; derzeit steht sie mit knapp 900.000 Euro in der Kreide, bei Rücklagen von 3,5 Millionen Euro. Große Bedeutung misst Tischner auch der Arbeit des Abwasserzweckverbandes Prien- und Achental bei, dem er drei Jahrzehnte lang vorstand. Insgesamt 100 Millionen Euro wurden in dieser Zeit im Verbandsgebiet verbaut. Zwischen 1983 und '86 entstand die Kläranlage in der Bockau; und in der Gemeinde sind nur mehr drei Dutzend entlegene Anwesen nicht ans Kanalnetz angeschlossen. „Bei allem, was neu war, sind wir dabei gewesen.“, blickt der scheidende Bürgermeister nicht ohne Stolz zurück. So auch beim Zusammenschluss einiger Inntalgemeinden zur „Inngas GmbH“, von deren Versorgungsnetz heute die Rohrdorfer und Thansauer profitierten. Gleichzeitig aber legte der „alte Weltenreisende“ und bekennende Anhänger der modernen Kunst immer großen Wert auf die Förderung des kulturellen wie auch des sozialen Bereichs. Mit Freude erfüllt ihn daher nicht nur die gelungene Integration der Petö-Kinder in der Rohrdorfer Grundschule. Dieses Thema, weiß er schon jetzt, „liegt mir weiterhin am Herzen“; ebenso die Kontakte zum ukrainischen Ternopil und zu Songea in Tansania, wohin immer wieder finanzielle Unterstützung fließt. Die von ihm zitierte „Weltoffenheit“ als Spiegel der Gemeinde-Seele zeigt sich außerdem in den Partnerschaften zu Tarnowo Podgórne (Polen), Rosate (Italien) und Schattendorf (Österreich) ebenso wie in der Verbindung zu Waldstatt in der Schweiz. Viermal wurde Tischner, der unter anderem auch den Vorsitz der Landkreis-Bürgermeister im Bayerischen Gemeindetag inne hatte, im Amt bestätigt. Doch trotz aller Erfolge hält sich der Abschiedsschmerz in Grenzen. In seinem Ruhestand will sich der Vater zweier erwachsener Söhne nun einer Reihe ehrenamtlicher Engagements widmen und seine Leidenschaft als Theatergänger pflegen. Das Versprechen an seine Frau, zunächst einmal zwei Monate ohne Terminkalender zu leben, hat er allerdings schon wieder revidieren müssen. 27. April 2008 "Harlekin" auf der Suche nach einer neuen Heimat
Jahreshauptversammlung beim Theaterverein Rohrdorf (pil) – Der Wunsch nach einer neuen Heimat bewegt die Rohrdorfer Harlekin-Komödie auch weiterhin. Erneut brachte Vorsitzender Hartl Kaiser, der sich bereits seit geraumer Zeit eine andere Spielstätte für die Theaterer erhofft, das Thema bei der Jahreshauptversammlung mit Nachdruck aufs Tapet. Denn im Turner Hölzl, wo man sich lediglich „geduldet“ fühle, komme es wegen der hohen Auslastung vor allem durch sportliche Veranstaltungen immer wieder zu organisatorischen Problemen - etwa, wenn während der Probenphasen wegen der Bühnenaufbauten ein Hallenteil gesperrt werden muss. Auch leide die Atmosphäre der Aufführungen unter dem Sporthallen-Ambiente. Freilich konnten weder der dritte Bürgermeister Joachim Wiesböck noch der künftige Rathaus-Chef Christian Praxl eine rasch zu realisierende Lösung präsentieren. Dieser versprach aber: „Wir werden uns des Themas annehmen.“
Recht zufrieden blickte Vorstandsmitglied Kurt Weiß auf die jüngste Spielsaison zurück. Trotz allgemein rückläufiger Besucherzahlen bei den Laienbühnen waren insgesamt 681 Zuschauer zu den fünf Vorstellungen der Komödie „Die Annonce“ gekommen. „Bestens bewährt“ habe sich dabei der Vorverkauf übers Internet und beim Wirt der Turner Hölzl Stubn. Über eine ganze Reihe von Aktivitäten in der Jugendgruppenstunde berichtete Xandi Fradl. Rund 15 Kinder im Alter zwischen acht und 13 Jahren treffen sich jeden zweiten Dienstag im Pfarrheim zu Pantomime-Spielen und Sprachübungen ebenso wie zum Marionetten basteln. Außerdem wurde der Sketch fürs Vorprogramm des Erwachsenen-Theaters einstudiert, für den die „Harlekids“ kräftigen Beifall ernteten. Keinerlei Umbesetzung gab es im Zuge der turnusgemäßen Neuwahlen, die einstimmig über die Bühne gingen. Das dreiköpfige Vorstandsteam bilden wieder Hartl Kaiser, Kurt Weiß und Harry Fradl. Die Jugendleitung behält Xandi Fradl bei, Kassierin bleibt Irmi Mayr, und für die Öffentlichkeitsarbeit ist weiterhin Sylvia Müller zuständig. Dank des neuen Handbuchs, in dem auch die Kriterien für Ehrungen festgeschrieben sind, wurden erstmals langjährige Mitglieder für ihre Verdienste um den Verein gewürdigt: Es sind dies Uli Stuffer und Klaus Biehl (beide zehn Jahre in der Vorstandschaft; letzterer sechs Jahre erster Vorstand) und Claudia Weiß-Lorenz (zwölf Jahre in der Vorstandschaft, unter anderem als zweiter Vorstand und zweiter Abteilungsleiter). Die Silberne Ehrennadel des Verbands der Amateurtheater für 25jährige Mitgliedschaft erhielt Christine Unterseer; bei der Harlekin-Komödie hatte sie unter anderem die Jugend- und die Spielleitung inne. Ebenso ausgezeichnet wurde Hartl Kaiser, der dem Verband seit 29 Jahren angehört. Der amtierende Vorsitzende engagiert sich seit 26 Jahren in Rohrdorf in der Vorstandschaft, unter anderem als Spielleiter, Öffentlichkeitsreferent und Abteilungsleiter. 17. April 2008 Neuer Anlauf mit viel Holler
Wirtschaft am Hochstrasser See soll wieder aufblühen
zum BerichtNeue Decke für die Stockschützen
Generalsanierung der Thansauer Bahnen
mehr...TSV: Satzungsänderung zugunsten "Kick for Help"
Jahresversammlung mit Wiederwahl des kompletten Vorstands Rohrdorf (pil) – Zusätzlich zur Förderung des Breiten- und Leistungssports will der TSV Rohrdorf-Thansau künftig die Unterstützung Behinderter oder Kranker im Vereinszweck festschreiben. Ohne Gegenstimmen – bei vier Enthaltungen - gaben die Mitglieder bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung grünes Licht für eine entsprechende Ergänzung in der Satzung. Der neue Passus soll die Abwicklung der Spendenaktion „Kick for Help“ über den Sportverein abdecken, die auf Initiative von Christian Reisner bei der Fußballer-Weihnachtsfeier im Jahr 2003 ins Leben gerufen worden ist. Zahlreiche kranke und behinderte Kinder aus dem Gemeindegebiet und der näheren Umgebung wurden im Rahmen dieser Aktion bereits bedacht – sei es mit Spielzeug, mit einer Reittherapie oder einer Ballonfahrt. Keine Veränderungen im Vorstandsteam brachten die Neuwahlen: Einstimmig im Amt bestätigt wurden Vorsitzender Sepp Pichlmeier sowie dessen Stellvertreter Volker Fritsch und Hans Hefter. Schriftführerin ist weiterhin Anja Aß, und um die Finanzen kümmert sich Kassier Sascha Ellmann. Die Revision bleibt in den Händen von Ludwig Wiesböck und Edith Fritsch. In seinem Rückblick erinnerte Pichlmeier nicht nur an die Veranstaltungen anlässlich der 20jährigen Partnerschaft mit der burgenländischen Marktgemeinde Schattendorf. So sei der TSV auch bei den Partnerschaftstagen in Rosate (Italien) mit knapp zwei Dutzend Teilnehmern vertreten gewesen. Der Verein mit seinen 1360 Mitgliedern verstehe sich – neben dem sportlichen Anliegen – als Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens in der Gemeinde, verwies er auf die Ferienprogramm-Aktion (Fahrt in die Allianz Arena), die Teilnahme am Dorfschießen und die Arbeitseinsätze bei der Renovierung von St. Jakobus. „Es tut dem Verein gut, sich hier zu zeigen.“ Umso erfreulicher sei es, dass mit dem „Emil-Seitz-Ring“ - der Straße am Parkplatz des Sportgeländes – nun eine treibende Kraft bei der Gründung des Vereins im Jahr 1922 gewürdigt werde. Als „Meilensteine“ seiner bislang dreijährigen Amtszeit listete er zudem den Bau des Fußball-Vereinsheims, die Gründung einer neunten Abteilung (Unihockey) sowie die Einführung der neuen Vereinssoftware mit einem zentralen Buchhaltungssystem auf. Breiten Raum bei der Versammlung im Gasthof „Zur Post“ nahmen die Berichte aus den neun Sparten – Fußball, Gymnastik, Kraftsport, Kun-Tai-Ko, Skisport, Stockschützen, Tennis, Triathlon und Unihockey – ein. Dabei blickt insbesondere die Abteilung Kun-Tai-Ko („kleiner mächtiger Körper“) auf eine erfolgreiche Saison zurück: Mit Lena Stumböck und Marlene Hellthaler landeten bei den Deutschen Meisterschaften in der Kategorie Musikformen gleich zwei Rohrdorferinnen auf den Plätzen eins und drei. Einen wahren „Volltreffer“ hat zudem die Gymnastik-Sparte mit dem Kindertanzen gelandet, das mehr als 50 Tanzwütige – überwiegend Mädchen - mobilisiert hat. Allerdings liegt das Kinderturnen derzeit mangels Übungsleiter brach. Ebenfalls stark im Aufwind sehen sich die Unihockey-Spieler. Mit derzeit rund 40 Mitgliedern hat sich die Zahl der Aktiven seit dem Startschuss vor gut einem Jahr mehr als verdreifacht. Zusätzlich zum neuen Damenteam soll dort jetzt eine Jugendmannschaft aufgebaut werden. Und nach der wetterbedingten Nullrunde im vergangenen Jahr konnte die Skiabteilung heuer wieder mit Ski- und Snowboardkursen für rund 190 Teilnehmer sowie mit mehreren Ausflügen aufwarten. 2. April 2008 zur Jahreshauptversammlung 2007
Singen für den Umbau
