Neuer Rettungswagen in Achenmühle

Containerwache ab 17. Oktober täglich besetzt

Achenmühle –  Eine neue Rettungswache in Achenmühle (Gemeinde Rohrdorf) soll mit dazu beitragen, die Reaktionszeiten und damit die rettungsdienstliche Versorgung im südlichen Landkreis zu verbessern. Auf einem Teil des ohnehin wenig genutzten provisorischen Parkplatzes gleich neben der Kindertagesstätte „Zwergerlmühle“ wird hierfür zunächst für ein Jahr ein Rettungswagen (RTW) stationiert.

Ab kommender Woche ist die Containerwache auf dem gemeindlichen Grundstück an der Rohrdorfer Straße täglich von 8 bis 20 Uhr besetzt. Das Personal (Fahrer plus Beifahrer) werde dabei im wöchentlichen Wechsel vom BRK Rosenheim und von der in Flintsbach ansässigen Ambulanz Rosenheim gestellt, erklärte Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamtes Rosenheim, auf Anfrage.

Rettungswagen: zunächst für ein jahr

Sowohl diese Regelung als auch der Standort dienen unterdessen lediglich als Interimslösung: Die EU-weite Ausschreibung für die langfristige Vergabe einer Konzession für den Betrieb eines Rettungswagens läuft bereits. Und ob es auf Dauer beim jetzigen Standort bleibt, ist noch offen.

Noch herrscht Baustellenatmosphäre. Am Montag soll die Containerwache in Achenmühle in Betrieb gehen. Foto: Pilger

Noch herrscht Baustellenatmosphäre. Am Montag soll die Containerwache in Achenmühle in Betrieb gehen. Foto: Pilger

Steigende Einsatzzahlen hätten bereits vor zwei Jahren auf eine Verschlechterung der Versorgungsstruktur im Rettungsdienst hingedeutet, heißt es ergänzend in einer Pressemitteilung des Landratsamtes vom April. Diese ist dann ausreichend, wenn in mindestens 80 Prozent aller Notfälle der Ereignisort nach spätestens zwölf Minuten erreicht ist. Eine Struktur- und Bedarfsanalyse des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement, die im April bei der Versammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim vorgestellt wurde, habe die Vermutungen bestätigt. Demzufolge wurde etwa in den Versorgungsbereichen Flintsbach, Bad Aibling und Bad Endorf der Schwellenwert von 80 Prozent unterschritten. Rund um Wasserburg werde die zwölfminütige Hilfsfrist zwar in knapp 87 Prozent aller Notfälle eingehalten, trotzdem bereiteten gleichzeitig notwendige Einsätze in den frühen Abendstunden Probleme.

Um die gesetzlichen Vorgaben des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes zu erfüllen, wurde nun als eine von mehreren Maßnahmen ein Rettungswagen in Achenmühle installiert.

Gemeinde stellt anschlusskosten vorerst nicht in rechnung

Um auf dem Areal am westlichen Ortseingang aber nicht unbeabsichtigt Baurecht zu schaffen, will die Gemeinde Rohrdorf die Kosten für Wasser-, Kanal- und  Stromanschlüsse in Höhe von etwa 10.000 Euro zunächst nicht in Rechnung stellen. Auch von einem Zuschuss für die Erschließungskosten, den das Bayerische Rote Kreuz beantragt hatte, sah der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung ab.

pil