Auch in Thansau haben die Kolbermoorer Schäffler Station gemacht. Vor zahlreichen Zuschauern präsentierte die Tanzgruppe, begleitet von der Blaskapelle "Am Wasen", ihren traditionellen Reigentanz, der alle sieben Jahre aufgeführt wird.
Foto: pil
Januar 2012 |
|
"Lumberjacks"-Nachwuchs holt mit Süd-Auswahl die Wintertrophy
Floorballer des TSV Rohrdorf-Thansau überzeugen in Leipzig - Hochspannung bis zur letzten Sekunde
 | Das Rohrdorfer Dreiergespann in der Süd-Auswahl: Lukas Ackermann, Korbinian Pilger und Stephan Faltermeier (von links).
Foto: privat |
Rohrdorf/ Leipzig (pil) - Für drei der Nachwuchs-Lumberjacks vom TSV-Rohrdorf-Thansau stand das letzte Ferienwochenende unter einem ganz besonderen Stern: Flügelspieler Stephan Faltermeier, Lukas Ackermann (Stürmer) und Korbinan Pilger (Abwehr) brachen zur U17-Wintertrophy nach Leipzig auf, wo sich die Floorball-Auswahlteams aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Süd- und Norddeutschland gegenüberstanden – und brachten überraschend einen klaren ersten Platz mit nach Hause.
Zwar galt das Süd-Team (besetzt mit Spielern aus Bayern und Baden-Württemberg), das in den vergangenen Jahren keine eigene Mannschaft gestellt hatte, eher als Underdog. Doch zuletzt setzten sich die Süddeutschen in der Vorrunde (Jeder-gegen-jeden-Modus) nicht nur mit 9:4 (4:2; 3:1; 2:1) gegen den Favoriten aus dem Norden durch; dieser landete in der Endwertung lediglich auf Platz 3. Darüber hinaus konnte der Süden einen besonders hohen Sieg (12:1) gegen Sachsen einfahren; wobei die Süd-Auswahl in allen drei Dritteln das Spielgeschehen klar dominierte: 5:1; 5:0; 2:0.
Gegen Sachsen-Anhalt musste der Süden gleich zweimal ran: In der Vorrunde ging es zwar für beide Teams nur noch um die Goldene Ananas; beide Mannschaften standen bereits sicher im Finale. Trotzdem wollten sich die Außenseiter aus Süddeutschland nichts vergeben und möglichst ungeschlagen aus dem Turnier gehen. Mit einem 6:2 (1:0; 1:0; 4:2) blickte man zuversichtlich und mit hohen Erwartungen aber auch mit Respekt vor dem Final-Gegner dem kommenden Tag entgegen.
Der Kampf um den ersten Platz war sehr körperbetont und blieb bis zur letzten Sekunde extrem spannend, wie sich am 9:8-Ergebnis ablesen lässt. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Trotzdem gelang es dem Süden auch dank einer soliden Abwehr, den Vorsprung vor Sachsen-Anhalt, der letztlich den Sieg bedeutete, mehrere Minuten lang zu halten. Das Turnier, das unter den Augen von U17-Nationaltrainer Sascha Franz ausgetragen wurde, endete für die Rohrdorfer Vertreter also mit einem vollen Erfolg – und mit dem Pokal der Wintertrophy.
Auch Betreuer Rasso Schorer hatte bis zur letzten Sekunde mit seinen „Burschen“ mitgefiebert und war nach dem Schlusspfiff sichtlich erlöst: „Die letzten zwei Minuten waren die längsten meines Lebens!“
Die Rohrdorfer hatte der Wettbewerb unterdessen nicht nur viel Schweiß gekostet. „Es war ein tolles Wochenende, an dem man viel Spielerfahrung auf hohem Niveau sammeln konnte.“, fasste Spieler Stephan Faltermeier seine Eindrücke zusammen.
Hocherfreut über die Leistung der U17-Verteter bei der Trophy in Leipzig zeigte sich Rohrdorfs U17-Trainer Alex Kroll: „Die drei haben gemeinsam mit ihren Mitstreitern aus Bayern und Baden-Württemberg sehr gut harmoniert. Daher geht dieser Titel völlig verdient in den Süden. Vor den Augen des U17-Nationaltrainergespanns haben Lukas Ackermann, Stephan Faltermeier und Korbinian Pilger einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Vor allem kämpferisch und konditionell waren die gezeigten Leistungen absolut überzeugend.“ Als sportlicher Leiter sei er sehr stolz darüber, dass das jugendliche Dreiergespann den gesamten Verein so beeindruckend auf landesweiter Ebene vertreten habe und spann den Faden gleich noch weiter: „Vielleicht können wir den ein oder anderen in wenigen Jahren in einer der Nationalmannschaften bewundern.“
Januar 2012
|
Die Nummer 5 war der Renner
130 Teilnehmer beim Kinderskikurs des TSV Rohrdorf-Thansau
Die Route Nr. 5 mit Tiefschnee und Buckeln war der Renner beim Kinderskikurs des TSV Rohrdorf-Thansau. Insgesamt 130 Skifahrer und Snowboarder hatten an dem Vier-Tages-Kurs teilgenommen, der die Fun- und Carvinggruppen in diesem Jahr erstmals zwei Tage nach Alpbach geführt hat. Ihr Können stellten die jungen Brettlfans, kräftig angefeuert von den zahlreichen Zuschauern am Pistenrand, dann beim traditionellen Abschlussrennen in Durchholzen unter Beweis.