Chor des Priesterseminars Ternopil zu Gast in der Region Landkreis (pil) – Mehrere ukrainisch-katholische Gottesdienste im Byzantinischen Ritus mit Konzerten stehen zwischen Samstag, 5., und Freitag, 18. April, auf dem Programm, wenn der Chor des Priesterseminars in Ternopil (Ukraine) der Region einen vierzehntägigen Besuch abstattet. Dabei wollen die angehenden Priester auch Geld sammeln für die Renovierung und damit den Erhalt des Seminars, mit dessen Aufbau der jetzige Bischof Vasyl Semenjuk zusammen mit fünf Studenten 1989 unter bescheidensten Verhältnissen begonnen hat. Das kleine Haus fünf Kilometer außerhalb von Ternopil, das die Stadt zur Verfügung gestellt hatte, wurde in Eigenarbeit um-, aus- und angebaut. Mittlerweile beherbergt das Seminar 115 Theologiestudenten, darunter auch junge Männer aus armen Verhältnissen, die das Schulgeld „abarbeiten“ und durch die Ausbildung eine Perspektive für die Zukunft erhalten; denn jeden Jungpriester erwartet eine sichere Arbeitsstelle. Allerdings machen nun strenge staatliche Vorgaben eine grundlegende Sanierung erforderlich: Sämtliche Treppen, sanitären Anlagen sowie alle Zimmer müssen binnen zwei Jahren einem Mindeststandard bezüglich Zimmerhöhe, Ausstattung und Brandschutz angepasst werden. Ein erster Kostenvoranschlag hierfür beläuft sich auf rund 540.000 Euro, beschreibt Kathi Schmid aus Höhenmoos, die Vorsitzende des „Helferkreis für die Diözese Ternopil (Ukraine) e.V.“ und Koordinatorin der Gottesdienste, die Zwangslage des Priesterseminars. Allein ein Sack Zement koste dort derzeit umgerechnet etwa neun Euro. Und von staatlicher Seite erhalte die Ukrainisch-Katholische Kirche keinerlei Unterstützung. Zwar habe sich bereits ein privater Geldgeber bereit erklärt, die Hälfte der Baukosten zu tragen; für die andere Hälfte jedoch müssen Seminar und Diözese aufkommen. Weitere Informationen gibt’s bei Kathi Schmid, Telefon 08032/ 5578. Spenden für den Umbau können auch auf das Konto „Helferkreis für die Diözese Ternopil e.V.“ überwiesen werden: Konto-Nr.53538 bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, Bankleitzahl 71150000, Betreff „Priesterseminar“. 30. März 2008
Für die ambulante Pflege einmal den Erdball umrundet
Arbeitsreiches Jahr beim Sozialwerk - Katharinenheim stellt neues Projekt vor Rohrdorf/ Bad Endorf (pil) - Nicht nur als Träger des neuen Seniorenheims „St. Anna“ in Thansau steht für den Katharinenheim Endorf e.V. das Wohlergehen betagter und pflegebedürftiger Menschen im Blickpunkt. Mit einem umfangreichen Dienstleistungsangebot will der Verein, der seit 1920 das gleichnamige Alten- und Pflegeheim in Bad Endorf betreibt, nun dazu beitragen, die eigenständige Lebensführung Alter und Kranker in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu erhalten und zugleich die Angehörigen unterstützen. Einblick in das Projekt „Daheim betreut wohnen“, das derzeit in der Chiemgau-Gemeinde entwickelt wird, gaben die beiden Koordinatorinnen der Service-Leistungen, Nadja Stiels und Petra Oertel, im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Sozialwerks Rohrdorf. Hausnotruf, Fachberatung, Essen auf Rädern, Hausmeisterdienste, Wäscherei-Service, Vermittlung von Haushaltshilfen, Begleitdienst, Freizeitgestaltung, Hilfe bei der Suche nach einem Pflegeheim – diese und weitere Posten könnten demnach künftig im Rahmen eines Vertrags mit dem Katharinenheim gebucht werden. Der Stundensatz für die einzelnen Leistungsbausteine rangiere dabei nach derzeitigen Schätzungen zwischen 16 und 25 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Für Rohrdorf käme freilich nur ein „abgespecktes Konzept“ in Frage, betonten die Referentinnen. Denn das Angebot solle nicht mit dem Leistungskatalog des Sozialwerks konkurrieren, sondern diesen vielmehr ergänzen. Hingegen gebe es in Bad Endorf keinen ambulanten Pflegedienst. In jedem Fall seien aber ehrenamtliche Helfer gefragt, die sich in dem Projekt engagieren. Weitere Auskünfte dazu erteilt das Katharinenheim, Telefon 08053/4060. Über die Arbeit des Sozialwerks hatte zuvor Einsatzleiterin Gabriele Prankl in der Gaststätte im Turner Hölzl informiert. Genau 47.208 Kilometer – eine Strecke länger als einmal rund um den Erdball – haben die Schwestern im vergangenen Jahr auf ihren Dienstfahrten durchs Gemeindegebiet zurückgelegt. Das siebenköpfige Pflegeteam hatte in insgesamt 6490 Pflegestunden (rund 100 mehr als im Vorjahr) 66 Patienten versorgt (vier weniger als im Vorjahr); die meisten im Alter zwischen 60 und 90 Jahren; acht Personen waren älter als 90 Jahre. Hinzu kamen 95 Beratungseinsätze (plus 9). Die steigende Pflegebedürftigkeit erklärte Prankl damit, dass viele der Patienten allein lebten. Als nach wie vor „schlecht“ bewertet die Vorsitzende Gudrun Lohmann die sozialpolitischen Rahmenbedingungen für die ambulanten Dienste. So sehe die Pflegereform für Demenzkranke ohne Pflegestufe lediglich ein Betreuungsgeld von bis zu 200 Euro monatlich vor. Mit Sorge verfolgt sie zudem die Diskussion um die geplanten Pflegestützpunkte zur Beratung; diese zentralen Einrichtungen, so ihre Befürchtung, bedrohten vor allem kleinere Pflegedienste in ihrer Existenz. Dabei sei gerade die ambulante Versorgung durch örtliche Sozialwerke „das Beste für eine Gemeinde“.Weiterhin hohe und komplexe Anforderungen an die Schwestern, so Lohmann weiter, stellten die immer kürzeren Verweilzeiten von Patienten im Krankenhaus. Erfreuliches hatte Kassier Peter Holzner zu vermelden: Knapp 27.000 Euro Spenden konnte er auf der Einnahmenseite verbuchen; unterm Strich hat das Sozialwerk mit seinen derzeit knapp 500 Mitgliedern das Jahr 2007 mit einem Gewinn von etwa 5000 Euro abgeschlossen. Dagegen war im Vorjahr ein gemeindlicher Zuschuss für den Verlustausgleich erforderlich gewesen. Als „echte Erfolgsgeschichte“ würdigte schließlich Bürgermeister Fritz Tischner die Entwicklung der 1974 gegründeten Einrichtung, die sich nach einigen Anlaufschwierigkeiten längst als unverzichtbare Institution in der Gemeinde etabliert habe.
9. März 2008
BÜRGERMEISTERWAHL ROHRDORF
Klarer Wahlsieg für Christian Praxl
Strahlende Gesichter bei der CSU - Rätselraten beim Bürgerblock Rohrdorf (pil) – Der erlösende Anruf kam um 19.37 Uhr: CSU-Kandidat Christian Praxl hatte das Rennen um den Bürgermeistersessel der Gemeinde Rohrdorf für sich entschieden. Bis zum Schluss galt der Wahlausgang allgemein als spannend. Mit 61 Prozent für den Bewerber der Christsozialen fiel das Ergebnis dann aber doch recht deutlich aus; sein Gegenkandidat Martin Fischbacher (Bürgerblock) kam auf 39 Prozent. Darüber hinaus läutete der Wahlabend die Schlussphase einer drei Jahrzehnte währenden Ära in Rohrdorf ein: Denn mit Praxls „Dienstbeginn“ am 1. Mai endet zugleich die Amtszeit von Fritz Tischner. Strahlende Gesichter bestimmten die kleine Wahlparty im Bürgermeisterzimmer, wo der künftige Rathaus-Chef mit der Familie und Parteifreunden auf den Erfolg anstieß. „Kontrolliert optimistisch“ sei er gewesen, nun aber „freudig überrascht über die Sechs an der Zehnerstelle“ - so brachte der 49jährige seine Gemütslage auf den Punkt. Die richtig große Aufregung hatte den dreifachen Vater erst während der letzten Stunde der „Wartezeit“ gepackt. Seinen Sieg sieht er im wesentlichen in zwei Punkten begründet. Zum einen habe sich die Bürgermeisterwahl – die Beteiligung lag bei 71,46 Prozent - einmal mehr als Persönlichkeitswahl erwiesen. Praxl ist in Thansau aufgewachsen, wohnt aber seit Jahren in Rohrdorf. Er stand elf Jahre lang der Freiwilligen Feuerwehr Thansau vor; außerdem engagierte er sich jahrelang als Jugendtrainer beim TSV Rohrdorf/ Thansau. Zum anderen verfüge er dank seiner fast dreißigjährigen Tätigkeit in der Gemeindeverwaltung – zuletzt als Leiter des Bauamts - über reichlich Erfahrung und Kompetenz im kommunalen Bereich. Die Überarbeitung des Flächennutzungsplans unter dem Vorzeichen einer harmonischen Entwicklung der Ortschaften, Hochwasser- und Lärmschutz, der Bau der Umgehungsstraße Rohrdorf-Nord sowie die Förderung der Vereine und gemeinnützigen Organisationen sind einige der Eckpfeiler des CSU-Programms, das Praxl unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ nun Zug um Zug mit dem neuen Gemeinderat umsetzen will. Der Ortsvorsitzende Joachim Wiesböck hatte zwar fest mit einem Sieg gerechnet, jedoch nicht in dieser Größenordnung. „Wir sind mehr als zufrieden.“, kommentierte er gestern auf Anfrage das Ergebnis. Fritz Tischner hatte vor sechs Jahren mit 58,4 Prozent gegen Franz Warter vom Bürgerblock abgeschnitten. Für den neuen Gemeinderat signalisierte Wiesböck bereits ausdrücklich Interesse an einer sach- und themenbezogenen Zusammenarbeit mit allen Fraktionen. Rätselraten herrscht dagegen beim Bürgerblock vor. „Wir hatten uns mehr ausgerechnet.“, gab Martin Fischbacher unumwunden zu. Eigentlich hatte der Bürgerblock auf einen „Stimmenpuffer“ in Rohrdorf und Thansau gehofft, um die erwartungsgemäß schwachen Ergebnisse in Lauterbach und Höhenmoos abzudämpfen. Doch auch dies sei trotz des engagierten und fairen Wahlkampfs nicht gelungen. „Wir haben keine Ahnung, woran es gelegen hat.“, bekannte Fischbacher im Gasthof zur Post, wo der Bürgerblock zusammengekommen war, um unabhängig vom Wahlergebnis zu feiern. Für den scheidenden Bürgermeister Fritz Tischner indes ist das Ergebnis ein klares Zeichen dafür, dass die Bürger die eingeschlagene Richtung der Kommunalpolitik in einer der führenden Gemeinden Bayerns beibehalten wissen wollen. Die Mehrheit der Wähler habe letztlich die realistischen Vorstellungen des CSU-Kandidaten ebenso wie dessen Glaubwürdigkeit mit dem Kreuz an der entsprechenden Stelle auf dem gelben Wahlzettel quittiert. 4. März 2008 Willi Hofmann: "Der VdK wird nicht nachgeben!"
