Kein Tempo 30 in der Königsseestraße

Gemeinderat lehnt Antrag von Lauterbacher Bürgern ab

Lauterbach – In der Königsseestraße in Lauterbach wird keine Tempo-30-Zone eingerichtet. Lediglich vier der insgesamt 17 anwesenden Rohrdorfer Gemeinderäte unterstützten bei der jüngsten Sitzung einen entsprechenden Antrag von Lauterbacher Bürgern.

Bereits im Jahr 2013 hätten Anwohner den Wunsch nach einer Verkehrsberuhigung in dem Wohngebiet vorgebracht, merkte Bürgermeister Christian Praxl in einem kurzen Rückblick an. Seinerzeit sei der Antrag zurückgestellt worden, um die Haltung der Bewohner des Ortsteils bei der Bürgerversammlung auszuloten. Jedoch seien da die Meinungen weit auseinander gegangen.

Vor kurzem hat die Gemeinde nun in diesem Bereich – inzwischen zum dritten Mal – zwei Wochen lang Messungen mit dem „mobilen Zeigefinger“ vorgenommen. Durchschnittlich 126 Kfz wurden dort innerhalb von 24 Stunden registriert. Dabei lag der Wert „V85“, also die Geschwindigkeit, die von 85 Prozent der Fahrer nicht überschritten wurde, bei 33 km/h. Die Verstoßquote bei der geltenden Tempo-50-Regelung betrug 0,1 Prozent.

Zum Vergleich: In der Angermühlstraße, wo Tempo 30 gilt, lag das tägliche Verkehrsaufkommen bei 496 Fahrzeugen, der V85-Wert bei 45 km/h. Über die Hälfte der Autofahrer hatte mehr als 30 km/h auf dem Tacho; drei Prozent mehr als 50 km/h.

Das können wir uns sparen.“, befand etwa Martin Frey (CSU) angesichts der von der Verwaltung vorgelegten Zahlen. Für die gewünschte Tempo-30-Zone in Lauterbach sprachen sich die drei Vertreter des Bürgerblock sowie Jakob Steiner (Freie Wählergemeinschaft) aus. Anette Wagner führte zudem ins Feld, der Verkehr sei während der Messung durch eine Baustelle abgebremst worden.

pil