Bei der anschließenden Siegerehrung im Gasthof Stocker in Rohrdorf hob Abteilungsleiter Schorsch Dick junior das Engagement des eingeschworenen Teams aus 23 Ski- bzw. Snowboardlehrern und Helfern hervor; ebenso dankte er allen Sponsoren sowie den Ehrenamtlichen, die im Versorgungszelt in Durchholzen Tee und Suppe für die Kleineren bereitgehalten hatten.
Und wurde beim Rennen auch um Zehntel und Hundertstel gekämpft - eine Medaille gab's zum Schluss für jeden; und zusätzlich Urkunden für die drei Schnellsten aus jeder Gruppe (hier Skilehrer Karl Bliemetsrieder mit seinen „Schützlingen“).
pil/ Foto: TSV
Januar 2012 |
Ehrung für einen Weltmeister und ein versöhnlicher Jahresabschluss
Bebauungsplan "Mangfallstraße" im Gemeinderat - Anwohner: "Für uns gibt es nicht nur den Weg der Klage"
Rohrdorf (pil) – Trotz des Satzungsbeschlusses ist der Bebauungsplan TH 23 „Mangfallstraße“, der die Grundlage für eine Erweiterung der alteingesessenen Firma Planatol schaffen soll, möglicherweise noch nicht in trockenen Tüchern. Vielmehr rechnet man seitens der Gemeinde fest damit, dass die Nachbarn, die den Schutzanspruch eines reinen Wohngebiets fordern, gerichtliche Schritte unternehmen werden; im vorliegenden Plan sind die drei Doppelhäuser als allgemeines Wohngebiet festgesetzt. Ungeachtet des Ausgangs dieses Verfahrens, so der Tenor im Gemeinderat, habe man dann zumindest Rechtssicherheit.
„Für uns gibt es nicht nur den Weg der Klage.“, stellte dagegen eine Anwohnerin auf Nachfrage klar. Zunächst wolle man das Gespräch mit den zuständigen Stellen suchen. Einen Redebeitrag ihres Mannes in der Sitzung hatte das Gremium mehrheitlich abgelehnt.
Dabei kann ein Teil der Gemeinderäte die Besorgnis der Anlieger in punkto Immissionen durchaus nachvollziehen; wie etwa Karl Blum vom Bürgerblock, welcher der Satzung letztlich als einziger die Zustimmung verweigerte. Doch wer ein Haus direkt neben einer Fabrik kaufe, „kann kein reines Wohngebiet erwarten“, brachte Rosi Reck (CSU) die Meinung der überwiegenden Mehrheit auf den Punkt. Marianne Keuschnig (Freie Wählergemeinschaft) bezeichnete es sogar als einen ihrer größten Fehler im Verlauf ihrer knapp zehnjährigen Gemeinderatszugehörigkeit, der Wohnbebauung an der Mangfallstraße zugestimmt zu haben.
Schon einmal waren dort Anwohner gegen eine Bebauungsplanänderung (TH 13 „Fabrikstraße“) vor Gericht gezogen, die dann 2009 im Normenkontrollverfahren gekippt wurde.
Eine besondere Note erhielt die Sitzung mit der Ehrung von Richard Martin Schauer, dem Weltmeister in der Sparte Möbelschreiner. Der Rohrdorfer hatte bei den World Skills, den internationalen Berufsweltmeisterschaften, in London zwei Goldmedaillen geholt. Nun nahm der 22jährige eine Glückwunsch-Urkunde aus der Hand von Bürgermeister Christian Praxl entgegen und erntete langanhaltenden Applaus von sämtlichen Anwesenden im Sitzungssaal.
Weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die Beschaffung von Atemschutzausrüstungen für die Ortsfeuerwehren. Insgesamt 25.000 Euro will die Gemeinde hier investieren.