Deutliche Worte zur Mehrwertsteuer auf Medikamente bei Jahresversammlung - Ehrungen Lauterbach (pil) – „Die Rente ist kein sozialpolitischer Gnadenakt sondern Lohn für eine jahrzehntelang erbrachte Lebensleistung! Sie darf nicht auf ein staatliches Almosen reduziert werden.“ Der VdK-Kreisvorsitzende Willi Hofmann hatte seinen Vortrag über die Lage im grundgesetzlich verankerten sozialen Rechtsstaat Deutschland in gewohnt deutliche Worte gefasst. Dank diverser Reformen, Riester- und Nachhaltigkeitsfaktor sowie steigender Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sei in den letzten Jahren keine Bevölkerungsgruppe so stark zur Kasse gebeten worden wie die Rentnergeneration, prangerte der frühere Bundesschatzmeister bei der Jahreshauptversammlung des knapp 100 Mitglieder zählenden VdK-Ortsverbands Rohrdorf an. Scharfe Kritik übte Hofmann in seinem Referat unter der Überschrift „Zukunft braucht Menschlichkeit“ auch am geplanten Gesundheitsfonds, der wiederum die Rentner und Geringverdiener belaste. Mit Nachdruck werde der VdK gegen eine Zweiklassen-Medizin kämpfen, denn „Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel der Patienten abhängen.“ Ebenso bleibe der Verband bei seiner Forderung, die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von derzeit 19 auf sieben Prozent zu senken. 2,3 Millionen Unterschriften seien in dieser Sache bereits dem Kanzleramt in Berlin übergeben worden. „Der VdK wird nicht nachgeben!“, versprach das Ehrenmitglied des Landesverbandes im Gasthaus Alpenblick in Lauterbach. Mit einer bundesweiten Kampagne will der VdK nun das öffentliche Bewusstsein für die wachsende Kinder- und Altersarmut schärfen; allein drei Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland seien von Armut bedroht. Ein Durchschnittsrentner habe heute monatlich rund 130 Euro weniger zur Verfügung als noch vor vier Jahren. Und weitere Belastungen – etwa durch die Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrags - seien bereits in Sicht. Soziale Gerechtigkeit dürfe nicht zum Auslaufmodell geraten, warnte Hofmann. Der Sozialverband als Sprachrohr für 1,4 Millionen Bundesbürger werde deshalb auch weiterhin die soziale Gesetzgebung kritisch verfolgen und als Bollwerk gegen Sozialabbau jeglicher Art auftreten. Über diverse Fortbildungen und ihre Ernennung zur ehrenamtlichen Richterin am Sozialgericht München informierte unter anderem Ortsvorsitzende Marianne Keuschnig. Ihr Dank galt allen Spendern und Helfern, die zum Erfolg der Sammlungen „Helft Wunden heilen“ in den beiden vergangenen Jahren mit insgesamt 7800 Euro beigetragen hatten. Mit einem Teil dieses Betrages konnte alten, kranken und behinderten Gemeindebürgern in Not finanzielle Hilfe gewährt werden, etwa für den Kauf von Kleidung, beim Wohnungswechsel oder für diverse Therapiemaßnahmen. Ebenso standen wieder zahlreiche Weihnachts-, Kranken- und Geburtstagsbesuche auf dem Programm, wobei Keuschnig immer wieder dankbar dafür ist, am Leben „ihrer Mitglieder“ teilhaben zu dürfen. Einen Aufwärtstrend beim Mitgliederstand verzeichnete Geschäftsführer Dieter Störmann für den Kreisverband. Dieser ist im Laufe des vergangenen Jahres um gut 230 auf nunmehr etwa 7340 angewachsen. 5410 Beratungsgespräche wurden im Jahr 2007 geführt, 657 Anträge in Sachen Schwerbehindertenausweise, Kriegsopferversorgung, Renten- und Krankenversicherung gestellt, 153 Widersprüche gegen Bescheide eingelegt, 64 Klagen eingereicht – und insgesamt 300.000 Euro für VdK-Mitglieder erstritten, zog Störmann Bilanz. Einen der Schwerpunkte der Verbandsarbeit bilde dabei der Bereich Rentenversicherung. Neben der Anhebung der Zuverdienstgrenze für Rentner auf 400 Euro sei auch die Verlängerung des ALG I für Ältere nur auf Druck des VdK zustande gekommen, ist er überzeugt. Doch trotz dieser Erfolge kann der Fachmann keine Entwarnung geben: „Es wird immer schwieriger, sein Recht durchzusetzen.“ ![]()
"Es fehlt an Nachwuchs"
Jahreshauptversammlung der Arbeiterwohlfahrt
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Bekenntnis zur SPD - Unbequem aber lohnenswert
Maria Noichl beim Wahlkampfauftakt in Rohrdorf Rohrdorf/Thansau (pil) – „Warum lohnt es sich nach 60 Jahren CSU-Dominanz überhaupt noch, in der SPD aktiv zu sein?“ Dieser Frage ging Maria Noichl, SPD-Stadträtin und Vorsitzende des Unterbezirks Rosenheim-Stadt, bei der Weihnachtsfeier des Ortsvereins Rohrdorf-Thansau nach, welche zugleich den Auftakt für den Wahlkampf markierte. Die Lehrerin, die im kommenden Herbst in den Landtag einziehen will, ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie mit ihrem Bekenntnis zur Sozialdemokratischen Partei einen – zumal in Bayern - zwar unbequemen aber dennoch lohnenden Weg eingeschlagen habe. Wenngleich ihr das Parteibuch keinerlei finanzielle oder berufliche Vorteile beschere, zieht die 40jährige für sich eine bislang durchaus positive Bilanz. Neben der Bildung „für Herz und Hirn“ hob sie beim „Wirt von Thansau“ die persönliche Standfestigkeit hervor, die das Eintreten für die oppositionserfahrene Gruppierung mit sich bringe. Noichl versteht die SPD vor allem als Kontrollorgan und damit als Wahrerin von Transparenz und Demokratie, die zudem regelmäßig die Vordenkerrolle übernähme – etwa in Sachen Elterngeld und Mindestlohn. Den Erfolg schrieben sich dann zwar andere Parteien auf die Fahnen, doch gehe es ihr vorrangig um die Sache. Dieser Einlassung schloss sich der Rohrdorfer Ortsvorsitzende Rudolf Mayerhofer mit Verweis auf den „SPD-Herzenswunsch“ Altenheim an. Neben aller politischen Arbeit aber, betonte Noichl abschließend, bildeten die „Roten“ auch eine enge soziale Gemeinschaft, für die es sich immer wieder einzustehen lohne. 21. Dezember 2007 Eine bunt gemischte Riege für die Kommunalwahl
Liste der SPD Rohrdorf/Thansau steht - Sechs Frauen Rohrdorf/Thansau (pil) – Mit einer bunt gemischten 20köpfigen Riege steigt nun die SPD Rohrdorf/Thansau in den Wahlkampf ein. Zügig und einstimmig ging die Aufstellung der offenen Liste im „Wirt von Thansau“ über die Bühne. Der Kandidaten-Mix – die Altersspanne reicht vom Schüler bis zum Rentner - stammt mehrheitlich aus dem Ortsteil Thansau und deckt die unterschiedlichsten Berufsfelder ab. Und mit sechs Bewerberinnen könne sich auch die Frauenquote durchaus sehen lassen, betonte Ortsvorsitzender Rudolf Mayerhofer bei der Versammlung zufrieden. Zum Vergleich: Auf der CSU-Liste kandidieren drei Frauen, beim Bürgerblock acht. Einen eigenen Bewerber für den Chefsessel im Rathaus schicken die Sozialdemokraten jedoch auch diesmal nicht ins Rennen. Ebenso wenig wurde eine Empfehlung für einen der beiden bereits nominierten Bürgermeister-Kandidaten von CSU (Christian Praxl; sein Bruder Franz steht auf Platz zwei der SPD-Liste) und Bürgerblock (Martin Fischbacher) gegeben, die beide zur Aufstellungsversammlung gekommen waren und sich dort kurz vorstellten. In Rohrdorf, so Mayerhofer, breche mit der Kommunalwahl im März nach drei Jahrzehnten Amtszeit von Rathauschef Fritz Tischner (CSU) ohnehin „eine neue Ära“ an; wobei für die SPD auch künftig die Sachthemen im Vordergrund stünden, denen man sich „mit vollem Einsatz zum Wohle des Bürgers“ widmen wolle. 1. Dezember 2007
Amüsantes Verwirrspiel um vier Inserate
Rohrdorfer "Harlekins" ernten viel Beifall für "Die Annonce" Rohrdorf (pil) – Vier Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, unter einem Dach – dieser Umstand allein sorgt schon für reichlich Turbulenzen im Hause Bormann. Doch als sich das Quartett mithilfe von Zeitungsinseraten auch noch zur gleichen Zeit und ohne das Wissen der jeweils anderen auf Männersuche begibt – wenn auch aus ganz unterschiedlichen Beweggründen –, sind weitreichende Verwicklungen vorprogrammiert. Denn selbstredend geraten die vier Bewerber – vom Aktmodell über den Heiratskandidaten und den Klavierschüler bis hin zum Wohnungssuchenden - zunächst an die falsche Dame. Es ist Boulevardtheater im besten Sinn, was die Rohrdorfer „Harlekins“ mit der Komödie „Die Annonce“ in dieser Saison auf die Bühne bringen: Die hochdosierte Mischung aus Verwechslungen, zweideutigen Dialogen und Situationskomik, garniert mit einer ewig aktuellen Kollektion an Männerunterhosen, bescherte den rund 170 Premierengästen im Turner Hölzl gleich von Beginn an einen schwungvollen Theaterabend, der mit reichlich Schlussapplaus endete. Den ersten großen Beifall des Abends jedoch ernteten die Nachwuchsschauspieler von den „Harlekids“, die im Vorprogramm mit dem Sketch „Die Kontakanzeige“ die Lacher auf ihrer Seite hatten.
