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freie Journalistin im Raum Rosenheim

Wunschzettel für den Ausbau der Rastanlage - Gemeinderat schiebt Forderungen nach; Erörterungstermin am 28. Februar

Wohnen und Gewerbe - Neues Quartier in Thansau - Städtebauliches Konzept für Liegl-Anwesen stößt im Gemeinderat allgemein auf Zustimmung

"Lumberjacks"-Nachwuchs holt mit Süd-Auswahl die Wintertrophy - Rohrdorfer Floorballer-Trio überzeugt in Leipzig

Die Nummer 5 war der Renner - 130 Teilnehmer beim Kinderskikurs des TSV Rohrdorf-Thansau

Millioneninvestition für die Klebstoffproduktion - Planatol nach Neustrukturierung wieder auf Wachstumskurs


Auch in Thansau haben die Kolbermoorer Schäffler mit Kasperln, Fassträgern, Kronenhalter, Fähnrich und dem Schäfflermeister, Kolbermoors Bürgermeister Peter Kloo, Station gemacht. Vor zahlreichen Zuschauern präsentierten die 16 Tänzer ihren Reigentanz, Quadrillen und Figuren wie „Laube“, „Kreuz“ und "Krone". Begleitet wurde der 25minütige Auftritt, der nur alle sieben Jahre zu sehen ist, von der Blaskapelle „Am Wasen“.
An das Handwerk der Schäffler, der Fassmacher, erinnerte das „Fasslklopfen“, bevor die Gruppe nach dem Reifenschwung und einem Trinkspruch auf die „Onassis“- Gemeinde wieder abzog.
Foto: pil
Januar 2012



Wunschzettel für den Ausbau der Rastanlage Samerberg-Süd
Gemeinderat schiebt Forderungen nach - Erörterungstermin am 28. Februar

Rohrdorf (pil) – Gänzlich unwidersprochen will die Gemeinde Rohrdorf die Planung für den Ausbau der Autobahnrastanlage Samerberg-Süd doch nicht hinnehmen, in dessen Zuge die Stellplätze für Lkw von zwölf auf 60, und für Pkw von 24 auf 99 aufgestockt werden sollen. Der Gemeinderat verabschiedete jetzt einstimmig eine vier Punkte umfassende Liste mit Forderungen, die einigen Einwänden der Anlieger im laufenden Planfeststellungsverfahren Rechnung tragen und beim Erörterungstermin am 28. Februar einfließen sollen. Zentraler Punkt sind dabei Lärmschutzmaßnahmen für das angrenzende Wohngebiet, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen.
Neben der Verlegung der nurmehr für Personal und Lieferverkehr zugänglichen Betriebszufahrt an die Bahnhofstraße (auf Höhe des Bauhofs) beinhaltet das Papier die Einfriedung der kompletten Rastanlage aus Sicherheitsgründen. Auf Anregung von Karl-Heinz-Silichner (CSU) soll zudem ein Parkleitsystem installiert werden, um bei Vollbelegung unnötigen Verkehr vom Parkplatz fernzuhalten. Allem voran aber fordern die Rohrdorfer einen durchgehenden, fünf Meter hohen Gestaltungswall südlich der Rastanlage, der sich von der Abfahrt zum Parkplatz bis hin zur Bahnhofstraße ziehen soll. Rupert Stocker vom Bürgerblock hatte hierfür eigens eine Zeichnung angefertigt, die dem Beschluss beigefügt wurde. Allerdings, gab Martin Frey (CSU) zu Bedenken, ziehe ein Rolltor als Zufahrtssperre für den Wirtschaftsweg (und damit für den als Schleichweg genutzten Parkplatz-Zubringer) automatisch eine Zunahme des Verkehrs durchs Dorf nach sich.
Im Oktober hatte der Gemeinderat mit Ausnahme des Bürgerblocks als Träger öffentlicher Belange keine Bedenken gegen die Vergrößerung der Rastanlage vorgebracht, die nach Auffassung der Mehrheit in dieser Form auch im Flächennutzungsplan dargestellt sei. Rund 100 betroffene Anlieger hatten daraufhin in einem Schreiben an die Regierung von Oberbayern massive Einwände gegen die Planung geltend gemacht. Mittlerweile haben sich die Anwohner zur Interessengemeinschaft „Wohnen an der Rastanlage Rohrdorf-Samerberg“ zusammengeschlossen, auf deren Bitte hin sich der Gemeinderat erneut mit der Angelegenheit befasst hat.
Die Erweiterung der Rastanlage lasse sich zwar sicher nicht verhindern, so der Tenor im Gremium. Doch der Gemeinderat könne verschiedenen Forderungen der Anwohner Nachdruck verleihen, hatte der Sitzungsleiter, Zweiter Bürgermeister Joachim Wiesböck (CSU), eingangs zur Geschlossenheit aufgerufen.
Wenngleich die Einwendungsfrist bereits abgelaufen ist, „werden die verspäteten Argumente der Gemeinde von uns im Rahmen des Erörterungstermins mitbehandelt werden“, teilte Heinrich Schuster, Pressesprecher der Regierung von Oberbayern, dazu auf Anfrage mit; vorausgesetzt diese erreichen die Behörde rechtzeitig vorher, also nicht erst beim Termin.
Januar 2012


