Ein neues Gesicht für den Dorfplatz

Geteilte Meinung über Mehrzweckgebäude – Schützengesellschaft Achenmühle hofft auf neue Heimat

Achenmühle – Der Platz ums Dorfhaus in Achenmühle soll ein neues, ansprechenderes Gesicht bekommen. In diesem Zuge hofft auch die Schützengesellschaft eine neue Unterkunft zu bekommen. Ein erstes grobes Konzept, das bereits in einer der vergangenen Sitzungen vorgestellt worden ist, zielt dabei auf ein an der Hangseite situiertes Mehrzweckgebäude ab, das zusätzlich als Lagerraum und bei Veranstaltungen, beispielsweise beim alle drei Jahre stattfindenden Weihnachtsmarkt, als überdachte Verkaufsfläche genutzt werden könnte.

Der Dorfplatz in Achenmühle. Was heute überwiegend als Parkplatz dient, soll zur erlebbaren Ortsmitte werden. Foto: Pilger

Der Dorfplatz in Achenmühle. Was heute überwiegend als Parkplatz dient, soll zur erlebbaren Ortsmitte werden. Foto: Pilger

Einen konkreten Vorschlag für die Umgestaltung des Platzes zu einem attraktiven Ortsmittelpunkt – Bürgermeister Christian Praxl (CSU) sprach von einer ersten Kostenschätzung für den Umbau in Höhe von 500.000 Euro – in Form einer Entwurfsplanung soll nun der Architekt und Städteplaner Werner Schmidt aus Brannenburg liefern. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat einstimmig. Die Umgestaltung selbst soll 2016, nach dem nächsten Weihnachtsmarkt, in Angriff genommen werden.

Geteilter Meinung ist das Gremium unterdessen, was das Schützenheim anbelangt. So befürworteten insbesondere Franz Steiner und Sebastian Kreidl (beide Freier Wählerblock Höhenmoos-Achenmühle) sowie Karl-Heinz-Silichner und Hans Krapf (beide CSU) den Neubau ausdrücklich und plädierten dafür, die Architektenleistungen bis hin zur Genehmigungsplanung in Auftrag zu geben. Bürgermeister Praxl verspricht sich von dem neuen Dorfplatz inklusive Multifunktionsbau einen „Schub für die gesamte Ortschaft“.

Die Schützengesellschaft Achenmühle, die 2007 ihr hundertjähriges Bestehen gefeiert hat und einen wesentlichen Beitrag zum Dorfleben leistet, residiert seit vielen Jahren im Untergeschoss des Kindergartens „Zwergerlmühle“. Bereits 2011 hatten die Schützen bei einer gemeinsamen Besprechung zur Neugestaltung des Dorfplatzes zusätzlichen Raumbedarf angemeldet. Vor kurzem ist nun ein Antrag mit rund 70 Unterschriften für den Neubau eines Schützenheimes im Rathaus eingegangen.

Beim Bürgerblock (BR) hingegen stieß das Vorhaben durchwegs auf Ablehnung. Als „Wahnsinn“ bezeichnete etwa Martin Fischbacher die zu erwartenden Kosten von 1,2 Millionen Euro; Petra Scholz-Gigler schwant der „wohl teuerste Lagerraum im Landkreis“. Anette Wagner befürchtet zudem, dass mit der Vergabe der Planungsleistungen – sie wurde letztlich gegen die Stimmen der BR-Vertreter beschlossen – bereits auch die Würfel für die tatsächliche Umsetzung des Projekts gefallen seien.

pil