In der Zwischenzeit schwelgt die Malerin Marie voll Inbrunst in Wunschträumen von ihrem künftigen Modell, das sie bei der Fertigstellung ihres Werkes „Festmahl bei Spartakus“ inspirieren soll. Gaby Hiller zieht aber nicht nur beim Schwärmen alle Register; ganz ungeniert legt sie auch Hand an ihre vermeintlichen Modelle, um deren körperliche Eignung zu untersuchen. Diese Art der Körpervisite indes bleibt nicht ohne Folgen: In dem verklemmten Wohnungssuchenden Wilhelm Lallinger erweckt die resolute Künstlerin dadurch den leidenschaftlichen Schwerenöter, den sie sich kaum vom Leib halten kann. Hugo Huber – fast ohne Ausnahme meistert er seinen „bnöden Sprachfehner“ - war das Faible für die Figur des Wilhelm Lallinger, der erst noch sein Feinripp-Unterhemd fein säuberlich zusammenlegt, deutlich anzumerken. Und auch die anderen Schauspieler hielten mit ihren Talenten nicht hinterm Berg: Kurt Weiß etwa, dem als erwartungsvoller Heiratskandidat buchstäblich die Augen übergehen angesichts der (un-)missverständlichen „Angebote“ der deutlich älteren Agathe und der anschließend betrunken auf dem Sofa einschläft. Hannes Lemberger erklärt sich unterdessen in seiner bajuwarischen Unbefangenheit zu jeder Art von „Klavierunterricht“ bereit; und sei es im römischen Gewand. Als Vorlage für die Komödie in drei Akten, in der die vieldeutige Abkürzung VSF für zusätzliche Verwirrung bei den Beteiligten sorgt, diente Günter Schwarz – er führt zugleich Regie - ein Lustspiel des Schweizer Autors Marc Camoletti. Der Titel des Urstücks „Hier sind sie richtig“ kam dabei auch in der „Annonce“ zum Tragen: Mit eben diesen Worten lotste Klavierlehrerin Anni (wunderbar distinguiert und ein bisschen zickig dargestellt von Marianne Keuschnig) ihren Schüler in ihr Zimmer, nachdem sich der gordische Knoten der Verwechslungen gelöst hat. Die ganze Anzeigen-Affäre ins Rollen gebracht hatte übrigens, Vroni, das zur romantischen Verzückung neigende Dienstmädchen (herrlich schnippisch und ebenso pfiffig wie naiv: Nicole Liegl), das unbedingt heiraten möchte und dank eines Inserats immerhin schon einmal eine Kaffeemaschine ergattert hat. Denn sie war es, die auch die drei anderen Damen dazu ermuntert hatte, eine Annonce aufzugeben und auf diesem Wege einen Mieter, einen Klavierschüler beziehungsweise ein Aktmodell zu suchen. Als letzte Amtshandlung im Hause Bormann bleibt der Ehefrau in spe schließlich nur noch, einem Bewerber – auf welche der vier Anzeigen auch immer – telefonisch die offene Stelle des Dienstmädchens zu offerieren... 14. November 2007 Felsenfeste Freundschaft
Petrus im Mittelpunkt der Bibeltage
zum Bericht
Streifzug mit einer guten Portion Augenzwinkern
Franz Warter beleuchtet in seinen "Rohrdorfer Spaßetteln" 80 Jahre Dorfleben Rohrdorf - Dem Blitz-Miche, dem Raggei und anderen Unikümern hat Franz Warter (Foto) schon im Untertitel seiner „Rohrdorfer Spaßetteln“ ein kleines Denkmal gesetzt. In dem apfelgrünen Büchl erzählt der Bäckermeister (Jahrgang 1952) mit einer Portion Augenzwinkern eine ganze Reihe von heiteren Begebenheiten, die sich so oder doch zumindest so ähnlich im Lauf der vergangenen 80 Jahre in Rohrdorf zugetragen haben. Auf die exakte zeitliche Einordnung der 40 Geschichten, die im Grunde genommen „die Dorfgemeinschaft geschrieben hat“, verzichtet der Autor. Es ist vor allem die Grundstimmung des Gemeindelebens, bei dem Privates, Kultur, Kirche und Wirtshaus immer eng miteinander verquickt waren, die er vermitteln will. Rund zwei Jahre lang hat Warter an den „Spaßetteln“ gearbeitet, die er seinem Schwager und gutem Freund, dem verstorbenen Stocker Anderl, gewidmet hat. Der damalige Wirt war es auch, der ihn, Warter, bereits vor Jahren am Stammtisch zu dem Büchlein inspiriert hat: „Schreib die alten Spaßettln auf, sonst wearns sicherlich a mal vergessen!“ Um aber niemanden „vorzuführen“, hat der Verfasser ganz bewusst viele Namen geändert. Vom Interesse der Bürger an den „alten Geschichten“ zeugte der Andrang von mehr als 130 Besuchern bei der Buchvorstellung im Stocker-Saal. Erhältlich sind die „Rohrdorfer Spaßetteln“ zum Preis von 9,80 Euro in den beiden Läden der Konditorei Gredler in Rohrdorf und Thansau. Text/ Foto: pil
Ein "Dienstleistungszentrum" für die Bürger
Segen für Rohrdorfer Bauhof - Dimensionierung umstritten Rohrdorf (pil) - „Nein, zu groß ist er nicht geworden!“ Bürgermeister Fritz Tischner und Sebastian Huber, der Leiter des Rohrdorfer Bauhofs, sind sich einig angesichts des Neubaus auf dem „Geiginger Feld“. Jetzt wurde der 1,9 Millionen Euro teure Bauhof-Komplex, der schon seit längerem in Betrieb ist, offiziell eingeweiht. Drei Gebäudeteile mit rund 1400 Quadratmeter Nutzfläche umfasst die Anlage an der Straße nach Lauterbach. Der südliche Trakt mit Splittdepot, Lagerflächen sowie den Sozialräumen und Büros erstreckt sich auf etwa 70 Meter Länge. Daran schließen sich im rechten Winkel neben Schreinerei und Lager die Garagen mit Wartungs- und Waschhalle an. Acht große Lagerboxen auf dem 2000 Quadratmeter großen Hof bieten zudem Stauraum für verschiedene Baumaterialien, während im Norden des 6000-Quadratmeter-Grundstücks ein Salzsilo mit 200 Kubikmeter Fassungsvermögen in die Höhe ragt. Ein sichtbares Zeichen für die „menschliche Seite“ des Bauhofs setzt unterdessen die mehrere Meter hohe Eisenskulptur von Rudl Endriss aus Söchtenau. Das Kunstwerk in Form eines abstrahierten Menschen sorgte in der Gemeinde bereits für reichlich Gesprächsstoff. Lediglich acht Monate hatte die Errichtung des Bauhofes gedauert, der nach Aussage von Architekt Christian Guggenbichler in der weiteren Umgebung „seinesgleichen sucht“: Die Weichen für das Projekt wurden im Jahr 2005 mit der Änderung des Flächennutzungsplanes gestellt; nach der Genehmigung des Bauantrags im März 2006 wurde am 15. Mai der erste Spatenstich gesetzt, und bereits sieben Monate später folgte die Übergabe zum Betrieb. Allerdings machte eine schadhafte Abdichtung der anvisierten Einweihung im Frühjahr einen Strich durch die Rechnung: Wegen aufsteigender Feuchtigkeit an den Innenwänden musste der gesamte Sockel im Sozialbereich frei- und dann trockengelegt werden. Damit konnte gestern zugleich die „Einweihung der geglückten Sanierung“ gefeiert werden, wie der Projektplaner anfügte; den kirchlichen Segen erteilten Pfarrer Gottfried Doll und sein evangelischer Kollege Reinhold Seibel Als „Dienstleistungszentrum“, das den steigenden Ansprüchen der Bürger gerecht zu werden versuche, bezeichnete Rathauschef Fritz Tischner vor Gemeinderäten und einigen Bürgermeisterkollegen aus den Nachbargemeinden die neue Unterkunft für Bauhof-Mitarbeiter, Wasserwart, Fahrzeuge, Geräte und Werkstätten. Der jetzige Standort außerhalb der Ortschaft und zentral innerhalb des Gemeindegebiets sei dabei - ebenso wie die Dimensionierung des Bauhofs - durchaus umstritten gewesen. Doch, betonte Tischner, gliedere sich die moderne Anlage, an deren Bau zahlreiche ortsansässige Betriebe beteiligt waren, gut in die Landschaft ein. Und mit dieser vierten Erweiterung innerhalb von 36 Jahren könnte der Rohrdorfer Bauhof nunmehr eventuell seinen Endzustand erreicht haben. 28. Oktober 2007 Thansauer wurde Postler des Jahres
Rudolf Fastenmeier in Berlin ausgezeichnet
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Das Theater "EigenArt" tischte in Rohrdorf eine ganz besondere Kost auf
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Seniorenheim "St. Anna": Bauarbeiten im Zeitplan
mehr..."Es hat sich nicht rentiert"
Wirt am Hochstrasser See wirft das Handtuch
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Von Trümmersuche bis Mantrailing
Rohrdorfer Kinder bei den Rettungshunden
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Bauarbeiten für "St. Anna" sind in vollem Gange
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Generationswechsel vollzogen
Karl Frey scheidet aus ORO-Vorstand aus Rohrdorf (pil) – Die Talsohle scheint durchschritten; jedenfalls fiel der Bericht, den der Vorstandsvorsitzende Karl Frey quasi als seine letzte Amtshandlung bei der Generalversammlung der Obstverwertung Rohrdorf (ORO) präsentierte, „erfreulicher als im Vorjahr“ aus: Der leichte Verlust konnte wieder aufgefangen werden. Zu der positiven Entwicklung des Jahresergebnisses hatten neben einer Preiserhöhung nicht zuletzt eine Ausweitung der Produktpalette sowie eine gezielte Absatzförderung beigetragen. Erfreulich hoch, so Frey weiter, sei dabei die Resonanz auf den Stand auf der letzten Südostmesse (SOM) ausgefallen. Auch die Weichen für die Zukunft habe die Genossenschaft bereits gestellt: So wird eine neue Obstpresse mit Dekanter-Technik angeschafft; und der Bau der neuen Voll- und Leerguthalle soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. „Wir sind auf dem richtigen Weg.“, ist er überzeugt. Angesichts dieser Entwicklung und einer verjüngten Führungsmannschaft sah er für sich den richtigen Zeitpunkt gekommen, „das Ruder zu übergeben“; mit seinem Abschied aus dem Vorstand beendete der 64jährige den bereits vor Jahren eingeläuteten Generationswechsel in der ORO. Zugleich wurde der Vorstand von vier auf künftig drei Mitglieder verkleinert; einen entsprechenden Vorschlag befürwortete die Versammlung im Hotel zur Post mit einer Gegenstimme. In seiner Laudatio würdigte der Aufsichtsratsvorsitzende Helmut Wiesböck insbesondere Freys Fachwissen sowie dessen Organisationstalent und soziale Kompetenz. Allein unter Freys Ägide – er saß ab 1979 insgesamt 18 Jahre im Aufsichtsrat, fünf davon als Vorsitzender, und anschließend im Vorstand – habe die ORO rund zwei Drittel der gesamten Investitionen seit ihrer Gründung im Jahr 1958 getätigt. Vor allem bei den Schorlen hat der Saftproduzent im vergangenen Jahr zugelegt; sie machen mit rund einer halben Million Liter mittlerweile etwa 15 Prozent der gesamten Absatzmenge aus, ging Geschäftsführer Joachim Wiesböck bei seinem Bericht ins Detail. Als Zugpferde hätten sich zudem neue Produkte wie beispielsweise Glühwein, Eistee und Apfel-Hollunder-Saft erwiesen. Und weil „die Qualität passt“, sieht auch er durchaus optimistisch in die Zukunft. Trotzdem gibt Wiesböck angesichts der Umsatzsteigerung auf gut zwei Millionen Euro noch keine endgültige Entwarnung: „Eine gute Ernte würde vieles erleichtern.“ Große Erwartungen setzt der Geschäftsführer nicht zuletzt in die Anschaffung des Baumrüttlers und der Auflesemaschine, die die mühselige Obsternte so weit wie möglich mechanisieren sollen. „Die Technik funktioniert.“, betonte er. Jetzt gelte es, die heimischen Obstbauern mit den Maschinen und ihren Anforderungen etwa an die Bodenbeschaffenheit vertraut zu machen. Erste Anfragen bezüglich eines vertraglichen Streuobstanbaus seien bereits bei ihm eingegangen. Schließlich, so Wiesböck, sei es das erklärte Ziel der ORO, das Obst für ihre Produkte auch weiterhin möglichst aus der Region zu beziehen. Der Feuerbrand stand schließlich im Brennpunkt des Vortrags von Dr. Wolfgang Kreckl von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Pflanzenschutz. Von Lindau bis Berchtesgaden gebe es keinen weißen Fleck mehr auf der Landkarte, obwohl die trockene Witterung im Frühling den Bakterien laut der bislang geltenden Prognose-Modelle eigentlich hätte den Garaus machen müssen. Vielmehr, so Kreckl, zeichne sich in manchen Regionen eines der schlimmsten Jahre ab. Wie die befallenen Gehölze zu behandeln sind – möglicherweise durch einen radikalen Rückschnitt – hänge allerdings von jeweiligen Gegebenheiten des einzelnen Obstgartens ab. Kreckl: „Ein Patentrezept gibt es nicht.“ Einstimmig wurde zudem die Satzungsänderung beschlossen, die wegen des geänderten Genossenschaftsgesetzes erforderlich geworden war. 27. Juni 2007 Hoffnungsträger für den Wechsel
Bürgerblock Rohrdorf schickt Martin Fischbacher als Bürgermeisterkandidat ins Rennen Rohrdorf (pil) – Der Bürgerblock Rohrdorf (BR) hat seiner „Hoffnung auf eine Kehrtwende in der Gemeindepolitik nach 30 Jahren Tischner & Co.“ ein Gesicht gegeben: Martin Fischbacher (44), der erste Vorsitzende, geht als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl 2008 ins Rennen.