Wohnen und Gewerbe - Neues Quartier in Thansau
Städtebauliches Konzept für Liegl-Anwesen stößt im Gemeinderat allgemein auf Zustimmung

Rohrdorf (pil) – Wie könnte ein Neubaugebiet auf dem Gelände des abbruchreifen Liegl-Anwesens in Thansau aussehen? Dieser Frage hat sich der Architekt und Ortsplaner Werner Schmidt gewidmet und dem Rohrdorfer Gemeinderat einen Vorschlag für ein städtebauliches Konzept unterbreitet. Daraus soll nun ein Vorentwurf für einen Bebauungsplan entwickelt werden. Die Planung für das Areal, das sich westlich der Rosenheimer Straße vom Anwesen Reck hinter der bestehenden Bebauung bis hin zur Wöhrstraße erstreckt und derzeit zum Teil als landwirtschaftliche Fläche genutzt wird, setzt auf eine klare Gliederung von Mischgebiet im nördlichen Teil und Wohnbebauung mit zweigeschossigen Ein- und Zweifamilienhäusern beziehungsweise Doppelhäusern nach Süden hin. Besonderes Augenmerk müsse man dabei wegen des Bachlaufs als Verlängerung des Bahngrabens auf die Hochwassergefahr legen.
Verkehrsberuhigte Wohnhöfe, Anliegerstraßen, Fußweganbindungen zum Ort, eine Begrünung mit heimischen Laub- und Obstbäumen sowie ein kleiner Spielplatz runden den Entwurf für das neue Quartier mit rund einem Dutzend Baukörpern ab, der im Gremium allgemein auf Zustimmung stieß. Er dient nun auch als Verhandlungsgrundlage im Hinblick auf die Erschließung und die Umsetzung des Programms „Bauland für Einheimische“.
„Das Konzept geht in die richtige Richtung.“, nahm Gemeinderat Rupert Stocker, einer der Grundstückseigentümer, Stellung; wenngleich einige Punkte wie die Wegeführung, die Situierung des Spielplatzes und die Dichte der gewerblich genutzten Bebauung nochmals überdacht werden müssten.
Auf Antrag von Maria Scholz (Bürgerblock) wird sich der Gemeinderat demnächst intensiv mit dem Thema Energiesparen befassen und Möglichkeiten ausloten, gemeinsam mit Unternehmen und Privatleuten ein lokales Netzwerk zu knüpfen. Den Einstieg in die Materie sollen Vorträge von Fachleuten erleichtern, beispielsweise vom Kooperationsprojekt „Ökoprofit“ (Ökologisches Projekt für integrierte Umwelt-Technik).
Mit der Hubertusstraße hat sich Gemeinde nach der Markusstraße ein weiteres umfangreiches Straßenbauprojekt vorgenommen. Dort sind eine fünf Meter breite Fahrbahn plus ein einseitiger befestigter Grünstreifen mit 1,5 Metern Breite vorgesehen, erläuterte zweiter Bürgermeister Joachim Wiesböck in Vertretung für den erkrankten Christian Praxl die vorliegende Planung. Auch sei man dem Wunsch der Anlieger nachgekommen, auf Gehwege und Parkplätze zu verzichten.
Mit erfreulichen Nachrichten wartete Kämmerer Peter Wagner in der Jahresrechnung für 2011 auf: Weil die Gewerbesteuer mehr als neun Millionen Euro in die Gemeindekasse gespült hat, konnte unterm Strich ein Überschuss von 3,4 Millionen Euro den Rücklagen zugeführt werden. Zugleich aber mahnte Wagner, die Kreisumlage nicht aus dem Auge zu verlieren, deren Höhe sich jeweils an der Steuerkraft des Vorvorjahres bemisst. Bei einem gleichbleibenden Hebesatz von 51 Prozent müsste Rohrdorf 2013 immerhin 5,3 Millionen Euro an den Landkreis entrichten; 2012 werden es drei Millionen Euro sein.
Mit den Aufstellungsbeschlüssen für eine Festlegungssatzung für Schaurain und eine Außenbereichssatzung für Thalham werden die Entwicklungsziele des Flächennutzungsplans für diese Ortsteile umgesetzt. Für beide Gebiete, erklärte Vize-Bürgermeister Wiesböck, seien bereits Bauvorhaben geplant.
Wegen formaler Fehler muss das Verfahren zur Ausweisung des Landschaftsschutzgebiets „Inntal-Süd“ wiederholt werden. In seiner Stellungnahme bleibt Rohrdorf bei seiner Forderung aus dem Jahr 2007, die Grenze des Schutzgebiets im Bereich zwischen der Autobahn und der Ahornstraße an die Rohrdorfer Achen zu verlegen.
Knapp 41.700 Euro muss die Gemeinde für den Defizitausgleich des Hauses für Kinder „Heilige Familie“ samt Hort in Thansau aufbringen; weitere 10.000 Euro trägt das Erzbischöfliche Ordinariat.
Januar 2012


