Besserer Lärmschutz und eine neue Zufahrt

Zementwerk Rohrdorf nimmt erneut umfangreiche Baumaßnahmen in Angriff

Rohrdorf – Nach der Inbetriebnahme der Entstickungsanlage und des Abhitzekraftwerks zur Stromerzeugung vor wenigen Jahren stehen im Zementwerk Rohrdorf erneut umfangreiche Baumaßnahmen an: In den kommenden zwei Jahren sollen vier weitere Zementsilos, eine neue Zementmühle sowie eine neue Packereihalle entstehen. Der Lieferverkehr rollt künftig über eine beschrankte Zufahrt auf der Westseite des Betriebsgeländes. Zudem sollen spezielle Lärmschutzwände und Anpflanzungen die Lärmbelastung deutlich mindern.

So soll das Zementwerk – hier die Westansicht – nach Abschluss der Baumaßnahmen aussehen. Foto: re

So soll das Zementwerk – hier die Westansicht – nach Abschluss der Baumaßnahmen aussehen. Foto: re

Mit der seit langem vorbereiteten Werksertüchtigung will der Bauherr, die Südbayerische Portland-Zementwerk Gebrüder Wiesböck & Co.GmbH, den Entwicklungen in der Branche und den gestiegenen Qualitätsanforderungen Rechnung tragen. Waren in den 1970er Jahren gerade einmal drei Zementsorten auf dem Markt, seien dies heute bereits ein Dutzend; an zwei weiteren arbeiteten die Entwickler in Rohrdorf derzeit. Entsprechend müsse nun die Zahl der Silos aufgestockt werden, erläuterten Anton Bartinger, technischer Leiter der Sparte Zement, und Geschäftsführer Mike Edelmann, bei der Vorstellung des umfangreichen Projekts im Gemeinderat. Zudem weisen zwei Zementmühlen (Jahrgang 1950) deutliche Leistungsverluste auf und sollen nun einer modernen Anlage Platz machen.

zementwerk rohrdorf will beim lärmschutz besser werden

Wir denken und planen in die Zukunft des Werkes.“, brachten die beiden Vertreter des Zementwerks das Vorhaben im vollbesetzten Laborsaal in Sinning auf den Punkt, wo der Gemeinderat aus aktuellem Anlass tagte. Zugleich räumte Bartinger ein: „Beim Lärmschutz müssen wir besser werden.“

Neben der neuen Zementmühle Nummer 5 in schallschluckender Betonbauweise sorgen hierfür im Westen des Betriebsgeländes ein Grüngürtel mit ökologisch wertvollen Gehölzen sowie spezielle Lärmschutzwände. Ebenso werden – dem eigens angefertigten Lärmschutzgutachten folgend – im nordöstlichen Bereich, wo die Parkflächen für die Mitarbeiter neugestaltet und begrünt werden, Bäume gepflanzt. „Mit den geplanten Maßnahmen können wir die Grenzwerte künftig sicher einhalten.“, betonte Bartinger.

Bis Mai 2018 sollen die Arbeiten inklusive der aus Sicherheitsgründen erforderlichen Einzäunung des Werkgeländes, des Baus einer Kaltlagerhalle und einer Kfz-Waschanlage im Wesentlichen abgeschlossen sein. – Grünes Licht seitens des Landratsamts als zuständige Genehmigungsbehörde vorausgesetzt.

Der Gemeinderat erteilte einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zur Planung. Das Zementwerk muss laut Beschluss jedoch sicherstellen, dass von dem Vorhaben keinerlei schädliche Umweltauswirkungen ausgehen. Auch darf die geplante Kfz-Waschanlage nicht öffentlich und nur an Werktagen betrieben werden.

Marisa Pilger

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