Ebenfalls weit vorne rangiert für Fischbacher ein „sinnvoller und bewusster Umgang mit dem Geld der Bürger“. Er verspricht mit Blick auf Projekte wie das Dorfhaus in Lauterbach oder den neuen Bauhof: „Wir werden mehr aufs Geld schauen.“ Zudem will der ehemalige TSV-Abteilungsleiter die Höhe der Vereinszuschüsse künftig auch vom Umfang der Jugendarbeit abhängig machen. Einen kurzen Rückblick aufs vergangene Jahr gaben drei der insgesamt fünf BR-Gemeinderäte im Anschluss ans Aufstellungsprocedere. Sie nahmen Themen wie den beantragten Grüngut-Container am neuen Bauhof, die Öffnungszeiten des Wertstoffhofes und die Erweiterung des Hamberger-Logistikzentrums in der Bockau ebenso ins Visier wie die Vorgeschichte des Seniorenheims, das nun in Thansau gebaut wird. Massive Kritik übten die BR-Vertreter dabei durchwegs am Demokratieverständnis, das bei vielen Mitgliedern des Gemeinderats vorherrsche. Umso größer sind die Erwartungen, die der Bürgerblock in die Wahl am 2. März 2008 setzt. Dann werden die Karten in Rohrdorf vollkommen neu gemischt: Bürgermeister Fritz Tischner, an dem BR-Kandidat Franz Warter dreimal gescheitert ist, tritt nach 30jähriger Amtszeit nicht mehr an. Ihm soll nach dem Willen der CSU Christian Praxl, der Bauamtsleiter der Gemeinde, folgen. Zudem verzichtet die SPD auf einen eigenen Bewerber, wie aus dem Umfeld des Vorstands verlautete. Fischbacher jedenfalls rechnet sich gute Chancen auf einen Wahlsieg aus: „Wenn nicht jetzt, wann dann?!“ 16. Juni 2007 Schattdecor feiert "Rückkehr nach Thansau"
Über 40 Millionen Euro in neue Firmenzentrale investiert
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Zwei Ehrenmitglieder und eine neue Sparte
TSV Rohrdorf/Thansau blickt auf aktives Vereinsjahr zurück Rohrdorf (pil) – Mit den „Lumberjacks“ ist beim TSV Rohrdorf-Thansau vor kurzem die neunte Abteilung an den Start gegangen. Einen Einblick in den Trendsport Unihockey - eine Mischung aus Eis- und Hallenhockey -, der seit einiger Zeit auch in Deutschland an Boden gewinnt, gab Abteilungsleiter Toni Maier bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Stocker. Höhepunkt der Veranstaltung aber war die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Lenz Kuchler von der Kraftsportabteilung sowie an Bürgermeister Fritz Tischner. Das genaue Datum von Kuchlers Vereinsbeitritt war zwar nicht mehr zu eruieren („Irgendwann war ich eben dabei.“); doch waren es seine Verdienste um die Leichtathletik und die Kraftsportabteilung, die dem olympischen Fackelläufer von 1972 die Ehrenmitgliedschaft bescherte. Mit dieser besonderen Auszeichnung honorierte TSV-Vorstand Sepp Pichlmeier auch Tischners mutigen und unbeirrten Einsatz für die Sportanlage im Turner Hölzl. „Beeindruckt von der Leistung der Sportvereine“ nahm dieser die Auszeichnung entgegen und zollte seinerseits dem „Ehrenamt in seiner höchsten Form“ großen Respekt. In seinem Rückblick ging Pichlmeier neben dem Bau des Fußball-Vereinsheims und dem Einsatz der TSV-Mitglieder bei der Kirchenrenovierung auch auf die staatliche Förderung ein. Seit Januar 2006 ist die finanzielle Unterstützung im Rahmen der Vereinspauschale geregelt, bei deren Berechnung der Anteil der jugendlichen Mitglieder bis 26 Jahre (in Rohrdorf derzeit 51 Prozent) und die Summe der gültigen Übungsleiterlizenzen in besonderem Maße gewichtet werden. Wegen der Deckelung der Förderbeträge habe der TSV mit seinen insgesamt rund 1400 Mitgliedern und 35 Lizenzen im vergangenen Jahr allerdings nur knapp 7500 Euro aus diesem Topf erhalten. Und auch für 2007 befürchtet Pichlmeier eine erneute Deckelung. Sein Dank galt insbesondere der Gemeinde, die den Zuschuss für die Übungsleiterstunden von 1,50 auf zwei Euro erhöht hat; 5800 Euro waren auf diesem Wege in die Vereinskasse geflossen. Im Mittelpunkt der Berichte aus den einzelnen Sparten standen die sportlichen Aktivitäten. So waren die Triathleten bei insgesamt 31 Wettkämpfen angetreten; und 21mal standen TSV'ler auf dem Stockerl. Zudem ist eine zweite Auflage des Dorflaufs für den 6. Oktober vorgesehen. Bei den Tennisspielern konnte sich unter anderem die Mädchen-Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksklasse 2 sichern. Ins Zeug gelegt hat sich auch die Kraftsportabteilung, die mittlerweile an die 70 Personen betreut. Vor allem Montag vormittags ist die 80 Quadratmeter große „Bude“ im Turner Hölzl rappelvoll – und fest in Frauenhand. Mit einer neuen Leitung wartet die Gymnastikabteilung auf: Nach fast 25 Jahren gab Vroni Stuffer ihr Amt an die 22jährige Bernadette Schöttke ab, die die Funktion nun gemeinsam mit Margit Batt und Christl Hausböck als gleichberechtigte Stellvertreterinnen ausübt. Die Kinder-Tanzkurse, die erst seit einigen Wochen laufen, sind bereits restlos ausgebucht. Kräftigen Zulauf verzeichnet auch die Sparte Kun-Tai-Ko, die im vergangenen Mai erstmals einen Workshop rund um den brasilianischen Kampftanz Capoeira veranstaltet hat. Nach langer Pause waren voriges Jahr erstmals wieder Dorfmeisterschaften im Eisstockschießen auf dem Thansauer Badesee ausgetragen worden, an der sich elf Mannschaften beteiligten. Die Fußballer unterdessen haben in diesem Jahr gleich doppelten Grund zum Feiern: Neben 20 Jahren Trainingslager in Schattendorf begeht die größte TSV-Abteilung im Sommer ihr 60jähriges Bestehen. Allein der Bericht der Skiabteilung nahm sich etwas traurig aus. Deren Aktivitäten lagen – abgesehen von Skigymnastik und Nordic Walking - in diesem Winter zwangsläufig fast komplett auf Eis. 3. April 2007
Unterm Strich zwei erfolgreiche Jahre
Jahreshauptversammlung der Raiffeisenbank Rohrdorf/Thansau Rohrdorf/Thansau (pil) – Die Ehrung langjähriger Mitglieder bestimmte neben den Berichten des Geschäftsführers und des Vorstandes die Tagesordnung bei der Mitgliederversammlung der Raiffeisenbank Rohrdorf/Thansau. Gewählt wurden zudem die Delegierten für die Vertreterversammlung. Obwohl das Wirtschaftsbarometer erst im zweiten Halbjahr 2006 wieder nach oben ausgeschlagen hatte, konnte Peter Holzner, Geschäftsstellenleiter in Thansau, unterm Strich zwei erfolgreiche Jahre für beide Geschäftsstellen verbuchen; insgesamt wurden dort 3000 Kunden mit 6500 Konten betreut. Wie Holzner sieht auch Konrad Irtel optimistisch in die Zukunft. Der Vorstandssprecher der frischgebackenen „VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG“ erläuterte die Hintergründe der Fusion der Raiffeisenbank Rosenheim eG mit der Volksbank-Raiffeisenbank Chiemsee eG zu einer der größten Genossenschaftsbanken Bayerns. Mit knapp 500 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von über 1,6 Milliarden Euro bilde man eine starke Kraft in der Region, in der bis zum Jahr 2020 mit einem Bevölkerungszuwachs von mehr als 20 Prozent zu rechnen sei. „Lebensqualität durch Nähe“, appellierte Irtel in Anlehnung an das Banken-Motto an die Zuhörer, bedeute aber auch, bei Anschaffungen oder sonstigen Vorhaben zunächst ans örtliche Gewerbe zu denken. Für 50-jährige Mitgliedschaft bei der Raiffeisenbank Rohrdorf/Thansau wurden geehrt: Robert Stahl, Lorenz Höhensteiger sen. , Johann Baptist Schauer, Josef Opperer Sen., Johann Staudacher sen. und Christine Unterseher. Seit 40 Jahre dabei sind Ludwig Winkler, Konrad Langl, Rupert Reisner, Horst Mitscherling, Konrad Thalmeier, Josef Piezinger sen., Hermann Wörndl, Franz Heck, Andreas Wiesböck sen. und Josef Knoll sen. 1. April 2007 "Die Alm im Tal" - Neustart am Hochstrasser See
Dieter Bauer setzt auf regionale Küche - Eröffnung am 1. Mai
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--- ZUR FOTOSERIE ROHRDORFER FASCHINGSZUG 2007 --- Seniorenheim in Thansau - Startschuss steht kurz bevor
Wohn- und Pflegebereich mit 77 Plätzen - Träger: "Wir wollen Leben reinbringen"
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Nur das Wartehäusl steht auf der verkehrten Seite
Haltestelle Tiefenthaler verlegt - Station an der ORO bleibt erhalten
zum Bericht--- ZUR FOTOSERIE ROHRDORFER FASCHINGSZUG 2007 --- --- ZUR FOTOSERIE KRÖNUNGSBALL 2007 ROHRDORFER FASCHINGSGESELLSCHAFT ---
"Piraten der Karibik" übernehmen das Ruder in Rohrdorf
Beim Krönungsball im Turner Hölzl schlugen die Wellen der Begeisterung hoch Rohrdorf (pil) – Eine Meuterei war nicht nötig. Bürgermeister Fritz Tischner rückte die Gemeindekasse und den Rathaus-Schlüssel – wenn auch zähneknirschend – freiwillig heraus und gab damit den Weg frei für Simone I., Herrscherin der unbezähmbaren Fluten, und Prinz Balthasar I., Eroberer von Berg und Tal. Welchen Kurs das Rohrdorfer Prinzenpaar samt Crew während der fünfwöchigen Regentschaft einschlagen wird, konnten die rund 400 Gäste beim ebenso schwungvollen wie unterhaltsamen Krönungsball im Turner Hölzl miterleben. Dort lichteten die „Piraten der Karibik“ die Anker für die große Fahrt durch eine turbulente Faschingssaison 2007, welche für die Rohrdorfer nicht zuletzt einen Gaudiwurm im Schlepptau hat. Weil sowieso alle nur gekommen seien, um das Prinzenpaar und die Garde zu bewundern, machte Hofmarschall Franz Steiner, stilecht ausgestattet mit Federhut und Degen, gar nicht viele Worte; wenngleich es ihm sein neues Amt - Steiner: „eine Riesenehre“ - eigentlich erlaube zu reden, während ihm ein gesamter Saal zuhören müsse, wie er augenzwinkernd anmerkte.