"Lumberjacks"-Nachwuchs holt mit Süd-Auswahl die Wintertrophy
Floorballer des TSV Rohrdorf-Thansau überzeugen in Leipzig - Hochspannung bis zur letzten Sekunde

Das Rohrdorfer Dreiergespann in der Süd-Auswahl: Lukas Ackermann, Korbinian Pilger und Stephan Faltermeier (von links).
Foto: privat
Rohrdorf/ Leipzig (pil) - Für drei der Nachwuchs-Lumberjacks vom TSV-Rohrdorf-Thansau stand das letzte Ferienwochenende unter einem ganz besonderen Stern: Flügelspieler Stephan Faltermeier, Lukas Ackermann (Stürmer) und Korbinan Pilger (Abwehr) brachen zur U17-Wintertrophy nach Leipzig auf, wo sich die Floorball-Auswahlteams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Süd- und Norddeutschland gegenüberstanden – und brachten überraschend einen klaren ersten Platz mit nach Hause.
Zwar galt das Süd-Team (besetzt mit Spielern aus Bayern und Baden-Württemberg), das in den vergangenen Jahren keine eigene Mannschaft gestellt hatte, eher als Underdog. Doch zuletzt setzten sich die Süddeutschen in der Vorrunde (Jeder-gegen-jeden-Modus) nicht nur mit 9:4 (4:2; 3:1; 2:1) gegen den Favoriten aus dem Norden durch; dieser landete in der Endwertung lediglich auf Platz 3. Darüber hinaus konnte der Süden einen besonders hohen Sieg (12:1) gegen Sachsen einfahren; wobei die Süd-Auswahl in allen drei Dritteln das Spielgeschehen klar dominierte: 5:1; 5:0; 2:0.
Gegen Sachsen-Anhalt musste der Süden gleich zweimal ran: In der Vorrunde ging es zwar für beide Teams nur noch um die Goldene Ananas; beide Mannschaften standen bereits sicher im Finale. Trotzdem wollten sich die Außenseiter aus Süddeutschland nichts vergeben und möglichst ungeschlagen aus dem Turnier gehen. Mit einem 6:2 (1:0; 1:0; 4:2) blickte man zuversichtlich und mit hohen Erwartungen aber auch mit Respekt vor dem Final-Gegner dem kommenden Tag entgegen.
Der Kampf um den ersten Platz war sehr körperbetont und blieb bis zur letzten Sekunde extrem spannend, wie sich am 9:8-Ergebnis ablesen lässt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Trotzdem gelang es dem Süden auch dank einer soliden Abwehr, den Vorsprung vor Sachsen-Anhalt, der letztlich den Sieg bedeutete, mehrere Minuten lang zu halten. Das Turnier, das unter den Augen von U17-Nationaltrainer Sascha Franz ausgetragen wurde, endete für die Rohrdorfer Vertreter also mit einem vollen Erfolg – und mit dem Pokal der Wintertrophy.
