Sorge um die Heimat

Brenner-Nordzulauf: Rohrdorf benennt Teilnehmer fürs Gemeindeforum

Rohrdorf – Das Thema Brenner-Nordzulauf hat den Rohrdorfer Gemeinderat einmal mehr beschäftigt. Bei der jüngsten Sitzung wurden die vier Teilnehmer samt Stellvertretern benannt, die die Belange der Kommune in ihrem Gemeindeforum vertreten sollen. Neben Bürgermeister Christian Praxl sind dies Dr. Josef Krapf von der Bürgerinitiative (BI) „Bürgerinteressen Rohrdorf – Keine neuen Bahntrassen auf dem Gemeindegebiet“, Hotelbesitzerin Theresa Albrecht für den Wirtschaftssektor und Bernhard Huber, der Ortsobmann des Bayerischen Bauernverbandes. Als Stellvertreter stehen Zweiter Bürgermeister Joachim Wiesböck, Dr. Gerd Hartlieb (BI), Thomas Albrecht und Johann Reck zur Verfügung.

Im Gemeindeforum Rosenheim-Süd sind nun Rohrdorf, Bad Feilnbach, Kolbermoor, Rosenheim, Riedering und Stephanskirchen zusammengefasst. Als „bodenlose Unverschämtheit wertete Bürgermeister Praxl dabei, dass im Zuge der Arbeitsgruppenbildung der gemeinsame Vorschlag der Gemeinden Prutting, Schechen, Riedering, Rohrdorf, Vogtareuth und Stephanskirchen gar nicht erst zur Abstimmung zugelassen worden war. Diese sechs Gemeinden hatten aufgrund ihres geographischen Zusammenhangs bei der Veranstaltung im August den Wunsch geäußert, in einem Dialoggremium zusammengefasst zu werden. Dieses Vorgehen, so Praxl, sei „ein deutliches Zeichen, wie es läuft“.

Angesichts der von der DB Netz AG geplanten Zeitschiene (Korridoruntersuchungen und Trassenauswahl sollen bereits 2018 anlaufen) sehen sich die Rohrdorfer in höchster Alarmbereitschaft. Binnen weniger Monate müsse man nun sämtliche Schwierigkeiten aufzeigen, die eine etwaige Trasse über Rohrdorfer Flur mit sich brächte. Jetzt müsse man schnellstens handeln, Kontakt mit Anwälten aufnehmen und Gutachten auf den Weg bringen, betonten etwa Dr. Rupert Stocker (Bürgerblock) und die CSU-Rätin Maria Haimmerer.

Wenn erst einmal eine Trasse auf Rohrdorfer Flur ins Auge gefasst sei, „kriegen wir die nicht mehr weg“, warnte der Bürgermeister. Ebenso nachdrücklich wies er Vorwürfe zurück, die Gemeinde würde eine Verweigerungshaltung einnehmen und machte nochmals deutlich: „Es geht um unsere Heimat!“

pil