Tosenden Beifall erntete nicht nur das Prinzenpaar für einen hinreißenden Walzer und später für eine mitreißende Show zu Chachacha-Klängen; akrobatische Hebefiguren raubten Tänzern wie Zuschauern dabei gleichermaßen den Atem. Selbstredend durften auch die 14 Gardemädchen unter dem Kommando von Gardemajor Katharina Dick nicht ohne Zugabe abtreten. Für den zackigen Marsch wie für den fetzigen Showblock hatten die Organisatoren sämtliche seeräuberisch angehauchten Musiktitel – vom Soundtrack von „Fluch der Karibik“ bis hin zum Klassiker „Drunken Sailor“ - „ausgebeutet“.
Dass die Tanzfläche auch zwischen den einzelnen Programmpunkten nicht leer blieb, dafür legte sich die Band „Katzoff“ - verstärkt durch vier Bläser der „Jungen Riederinger“ - mit Oldies und aktuellen Hits in die Riemen, die den Rohrdorfern das nächste Mal beim Gildeball am Samstag, 20. Januar, einheizen wird. Um Mitternacht, nach Inthronisationszeremoniell, Ordensverleihung, bei der neben Bürgermeister, Pfarrer und Eltern des Prinzenpaares zahlreiche Freunde und Förderer des Rohrdorfer Faschings gewürdigt wurden, und Showblock schlugen dann ein weiteres Mal die Wellen der Begeisterung ganz hoch: Die „Pussy-Piraten“ der RFG-Mannschaft kehrten eine ganz andere Seite des vermeintlich recht rauen Seeräuber-Lebens heraus und brachten so das Programm zu einem krönenden Abschluss. In der Bar dagegen war dann noch längst nicht Zapfenstreich... 17. Januar 2007 --- ZUR FOTOSERIE ROHRDORFER FASCHINGSZUG 2007 --- --- ZUR FOTOSERIE KRÖNUNGSBALL 2007 ROHRDORFER FASCHINGSGESELLSCHAFT ---
Krönungsball: Für Rohrdorfs Narren wird's jetzt ernst
Simone I. und Balthasar I. übernehmen am Samstag die Regentschaft Rohrdorf (pil) - Am Samstag, 13. Januar, wird’s ernst für die Rohrdorfer Narren: An diesem Abend übernehmen nach Wochen der Vorfreude Simone I., Herrscherin der unbezähmbaren Fluten, und Prinz Balthasar I., Eroberer von Berg und Tal, beim Krönungsball (Schwarz-Weiß-Ball) bis Aschermittwoch das Ruder in der Gemeinde. Unterstützt wird das Prinzenpaar der Rohrdorfer Faschingsgesellschaft (RFG) dabei von 13 wagemutigen Piraten und der 14-köpfigen feschen Gardecrew unter dem Kommando von Gardemajor Katharina Dick. Der Startschuss für die Thronbesteigung im Turner Hölzl fällt um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr). Alle drei Jahre steigt satzungsgemäß der organisierte Fasching in Rohrdorf. Und erstmals in der 33jährigen RFG-Geschichte stehen die narrischen Wochen, durch die Hofmarschall Franz Steiner das Prinzenpaar und den Hofstaat geleiten wird, unter einem festen Motto: „Piraten der Karibik“. Ein Mix aus farbenfrohen Kostümen, heißen Rhythmen und sportlichen Tanzeinlagen ist also garantiert. Um sowohl beim Prinzenwalzer als auch beim Showblock Fehltritte jeglicher Art zu vermeiden, haben sich Garde wie Prinzenpaar bei der Tanzschule Kesmarki intensiv auf ihre Auftritte vorbereitet. Verständlich, dass da auch die Minister – Pardon, die Piraten! – nicht zurückstecken wollen: Seit Wochen feilen die 13 an ihrer Mitternachtsshow, die im Übrigen zur geheimen Verschlusssache erklärt wurde. Der Krönungsball bildet ohnehin nur den Auftakt für eine turbulente Faschingssaison 2007: Das Rohrdorfer Prinzenpaar samt Crew gibt sich darüber hinaus die Ehre beim Gildeball (20. Januar, Turner Hölzl), beim Hofball (11. Februar, Gasthof zur Post), beim Powerball (17. Februar, Turner Hölzl) sowie beim Kehraus (20. Februar, Gasthof zur Post). Darüber hinaus geht am Sonntag, 11. Februar, wieder ein Faschingszug auf Achse; die Vorbereitungen für den Gaudiwurm, der sich ab 14 Uhr durch den Ort schlängelt, halten nicht nur die Vorstandschaft mit Bernhard Leidl als Erster Präsident, Vize Tobias Raab, Schriftführerin Mona Holderle und Kassier Ramona Maier auf Trab. Wer die „Piraten der Karibik“ für Auftritte buchen möchte, setzt sich am besten mit Christina Purainer (Telefon 0170/5404051) in Verbindung. Rettende Engel nach Herzstillstand - Ein Wettlauf gegen die Zeit
Ohne ihren Mann und den "First Responder" hätte Petra Ellermann Weihnachten wohl nicht erlebt von Marisa Pilger Rohrdorf/Neubeuern - Für Petra Ellermann liegt in diesem Jahr etwas Besonderes über dem Weihnachtsfest, einem Fest, das sie ohne ihre beiden rettenden Engel wohl nicht erlebt hätte. Denn an einem Abend im Juli – sie ist gerade dabei, das Gartenhäuschen zu streichen – sackt die 43jährige plötzlich zusammen: Herzstillstand. Dank der Geistesgegenwart ihres Mannes und des Einsatzes des „First Responder“ aus Rohrdorf kann Petra Ellermann wieder ins Leben zurückgeholt werden. Dass im Notfall jede Minute zählt, hat sie damals am eigenen Leib erfahren. Gerade war Petra Ellermann noch auf der Leiter gestanden; im nächsten Moment „hör' ich einen Bumms.“ Ein Blick auf seine Frau, die leblos auf dem Boden liegt, genügt Jürgen Ellermann. Ihm ist sofort klar: „Da stimmt was nicht!“ Sofort greift er zum Telefon, wählt 112, die Notrufnummer der Feuerwehr, – die 19222 konnte er sich bis zu diesem folgenschweren 17. Juli nie merken; doch die Weitervermittlung zur Rettungsleitstelle klappt reibungslos. Mit Unterstützung übers Telefon versucht Jürgen Ellermann, den Puls bei seiner Frau zu fühlen – vergebens. Seine Frau hat einen plötzlichen Herzstillstand erlitten. Ohne lange zu zögern, beginnt der 63jährige - angeleitet vom Mitarbeiter der Leitstelle - mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Schätzungen zufolge stirbt in Bayern etwa alle 30 Minuten ein Mensch am "plötzlichen Herztod". Ausgelöst wird die lebensbedrohliche Situation meist durch Kammerflimmern, das Herz kann Blut und Sauerstoff nicht mehr in die lebenswichtigen Organe pumpen. Die effektivste Maßnahme, um Patienten mit Herzversagen erfolgreich wiederzubeleben, ist die möglichst frühzeitige Defibrillation. Mit einem Elektroschock auf das Herz soll ein Herzrhythmus in Gang gesetzt und der Blutkreislauf sowie die lebensnotwendige Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff reaktiviert werden. Die Behandlung der Betroffenen wird dabei zum Wettlauf gegen die Zeit, denn mit jeder Minute, die ungenutzt verstreicht, sinkt die Überlebenschance des Patienten um zehn Prozent; bereits nach vier bis fünf Minuten kommt es zu bleibenden Schädigungen des Gehirns. Erklärtes Ziel der „First Responder“ ist es, das sogenannte „therapiefreie Intervall“ zu verkürzen und die professionelle Erstversorgung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sicher zu stellen – egal ob bei Verkehrsunfällen oder internistischen Notfällen. Sie übernehmen nach Feierabend und an Wochenenden die Rufbereitschaft und sind meist in Minutenschnelle beim Patienten; ein System, das sich jedoch komplett aus Spenden finanzieren muss. Mit einer Patenschaft wollen die Ellermanns nun ein Zeichen setzen, denn „es kann jeden treffen, zu jeder Zeit“: Jeweils für den Schicksalsmonat Juli übernimmt das Ehepaar künftig die laufenden Kosten für den Rohrdorfer „First Responder“ in Höhe von rund 200 Euro. Längst arbeitet Petra Ellermann wieder; doch geht die Sekretärin im Golfclub Maxlrain die Dinge nun gelassener an, lebt bewusster. Ihr Mann indes hat sich wenig später zu einem Erste-Hilfe-Kurs angemeldet und legt dies auch allen anderen Bürgern ans Herz: „Einmal nur für die Führerscheinprüfung reicht eben nicht!“ 25. Dezember 2006
St. Jakobus: Nach neun Monaten Rückkehr aus dem "Exil"
Renovierte Rohrdorfer Pfarrkirche mit Festgottesdienst wiedereröffnet Rohrdorf (pil) – „Freut euch!“ - Mit gutem Grund rückte Weihbischof Dr. Franz Dietl das Motto des Apostel Paulus beim Festgottesdienst in St. Jakobus in den Mittelpunkt. Feierte die Rohrdorfer Pfarrgemeinde doch am dritten Advent, dem Gaudete-Sonntag (gaudete, lateinisch: „Seid froh!“), nach neunmonatigem „Exil“ im Pfarrsaal die Wiedereröffnung und Einsegnung ihres frisch renovierten Gotteshauses. Die musikalische Ausgestaltung der Zeremonie hatten Kirchenchor und -orchester unter der Leitung von Christina Stocker übernommen, die unter anderem die „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart und das „Hallelujah“ von Georg Friedrich Händel erklingen ließen.