Auch Betreuer Rasso Schorer hatte bis zur letzten Sekunde mit seinen „Burschen“ mitgefiebert und war nach dem Schlusspfiff sichtlich erlöst: „Die letzten zwei Minuten waren die längsten meines Lebens!“
Die Rohrdorfer hatte der Wettbewerb unterdessen nicht nur viel Schweiß gekostet. „Es war ein tolles Wochenende, an dem man viel Spielerfahrung auf hohem Niveau sammeln konnte.“, fasste Spieler Stephan Faltermeier seine Eindrücke zusammen.
Hocherfreut über die Leistung der U17-Verteter bei der Trophy in Leipzig zeigte sich Rohrdorfs U17-Trainer Alex Kroll: „Die drei haben gemeinsam mit ihren Mitstreitern aus Bayern und Baden-Württemberg sehr gut harmoniert. Daher geht dieser Titel völlig verdient in den Süden. Vor den Augen des U17-Nationaltrainergespanns haben Lukas Ackermann, Stephan Faltermeier und Korbinian Pilger einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem kämpferisch und konditionell waren die gezeigten Leistungen absolut überzeugend.“ Als sportlicher Leiter sei er sehr stolz darüber, dass das jugendliche Dreiergespann den gesamten Verein so beeindruckend auf landesweiter Ebene vertreten habe und spann den Faden gleich noch weiter: „Vielleicht können wir den ein oder anderen in wenigen Jahren in einer der Nationalmannschaften bewundern.“
Januar 2012


Die Nummer 5 war der Renner
130 Teilnehmer beim Kinderskikurs des TSV Rohrdorf-Thansau

Die Route Nr. 5 mit Tiefschnee und Buckeln war der Renner beim Kinderskikurs des TSV Rohrdorf-Thansau. Insgesamt 130 Skifahrer und Snowboarder hatten an dem Vier-Tages-Kurs teilgenommen, der die Fun- und Carvinggruppen in diesem Jahr erstmals zwei Tage nach Alpbach geführt hat. Ihr Können stellten die jungen Brettlfans, kräftig angefeuert von den zahlreichen Zuschauern am Pistenrand, dann beim traditionellen Abschlussrennen in Durchholzen unter Beweis.
Bei der anschließenden Siegerehrung im Gasthof Stocker in Rohrdorf hob Abteilungsleiter Schorsch Dick junior das Engagement des eingeschworenen Teams aus 23 Ski- bzw. Snowboardlehrern und Helfern hervor; ebenso dankte er allen Sponsoren sowie den Ehrenamtlichen, die im Versorgungszelt in Durchholzen Tee und Suppe für die Kleineren bereitgehalten hatten.
Und wurde beim Rennen auch um Zehntel und Hundertstel gekämpft - eine Medaille gab's zum Schluss für jeden; und zusätzlich Urkunden für die drei Schnellsten aus jeder Gruppe (hier Skilehrer Karl Bliemetsrieder mit seinen „Schützlingen“).
pil/ Foto: TSV
Januar 2012



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