Im steten Auf und Ab zwischen Fels und Brücke

Going to San Francisco – Ein Streifzug durch die Westküsten-Metropole

von Marisa Pilger

Bett, Toilette, Waschbecken, Stuhl, Tisch – äußerst karger Standard auf engstem Raum in den Zellen von Alcatraz.

Bett, Toilette, Waschbecken, Stuhl, Tisch – äußerst karger Standard auf engstem Raum in den Zellen von Alcatraz.

San Francisco – Beklemmung schleicht mit beim Bummel über den Broadway. Bis hinunter zum Times Square rastern Gitterstäbe das Bild. In der Michigan Avenue sieht’s nicht besser aus: Stahlstrebe reiht sich an Stahlstrebe – und Zelle an Zelle; 336 vergitterte Lebensräume; 1,5 auf 2,7 Meter große Käfige. Mehr als 1500 Schwerverbrecher wurden hier zwischen 1934 und 1963 weggesperrt. Heute strömen jährlich mehr als eine Million Besucher nach Alcatraz, das nicht nur für das einstige Hochsicherheitsgefängnis bekannt ist sondern auch für seine ausgedehnten Vogelbrutgebiete.

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Wie die Straßenbahn ans Kabel kam

Steil bis sehr steil - und gefährlich für die Pferdebahnen: die Straßen von San Francisco.

Steil bis sehr steil – und zu gefährlich für die Pferdebahnen: die Straßen von San Francisco.

San Francisco – Mit den Pferdebahnen wurde es zu gefährlich. Unfälle standen an der Tagesordnung, denn immer wieder gerieten die Tiere auf dem Kopfsteinpflaster der abschüssigen Straßen mit ihrer schweren Last ins Straucheln. Ein Gespann, das auf dem feuchten Untergrund in den Tod rutschte, brachte schließlich den Stein ins Rollen: Der Ingenieur Andrew Smith Hallidie ersann ein Konzept für von einem Seil gezogene Waggons, ähnlich den Transportsystemen im Bergbau. Unter den skeptischen Blicken der San Franciscans ging im August 1873 schließlich die erste Straßenbahn ans Kabel – und der Grundstein war gelegt für ein heute weltweit einmaliges Nahverkehrsmittel, dem an der Washington Street/ Ecke Mason ein ganzes Museum gewidmet ist.

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