Den Boden im Altarraum zieren jetzt rote und beige Platten aus Adneter und Untersberger Marmor; die Bleiverglasung der Fenster wurde repariert, ebenso Gestühl, Holzböden, Treppen und Sakristeieinrichtung. Einer Generalreinigung musste sich schließlich auch die Orgel unterziehen. Und für angenehme Temperaturen in der Kirche, die - wie der Pfarrhof – an die Hackschnitzel-Heizanlage des benachbarten Bauern angeschlossen ist, sorgt neuerdings eine Wandheizung. Die Sitzplätze reichten gar nicht aus für die zahlreichen Besucher beim Festgottesdienst, den Weihbischof Dr. Franz Dietl gemeinsam mit Pfarrer Gottfried Doll in Rohrdorf zelebrierte. Ihnen zur Seite standen dessen Vorgänger Wolfgang Aumer, Pfarrer Johannes Schlegl aus der Rohrdorfer Partnergemeinde Schattendorf, Kaplan Albert Hack, Pfarrer Xaver Komba aus Tansania - er arbeitet derzeit in München an seiner Promotion - und Diakon Anton Zanker. Mit Fahnenabordnungen waren auch die Ortsvereine vertreten. Mit etwa 1,1 Millionen Euro schlägt nach Angaben von Pfarrer Gottfried Doll die umfassende Innenrenovierung zu Buche; davon trägt das Ordinariat 630.000 Euro, die Gemeinde Rohrdorf 150.000 Euro. Zuschüsse fließen zudem von Seiten des Denkmalschutzes; weitere Mittel kamen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Der Rest wird aus Spenden von Privatleuten, ortsansässigen Firmen und Vereinen sowie durch Eigenleistungen finanziert. So waren im vergangenen Dreivierteljahr nicht nur Schreiner, Elektriker, Heizungsbauer und Kirchenmaler in St. Jakobus am Werk gewesen: Auch mehr als 150 ehrenamtliche Helfer aus der Pfarrei hatten mit angepackt, Putz von den Wänden geschlagen, den Boden im Altarraum ausgehoben, betoniert und immer wieder Baustellendreck weggeputzt. Etwa 80.000 Euro konnten auf diese Weise eingespart werden, schätzt Doll, der gemeinsam mit Kirchenpfleger Jakob Opperer bei der weltlichen Feier im Gasthaus zur Post allen Geldgebern und Helfern dankte. Fest eingespannt war auch die für die Planung, Finanzierung und Durchführung der Renovierung verantwortliche Kirchenverwaltung – in ihrer Funktion vergleichbar mit dem Gemeinderat –, die erst vor kurzem für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt worden war (wir berichteten). Neben Dekan Doll und Jakob Opperer sind dies Andreas Frei, Hildegard Fuchs und Bernhard Thalmeier. Ein Geschenk zur Wiedereröffnung hatte zudem Bürgermeister Fritz Tischner in petto. Er überreichte namens der Gemeinde 5000 Euro für die „ästhetische Überarbeitung“ der gotischen Jakobus-Figur. Ebenso einstimmig wie diese Unterstützung hatte der Gemeinderat die Spende für Pfarrer Xaver Komba in Höhe von 15.000 Euro befürwortet. In Songea (Tansania), wo der ausrangierte MAN der Freiwilligen Feuerwehr Rohrdorf seine Dienste beim Wassertransport tut, will der Geistliche eine Einrichtung für Aids-Waisen aufbauen. Mit einem besinnlichen Adventssingen klang schließlich der Feier-Tag in der frisch renovierten St.Jakobus-Kirche stimmungsvoll aus. 22. Dezember 2006 "Pionierarbeit in Kleingruppen"
Montessori-FOS in Rohrdorf gestartet - Neben Passau bayernweite Vorreiterrolle
zum BerichtWenn Steine sprechen lernen
Harlekids melden sich mit viel Witz auf der Bühne zurück Rohrdorf (pil) – Frisch und munter und mit einer guten Portion Witz haben sich die „Harlekids“ nach einem Jahr Pause auf der Bühne zurückgemeldet. Aber auch das Publikum im Turner Hölzl ist gefordert, wenn es darum geht, einer dusseligen Räuberbande einen Streich zu spielen und so dem Mädchen Xenia die Rückkehr auf ihren Heimatplaneten Noxilla zu ermöglichen. Denn für das glückliche Ende des intergalaktischen Abenteuers müssen erst ein paar „Steine“ sprechen lernen.
Seit Wochen hatten die „Harlekids“ unter der Regie von Claudia Kaiser und Xandi Fradl geprobt; jetzt brannten sie spürbar darauf, dass es Xenia (Laura Fradl) endlich in aller Öffentlichkeit auf die Erde – oder vielmehr die „Erbse“ - verschlägt. Dort wird das gutgläubige Mädchen prompt von einer Räuberbande übers Ohr gehauen; Xenia (Erkennungszeichen: „Psst, bip, bip!“) tauscht dummerweise Rubine und Gold gegen Bachkiesel und kann deswegen kein Benzinox für ihre Heimreise im Miniraumgleiter herstellen. Dabei, raunte einer der kleinen Zuschauer, sind doch auch stinknormale Steine „voll wertvoll“. Sichtlich wohl in seiner Rolle als gutmütiger und vor allem ständig hungriger Räubergesell Schmatz fühlte sich Maxi Unterlinner, während Jonas Weiß als ewig müder Träumer mit ebenso großer Hingabe auf der Bühne und sogar im Zuschauerraum schlief. Und wie ein frecher Kobold muckte Struwwel (Celina Müller) nicht nur gegen den Räuberhauptmann Holzauge (Ramona Wiesböck) auf. Doch wo Räuber ihr Unwesen treiben, ist auch die Polizei (in Gestalt von Sarah Hiller und Barbara Quitt) nicht weit: Holzauge samt Bande wanderte hinter Gitter, Xenia bekam ihre Rubine zurück und konnte Benzinox machen. Warum der kleinen Außerirdischen der Abschied von der „Erbse“ doch noch schwer werden sollte, wird hier nicht verraten. („Psst!“ - ohne „bip, bip“.) 16. Dezember 2006
"Piraten der Karibik" machen klar zum Entern
Rohrdorfer Faschingsgesellschaft stellt Prinzenpaar vor Rohrdorf (pil) – Die Rohrdorfer Faschingsgesellschaft (RFG) macht klar zum Entern. Schließlich wollen die „Piraten der Karibik“ spätestens beim Krönungsball am Samstag, 13. Januar, das Ruder in der Gemeinde übernehmen. Bei der Jahreshauptversammlung absolvierten Prinzessin Simone I., Herrscherin der unbezähmbaren Fluten, und Prinz Balthasar I., Eroberer von Berg und Tal, jetzt gewissermaßen ihren Stapellauf und wurden mit begeistertem Applaus im Gasthaus zur Post empfangen. An Faschingserfahrung mangelt es den beiden Majestäten ohnehin nicht: Simone Praxl, im bürgerlichen Leben verdient die 22jährige ihre Brötchen als Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik, schwang bereits 2004 als Gardemädchen das Tanzbein. Dort hat die unternehmungslustige Thansauerin auch „ihren Prinzen“ Balthasar Unterseher kennengelernt; der Groß- und Außenhandelskaufmann (27) aus Höhenmoos widmete sich damals noch „ministeriellen“ Aufgaben. Erstmals, betonte Hofmarschall Franz Steiner, stehe der RFG-Fasching, der satzungsgemäß alle drei Jahre in der Gemeinde steigt, unter einem festen Motto. Als Nachfolger von Helmut Wiesböck würzte der vormalige Minister Steiner die Vorstellung der narrischen Besatzung mit reichlich trockenem Humor, verteilte Rosen (an die Damen) und Schnapsgläser (an die Herren). Bei der 14-köpfigen Garde schwingt Katharina Dick als Gardemajor das Szepter; mit von der Partie sind außerdem Maria Baumgartner, Claudia Kaiser, Sophie Lumpe, Stella Müller, Michaela Pichlmeier, Caroline Schauer, Theresa Steindlmüller, Alexandra Stiller, Maria Stöhr, Katharina Unterseher, Kathrin Viertl, Rosmarie Weiherer und Veronika Weiherer. Ihnen zur Seite stehen - anstatt der Minister - 13 Piraten: Markus Hainzlmeir, Maximilian Haas, Mathias Praxl, Gert Kirr, Wolfgang Gasbichler, Andreas Leidl, Georg Dick, Josef Gasbichler, Christian Stuffer, Michael Bojuk, Andreas Maier, Andreas Fuihl, und Peter Schaal. Ganz unvorbereitet sticht dabei keiner der RFG unter der Präsidentschaft von Bernhard Leidl und dessen Vize Tobias Raab in See. Denn eine Beamer-Präsentation bereitete die Narren eindrucksvoll auf die körperlichen Veränderungen vor, die ein allzu ru(h)mreiches Piratenleben nach sich ziehen kann. Schließlich hat die RFG bis zum Aschermittwoch am 21. Februar ein umfangreiches Programm vor sich: Am Samstag, 13. Januar, steigt ab 19 Uhr der Krönungsball (Schwarz-Weiß-Ball) im Turner Hölzl, der Gildeball folgt eine Woche später und der Powerball am Samstag, 17. Februar. Darüber hinaus schlängelt sich am Sonntag, 11. Februar, ab 14 Uhr der Faschingszug durch den Ort (zur Fotoserie vom Faschingszug 2004). Die Wagenbauer treffen sich deshalb am Freitag, 1. Dezember, um 20 Uhr im Gasthof zur Post; dort steht am 11. Februar zudem der Hofball auf dem Programm, ebenso wie der Kehraus am 20. Februar. 15. November 2006
Erntehelfer für die Obstbauern
ORO will mit 45.000-Euro-Investition den Streuobstanbau attraktiver machen