Ganz anders als im Jahr zuvor klang schließlich das Gemeinderatsjahr aus. Bürgermeister Praxl (CSU) streifte in seinem Rückblick auf 2011 und der Vorschau auf 2012 nicht nur Geschehenes (Neuaufstellung des Flächennutzungsplans; Neubau des Hauses für Kinder in Thansau) und Geplantes (Erweiterung des Kindergartens in Achenmühle; Umgestaltung des dortigen Dorfplatzes; Bebauungsplan Ortsmitte Rohrdorf; Ausbau der Hubertusstraße; Verbesserung des Programms „Bauland für Einheimische“). Zugleich nutzte er in seiner Ansprache die Gelegenheit, sich ausdrücklich bei seinen beiden Stellvertretern Joachim Wiesböck (CSU) und Martin Fischbacher (Bürgerblock) zu bedanken; sie hatten den Gemeindechef während seiner krankheitsbedingten mehrwöchigen Abwesenheit vertreten. Zur Erinnerung: In der Dezember-Sitzung des vergangenen Jahres war Christian Praxl hart mit dem Bürgerblock und hier insbesondere mit Martin Fischbacher ins Gericht gegangen.
Zufrieden registrierte der Bürgermeister das größtenteils geschlossene Auftreten des Gemeinderats. Politisches Taktieren sei in diesem Gremium unangebracht, gab er zu bedenken; schließlich gehe es ums Wohl der Gemeinde.
Auch Vize Joachim Wiesböck sprach seinen Dank aus für die sachlichen Diskussionen und die gute Arbeit des Gemeinderats, wobei er vor allem Praxls großes Engagement hervorhob und auch seinerseits Fischbacher für dessen unkomplizierte Unterstützung dankte.
Dezember 2011
| Parallel zum laufenden Betrieb wurde im Haus für Kinder “Heilige Familie“ in Thansau Einweihung gefeiert, die die Kinder mit einigen Liedern musikalisch umrahmten. Fotos: pil |
Mehr als nur eine Betreuungseinrichtung
Haus für Kinder "Heilige Familie" feiert Einweihung
Thansau (pil) – Der Einzug ins neue Haus für Kinder in Thansau ist bereits vor einigen Wochen über die Bühne gegangen. Jetzt kehrten die Handwerker zur offiziellen Einweihungsfeier auf die vormalige Baustelle zurück, wo sie von den kleinen „Bewohnern“ als Dankeschön für ihr neues Domizil mit selbstgebastelten Medaillen bedacht wurden. In diesem Zuge erhielt die Tagesstätte „Heilige Familie“ unter der Trägerschaft des Katholischen Pfarrverbands Rohrdorf/ Thansau/ Lauterbach auch den kirchlichen Segen von Pfarrer Gottfried Doll.
„Hier haben wir Zukunft gebaut.“, spann Bürgermeister Christian Praxl vor zahlreichen Gemeinderäten, den Altbürgermeistern Fritz Tischner und Paul Unterseher senior sowie Trägern der Bürgermedaille den Faden weiter, den er bereits beim Richtfest aufgenommen hatte. Als „rundum gelungen“ lobte der Gemeindechef den Holzbau mit großen Glasfronten im Süden und einem umlaufenden Balkon, der seit dem Sommer des vergangenen Jahres an der Wacholderstraße entstanden ist. Die Entscheidung für einen Neubau am Standort des viergruppigen „Vorgängermodells“, eines mehr als 30 Jahre alten Systembaus mit Flachdach, habe sich dabei als richtig erwiesen. Allerdings habe es sich um „keine ganz einfache Baustelle“ gehandelt, was letztlich zu einer zweimonatigen Verzögerung bei der Fertigstellung geführt hat.
Insgesamt sechs Krippen- und Kindergartengruppen beherbergt das moderne, hell und großzügig konzipierte Gebäude mit Erd- und Obergeschoss und bietet mit rund 1000 Quadratmetern nun reichlich Platz zum Spielen, Basteln, Essen, Schlafen und Turnen. Wobei der Gesamtkostenrahmen von 2,8 Millionen Euro eingehalten werde, wie Architekt Christian Guggenbichler ergänzte; er hatte als Einweihungsgeschenk einen Apfelbaum mitgebracht.
Assistiert von kleinen „Nachwuchs-Ministranten“ nahm Pfarrer Doll anschließend die Segnung der Räume vor. Sein Dank galt neben der Gemeinde und allen Unterstützern auch dem benachbarten Bauern. Dieser hatte ganz unkompliziert eine Wiese als Stellfläche für die Container zur Verfügung gestellt, die Kindern und Betreuern als Übergangsquartier gedient hatten.
Das Kinderhaus „Heilige Familie“ unter Leitung von Birgit Kreipl, zu dem auch der Hort in den Räumen der Schule gehört, sei indes mehr als eine reine Betreuungseinrichtung, hob Dekan Doll den Stellenwert der Bildung in der Einrichtung hervor, die in den 1970er Jahren als klassischer Kindergarten begonnen hatte. Hier würden bereits die Kleinsten spielerisch in ihrer Entwicklung gefördert und im Wortsinn „praktischer Gottes-Dienst“ geleistet. Die Nachfrage nach Plätzen für Klein- und Kleinstkinder sei dabei offenkundig ungebrochen: Noch in der Bauphase wurde auch der Ausbau des als Ersatz vorgesehenen sechsten Gruppenraums erforderlich.
Dezember 2011 |
nach oben
|