Im Moment heißt es zusätzlich zu den Früchten vor allem Erfahrungen sammeln. Doch für ORO-Geschäftsführer Joachim Wiesböck ist diese Art der Ernte, wie sie in anderen Anbaugebieten längst praktiziert werde, schon jetzt aus zwei Gründen interessant. Zum einen sei der im Jahr 1958 gegründeten Genossenschaft als Regionalvermarkter daran gelegen, dass möglichst heimisches Obst in die Saftflaschen wandert, anstatt Äpfel aus Niederbayern, Tschechien, Österreich oder Baden-Württemberg zuzukaufen. Allerdings seien die von den Landwirten abgelieferten Mengen in den vergangenen Jahren rückläufig gewesen. Mit den neuen Geräten will Wiesböck die Attraktivität des Streuobstanbaus ebenso steigern wie dessen Wirtschaftlichkeit. Als Anreiz zahlt der Fruchtsafthersteller für jeden Doppelzentner maschinell geernteter Äpfel und Birnen einen zusätzlichen Euro, also 12 Euro. Zum anderen, ergänzt er, kämen die Früchte wegen der ernormen Zeitersparnis bei der Ernte beinahe direkt vom Baum in die Presse; entsprechend höher falle die Qualität des Saftes aus. Rund 15 Bäume kann sich der Hydraulikschüttler pro Stunde vornehmen. Um Verletzungen an den Stämmen vorzubeugen, sind die Greifer mit Gummibacken gepolstert. Bedenken wegen möglicher Schäden im Wurzelbereich hat Wiesböck nicht; in anderen Gegenden würden bereits seit Jahren ähnliche Geräte erfolgreich eingesetzt. Der selbstfahrende Obstsammler befördert währenddessen stündlich zwei bis drei Tonnen Äpfel oder Birnen über eine Schnecke in seinen Bunker (Fassungsvermögen rund 15 Zentner); von dort aus wird das Mostobst hydraulisch auf Anhänger gekippt. Bei einem Ernteertrag von rund zehn Zentner pro Baum könnte sich der Maschineneinsatz bereits in kleineren Anlagen mit nur fünf Bäumen lohnen, meint Wiesböck. Grundsätzlich müssten für dieses Verfahren aber sowohl Untergrund als auch Bäume entsprechend vorbereitet werden. Überlange Zweige und Wassertriebe zum Beispiel dämpften die Schüttelbewegungen ab, viele der Äpfel blieben am Baum hängen. Dann müsste der Bauer – wie gehabt - händisch mit einer Stange oder einem Haken nacharbeiten. Und bei falscher Bodenoberfläche würde der Wiesel neben dem Obst auch viel Erde aufsammeln. Ideal wäre es, wenn die Streuobstwiese zwei bis drei Wochen vor der Ernte gemäht werde. Das Bücken zum Aussortieren der verfaulten Früchte vor dem Einsammeln allerdings bleibe dem Bauern nach wie vor nicht erspart. 29. Oktober 2006 Petö-Kinder und die Lizenz zum Helfen
"Ballermann"-Markeninhaberin unterstützt Rosenheimer Verein Fortschritt
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Umfassender Einblick ins Rohrdorfer Branchenregister
"Unternehmen erleben mit Firmen und Vereinen": Reger Zulauf beim Straßenfest Rohrdorf (pil) – Einen lebendigen Einblick ins Rohrdorfer Branchenregister vermittelte die Verbrauchermesse, die am Sonntag unter dem Motto „Unternehmen erleben mit Firmen und Vereinen“ bis zum Nachmittag etliche Besucher in die Dorfmitte lockte. Knapp 50 Betriebe und Vereine aus dem gesamten Gemeindegebiet hatten dort auf Initiative des Gewerbeverbands Rohrdorf-Samerberg ein Straßenfest auf die Beine gestellt, bei dem sich die Bürger zwanglos und ohne Kaufdruck über Produkte und Dienstleistungsangebote vor der eigenen Haustür informieren konnten. Ohnehin stand an diesem Tag nicht der Abschluss von Aufträgen im Mittelpunkt; vielmehr bot die Ausstellung den heimischen Gewerbetreibenden eine Plattform, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Egal ob Schlosser oder Dachdecker, ob Gebäudereiniger oder Finanzmakler – wie breit gefächert die Palette an Handwerkern und Dienstleistern in der Gemeinde ist, zeigte sich beim Rundgang durch die Dorfstraße.
„Viele wissen gar nicht, dass wir auch Küchen machen.“, meinte etwa Schreinermeister Richard Schauer, an dessen Stand sich die Besucher zudem am Wetthobeln beteiligen oder ihre Fertigkeiten im Nistkasten bauen unter Beweis stellen konnten. Ein eher ungewohntes Bild bot Walter Hafenrichter von der Offsetdruckerei Hasinger: Er hatte eigens für den Aktionstag das Kästchen mit den alten Bleitypen hervorgeholt und bedruckte - ganz nach Kundenwunsch - händisch kleine Werbegeschenke wie Streichholzheftchen. Die Kalksteinblöcke von Steinmetz Rudolf Söllner aus Achenmühle waren derweil vor allem von Kindern belagert, die die Quader schier unermüdlich mit Hammer und Meißel bearbeiteten. Dank eines umfangreichen Rahmenprogramms kam neben den Informationen rund ums Gewerbe auch die Unterhaltung nicht zu kurz. Unter Anleitung der Skiabteilung des TSV Rohrdorf-Thansau konnten sich besonders Waghalsige beim Tragl-Steigen in luftige Höhen vorarbeiten; Schusskraft, und Treffsicherheit war dagegen bei den Fußballern gefragt und Muskelschmalz beim Steinheben. Lange Warteschlangen bildeten sich auch immer wieder beim Minibagger und an der Schmink-Station des Theatervereins „Harlekins“. Viel Applaus ernteten die Megagirls der Montessori-Schule für ihre Akrobatik-Einlage ebenso wie die Feuerwehr für ihre „Rettungsaktion“. Und beim „Blasometer“ der Musikkapelle stellte sich schnell heraus, ob der „Schnauf“ fürs Tuba-Spielen ausreicht. Gerade das erklärte Miteinander von Firmen und Vereinen beim „Tag des Kunden“ in Rohrdorf war es, was auch Bürgermeister Fritz Tischner bei der offiziellen Eröffnung ausdrücklich begrüßte: Auf diese Weise präsentiere die Gemeinde ihre Bandbreite sowohl in wirtschaftlicher als auch in gesellschaftlicher und sozialer Hinsicht, betonte er. Nicht zuletzt bestärkt durch das positive Echo seitens der Aussteller wie der Besucher sehen sich die Organisatoren vom Gewerbeverband nun in ihrer Absicht bestärkt, den „Tag des Kunden“ im kommenden Jahr in ähnlicher Form in Samerberg aufzuziehen. Den vorläufigen Schlusspunkt in Rohrdorf jedenfalls bildeten die mehr als 400 Ballons, die als bunte Luftpost in den Himmel stiegen. 28. September 2006
Neue Unterkunft für die Fußballer
Vereinsheim im Turner Hölzl eingeweiht - "Ein langgehegter Wunsch" Rohrdorf (pil) – Vierzehn Monate lang war gebaggert, geschaufelt, gemauert, gesägt und gehämmert worden. Jetzt ging mit der Einweihung des neuen Vereinsheims im Turner Hölzl für die Fußballabteilung des TSV Rohrdorf-Thansau ein „langgehegter Wunsch“ in Erfüllung, wie Vereinsvorsitzender Sepp Pichlmeier betonte. Etwa 4500 Arbeitsstunden steckten in dem neuen Treffpunkt, den noch sein Vorgänger Peter Reisner auf den Weg gebracht hatte. Doch nicht nur den vielen Helfern, die ohne Bezahlung auf der Baustelle angepackt hatten, galt Pichlmeiers Dank. Ein „Vergelt's Gott“ richtete er auch an die Unternehmen, die das Vorhaben mit großzügigen Geld- und Materialspenden unterstützt hatten, sowie an die Gemeinde, die ein zinsloses Darlehen gewährt hatte. Bezug nehmend auf eine Passage aus dem Buch Jesaja erteilte Dekan Gottfried Doll dem neuen Domizil für die 250 Rohrdorfer Fußballer den kirchlichen Segen. Dabei sei der Neubau „nicht ganz unumstritten“ gewesen, wie Bürgermeister Fritz Tischner anmerkte. Doch habe der rege Betrieb im in die Jahre gekommenen Sportlerheim am Trainingsplatz an der Autobahn den Gemeinderat schließlich davon überzeugt, dass die Fußballer eine angemessene Unterkunft benötigten. Das Holzhäusl am alten Sportplatz habe nun ausgedient und werde abgerissen, erklärte Pichlmeier, der den symbolischen überdimensionalen Schlüssel für das neue Heim gleich an Abteilungsleiter Bruno Steinbacher weitergab. 22. September 2006 Schattdecor: 40-Millionen-Investition in die Zukunft
Arbeiten an neuer Firmenzentrale bald abgeschlossen - Eröffnung im Mai 2007
zum BerichtEin Unternehmer ohne Starallüren
Bürgermedaille für Walter Schatt
zum Bericht
Wiesn-Express geht wieder auf Fahrt
Sonderzug verkehrt täglich zwischen Rohrdorf und Rosenheim Rohrdorf/Thansau (pil) – Mit dem Beginn des Herbstfestes geht auch der Rohrdorfer Wiesn-Express wieder auf Fahrt. Wie bereits im vergangenen Jahr schickt das Logistikunternehmen von Helmut Wiesböck den Sonderzug der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) täglich auf die Strecke Rohrdorf-Thansau-Rosenheim, die sonst dem Gütertransport vorbehalten ist. Abfahrt ist jeweils um 17.30 Uhr in Rohrdorf mit Zusteigemöglichkeit in Thansau/Finkenstraße (17.35 Uhr); Rückfahrt ab Rosenheim 23.35 Uhr. Außerdem ist zum Bieranstich am Samstag, 26. August, um 13.30 Uhr eine Eröffnungsfahrt vorgesehen. Mit einem zusätzlichen Zug werden die Familientage am Mittwoch bedient (13 Uhr ab Rohrdorf, 18.10 ab Rosenheim). Um Eltern und Kindern einen ausgedehnten Wiesnnachmittag zu ermöglichen, startet der Abendzug an den Kindertagen dann eine Stunde später. Für die Nachmittagsfahrt am 30. August hat sich bereits die „Miss Herbstfest“ angekündigt; als Nichte von Helmut Wiesböck hat Christine Obermüller aus Rohrdorf selbstredend eine ganz besondere Beziehung zum Wiesn-Express. Ein weiteres Schmankerl erwartet die Fahrgäste schon am Montag, 28. und Dienstag, 29. August. An diesen Tagen haben die ORO beziehungsweise das Hotel zur Post den gesamten Zug gemietet und bescheren der Bevölkerung auf diese Weise eine Freifahrt zur Wiesn und zurück. Darüber hinaus ist am Rohrdorfer Bahnhof ein Barzelt geplant, wo sich die Wiesn-Heimkehrer freitags und samstags noch einen Schlummertrunk genehmigen können. Die Rückfahrt inklusive einer Maß Bier kostet 9,50 Euro, ohne Markerl 5,50 Euro; zudem sind Einzelfahrten ohne Bierzeichen erhältlich. Kinder bis zehn Jahre fahren umsonst mit. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der Auerbräu AG (Herbstfestticket mit Biermarke) und der Gemeinde Rohrdorf. Auskünfte über Reservierungen und Gruppenermäßigungen erteilt Helmut Wiesböck, Telefon 08032/1283 beziehungsweise 08033/304650. 22. August 2006 Kartfahren und Indianer-Workshop waren die Renner
Abwechslungsreiches Ferienprogramm für die Rohrdorfer Kinder
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